Neuwahlen in Sachsen



DieJugendvollversammlung


Arbeitsberatung der Sportwarte


Arbeitsberatung der Pressewarte


Gerhard Oehmig - Schatzwart des LTVS


Jahreshauptversammlung


lebhafte Diskussion - hier Sven Handschuh, Präsident TC Rot-Weiß Leipzig


Ehrung Dr. Horst Galle durch Dietrich Rupp


Ehrung Dieter Bauerschäfer, hier mit Ehefrau Christel


Tilo Kaiser, der neue Senioren- u. Breitensportwettbewerbsbeauftragte


Dank an den bisherigen Webmaster Mario Weidner


Übergabe des DTSA-Pokals an H.-J. Held, TSV Böhlitz-Ehrenberg


Das neu gewählte Präsidium, G. Zeiss, H. Herzberg, D. Rupp, G. Oehmig, Dr. G. Lippmann, J. Kießling (v.l.n.r.)

Im Landestanzsportverband Sachsen sind gegenwärtig 5236 Mitglieder in 51 Vereinen organisiert. An der am 18.4.2010 in Dresden stattfindenden Jahreshauptversammlung waren 90 Vertreter aus 31 Vereinen mit 171 Stimmen vor Ort. Gewohnheitsgemäß trafen sich zuvor die Jugendwarte, Sportwarte, Schatzmeister und Pressewarte der Vereine zu ihren Arbeitsberatungen. Der Präsident, Dietrich Rupp, nutzte die Gelegenheit zu einer Stippvisite in allen vier Arbeitskreisen, um am Ende konstatieren zu können: „ Viele Ideen, lasst sie uns umsetzen und besten Dank für die geleistete Arbeit im Ehrenamt.“ Die Jahreshauptversammlung wurde mit einer Gedenkminute an den im März verstorbenen Dieter Matzke, Landesjugendwart und Gründungsmitglied unseres Landesverbandes, eröffnet.

 

Sehr erfrischend, weil selten so lebhaft, waren die Diskussionen zu den Berichten der Präsidialen aus den einzelnen Vereinen. So wurde beispielsweise eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Vereins – und Landestrainern eingefordert, welche mit Sicherheit notwendig ist und beide Seiten aufeinander zugehen sollten. Es wurde nicht mit Kritik gespart, die jedoch mit konstruktiven Vorschlägen gepaart war.

 

Bereits zu Beginn des Jahres kündigte unser Sportwart (nunmehr a. D.), Dr. Horst Galle an, für dieses Amt künftig nicht mehr zu kandidieren. Entsprechend bewegend waren die Ausführungen zu seinem allerletzten Tätigkeitsbericht und die anschließenden Dankesworte des Präsidenten für sein langjähriges Wirken. Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft des LTVS zuerkannt und die Ehrennadel des Deutschen Tanzsportverbandes in Gold verliehen. Wer kann schon auf über 40 Jahre Ehrenamt im Tanzsport zurückblicken? Bis zur politischen Wende der DDR-Volkskunst zugehörig, war er langjähriger Vorsitzender der Bezirksarbeitsgemeinschaft Turniertanz Leipzig und Organisator der Internationalen Messepreisturniere von Leipzig. Aktiv unterstützte er die Bildung des Amateurtanzsportverbandes der DDR und war Mitbegründer des LTVS. Mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovation honorierten die Anwesenden das Wirken von Horst Galle. Der langjährige Freund von Dr. Horst, Rolf Herrmann, gab eine Episode zum Besten, die knapp 20 Jahre zurückliegen dürfte: Auf einem Turnier in Sri Lanka wurde R. Herrmann befragt, welche Funktion der mit angereiste Wertungsrichter Galle innehätte. Mit der Antwort „Landessportwart“ konnten die ausländischen Tanzsportkollegen nicht viel anfangen, aber mit der Bezeichnung „Sportminister von Sachsen“ schien die Welt in Ordnung zu sein und sämtliche Sprachbarrieren waren behoben.

 

Es folgten weitere Ehrungen: Auf 50 Jahre Ehrenamt im Tanzsport kann zurückblicken und dabei ist er noch immer aktiv - unser Dieter Bauerschäfer, der die Ehrenplakette des Landessportbundes aus den Händen von Karl-Heinz Buntsch, Mitglied des LSB-Präsidiums und Vertreter der Kreissportbünde, entgegennahm. Als bisheriger Beauftragter für Seniorensport und Breitensportwettbewerbe übergab er aus Altersgründen nunmehr den Staffelstab an Tilo Kaiser vom TC Rot-Weiß Leipzig. Dieser wurde ebenso von der Jahreshauptversammlung bestätigt, wie der neue Internetbeauftragte Lutz Kindschuh, der die Nachfolge von Mario Weidner antrat. Letzterer wurde mit der Verdienstnadel des LTVS in Bronze ausgezeichnet. Hans-Jürgen Held, der Sportwart und 2. Vorsitzende des Tanzsportvereins Böhlitz-Ehrenberg übernahm den DTSA-Pokal, der mit 51 Abnahmen von 109 Mitgliedern des Vereins an 1. Stelle des LTV im Jahr 2009 stand und sich über den neuen, äußerst geschmackvollen Pokal sichtlich freute.

