Ich wüsste gern ……
Mit Teamgeist ins große Finale: „Swanies“ beim 4. Youth Dance Contest in Berlin
Zentraler Landeskader Sachsen
LM Latein 2010 (Teil 1)
LM Latein 2010 (Teil 2)
LM Latein 2010 (Teil 3)
Bilder von den Landesmeisterschaften Latein 2010 in Grimma
Bilder von den Landesmeisterschaften Latein 2010 in Leipzig



Ich wüsste gern ……


(Sportdirektor) Dr. Horst Galle

….. was macht denn unser Landessportwart Dr. Horst Galle mit seiner neu gewonnenen Freizeit, wenn er nicht mehr im April für eine weitere Legislatur im Landestanzsportverband Sachsen zur Verfügung steht?

Tanzsport, tatsächlich als 24-Stunden-Job war seine Berufung (die Leidensfähigkeit seiner Frau Heidrun in Kauf nehmend). Ich denke, er wird nicht in ein „schwarzes Loch“ fallen, dafür ist er an zu vielen Dingen interessiert und ist gewohnt, neue Situationen zu meistern.

Im Kontext unserer sächsischen, schon Jahrzehnten währenden scherzhaften Rivalitäten. „In Chemnitz wird gearbeitet, in Leipzig gehandelt, in Dresden regiert“ habe ich Horst, besonders im Präsidium als einen konsequenten, fachlich nicht zu schlagenden Kollegen, achten gelernt. Unerbittlich in seiner Argumentation, aber nie persönlich verletzend seinem Gegenüber auftretend, stritt er für das Bestmögliche im Tanzsport. Als Gründungsmitglied des Landestanzsportverbandes (davor Vorsitzender der Bezirksarbeitsgemeinschaft Turniertanz Leipzig) war er „mit allen Wassern“ gewaschen, beharrlich kämpfte er für vernünftige Dinge. Wer weiß denn noch, dass er Anfang der 90-Jahre im Deutschen Tanzsportverband die Diskussion zu für Mädchen kindgerechtem Schuhwerk in Gang brachte, lange noch bevor es in unserem Geltungsbereich IDSF-Regeln zur Kleiderordnung gab. Es hat ihn wohl geschmerzt, dass bei Aufnahme in den DTV genau das nicht passiert, was im Einigungsprozess (siehe Polikliniken, Kindergärten, Schulsysteme …) ebenfalls nicht erfolgte: beseitigen wir doch den ideologischen Ballast und schauen wir, was praktikabel sinnvoll anzuwenden ist. Dabei war Horst über alle Verstrickungen in der DDR erhaben: als Chef des Messepreises Leipzig, mit dem sich die Oberen gern als „weltoffene Stadt des Handels“ schmückten, musste er sich mit den Verantwortlichen aus der Partei wohl zusammensetzen. Schließlich ging es um Länder wie Norwegen, Holland … und um die Abteilung Pass- und Visawesen. Aber als Parteiloser durfte und konnte er für sein Engagement im Gegenzug niemals das „kapitalistische Ausland“ bereisen.

Im Sportausschuss suchte er sich unter seinen Sportwartkollegen und -kolleginnen im DTV immer Verbündete, wohl wissend, dass wir als kleines Sachsen ohne Unterstützung, selbst wenn etwas vernünftig ist, gar nichts durchsetzen können. Da ist als Erfolg zu verbuchen, das schließlich, was in der Turnierordnung der DDR schon Usus war, das Skatingsystem nicht nur für Meisterschaften (zuerst als Pilotprojekt), sondern letztlich für alle Sportturniere angewendet wurde. Und auch für den Zugang aller 10-Tänze-Paare ohne Quotierungen aus den Sportgebieten machte er sich stark. Und ganz im Stillen hatte er ein mathematisches Modell entworfen, welches dem Sportausschuss hilft, Entscheidungen zu seinen Topfwertungsrichtern zu objektivieren.

