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Saxonian Dance Classics

DTV

Turniertanz bei den Landesjugendspielen Sachsens am 21. Juni Nachwuchsturniere und Training bei A-Trainern

Aller zwei Jahre veranstaltet der Landessportbund Sachsen seine Landesjugendspiele, reihum mit Dresden, Chemnitz und Leipzig als ausrichtenden Städten. In diesem Jahr war beim 9. Wettbewerb wieder Leipzig an der Reihe. Am Nachmittag des 21. Juni resümierte Steffen Richter, der LSB-Verantwortliche für diese Veranstaltung: „Es waren drei tolle Tage für den Nachwuchssport, denn immerhin fanden Wettbewerbe in 56 Sportarten statt. Überall fand ich: eine tolle Stimmung, gute Leistungen, eine bemerkenswerte Beteiligung“. Der Landesjugendspiel-Chef nahm sich auch die Zeit, nach Leipzig-Wahren zu kommen, wo in den Trainingsräumen von STK Impuls und TK Blau-Gold Leipzig die Wettbewerbe im Tanzsport ausgetragen wurden und wo er zwei Siegerehrungen vornahm. Er fand es interessant und als eine Bereicherung für die Teilnehmer, dass die Paare nach den Turnieren die Gelegenheit nutzen konnten, im gleichen Haus in einem zusätzlich angemieteten Saal mit 20 x 22 m Parkettfläche an einem Sondertraining mit A-Trainern teilzunehmen. Dieses wurde von Ulrich Herrmann (Leipzig) und Verbandstrainer Laurens Mechelke (Berlin) durchgeführt. Die in der DDR zu den Schüler-Turniertänzen gehörende Polka ist in einigen Vereinen ein Aufbau-Tanz geblieben, der – in Tschechien als einem der Mutterländer dieses Tanzes zum Standardbereich zählend – vor allem den jüngeren „Einsteigern“ viel Freude macht und in Deutschland wohl zu Unrecht nicht im Nachwuchs-Turnierprogramm vertreten ist. Der STK Impuls Leipzig (Veranstalter der Turniere der Landesjugendspiele) und der TK Blau-Gold Leipzig pflegen diesen Tanz besonders, der im Wettbewerb der Landesjugendspiele mit immerhin 14 Paaren vertreten war und einen Impuls-Doppelsieg (Paul Rottmayer/Soraya Kohlmann vor Jonas Steinecke/Hanne Hamouda) brachte. Im Mittelpunkt des Polka-Wettbewerbes standen jedoch nicht die Besten, sondern zwei so kleine „Bambini“-Paare aus Schwedt, dass der Turnierleiter die anderen Paare auffordern musste, sie nicht zu übersehen und umzutanzen. Das jüngere dieser beiden Paare – Hannes Penkwitz und Lynn Mayerhoff – war mit 5 und 3 Jahren das jüngste, das Leipzig je während eines Turniers gesehen hat. Ansonsten waren die jüngeren Altersklassen bei den Landesjugendspielen – dem Trend der Zeit folgend – recht gut besetzt, wobei in beiden Turnieren der Kinder D sogar Vorrunden getanzt wurden. Schade nur, dass es kurzfristig bei 70 gemeldeten Paaren aus 20 Vereinen (leider fehlte der gesamte Osten Sachsens) 15 Abmeldungen gab, einige logisch, weil diese Paare beim Berliner „Summer Dance Festival“ in der Vorwoche aufgestiegen waren. Die Turniere brachten drei Doppelsieger: Daniel Rebrunov und Charlotte Lanz (TC Saxonia Dresden) bei den Kindern C, die mit einem Paar bzw. drei Paaren sehr schwach besetzt waren, Philip Grieger und Tatiana Khatenever (STK Impuls Leipzig) in der Junioren I D Standard und C Latein (10 bzw. 11 Paare) sowie Edward und Victoria Rupp (TSC Excelsior Dresden) in der Junioren II C (vier bzw. drei Paare) sowie drei Paare, die jeweils eine Gold- und eine Silbermedaille erhielten. In der Kinderklasse (13 bzw. 14 Paare) Daniil Zakarov und Laura Phan (TSK Residenz Dresden, Standard 2., Latein 1.) und die noch mit Startkarte angetretenen Tim Reichert und Nathalie Graichen (TSC Leipzig, Standard 1., Latein 2.) sowie in der Junioren I D Jonas Schneider und Alisa Ranscht (1. TSC Blau-Gelb Weißenfels) als Zweite im Standard (10 Paare) und Sieger im Latein (8 Paare). Die restlichen Sieger waren: Paul Rottmayer/Soraya Kohlmann (STK Impuls Leipzig, Polka), Justin Philipp/Lysann Schmidt (1. TSC Oschatz, Junioren I C Standard) und Vincent Wahrenburg/Yvonne Puschkaritz (Creative Club Berlin, Jugend C Latein).   Rolf Herrmann