 

Die Wahl in diesem Jahr unterschied sich von den bisherigen, als dass es zwei Kandidaten für das Ehrenamt des Lehrwartes gab. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, so dass letztendlich in einer schriftlichen Wahl Ulrich Herrmann erneut als Lehrwart gewählt wurde. Thomas Rings, von Serenade Dresden aus NRW über Hamburg nach Sachsen kommend, konnte 48 Stimmen bei diesem Wahlgang für sich verbuchen. Als Sportwart kandidierte Dr. Gunnar Lippmann (Synchron Chemnitz) und wird nun das schwere Erbe seines Vorgängers antreten. Damit verjüngte sich das neu gewählte Präsidium, welches sich nunmehr wie folgt zusammensetzt:

Dietrich Rupp – Präsident

Gert Zeiss-Vizepräsident

Gerhard Oehmig-Schatzmeister

Dr. Gunnar Lippmann-Sportwart

Ulrich Herrmann-Lehrwart

Heike Herzberg-Pressewartin

Jana Otto-Jugendwartin, die von der Jugendvollversammlung erneut in ihrer bisherigen Funktion gewählt und von der Jahreshauptversammlung als solche bestätigt worden ist. In seinem Schlusswort gab Dietrich Rupp bekannt, sich letztmalig als Präsident des LTVS zur Verfügung zu stellen, da ihn seine Ehefrau endlich mehr für sich und die Familie in Anspruch nehmen möchte.

 

Text und Fotos: Heike Herzberg

 




25 Jahre STK Impuls Leipzig


Benedetto Ferrugia mit Claudia Köhler auf der Festveranstaltung


Der vielversprechende Nachwuchs des STK Impuls Leipzig


Die Ehrungen für Rolf (Ehrenplakette d. LSB) und Sabine Herrmann (Ehrennadel d. LSB in Gold)


Die Leipziger DHFK-Stepladies


Dr. Anreas u. Dr. Susanne Nolopp


Die Weltmeister B. Ferrugia/C. Köhler


Rolf Herrmann, Claudia Köhler, Sabine Herrmann u. Benedetto Feruggia (v.l.nr.)

25 Jahre STK-Impuls Leipzig

Die Festveranstaltung dazu fand statt im Festsaal des Neuen Rathauses Leipzig. Ein imposantes Gebäude und gleichzeitig ein würdiger Rahmen, um Ehrungen vorzunehmen, in Erinnerungen zu schwelgen und Turniertanz auf hohem Niveau erleben zu dürfen. Der STK Impuls Leipzig, der erfolgreichste Tanzsportverein Sachsens mit über 150 Landesmeistertiteln, feierte sein 25-jähriges Bestehen am Wochenende vom 23. bis 25. April 2010.

Der 23. April war in den Trainingsräumen in der Pittlerstraße 26 den „Ehemaligen“ und den „Heutigen“ vorbehalten. Über 100 Gäste, ein ständiges Kommen und Gehen und solche Fragen wie: Wer ist wer? Woher kommst Du, was machst Du? Großes Hallo und große Freude nach vielen Jahren, das Wiedersehen wurde großartig gefeiert. Viele Tänzer hat es ausbildungsbedingt oder aus beruflichen Gründen in alle Winde verstreut, wie z. B. Lynn Müller-Hegemann, die als „Junior Brand Manager Sparkling“ bei der Firma Freixenet in Wiesbaden arbeitet oder aber Christian Lange, der z. Z. in den USA lebt. Aber es gibt auch Daheimgebliebene, wie Frank Ekelmann, der heute Inhaber einer Leipziger Werbeagentur, Raum II, ist und aktiv an den Vorbereitungen der Geburtstagsfeier des STK Impuls beteiligt war. Über alle hier zu berichten, würde den Rahmen etwas sprengen, alles in allem ganz interessante Biografien, nicht nur tänzerisch.

Am 24. April gestaltete der Verein einen Gala-Schautanzabend mit sieben Sonderklassepaaren, die Vereinsmitglieder sind, mit Tanzeinlagen des jüngsten Nachwuchses sowie Vorführungen anderer Genres, wie dem Steptanz, Bühnentanz, Rhythmische Sportgymnastik und als Höhepunkt: Kürtanz der Standard-Weltmeister Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler. Als gebürtige Leipzigerin nutzte sie die Gelegenheit, um den Vertretern der Stadt Leipzig ihren Wunsch ans Herz zu legen, den Tanzsport weiterhin bei internationalen Turnieren finanziell zu unterstützen. So könnte sie sich zum Beispiel eine Weltmeisterschaft in der Messestadt vorstellen, zumal die Saxonian Dance Days´ mit ca. 500 Paaren aus 25 bis 30 Ländern bis 2006 hervorragende IDSF-Turniere stattfinden ließ. Ferner erinnerte sie an die ARD-Masters-Gala in der „Arena“ und warb im Interesse des Tanzsports um Verständnis und tatkräftige Unterstützung.