Sein Wissen sprudelt auf Knopfdruck aus ihm heraus. Geschichte ist sein Hobby, besonders die sächsische Geschichte: „Wir Sachsen sind überall, das sieht man schon an den Länderbezeichnungen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und schließlich auch an den Siebenbürger Sachsen“. Von der Leipziger Teilung des Wettinischen Königshauses weiß er gut zu berichten und über die Organisationsstrukturen der Hauptmannschaften und die „freundlichen Auseinandersetzungen“ mit den Preußen. Als Geologe kennt er alles in Deutschland Über- und Untertage. Das kann mit ihm sehr anstrengend sein: ich erinnere mich noch an eine gemeinsame Fahrt nach Bad Harzburg zur Wertungsrichterschulung. Ohne Unterlass wurde ich mit Erdformationen und Bodenschätzen bombardiert. „Und weißt Du, dass hier früher Steinkohle gefördert wurde?“ Natürlich wusste ich nicht und war froh, endlich Bad Harzburg erreicht zu haben. Kein Wunder, dass er sich in Verbindung zu seinem früheren Beruf an einem Tagebaurestloch im Bitterfelder Land einen Rückzugsraum gesucht hat, zu dem er im Sommer „völlig ungenehmigt“, zwei Wochen verschwand. Wobei ich glaube, seine Ordner als Kopfkissen mitgenommen zu haben.

Das Beste an ihm sind seine Sprüche, wie zur Turnierleiterschulung: „Der Turnierleiter ist der Dompteur in der Manege und für alles verantwortlich“. Und seine Mahnung: „Schreibt alles in den Turnierbericht, was ihr an besonderen Vorkommnissen erkennt, das wirkt mildernd bei eventuellen Vergehen gegen die TSO“. Da hat er leider selbst Pech gehabt, zugunsten junger Tänzerinnen und Tänzer, eben unsere Zukunft, im Einzelfall entschieden und vermerkt zu haben. Denn manchmal verselbstständigen sich eben Recht und Gerechtigkeit, verbunden mit mangelndem Respekt.

Oder der Spruch: „Der Sportwart ist der wichtigste Mann im Landesverband“. Da ließen wir ihn gerne gewähren, selbst der Präsident lächelte loyal über seine eigene Entthronung. Und was Horst leider (mit Blick auf den LTV Bayern) nie erreichte, sei ihm jetzt gegönnt: ich als unbedeutender Playbejer adele hiermit Dr. Horst Galle zum „Sportdirektor von Sachsen a.D.“

 

Michael Hölschke





Mit Teamgeist ins große Finale: „Swanies“ beim 4. Youth Dance Contest in Berlin


Die Linien stehen! Die „Swanies“ bei ihrer Darbietung


Die Mannschaft und ihre Fans vor dem Bus auf der Fahrt nach Berlin

Samstagabend gegen 19 Uhr war es geschafft. Zu diesem Zeitpunkt lagen fast drei Stunden hinter den acht Mädchen der TanzSportGemeinschaft Rubin Zwickau in denen alles von ihnen abverlangt wurde. Das erklärte Ziel für den Wettbewerb war eine Medaille zu ertanzen. Mit einem vierten Platz verfehlten die Swanies dieses Ziel trotz guter tänzerischer Leistung ganz knapp. Dennoch brauchten sie sich nichts vorzuwerfen. Hoch konzentriert absolvierten sie die Stellprobe und die beiden Wertungsdurchgänge.

Einen Tag vorher war daran nicht zu denken. Einige Stunden vor dem Abschlusstraining im heimischen Clubheim erreichte die Trainerin und 1. Vorsitzende Claudia Tischler die Hiobsbotschaft. Eine der neun Tänzerinnen lag krank im Bett und konnte am Samstag nicht mittanzen. Nun musste die komplette Choreographie auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. 15 Bilderwechsel in 3,5 Minuten waren zu ändern. Einige Mädchen tanzten nun verschiedene Sequenzen völlig anders. Für die Vorbereitung blieben drei Stunden und fürs Training dann noch mal 90 Minuten. Aus dem geplanten Spaßtraining wurde eine harte Trainingseinheit. Einen Tag vorher stand noch mal eine Einheit in einer Sporthalle an, um sich auf die große Fläche vorzubereiten. Dies war nun wieder hinfällig. Nun sollte sich zeigen, wie gut das Team harmoniert. Von der Abfahrt des Busses am Morgen bis zur Endrunde am Abend spürte man die enorme Konzentration in der Mannschaft. Von Angst jedoch keine Spur!

