Mit 40 Tänzen und 86 Einser zum Kombinationstitel Nach einem zweiten Platz bei der letzten Jugend-Standardmeisterschaft und einem dritten in Latein erhielten Rami Schehimi/Lilli Hils (TSZ Dresden) den so genannten Favoritenstatus. Im Saal des Boston-Club Düsseldorfs wurde gemunkelt, dass Rami und Lilli die Fahrkarte zur Europameisterschaft Jugend Kombination am 4.Dezember in Dänemark einlösen könnten. Von Beginn an ließen die beiden 18-Jährigen keinen Zweifel daran, dass sie das Turnier gewinnen wollten. Sie tanzten mit viel Power und dem nötigen Selbstbewusstsein. Lediglich vier Einsen gaben sie ab. Da alle Paare, die an einer Gebietsmeisterschaft teilgenommen haben, zur Deutschen Meisterschaft startberechtigt waren, wurde mit 29 Paaren eine vierte Runde Pflicht. Daher mussten die Finalisten 40 Tänze absolvieren. Den fünf im Finale tanzenden Jugend- und einem Juniorenpaar sah man dies kaum an. Die beiden weiteren sächsischen Paare waren mit ihrer Meisterschaft ebenfalls ganz zufrieden. Auch wenn sich Benjamin Böhme/Ina Gröbe (TSC Leipzig) mit dem Sprung ins Semifinale mehr erhofft hatten. Letztendlich sprang der 15. Platz raus. John Kupferschmidt/Saskia Lausmann (ebenfalls TSC Leipzig) beendeten die DM auf dem 23.Rang. Beide Leipziger Paare dürfen allerdings im nächsten Jahr noch in der Jugend starten und sich dann einen Platz im Semifinale oder vielleicht sogar Finale erhoffen. Rami und Lilli müssen sich dann schon bei den Erwachsenen behaupten. Geschachtelt wurde die Jugend Meisterschaft mit der Deutschen Meisterschaft der Senioren Latein. Zwei Dresdner Paare nahmen daran teil. Roberto Weigel/Cordula Höchstmann (TSC Serenade Dresden) wurden 33.-38. Frank Siegert/Cornelia Schicke (TC Saxonia Dresden) landeten einen Platz dahinter, auf dem 39.-40. Unterstützt wurden alle sächsischen Paare nicht nur von Eltern und Geschwistern, sondern auch von Standard-Landestrainer Asis Khadjeh-Nouri, sowie dem halben Präsidium mit Dietrich Rupp und seiner Frau, Uli Herrmann, Gunnar Lippmann als Wertungsrichter, Jana Otto und dem neuen Jugendsprecher Phil Schwarick. Am Vormittag der beiden Deutschen Meisterschaften tagte der Jugendausschuss der Deutschen Tanzsportjugend, im Anschluss daran wurden auf der Jugendvollversammlung die neuen Jugendvertreter im DTV gewählt. Wie zu erwarten wurden Boris Exeler als Bundesjugendwart und Jürgen Lobert (stellvertretender Bundesjugendwart) einstimmig wieder gewählt. Neuer Bundesjugendsprecher wurde aus dem TNW Andreas Pickert. Zusammenfassend kann man zu dieser fantastischen Meisterschaft nur sagen, super Ergebnis, und wie erwartet eine gute Organisation. Mit einem Sekt wurde auf die Sieger im Anschluss noch angestoßen und der Abend somit gebührend beendet. Jana Otto |
LIPSIADE 2010
Unter dem Begriff LIPSIADE veranstaltet der Stadtsportbund Leipzig alljährlich Stadtsportspiele für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr wetteiferten ca. 6000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Wettbewerben, die durch Fachverbände und Sportvereine ausgerichtet werden, um mehr als 4000 Medaillen. Der Tanzsportclub Leipzig organisiert traditionell ein Tanzturnier im Rahmen dieser Sportspiele. Da die Anzahl der Turnierpaare aus Leipzig für die Durchführung eines Turniers verständlicherweise nicht ausreicht, wird die Veranstaltung bundesweit ausgeschrieben. So konnten am