Mehr als 300 Gäste konnten sich erfreuen an dem Dargebotenen, zuvor gab es einen Begrüßungssekt, wahlweise Wasser, Bier oder Säfte. Hoher Respekt wurde den 20 „Stepladies“ der DHfK Leipzig gezollt, die sowohl Deutsche Meister und Vizeweltmeister der Senioren sind und deren älteste aktive Tänzerin in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiern wird. Die Dame, fit wie ein Turnschuh, erhielt für ihren Auftritt einen extra großen Blumenstrauß aus den Händen von Sabine Herrmann, die ebenso begeistert war, wie die übrigen Zuschauer und im persönlichen Gespräch danach verriet: „ Das würde ich auch noch gerne erlernen“, wir werden die Sache weiter verfolgen und darüber zu gegebener Zeit berichten.

Viele Vertreter aus anderen sächsischen Vereinen und unser Landes- und Bundestrainer, Asis Khadjeh-Nouri, zählten zu den Gästen. So manches Talent konnte er unter den Nachwuchspaaren entdecken und einige seiner Fans wollten im Anschluss des Abends ein Foto mit ihm und ein dazugehöriges Autogramm auf dem sehr informativen Programmheft des STK Impuls.

Sabine Herrmann übernahm aus den Händen des Stadtsportpräsidenten Gasch die Ehrennadel des LSB in Gold und Rolf Herrmann wird noch die Ehrenplakette des LSB erhalten. Krankheitsbedingte Abwesenheit des LSB-Vertreters verhinderte die Auszeichnung vor Ort, sehr schade, dass es keinem Mitarbeiter möglich war diese Ehrung vorzunehmen.

Der Vertreter der Stadt fand eine neue Definition für STK, die aber auch sehr zutreffend ist: „ S für Schönheit, wahlweise auch Strenge, T für Training und K für Körpergefühl“. Auch der Präsident des Landestanzsportverbandes, Dietrich Rupp, betonte in seiner Ansprache, dass die erbrachten Leistungen nicht hoch genug zu würdigen sind und er es sehr bedauert, keine Auszeichnung für einen Verein auf Landesebene zu haben. Für die hervorragend geleistete Nachwuchsarbeit erhielt der STK Impuls zweimal das „Grüne Band“. An dieser Stelle möchte ich auf das Interview mit Rolf und Sabine Herrmann hinweisen. Dieses gibt noch weitere Einblicke in die bisherige erfolgreiche Arbeit dieses Teams.

Eine tolle Idee einen Teil der Entwicklungsgeschichte Revue passieren zu lassen: Ausschnitte aus dem 1995 stattfindenden letzten „Tanzbonbon“ zu zeigen. Das Deutsche Sportfernsehen (dsf) übertrug die seinerzeit in Delitzsch von Impuls-Präsident Rolf Herrmann geleitete Veranstaltung, das mit Weltklassepaaren bestückte internationale Standardturnier. Dies wurde von den Italienern William Pino/Alessandra Bucciarelli gewonnen, das nationale Junioren-Lateinturnier von den Geschwistern Branda, vor Frank Ekelmann/Lynn Müller-Hegemann. Schön anzusehen und Erinnerungen wurden aufgefrischt mit den Impuls-Formationen Sirtaki, Cancan, Country und Wiener-Walzer. Durch das gesamte dreistündige Programm führte Rolf Herrmann, gekonnt wie immer, äußerst unterhaltsam (zu den Senioren-Paaren: „Älterwerden schützt vor gutem Tanzen nicht“) und er wusste so manche Episode zu berichten. Zwischendurch gab es eine Pause, in der sich die Gäste und Akteure am Bufett laben konnten. Bis ins Detail liebevoll geplant und durchgeführt war diese Festveranstaltung zum 25. Geburtstag des STK Impuls Leipzig. Vielen Dank Sabine und Rolf Herrmann für das sehr anspruchsvolle Programm und einen echt gelungenen Abend. Gegen 22:30 Uhr war das Fest beendet, aber der nächste Tag stand bereits mit dem 25. Messemännchen vor der Tür und dieses Turnier mit ca. 120 Startmeldungen sollte den Festakt beschließen.

Heike Herzberg

Fotos: Katrin Agater

-Benedetto Ferruggia mit Claudia Köhler auf der Festveranstaltung

-der vielversprechende Nachwuchs…

-Ehrungen Rolf u. Sabine Herrmann

-die Leipziger DHfK-Stepladies

-Dr. Andreas und Dr. Susanne Nolopp

-die Weltmeister/B. Ferruggia/C. Köhler

- Abschluss-u. Wunschfoto von Benedetto mit Rolf Herrmann, Claudia Köhler, Sabine Herrmann u. Benedetto Ferruggia

 




Interview mit Sabine und Rolf Herrmann


Sabine u. Rolf Herrmann

Mitten in den Vorbereitungen auf das Jubiläums-Wochenende „25 Jahre STK Impuls Leipzig“ mit einem Treff der „Ehemaligen“ am 23. April, einer Tanz-Gala mit den Welt- und Europameistern Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler am 24. April und dem 25. „Messemännchen“-Turnier am 25. April möchte ich euch einige Fragen stellen.

 

Was heißt eigentlich STK?

 

Sabine und Rolf: als wir den Tanzkreis (so hieß das damals) Anfang 1985 gründeten, nannten wir ihn „Schüler-Tanzkreis Impuls Leipzig“. Als wir ihn 1990 beim Amtsgericht als Verein anmeldeten, dann nur als „STK“ – und dieses STK ist deutbar als Schüler-, als Sport-, ja auch als Senioren-Turniertanzklub, je nach Alter.