Vor zwei Jahren sah das ganz anders aus. Beim Eintreffen einiger Teams rutschte damals den Mädchen das Herz in die Hose. Auch diesmal wollte so manche Mannschaft mit ihrem Auftritt in der Kabine Eindruck schinden, erreichte damit nur nicht die erhoffte Wirkung. Nach der Vorrunde stieg die Spannung fast ins Unermessliche. Wer kommt ins „Große Finale“ und wer muss sich mit den Plätzen fünf bis sieben zufrieden geben? Dementsprechend groß war die Freude nach der Bekanntgabe. Die „Swanies“ waren unter den besten vier Teams! Nun hieß es noch mal alles geben.

Neben den Muldestädterinnen standen noch zwei Mannschaften aus Stendal und eine Berliner Formation im Finale. Die Stendaler verließen sich wieder auf ihr bewährtes Mittel vom Vorjahr, zogen etwas zu große Klamotten drüber und demonstrierten, wie man mit einfachen Schritten und jeder Menge Show zum Sieg kommt. Auch die Berliner passten sich diesem Muster an. Nur anders als die Sachsen-Anhaltiner hatten sie eine andere Klamottentaktik gewählt. Sie trugen extrem kurze Hosen, lichtdurchlässige Strumpfhosen und beeindruckten möglicherweise damit die Wertungsrichter.

Nach dem Wettbewerb stellte sich die Trainerin die Frage, in welche Richtung sich das Videoclip-Dancing entwickelt: „Stehen Show und Effekte im Vordergrund? Unser Ziel ist es, die Mädchen mit Dynamik, einem Schuss Akrobatik sowie formationstypischen Gesichtspunkten wie Genauigkeit und getanzte Übergänge vertraut zu machen und somit das sportliche Tanzen zu fördern. Aber auch über die Mannschaftsstärke muss nachgedacht werden. So stehen zumeist Teams mit mehr als 12 Tänzern auf dem Podest ganz oben.“

Trotz der verpassten Medaille kann dieses Team stolz auf seine tänzerische Leistung und dem enormen Teamgeist sein. Dies honorierten auch die vielen mitgereisten Fans mit frenetischen Schreien während der Durchgänge und den zahlreichen, selbst gestalteten Plakaten rund um die Tanzfläche.

Mario Tischler





Zentraler Landeskader Sachsen


Winterimpressionen vom Rabenberg


ein Teil des D-Kaders (es fehlen die Bundeskaderpaare)


Standardtraining D-Kader


Lateintraining E-Kader

Kalt. Weiß. Hoch. Anstrengend. (Wer es noch genauer wissen will, der lese diesen Artikel weiter.)

… noch interessiert?

 

In den sächsischen Winterferien fand wieder das zentrale Kadertraining unseres Landesverbandes statt. Wer dabei war, hatte eine objektive Auswahl durch die Sportkommission des LTV Sachsen anhand der Ergebnisse des Jahres 2009 überstanden. Weiter dabei eine kleine Anzahl Gastpaare aus Sachsen, die es zum Teil im vergangenen Jahr noch nicht gab und die über einen Antrag an das Landespräsidium die Teilnahme erlaubt bekamen. Wenn jetzt Paare dies mit Interesse lesen, dann sei an die Aufforderung an die Vereinsvorstände erinnert, diese Chance den eigenen Paaren mit geeigneter Leistungsstärke bekanntzugeben.

Wie oben schon erwähnt, war es erstens kalt auf dem fast 900m hohen Rabenberg und sehr weiß. An Schnee mangelte es also nicht, aber im Erzgebirge kann man damit umgehen und so war die Anreise, Abreise und der gesamte Aufenthalt dort völlig problemlos. Ablenkungen gibt es auf dem Berg naturgemäß kaum und wenn, dann wohl eher für die meist männlichen Zuschauer weniger ansehnlicher Sportarten an der (gläsernen) Saaltür, die sich, an eben dieser, ihre Nasen platt drückten. (Der Verfasser entschuldigt sich vorsorglich bei allen anderen Sportarten für diese rein private Meinungsäußerung).

