![]() Oliver Thalheim/Tina Spiesbach |
Frühlingsball des TC Rot-Weiß Leipzig mit Tanzturnieren der Sonderklasse in stilvoller Atmosphäre des Oldtimermuseums in Leipzig-Plagwitz.
„So schnell kommt man zu einem Kind“ dachten sich wohl die meisten Turnierpaare, als Sie jeweils einen kleinen Tänzer des TC Rot-Weiß am Beginn des Abends in Ihre Mitte nehmen durften. Gemeinsam mit ihren Idolen die große Treppe des Da Capo herab zu schreiten, war für die jüngsten Tänzer und Tänzerinnen ein einmaliges Erlebnis. Vor den 270 fachkundigen Zuschauern das eigene Können unter Beweis zu stellen, war eine große Herausforderung und der erste tänzerische Höhepunkt des Abends. „Auch im fünften Jahr in Folge haben wir das Niveau unserer Veranstaltung weiter steigern können“, mit diesen Worten eröffnete am Samstag den 23.04.2005 Turnierleiter Sven Handschuh, Präsident des TC Rot-Weiß Leipzig, den nunmehr schon traditionellen Frühlingsball seines Vereins im Automobilmuseum Rübesam´s Da Capo. Erstmalig waren neben den Standardtänzern auch die Lateiner zum Einladungsturnier der Sonderklasse am Start. Dem TC Rot-Weiß ist es wiederum gelungen, ein leistungsstarkes Starterfeld nach Leipzig zu holen, und dieses im Rahmen eines festlichen Balles zu präsentieren.
Souveräner Sieger des Standardturnieres wurden das Leipziger Spitzenpaar Oliver Thalheim/Tina Spiesbach, TC Rot-Weiß Leipzig. Nur eine Bestnote gaben beide an ihre Verfolger ab. Gleichzeitig gelang es Oliver und Tina, wie schon ein Jahr zuvor, die Gunst der überwiegenden Zahl der Gäste für sich gewinnen und Publikumsliebling zu werden. Damit sicherten sie sich das obligatorische Oldtimermodell, welches der Veranstalter als Preis dafür vorsieht. Zweite wurden Steffen Zoglauer/ Sandra Koperski, Blau-Silber Berlin TSC. Auf den dritten Rang kamen, ebenfalls aus Berlin kommend, Stefan Brückner/Astrid Schäfer, TC Blau-Gold im VfL Tegel ins Ziel
Auch das Turnier der Lateinamerikanischen Tänze blieb durch einen souveränen Sieg von Christoph Jonas/Elena Zverevshikova, TSC Excelsior Dresden fest in sächsischen Händen. Die zweitplatzierten der letzten Sachsenmeisterschaften ließen vom ersten Tanz an nichts anbrennen und setzten sich mit 21 von 25 möglichen Bestnoten durch. Klare zweite wurden Markus Hefner/Tanja Kuschill, TSC Rot-Gold Nürnberg. Auf Platz drei tanzten sich Zoglauer/Koperski, die damit das beste Ergebnis über alle zehn Tänze für sich verbuchen konnten.
Wie in jedem Jahr bereicherten die vielfältigen Tanzgruppen des TC Rot-Weiß mit ihren Darbietungen das Programm des Abends. Neben der Jazzdancegruppe „Spiritdancers“, die zwei ihrer neuesten Choreographien präsentierten, boten die orientalischen Tänzerinnen mit der Gruppe „Daurat el Shams“ und die Solistin „Lina“, Übungsleiterin im Verein, ein beeindruckendes Showprogramm. Den Schlusspunkt setzten der ehemalige Sonderklassetänzer Thomas Michael mit seiner Partnerin Xenia mit einer eigens einstudierten Salsa-Show. Für excelente Livemusik während der Gästetanzrunden sorgte diesmal die Liveband „Casablanca“ aus Chrimmitschau unter der Leitung von Nico Tippelt.
Dank zahlreicher Sponsoren und der Unterstützung des Hauses Rübesam´s DaCapo, ist es wiederum gelungen ein Ballturnier der Extraklasse zu organisieren. Für das Jahr 2006 ist der Termin im Kalender des Rübesams Da Capo bereits fest eingeplant.
TC Rot-Weiß Leipzig
Die Stadt Grimma ist durch die Flut im Jahre 2002 durch alle Medien bekannt geworden. Aus der einstigen Perle des Muldentales wurde binnen weniger Stunden eine Schlamm- und Trümmerwüste. Die Tatkraft seiner Bürger, unterstützt durch viele Helfer aus nah und fern und Dank einer großen Solidaritätswelle aus ganz Deutschland ist die Stadt wieder erstanden und erstrahlt dem Besucher in alten – neuen Glanz
Der kleine aber rührige Tanzclub Blau-Gelb Grimma hatte in der Vergangenheit schon oft Landesmeisterschaften und sogar ein Ranglistenturnier ausgerichtet. So fiel es dem Landestanzsportverband Sachsen nicht schwer, dorthin die Gebietsmeisterschaft 2005 zu vergeben. Der Grimmaer Verein übertraf alle Erwartungen und schuf in der Muldentalhalle die besten Voraussetzungen für diesen Höhepunkt.