 

Wie viele Mitglieder hattet ihr 1985, wie viele sind es jetzt?

 

Sabine und Rolf: Bei Gründung waren es fünf Erwachsene, also der Vorstand und zwölf Paare bis 14 Jahre (tatsächlich nur Paare, da die Anfänger in einer Arbeitsgemeinschaft des Energiekombinates Leipzig übten und nicht dem STK angehörten); jetzt sind es 161 Mitglieder in der Altersspanne von vier bis 79 Jahre, vom Kindergartenalter bis zur Gruppe von Frauen über 60. Zu Beginn war es nur aktiver Turniertanz – jetzt sind wir breiter aufgestellt, leider in den Relationen zu „Lasten“ des Turniertanzes.

 

Wart ihr selbst aktiv?

 

Rolf: ich habe während des Studiums in Leipzig bei Seiferts im Jugendtanzkreis angefangen und nach dem Studium dort auch Sabine kennengelernt. Für Grün-Gold Leipzig haben wir aktiv getanzt, in der Sonderklasse elf Jahre lang.

 

Sabine: Besonders schön waren die sechs Siege hintereinander vor dem Aufstieg von der A in die S und die tollen Mannschaftsreisen nach Polen, Ungarn und in die CSSR.

 

Ihr seid jetzt Rentner, was wart ihr eigentlich von Beruf?

 

Sabine: gelernte Bankkauffrau, später Sachbearbeiterin Information und Dokumentation, nach der Wende Sportkoordinatorin im Landestanzsportverband.

Rolf: Diplomjournalist, 27 Jahre Sportredakteur, nach der Wende im Landessportbund Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

 

… und im Ehrenamt?

 

Sabine: seit Gründung des STK Impuls 1985 Sportwartin, seit Gründung des TK Blau-Gold Leipzig 1990 Schatzmeisterin und bin nun in beiden Vereinen bis 2013 wieder gewählt.

 

Rolf: seit Gründung des STK Impuls 1985 Präsident, seit Gründung des TK Blau-Gold Leipzig 1990 Sportwart, in beiden Vereinen bis 2013 ebenso wieder gewählt. Mit Gründung des LTVS 1990 war ich bis 2007 Lehrwart. Von 1968 bis 1986 Präsidiumsmitglied des Sportjournalisten-Verbandes der DDR.

 

Worauf seid ihr als Trainer besonders stolz?

 

Sabine und Rolf: Auf die zwei „Grünen Bänder“ als jeweils bester deutscher Verein eines Jahres im Turniertanz-Nachwuchsbereich. Eine solche Auszeichnung hat noch kein anderer Verein in den „neuen“ Bundes-Flächenländern. Wir waren in Sachsen jeweils der erste Verein, der einen Deutschen Meister gestellt hat, der ein Jugendpaar in ein Finale einer „Deutschen“ gebracht hat, der ein Paar in einem Finale einer „Deutschen“ der Hauptgruppe hatte, der ein Paar zu einer WM gebracht hat, der eine „Deutsche“ ausgerichtet hat. Wir waren der erste Verein, der seit der ersten Landesmeisterschaft 1991 bei der Zahl der Landesmeister die Zahlen 50, 100 und 150 überschritten hat; gegenwärtig sind es 159 LM-Titel. Wer auf der Internet-Seite des LTVS nachschaut, wird in der Gesamtwertung aller LM den STK Impuls klar vorn sehen – und bei den Paaren, Damen und Herren sind unter den jeweils besten 20 in Sachsen immer mindestens acht von unserem Verein.

 

Welche Namen sind besonders mit Impuls-Erfolgen verbunden?

 

Sabine und Rolf: Mit Sicherheit Claudia Köhler, die ja mit Christian Lange 1997 das erste sächsische Jugendpaar in einem Finale einer „Deutschen“ waren, die als 10-jährige im STK Impuls begonnen hatte und als 18-jährige in die „weite Welt“ (zuerst nach Krefeld) zog und heute Welt- und Europa-Meisterin ist. Dann Frank Ekelmann und Lynn Müller-Hegemann, 22-fache Landesmeister, 1998 deutsche Jugendmeister Standard und eine Woche später Achte der DM Standard der Hauptgruppe, und das jetzige Profipaar Boris und Madeleine Rohne.

 

Ihr seid beide B-Trainer Standard und Latein, beide auch Wertungsrichter, Rolf Turnierleiter, beide in zwei Vereinen Präsidiumsmitglieder. Wo liegen eure Schwerpunkte?

 

Sabine: Auf dem Nachwuchstraining von den Vorschulkindern bis zum Übergang C/B, seitdem unser Sohn Uli als A-Trainer die höherklassigen Paare vollständig übernommen hat, und in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit, immer weniger als Wertungsrichterin.

 

Rolf: gleiche Aussage mit dem Zusatz, dass ich erst bei den Schulkindern mit dem Training beginne und noch mehrere Turniere im Jahr leite, im Jahr 2010 übrigens das 25. „Messemännchen“ seit 1986 ohne Pause.

 

Vielen Dank für das ausführliche Interview und die Zeit, die ihr euch dafür genommen habt.

Ich wünsche euch weiterhin große Erfolge bei allen Vorhaben und dafür beste Gesundheit!