In gewohnter Manier boten die Landestrainer den Paaren ein effektives Training von sechs Stunden pro Tag, das allen Paaren ein Maximum an Weiterentwicklung ermöglichte, aber eben auch anstrengend war. Zusätzlich gab es am Abend ein zweistündiges Durchtanztraining, so dass bereits ohne Privatstunden ein Pensum von acht Zeitstunden Training zusammen kam. Konnte der D-Kader damit gut umgehen, sah man im E-Kader doch hin und wieder Tänzer, die beim Anblick ihrer Blasen an den Füßen auch ein bisschen weiß wirkten. Schnell wurde jedoch allen klar gemacht, dass Ausruhen nicht möglich war und siehe, es ging tatsächlich. An dieser Stelle sei allen und besonders den weiblichen tanzenden Lesern ans Herz gelegt, im Training doch die Füße nicht barfuß in die Schuhe zu stecken.

Insgesamt war der D-Kader sehr leistungsbereit über alle vier Tage, und im E-Kader zeigten besonders die „Kaderveteranen“, dass sie demnächst Ambitionen auf den D-Kader haben. Auch der restliche E-Kader gewöhnte sich zunehmend an die abgeforderte Leistung. Es war natürlich wieder für einige Paare im E-Kader „das erste Mal“, doch auch diese ließen sich von der allgemein positiven Stimmung mitreißen.

2009 wurde die medizinische Pflichtuntersuchung für den D-Kader erstmals auf dem Rabenberg organisiert. Das kam so gut bei den Paaren an, dass auch dieses Jahr diese Praxis beibehalten wurde, erweitert um eine Infoveranstaltung zum aktuellen Thema Doping. Für beide Maßnahmen stand der Verbandsarzt des LTV Sachsen, Dipl. - Med. Axel Zschiedrich (Dresden), zur Verfügung. Als freiwillige Leistung des Landesverbandes wurde zusätzlich allen E-Kader-Paaren eine kostenlose medizinische Sportuntersuchung angeboten.

Ein Dank an dieser Stelle dem scheidenden Sportwart des Landes Sachsen, der es sich nicht nehmen ließ, das letzte Mal in dieser Funktion, wie in allen Jahren zuvor, über die gesamte Zeit des Kaders seine Schäfchen zu beobachten und bei Bedarf auch für organisatorische Aufgaben zur Verfügung stand.

Bis zum Sommer allen Paaren eine gute Saison!

 

Text und Fotos: Dr. Gunnar Lippmann





LM Latein 2010 (Teil 1)

Was ist denn in Sachsen los? Teil I

Was? Landesmeisterschaft Latein

Wann? am 20.2.2010 um 11:30 Uhr

Wer? Hauptgruppe

Wo? in Grimma

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: unendlich viel neue Paarzusammenstellungen

„Bei uns werden Sie immer gut versorgt“, so begrüßte Helga Metzker, die Vereinsvorsitzende des Blau-Gelb Grimma, die Ehrengäste, Funktionäre und Wertungsrichter des Tages. Sie sollte recht behalten, denn lukullisch (und auch sonst) fehlte es an nichts: ob Kuchen, Torten, Zanderfilet, tolle Dessertkreationen, exotische Früchte, es gab nix, was fehlte.

Die Kindergruppe des TC-Blau-Gelb Grimma, vornehmlich vierjährige Knirpse, eröffnete mit einer Pinguin- Cha-Cha dieses Turnier und es gelang den Mädchen und Jungen die leider zu diesem Zeitpunkt noch wenigen Zuschauer zum Mitmachen zu animieren.