Samstag, dem 29. Mai 66 Paare aus sieben Bundesländern durch den Turnierleiter, Herrn Dr. Horst Galle, begrüßt werden. Austragungsort war diesmal die Sporthalle des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Leipzig-Liebertwolkwitz. Die Halle bot alle Voraussetzungen für ein niveauvolles Turnier und ein solches wurde es auch. Vom Beginn 9:30 Uhr bis zur letzten Siegerehrung gegen 16:30 Uhr kämpften die Paare auf drei Feldern um die begehrten Platzierungen und Medaillen. In 18 Klassen wurde gestartet und damit brauchten sich die über 30 Offiziellen und Helfer über zu wenig Arbeit nicht zu beklagen. Die vielen Angehörigen, Freunde und Fans der meist jungen Turnierpaare boten zudem eine lautstarke Zuschauerkulisse, die auch für die richtige Stimmung sorgte. Glücklichweise hat sich der Gebrauch von Vuvuzelas in Tanzsportkreisen noch nicht eingebürgert. Aus Leipziger Sicht erfreulich war das Abschneiden der Paare der teilnehmenden Clubs STK Impuls, Rot-Weiß und Tanzsportclub Leipzig. Mit Paul Rottmayer /Lilli Heusinger (STK Impuls Leipzig) in den Klassen Junioren II D Standard und Latein, Tom Quaas/Nadine Sagner (STK Impuls) in der Klasse Jugend B Standard, Benjamin Kosbab/ Diana Dolinskaya (Tanzsportclub Leipzig) in der Klasse Jugend C Latein und Alexander Spaeth/Natalie Agater (STK Impuls) in der Klasse Jugend B Latein blieben fünf Goldmedaillen in der Messestadt. Auch die Platzierungen der anderen Leipziger Paare konnten sich sehen lassen, wie überhaupt die sächsischen Paare das Turnier dominierten. Alle Ergebnisse sind im Internet unter www.tanzsportclub.de zu ersehen. Als ein Wermutstropfen muss der Veranstalter die mangelnde oder überhaupt nicht erfolgte Nennung der Hauptgruppenpaare registrieren. Chance verpasst, lässt sich da nur sagen und der veranstaltende Tanzsportclub Leipzig hofft, dass im nächsten Jahr am 25. Juni auch diese Klassen im Turnier anlässlich der LIPSIADE 2011 wieder gut vertreten sein werden. Hans-Volker Seiler Fotos: Michael Böhme |
| Freiberg, die Zweite. TSV Schwarz-Weiß Freiberg zum zweiten Mal Ausrichter eines JMD-Turniers Am 25. April 2010 fand in Freiberg das 2. Freiberger Jazz- und Modern Dance Turnier in der Ernst-Grube Halle statt. Durch die Turniervergabe des Ligaverbandes Süd-Ost ergab sich eine Startkombination aus Jugendverbandsliga und Verbandsliga, so dass die beiden vereinseigenen Mannschaften sich auf einen Start vor heimischem Publikum und die volle Unterstützung von Freunden und Verwandten freuen konnten. Mit den Erfahrungen unseres ersten JMD-Turniers im letzten Jahr und vielen kleinen Verbesserungsvorschlägen von erfahrenen Ausrichtern im Gepäck, kamen die Vorbereitungen zeitig ins rollen und durch die tatkräftige Unterstützung der zahlreichen kleineren und größeren Sponsoren, aber vor allem durch die beherzte und engagierte Arbeit von Tänzerinnen, Eltern und Vorstand, war bald ein schöner und nahezu reibungsloser Turniertag auf die Beine gestellt. Die Jugendverbandsliga ging in Freiberg in ihr zweites Saisonturnier, allerdings erstmals in der vollen Besetzung von insgesamt 13 startenden Mannschaften. Erklärtes Ziel der Freiberger Black Diamonds war das Erreichen eines guten Ergebnisses in der Zwischenrunde, was zur großen Begeisterung der anwesenden Fans, Eltern und nicht zuletzt der Tänzerinnen selbst, erreicht werden konnte. Umso größer war dann auch die