 

Text und Foto: Heike Herzberg

 




Rubin feiert ersten Geburtstag




Am 27. März 2010 feierte die TSG Rubin Zwickau e.V. ihren ersten Geburtstag.

 

Der Tag startete mit der Abnahme des Deutschen Tanzsportabzeichens (DTSA). Die Jury bestehend aus Lutz Zetzsche, Jana Hädicke, Konstanze Köhl und Ringo Hölschke bewertete über 80 Tänzer und Tänzerinnen. Claudia und Mario Tischler übernahmen die Organisation.

Viele Teilnehmer hatten ihren ersten Auftritt vor offiziellen Abnehmern und waren sehr aufgeregt. Auch die Zuschauerzahl wuchs im Laufe des Nachmittages. Trotzdem zeigten alle eine tolle Leistung. So hielten am Ende alle Teilnehmer Ihre bronzene, silberne oder goldene Nadel in der Hand.

Um 18:00 Uhr begann der feierliche Teil. Alle Gäste brachten etwas zu Essen mit und das Buffet war üppig und sehr lecker.

Mario und Claudia führten durch den Abend und hatten einige Überraschungen zu bieten. Matthias König, der Moderator und Sänger war eine davon. Er sang mehrere Lieder aus seinem Repertoire und sorgte für tolle Stimmung und eine volle Tanzfläche.

Anschließend ließen Mario Tischler, der sportliche Leiter und Claudia Tischler, die Vereinsvorsitzende, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Erfolgreiche Sportler und Sportlerinnen wurden geehrt. Den Trainern wurde gedankt für das erfolgreiche Jahr und natürlich galt ein großer Dank auch der Arbeit des Vorstandes. Nur wenn alle zusammen arbeiten und die gleichen Ziele verfolgen, ist so ein Vereinsleben möglich.

Auch das Tanzbein konnte den ganzen Abend geschwungen werden. Preußis Blödel Disco erfüllte nahezu alle Wünsche von modern bis klassisch.

Besonders anspruchsvoll war der Abend für die Swanies. Zuerst ertanzten sie sich in 4 Tänzen zu je 2 Minuten das Tanzsportabzeichen in Silber, dann fuhren sie nach Glauchau zum Sportpresseball des Landkreises Zwickau. Dort waren sie der letzte Programmpunkt und wollten natürlich zeigen, dass sie verdient der Höhepunkt des Abends waren. Kaum waren sie zurück, wartete eine Eisbombe auf alle Naschkatzen. Anschließend brachte die Vereinsvorsitzende alle wieder auf Trab mit einem Spiel, was besonders für die Zuschauer sehr lustig war. Und schon war es nach Mitternacht. Die letzten Gäste räumten den Saal auf (vielen Dank!) und der Trainingsbetrieb konnte bereits am Sonntag wieder starten.

Ein Dankeschön allen, die uns unterstützt haben mit Geschenken, Gaben für das Buffet oder mit ihrem Einsatz beim Aufräumen, Abkassieren und an der Getränkebar. Wir hoffen, dass wir noch viele solche Geburtstage gemeinsam feiern können.

 

Brit Großpietsch

Fotos: privat

 




Vereinsgründung TSC Brillant Bautzen



Die Gründungsmitglieder v.l.n.r.: Patrick Schulze, Ringo Hölschke, Philipp Schulze, Sören Semig,


(Nicht-Gründungsmitglied Josephine Mai), Alin Eckardt, Janine Mühlmann, Roxana Nelamischkis

So manche schlaflose Nacht quälte uns Ende 2009, ob überhaupt und wenn ja, wie, wann und wo wir einen Tanzverein gründen. Fragen über Fragen, welche zu klären waren, aber Anfang 2010 wurde es ernst. Sieben junge Tänzer und Tänzerinnen trafen sich am 9.Januar 2010, um den Tanzsportclub Brillant Bautzen zu gründen. Ort war das „Surprise“ in Bautzen, welches sich mittlerweile als heimisches „Vorstandszimmer“ etabliert hat. In wenigen Wochen wird der Verein auch hoffentlich seinen offiziellen Status durch den Zusatz „e.V.“ dokumentieren, aber bis dahin sind noch viele offene Fragen und Probleme zu klären.

 

Da es in Bautzen schon mehrere Tanzschulen, aber noch keinen auf Leistungssport ausgerichteten Verein gab, hatten Janine Mühlmann (Inhaberin der gleichnamigen Tanzschule) und Ringo Hölschke (Turniertanztrainer) bei einem Gespräch die Idee, einen Tanzsportclub ins Leben zu rufen. Jetzt galt es nur noch Mitstreiter zu finden, welche den Verein gründeten sowie den weiteren Werdegang begleiten würden. Mit Alin Eckardt, Philipp Schulze, Roxana Nelamischkis, Sören Semig und Patrick Schulze sind wir nun zwar ein sehr junges Team, aber bestens motiviert für die bevorstehenden Aufgaben.

 

Unser Verein ist offen für alle Tanzbegeisterten in und um Bautzen sowie solche, die es werden wollen. Brillant (französisch brillant, lateinisch berillus, griechisch bêrillos) ist ein speziell geschliffener Diamant. Wir haben uns bewusst für diese Schreibweise entschieden, denn Brilliant, abgeleitetet vom englischen brilliant für „glänzend, hervorragend“, ist eine im Deutschen häufig vorkommende Falschschreibung für Brillant. Außerdem setzen wir damit ein Zeichen gegen die „Verenglischung“ der deutschen Sprache. Unser Motto: Mit trainerischem "Schliff" - In Zukunft tänzerisch "glänzen".