In der HG D starteten von sieben gemeldeten Paaren nur fünf. Von Anbeginn war der vierte Platz hart umkämpft, letztendlich ging die Wertung des fünften Platzes an Georg Langner/Noren Hinrichs (TSC Excelsior Dresden) und Sören Semig/Josephine Mai vom TSK Residenz Dresden freuten sich über Platz 4. Ganz klar gewertet wurden Marcel Friedrich/Judith Winkler vom TSZ Dresden auf Platz 1 und sie nahmen die Gelegenheit des Aufstiegs in die C-Klasse wahr. Mit der Rumba wurde klar ersichtlich, dass Georg Teich/Isabel Riedel (TC Galaxy Dresden) den zweiten Platz für sich in Anspruch nehmen wollten, stahlen sie doch den Erstplatzierten eine Eins. Der dritte Platz war für René Kaczorowski/Luisa Grädler vom TSV Schwarz-Weiß Freiberg.

Trainer wurden begrüßt, unter anderem die ehemaligen Deutschen Vizemeister Boris und Madeleine Rohne, die dreifach Weltmeister Christoph Kies und Blanca Ribas Turon. Christoph führte Blanca ganz charmant und für sie völlig überraschend auf die Fläche, begleitet von einem Riesenapplaus des Grimmaer Publikums. Zwischen den einzelnen Startklassen erfolgten Auftritte der Mitglieder des Vereins, so z. B. einer weiteren Kindergruppe, bestehend aus sechs Paaren mit Sechs-und Siebenjährigen, die Hälfte davon noch in den Winterferien. Zwanzig Linedancer, aus denen sich mit Sicherheit mal Turniertänzer entwickeln werden, gestalteten mit ihrem Auftritt das anspruchsvolle Rahmenprogramm.

Die HG C war besetzt mit neun Paaren. Wie mittlerweile bei jeder Landesmeisterschaft, sorgten für äußerst gute Stimmung die Tänzer und Fans des TSZ Dresden. Schwierige Aufgabe, die es für Blanca zu meistern galt, schließlich hatte sie sechs Paare in dieser Gruppe als Trainerin zu betreuen. Dem Paar mit der Startnummer 13, Dimitri Wegele/Dorothea Heger, brachte die 13 Glück: Die gezeigte Leistung honorierten die Wertungsrichter mit dem 1. Platz. Marcus Büchel/Yvonne Seidel (TC Rot-Weiß Leipzig) gingen mit einem 2. Platz vom Parkett und der 3. ging an Martin Herrmann/Verena Lieb (TSC Casino Dresden). Eindeutig erfolgte die Wertung auf Platz vier für Rafael Kozubal/Julia Roth (TSC Synchron Chemnitz). Alex Baier/Irina Akalowski (TSC Casino Dresden) belegten Platz 5. Der 6. Platz war für Sebastian Huth/Alexandra Oly (TSZ Dresden).

Die HG B ging mit 13 Paaren über die Fläche. Die dicht beieinander liegenden Leistungen machten eine Zwischenrunde erforderlich. Endlich kam Bewegung in die Muldentalhalle, es kam Stimmung auf und der Fanblock vom TSC Excelsior Dresden machte dem TSZ Dresden echte Konkurrenz, nicht nur stimmungs-, sondern auch leistungsmäßig. Über das Erreichen des Finales freuten sich ganz besonders Martin Wolf/Karin Waldinger vom TSZ Dresden, die den 6.Platz belegten. Was erst nach Platz 2 für Marco Albrecht und Constanze Niklisch (TSK Residenz Dresden) aussah, entwickelte sich in Richtung Platz 3. Verletzungsbedingt beendete das Paar nach dem 3. Tanz das Turnier und rutschte somit auf Platz 5 ab. Sehr schade, denn der 3. Platz wäre durchaus möglich gewesen. Auch schade, dass die Dame nicht zur Siegerehrung erscheinen wollte bzw. konnte. Platz vier für das Paar von Excelsior Dresden, Daniel Sieber/Sophia Bartz. Damit hatten die beiden bei Erreichen des Finals nicht gerechnet. Der Jubel war groß. Jochen Luther/Janine Mühlmann, trotz Schuhverlust während Cha Cha Cha wurde souverän zu Ende getanzt und sind letztendlich mit Platz 3 vom Parkett gegangen, Aufstieg in die A-Klasse. Bei der Samba auf einem ganz klaren dritten Platz, war es für das Paar Axel Molle/Reenste Seidenberg Sport im wahrsten Sinne des Wortes in jedem weiteren Tanz den 2. Platz für sich zu buchen. Ganz großartige Leistung! Bereits ab Cha Cha Cha schafften es Paul Piskun/Domenique Weiß( TC Saxonia Dresden), ebenfalls eine Neuzusammenstellung, den 1. Platz für sich in Anspruch zu nehmen.