In den letzten Jahren waren bis zu 17 Paare der Sonderklasse aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Berlin und Sachsen am Start, wobei die beiden letztgenannten Länder stets das Gros stellte. Davon ausgehend wurde für den 09. April dieses Jahres auch eine Nachmittagsveranstaltung geplant, an der die Vorrunde stattfinden sollte, und eine abendliche Ballveranstaltung mit einer Zwischen- und einer Endrunde. Leider erfüllten sich die Hoffnungen nicht. Ein Meldetiefstand mit lediglich sechs Paaren aus Berlin und fünf aus Sachsen machten es dem Ausrichter schwer, zumal auch das Vorturnier (HGR.A-Latein) wegen mangelnder Meldungen am Nachmittag ausfallen musste. So blieben den relativ wenigen Zuschauern am Nachmittag nur die Freude, allen elf gemeldeten Paaren in der Vorrunde zu applaudieren.
Die Abendveranstaltung war mit über 500 Gästen restlos ausverkauft. Acht Bambini-Paare (Kinderpaare ohne Startbuch) eröffneten Ball mit langsamen Walzer, Cha Cha und Rumba. Dann übernahm Dr. Horst Galle als Turnierleiter die Moderation und stellte die sechs Finalpaare einzeln mit einem langsamen Walzer vor. Vier Berliner und zwei sächsische Paare bestritten das Finale. Sehr einig waren sich die sieben Wertungsrichter und Wertungsrichterinnen in der Standarddisziplin: Unangefochten tanzten sich die Dresdner Kies/Ribas Turon, TSC Excelsior Dresden vor dem Leipziger Paar Winkler/Geuchmann, STK Impuls an die Spitze.
Während bei den folgenden lateinamerikanischen Tänzen die Dresdner ihre Favoritenrolle gerecht werden konnten (sie gewannen das Turnier mit 69 von 70 möglichen Einzerwertungen), gab es nach dem zehnten Tanz sogar drei Anwärter auf den zweiten Platz. Die Platzierungen mussten nach dem Skatingsystem ermittelt werden. Das Leipziger Paar fiel vom zweiten auf den 5. Platz zurück. Mit viel Beifall nahm das Publikum die Information entgegen, dass neben dem Deutschen Kombinationsmeister und Vizeeuropameisterpaar auch weitere Kaderpaare des Deutschen Tanzsportverbandes im Finale tanzten.
Die Vereinsvorsitzende des TC Blau-Gelb Grimma, Helga Metzker wurde an diesem Abend für ihre Verdienste um den Tanzsport der Stadt von Bürgermeister Matthias Berger mit dem Johanna-Schmidt-Preis der Muldenstadt geehrt. Der Präsident des Landestanzsportverbandes zeichnete hingegen den sichtlich überraschten Turnierleiter und Landessportwart Dr. Horst Galle mit der goldenen Ehrennadel des Landessportbundes aus.
Die Showeinlagen an diesem Abend waren hochkarätige Kontraste zum Besten, was die Standard- und Lateinpaare im Turnier geboten hatten: Die deutschen Meister und Weltmeisterfinalisten im Rock´n´Roll Werner Euringer mit Verena Baumann sowie Johannes Nißl mit Stefanie Wild aber auch aus Magdeburg stammende Breakdancecrew „Da Rookies“.
Alles in allem eine sehr gelungene Gebietsmeisterschaft, an der acht Fahrkarten Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in der Kombination am 30. April in Frankenthal vergeben wurden. Dank dem Ausrichter und recht viel Erfolg den Paaren aus Berlin und Sachsen bei der „Deutschen“.
redigiert M.H.
Der 1985 gegründete STK Impuls Leipzig setzte schon 1986 die Idee um, neben dem „Messepreis“ für die Weltspitze ein Turnier für den Nachwuchs ins Leben zu rufen, das „Messemännchen“. Der „Messepreis“ erlebte schon die Wende nicht mehr, die „Messemännchen“-Turniere blieben; die 20. Auflage des sächsischen Nachwuchs-Schwerpunktturniers erlebte Paare aus 41 Vereinen am Start. Gut besetzt in den meisten Klassen, drohte die Jugend A fast auszufallen. Bei der Planung war noch nicht bekannt, dass am Vorabend in Lindow die Gebietsmeisterschaften in der Kombination stattfinden, so dass dann viele der potentiellen Starter auf den „Doppelstart“ am Wochenende verzichteten.