 

Unsere Priorität liegt auf der Gewinnung von Kindern ab sechs Jahren für den Turniertanzsport, wofür auch Angebote der Ganztagsschulen durch den Verein betreut werden sollen. Aber auch Jugendliche sowie Erwachsene sollen sich in unserem Verein heimisch fühlen. Neben den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen wird es in Zukunft auch Angebote für andere Tanzarten geben.

 

Ohne Hilfe von Außen wäre dieser Schritt natürlich nicht möglich gewesen, deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Vorstandsmitglieder anderer Vereine, so an den TSK Residenz Dresden (H.-D.Tauscher, H.-J. Gatsche, M. Hölschke), die TSA des Tanzteam Wilsdruff (C. Prax, K. Havekost) sowie das TSZ Muldental (B. Wiede-Arnhold), die uns mit Informationen, Vorlagen, Hinweisen und anderen Hilfeleistungen tatkräftig unterstütz(t)en.

 

Am 1. Mai 2010 möchten wir uns mit einer Veranstaltung im Brauhaus Bautzen mit einem Showprogramm der Öffentlichkeit vorstellen. Dieser vergnügliche und kurzweilige Abend soll den Grundstein für einen guten Start und eine erfolgreiche Zukunft unseres Vereins TSC Brillant Bautzen legen.

 

R. Hölschke

 

Foto privat

 




Vulkanausbruch konnte Doppelsieg nicht verhindern


Jens Kaiser u. Ulrike Schult, TC Rot Weiß Leipzig


Das Siegerpaar Steffen Zoglauer/Sandra Koperski, TSC Blau-Silber Berlin

10. Frühlingsball des TC Rot Weiß Leipzig e.V. im Automobilmuseum Da Capo

 

Knapp zwei Tage vor dem 10. Frühlingsball des Tanzclubs Rot-Weiß Leipzig drohte die Aschewolke des isländischen Vulkans am Eyjafjallajökull-Gletscher den Start des Spitzen-Turniertanzpaares Steffen Zoglauer/Sandra Koperski vom Blau-Silber Berlin TSC in Leipzig zunichte zu machen. Nach einem Trainingsaufenthalt in Italien saßen die Finalisten der letzten Deutschen Kombi-Meisterschaft der Sonderklasse auf einem italienischen Flughafen fest. „Nichts ging mehr“, bemerkte Steffen Zoglauer am Rande des Einladungsturniers am Samstag, dem 18.04. und fuhr fort, dass somit eben „ein Höllenritt über die Alpen im Mietwagen herhalten musste“, um den seit langem zugesagten Start in Leipzig realisieren zu können. „Dies zeugt von besonderer Professionalität“ freute sich Präsident, Sven Handschuh, der gemeinsam mit Oliver Thalheim, dem frisch gebackenen Vizemeister Deutschlands der Professionals im Standardkürtanzen, durch das kurzweilige Programm des traditionellen Jahreshöhepunkts des TC Rot-Weiss im Automobilmuseum Da Capo führte.

 

Der Einsatz von Zoglauer / Koperski sollte sich gelohnt haben. Die sympathischen Berliner gewannen souverän sowohl das Turnier in den Standard als auch das in den Lateinameri-kanischen Tänzen. Insgesamt gaben sie lediglich drei von 50 möglichen Bestnoten ab und spielten damit ihre Stärke als Allrounder in Vollendung aus. Obendrein wurden die beiden zum Publikumsliebling gewählt. Klare Zweite des mit elf Paaren gut besetzten Standardturniers wurde die Neuzusammenstellung Anatoliy Novoselov/Tasja Schulz, welche erst seit zwei Monaten für den Schwarz-Weiss Club Pforzheim starten. Den dritten Platz belegten Alexander Einfinger/Juliane Strehmann vom TSC Schwarz-Gold Aschaffenburg. Weiterhin im Finale waren Frank Schulnies/Katja Döring vom 1.TSC Dessau, die Lokalmatadoren Jens Kaiser/Ulrike Schulz vom TC Rot-Weiss sowie Martin Schmiel/Sophie Hertel, ebenfalls aus Berlin vom TTK am Bürgerpark.

 

Nach der relativ eindeutigen Wertung im Standardturnier ging es auf den Plätzen hinter dem klaren Sieger in Latein knapper zu. Am Ende setzten sich, wie im Vorjahr, Konstantin Niemann und Anastasia Davydowa, jetzt für die TSG Bavaria Augsburg startend, durch und belegten Platz zwei. Dritte wurden Novoselov/Schulz, die damit ebenfalls Ihre außerordentliche Stärke über zehn Tänze demonstrierten. Auf den vierten Platz kamen Robert Buder/Jennifer Wegner vom Blau-Silber Berlin, vor Sebastian Bronst und dem Geburtstagskind Evgeniya Poskrebysheva vom TSZ Borna-Neukirchen. Das Finale komplettierten Markus Ziebegk/Jenny Müller vom TSC Excelsior Dresden.