Motivation den sechs Mannschaften der Endrunde einmal genau auf die Finger – oder besser die Füße – zu schauen, um sich beim nächsten Mal auf den Angriff nach vorn vorzubereiten. Sieger des Turniers war die Formation solinos vom TSV Butterfly Gera, dicht gefolgt von den sunny girls des TC Schwarz-Silber Halle. Für die Mannschaften der Verbandsliga fand in Freiberg bereits das dritte der insgesamt vier Ligaturniere statt. Mit dem Wissen, dass bereits eine Woche darauf in Saalfeld der Hammer für das Endergebnis der Saison fallen würde, gingen die Mannschaften mit einem kompromisslosen Ehrgeiz an den Start. Auch für die Freiberger Formation Black & White hieß es: jetzt oder nie!, als mit leichter Verzögerung gegen 17 Uhr die Vorrunde begann. Das erreichte Ergebnis eines vierten Platzes lohnte schließlich die Mühen der letzten Wochen, auch wenn das Startfeld mit dem Fehlen der Köstritzer Formation Junimond mit nur sechs Mannschaften nicht ganz vollständig war. Bestimmt wurde das Finale jedoch durch „das Kopf an Kopf Rennen“ der Geraer Formationen, die seit dem ersten Wettkampf das Feld dominierten. Als Sieger gingen dabei die Tänzerinnen von Tabula Rasa, ebenfalls vom TSV Butterfly, hervor. Somit endete gegen 18:30 Uhr ein spannender Turniertag, durch dessen Ergebnis vier Mannschaften der Verbandsliga punktgleich in den abschließenden Wettkampf der Saison starteten – ganz im Sinne der alten Fußball-Weisheit: nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Ina Hoppe
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Werner Pinkwart - 70 und kein bisschen müde
Er ist „Leipzigs Antwort auf Elvis Presley“. Der Vergleich mit dem King of Rock´n´Roll liegt nahe, wenn der quirlige Mann seinen derzeit 140 Schäfchen allabendlich das Tanzen lehrt. Der Startschuß für eine lange und erfolgreiche Tanzkarriere fiel 1962, als Werner Pinkwart in der Tanzschule seine Ursel kennenlernte und mit ihr gemeinsam in den gerade gegründeten Tanzkreis am Bezirkskabinett für Kulturarbeit der Stadt Leipzig eintrat. Bereits 1963 bestritten beide ihr erstes Tanzturnier. Ihre sportliche Laufbahn entwickelte sich kontinuierlich. Beide haben viele Turniere im In- und Ausland (Ungarn, Polen, CSSR, Bulgarien) getanzt. Große Erfolge erzielten sie bei DDR-Meisterschaften der Sonderklasse als Semifinal- und Finalteilnehmer. In der Gegenwart geht Werner Pinkwart das Leben etwas „ruhiger“ an. Er ist jedenfalls kein aktiver Turniertänzer mehr. Er schafft täglich in seiner über 100-jährigen Schmiede und ist Trainer im vor drei Jahren gegründeten Tanzsportverein Böhlitz-Ehrenberg, wo er vom Anfänger bis zum Turniertänzer mit seinem unendlichen Charme alles quält, was tanzen will. Sein Motto: Qualität kommt von Qual, aber es muss auch Spaß machen. Ganz nebenbei, also an den Wochenenden, reist er (stets mit seiner Ursel im Gepäck) als Wertungsrichter mit S-Lizenz durch die Lande. Bisher waren es über 820 Turniere, in denen er die Tafeln hochhielt. Heute ist Werner Pinkwarts Haar etwas gelichtet - ansonsten merkt man dem Mann nichts von seinem Alter an. Schwer zu fassen, aber wahr: am 6. August wird Werner Pinkwart 70 Jahre alt. Wir, die Mitglieder des TSV Böhlitz-Ehrenberg, wünschen unserem Werner alles Gute und ein langes Leben bei bester Gesundheit und Vitalität!!! Karin Rößner Fotos privat
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