Der STK Impuls mit seiner Crew um Sabine und Rolf Herrmann hatte diesmal alle die Wertungsrichter – darunter alle Sachsen aus dem deutschen „Topf“ – eingeladen, die die lange Wegstrecke gemeinsam mit ihnen gegangen waren wie die Ehepaare Gerd und Ilona Ackermann, Michael und Renate Hölschke, Ursula und Werner Pinkwart, Dietrich und Ursula Rupp, Dr. Christel und Prof. Dr. Karl-Heinz Schimmel, Ingeborg und Peter Schunke, Detlef und Ingrid Zerbe, sowie Steffen Eichhorn, Dr. Horst Galle und Gert Zeiß.
Impuls-Präsident Rolf Herrmann, der alle 20 „Messemännchen“ geleitet hat, verabschiedete seinen Klub-Wertungsrichter Peter Schunke, der als ehemaliger S-Tänzer nach einem Vierteljahrhundert als Wertungsrichter mit seinem 400. Einsatz bei einem Turnier („ich habe nur die Turniere, nicht die einzelnen Klassen gezählt“) nun nur noch Zuschauer ist. Für seinen Einsatz, auch als Mitarbeiter der Turnierkontrolle des DTV (mit seiner Frau Ingeborg) zeichnete ihn LTVS-Präsident Dietrich Rupp mit der Verdienstnadel des LTVS in Silber aus.
In den zwölf Entscheidungen gab es das Novum, dass drei Paare einen Doppelsieg schafften: die Impuls-Paare Erik Benicke und Ly Nguyen (Junioren II C), Gregor Pagel und Olga Eirich (Jugend B) sowie Dmitrij Niemann und Adrienne Jugl (Jugend A).
Ronn
Am Ostersamstag tanzten in Berlin 90 Paare beim deutschen Ranglistenturnier um das „blaue Band der Spree“. Oliver Thalheim und Tina Spiesbach, TC Rot-Weiß Leipzig kamen als bestes ostdeutsches Paar im Finale auf einen sehr guten dritten Platz. In der gesamtdeutschen Rangliste stehen die Leipziger zurzeit auf Platz vier. Hörig/Schaller, STK Impuls Leipzig tanzten sich mit Platz neun ins Semifinale.
In der Latein-Rangliste am Sonntag ertanzten Christoph Kies/Blanca Ribas-Turon, TSC Excelsior Dresden, ebenfalls den dritten Platz für Sachsen, dazu noch Christoph Jonas/Elena Zverevshikova vom gleichen Verein auf Platz fünf.
Die „Königsklasse“ Hauptgruppe-A Standard war fest in Jugendhand, im Finale am Freitag ebenfalls zwei sächsische Paare mit Felix & Sophia Koschkar, STK Impuls Leipzig Platz fünf, Marcel Kunitzsch/Elisa Seifert, TSV Schwarz-Weiß Freiberg Platz sechs und am Sonnabend Marcel Kunitzsch/Elisa Seifert Platz vier und Rick Hammermüller/Isabell Derichs, TSK Residenz Dresden Platz fünf, im Semifinale Martin Herrmann/Elisabeth Wiedenbruch, TSC Leipzig. In der Latein-Sektion waren Rick Hammermüller/Isabell Derichs am Sonnabend im Semifinale das Anschlusspaar, am Montag Sebastian Bronst/Tina Kräcker, TSZ Borna/Neukirchen ebenfalls im Semifinale.
Kai Schönherr/Silke Ludwig, TK Orchidee Chemnitz setzten sich in der Senioren-I-A an die Spitze der 38 teilnehmenden Paare.
Beim Ostermarathon in Glinde ereichten Dmitrij Niemann/Adrienne Jugl und Felix und Sophia Koschkar, beide STK Impuls Leipzig in der Jugend-A Standard das Semifinale.
M. Hölschke
Bei den Gebietsmeisterschaften in Lindow nördlich Berlins über zehn Tänze gingen beide Titel nach Dresden. In der JUNIOREN-II-B sind Benedikt Grünberg/Nadja Knoth, TSK Residenz Dresden die Gebietsmeister und damit zugleich sächsische Meister, gefolgt von Rami Schehimi/Lilli Hils, TC Saxonia Dresden (gesamt Platz 4) und Phil Schwarick/Franziska Schöne, TSC Excelsior Dresden (gesamt Platz 6).
Bei der JUGEND-A holten sich André Vörtler/Sophia Weis, TSK Residenz Dresden den Titel. In der Wertung der sächsischen Meisterschaft folgten Dmitrij Niemann/Adrienne Jugl, STK Impuls Leipzig (gesamt Platz 3) vor Christian Langer/Jenny Müller, TSC Excelsior Dresden (gesamt Platz 5). Das Finale wurde mit Rick Hammermüller/Isabell Derichs, TSK Residenz Dresden komplettiert.
Insgesamt war unser Landesverband der zahlenmäßig stärkste am Start: JUNIOREN-II-B sieben von zwölf Paaren, JUGEND-A 16 von 25 Paaren. (Bericht im Gebietsteil)
M. Hölschke