 

Das Konzept des gastgebenden Vereins ging erneut auf. Dank einem ausverkauften Haus, die Karten waren innerhalb von drei Wochen vergriffen, sowie zahlreicher Spender und Sponsoren konnte erneut ein hochkarätiges Einladungsturnier der Sonderklasse im besondern Ambiente des Automobilmuseum Da Capo realisiert werden. Vor dem sportlichen Teil des Abends zeigten 50 Kinder in einem schönen Eröffnungsbild, was sie unter den fachkundigen Händen der Übungsleiterinnen, Jana Rendgen, Christine Hebestreit und Judith Oltersdorf, gelernt hatten. Neben den „Spiritdancers“ trugen auch die orientalischen Tänzerinnen des TC Rot-Weiss zum abwechslungsreichen Showprogramm des Abends bei. Dazwischen gab es für die 280 Gäste genug Gelegenheit nach den Klängen des „Moonlightorchestra“ aus Erfurt, unter der Leitung von Dagmar Meffert, selbst tänzerisch aktiv zu werden. Den Höhepunkt des Abends bot jedoch das Vizemeisterpaar der Professionals Oliver Thalheim/Tina Spiesbach, mit ihrer Meisterschaftskür.

 

S.H.

Foto: Wolfgang Zeyen

 




Ostertanzturnier in Zwickau

Der TSC Silberschwan Zwickau hat auch im Jahr 2010 wieder das schon traditionelle Ostertanzturnier ausgerichtet. Bereits seit 1957 wird dieses Turnier in der Muldestadt ausgetragen. Eingeladen waren Paare der höchsten Amateurklasse der Hauptgruppen A/S in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen.

Das Turnier wurde wie in den vergangenen Jahren im Konzert- und Ballhaus Neue Welt durchgeführt. Am Start waren insgesamt zwölf Paare aus Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien. So waren unter anderem die Vorjahressieger im Standard, Stanislaw Hermann/Cathrin Hissnauer und die Zweitplazierten Stefan und Juliane Klebsch sowie die Zweiten im Latein, Patrick Pirker/Stefanie Schröttner am Start.

Der Vorsitzende des TSC Silberschwan eröffnete das Turnier und übergab dann an den Turnierleiter Markus Arend, der gekonnt und charmant durch den weiteren Abend führte.

Vor Beginn des Standard- und Lateinturniers trat jeweils der Nachwuchs des TSC Silberschwan an. Patrick und Isabel, Martin und Marie-Louise, Marcel und Liz, Tobias und Selina, Moritz und Larissa, Kenneth und Vanessa sowie Maximilian und Elisabeth führten in einer Standard- und Lateinshow ihr ganzes Können vor und wurden mit viel Beifall belohnt.

Beim Standardturnier waren insgesamt zehn Paare am Start. In zwei Vorrunden wurden die Paare für das Finale ermittelt. Erneut waren die Sieger Stanislaw Hermann/Cathrin Hissnauer vom TSA d. TSV Glinde mit einer überzeugenden Leistung mit fünf gewonnen Tänzen und 25 x der Note 1. Zweiter wurden Stefan und Juliane Klebsch vom TC Frankfurter Kreis, vor Martin Herrmann/ Sandra Tippel vom STK Impuls Leipzig. Das Geschwisterpaar Strobel vom TSC Silberschwan Zwickau verpasste trotz sehr guter Leistung das Finale nur knapp und erreichte Platz 7 -8.

Für das Lateinturnier warensechs Paare gemeldet. Auch hier konnten sich die Zuschauer in zwei Vorrunden von den tänzerischen Leistungen der Paare überzeugen. Im Finale standen dann Konstatin Niemann/Anastasia Davydova von der TSG Bavaria Augsburg auf Platz 1. Zweiter wurden Patrick Pirker/Stefanie Schröter aus Österreich, vor Ondrej Sliska/Daniela Valjentova aus der Tschechischen Republik.

Den Gesamtsieg über 10 Tänze holte sich das polnische Paar Piotr Bednarz/Aleksandra Szpetnar und nahmen den vom „Zwickauer Blick“ gestifteten Pokal aus den Händen des 1. Vorsitzenden des TSC Silberschwan in Empfang.

Wie bereits in den vorangegangenen Jahren wurden wieder das schönste Standard- und Lateinkleid vom Publikum gewählt. Das schönste Standardkleid trug Aleksandra Szpetnar aus Polen und das schönste Lateinkleid sah das Publikum beim Geschwisterpaar Strobl vom TSC Silberschwan. Die Publikumsgewinner freuten sich über Freikarten bzw. Gutscheine und auch die Trägerinnen der schönsten Kleider erhielten ein kleines Präsent.

Für die musikalische Umrahmung sorgte wieder die Reinhard Stockmann Band. Das Publikum nutzte die Turnierpausen eifrig, um selbst das Tanzbein zu schwingen.

Die Siegerin im Standardwettbewerb, Cathrin Hisssnauer, erklärte, dass für sie Zwickau zu den schönsten Einladungsturnieren zählt. Sie ist begeistert von dem tollen Ambiente der „Neuen Welt“ sowie dem fachkundigen Publikum.

 

Gerda Winkler

 




Turnier um den Pokal der Oberlausitz


Ein wirklich leistungsstarkes Team mit ausgefeilten Choreografien


Die Show Dance Formation Dance Attack des TSC Kristall Weißwasser


So sehen Sieger aus: Dirk Warmschmidt u. Leonie Klepsch


Die D-Klasse bietet durchaus Qualität und der Stolz der Finalteilnehmer ist unübersehbar

„Nicht die Masse macht’s, sondern die Klasse!“ moderierte der Turnierleiter Detlev Zerbe der mit Fug und Recht zum „Tanzsporturgestein“ in der Lausitz zählt.

Ja, es war schon schade, dass am letzten Wochenende so wenig Gäste den Weg ins Bürgerhaus im ostsächsischen Niesky gefunden haben, denn wer auf hochklassigen Tanzsport steht, der hat sich da einen Leckerbissen entgehen lassen. Bedauerlich aber auch, dass es nicht wie sonst gewohnt, so viele Paare der leistungsstärksten Klassen waren, die den Weg in die Lausitz gefunden haben. Aber dennoch, was am Wochenende an qualifiziertem Tanzsport den Gästen von den Aktiven geboten wurde, war eben schlichtweg Klasse.

 

Geschuldet der Tatsache, dass sich zu wenig Paare für das traditionellen abendliche Ballturnier angemeldet hatten und beide Turniere der Hauptgruppe A nicht ausgeführt werden konnten, musste dem Publikum ein angemessener Ersatz geboten werden. Aber Notnägel waren es nicht, die der TSC „Kristall“ seinem Publikum bot. Und so setzte

das Paar der Sonderklasse Sebastian Lucke und Ingrid Altmann ganz besondere Glanzpunkte, mit denen das Publikum bestens entschädigt wurde. Obwohl das Paar durch ihr Studium in die Landeshauptstadt Dresden verschlagen wurde und demzufolge dort natürlich auch trainiert und startet, haben sie ihre Wurzeln nicht vergessen. Was für die hochspezialisierte Sonderklasse dann doch schon die Ausnahme ist – die beiden gehen nach wie vor sowohl bei den Standard- als auch den Lateintänzen an den Start. Und so brachten sie mit den zehn meisterlich zelebrierten Tänzen im Showprogramm alle Anwesenden zur Verzückung.

 

Dass Tanzsport, gerade Ballturniere, nicht nur durch strenge Regeln bestimmt sein muss, sondern auch viel Freiraum für Spaß und Bewegungsfreude im Tanz bieten kann, zeigten die Showformationen des TSC. Ob nun die kleinen Tanzzwerge mit ihrem ersten Ausflug in die Welt des Tanzens das Publikum begeisterten oder die älteren Rainbow-Kids, Sweethoppers und SkAngels (Anmerkung des Autors: Schreibweise ist so richtig !!!) ein wirklich tolles Programm ablieferten, das Rahmenprogramm war perfekt. Es wäre nicht der TSC „Kristall“ Weißwasser, wenn nicht auch beim Showtanz ein besonderer choreografischer Leckerbissen geboten werden könnte. Die Formation „Dance Attack“ ist nicht nur die dienstälteste Showdance-Formation im TSC, sondern auch mit Abstand die erfolgreichste. Immerhin haben sie zum dritten Male in Folge die wichtigste ostdeutsche Showtanzkrone, den Lausitzpokal, gewonnen.

 

Gegenüber den recht schmalen Startfeldern am Samstag bescherten die Kinder und Junioren der D-Klasse am Sonntag ein richtig volles Haus. Sie ließen spannende Wettkämpfe über Vor- und Zwischenrunden zu und so zeigte sich, dass auch Kinder und Junioren der Anfängerklasse absolut sehenswerte Leistungen aufs Parkett bringen. Der gastgebende Tanzsportclub konnte mit dem Abschneiden seiner Paare zufrieden sein. Den begehrten „Pokal der Oberlausitz“ in der Starklasse Junioren II C Latein sicherten sich Dirk Warmschmidt/Leoni Klepsch ganz souverän gegen die starke Latein - Konkurrenz aus der Landeshauptstadt. Im Jugend D- Lateinturnier sorgten Eric Warmschmidt/Anja Köppen mit klaren Ergebnissen dafür, dass auch der Pokal in dieser Klasse im eigenen Verein blieb.

Der Start in der Junioren Standard-D-Klasse bescherte dem Paar Warmschmidt/Köppen zudem noch eine bronzene Medaille. Die silberne sicherten sich die Kristalle Tobias Pfeil/ Michella Gogolin in der Starklasse Junioren I D Latein. Mit einer bronzenen Medaille trat das relativ neu formierte „Kristall“ - Paar Eduard Rostov/Mary Pohl in der Startklasse Jugend B Latein keineswegs unzufrieden die Heimreise an.

Ebenfalls mit einer bronzenen Trophäe beendeten Sören Kowalick/Linda Pfeil das Turnier und schafften es hier auf Platz 5. Bei den Kindern der D-Klasse kam das heimische Paar Karol Richter/Maja Linder auf den 3. Platz des Treppchens bei den Lateintänzen. Artem Galaktionov/Hanna Grosser ordneten sich in der Junioren II C Konkurrenz auf Platz 5 ein.

 

 

Wolfgang Pohl

 

Fotos: Thomas Täuber