In der HG A, die Stimmung stieg ins Unermessliche, mit 12 Paaren am Start, sahen wir gleich mehrere neue und äußerst interessante Paarzusammenstellungen. So zum Beispiel: Eugen Boos/Franziska Schöne (TSC Excelsior Dresden), die ihren Partner extra aus England zurückholte, damit er mit ihr wieder ins Tanzgeschäft einsteigen möge. Franzi hat´s geschafft. Nach dem Deutschland Cup Latein war dies ihr zweites Turnier und es reichte auf Anhieb für´s Finale, ebenso Oliver Mothes/Annett Neumann (TSC Casino Dresden). Oliver hatte sieben Jahre vom Tanzsport pausiert, war während dieser Zeit sportlich aktiv als Langstreckenläufer und Schwimmer. Seit September letzten Jahres ist er mit Annett im Tanztraining und wird, dass sicherte er zu, wieder 10 Tänze tanzen wollen. Wir dürfen gespannt sein. „Die Zeit ist zwar knapp, ich studiere in Chemnitz, aber wir halten an unserem Plan fest“, so Olli. Volker Hoschke (10 Kilo weniger und völlig entspannt) tanzt nun auch Latein mit seiner Stefanie Kuske (STK Impuls Leipzig). Aus dem gleichen Verein, Stanislav Matusov und Laura Schmidt, tanzen seit Herbst 2009 zusammen und werden ebenfalls die Kombination tanzen.

Die Ballveranstaltung wurde durch 13 Kinder-Paare mit einem Langsamen Walzer eröffnet. Vier Turnierpaare der Junioren waren mit einer Hommage an ABBA begeistert am Tanzen, was auch vom Publikum mit großem Beifall bedacht wurde. Im Finale in der Abendveranstaltung sahen wir den Städtevergleich zwischen Leipzig und Dresden, drei zu drei. Sandro – Pascal Bahke/Jeannine Sagner, Benjamin Böhme/Ina Gröbe (beide TSC Leipzig), Stanislav Matusov/Laura Schmidt (STK Impuls Leipzig), Eugen Boos/Franziska Schöne (TSC Excelsior Dresden), Oliver Mothes/Annett Neumann (TSC Casino Dresden) , Rami Schehimi/Lilli Hils (TSZ Dresden). Mein fachlicher Berater an diesem Abend war kein geringerer als unser dreifacher Weltmeister Christoph Kies, der in den nachfolgenden Einschätzungen des Öfteren zu Wort kommen wird.

Klarer Favorit des heutigen Abends waren Rami und Lilli, sie wurden ihrer Rolle vollauf gerecht und siegten mit allen Einsen und entschieden sich nun für den Aufstieg in die „S“. „Beide voll austrainiert“, so das Urteil von Christoph. Platz zwei des Abends nach Einschätzung von Chris, aber „körperlich unterlegen, weil die „Kleinsten““ und letztendlich auf Platz 6 gelandet: Eugen und Franzi. „Franzi kann Bilder darstellen und erzielt eine ungeheure Wirkung, vor allem durch ihre Weiblichkeit. Es fehlt ihnen momentan ein wenig an Schnelligkeit. Eugen tanzt sehr gut, verkauft sich aber nicht offensiv genug. Er muss an seiner Performance arbeiten“. Platz fünf für Stanislav und Laura.

Die Paare des TSC Leipzig lagen leistungsmäßig dicht beieinander. Der vierte Platz für Sandro-Pascal und Jeannine, die im Jive einen dritten Platz hatten und den übrigen Tänzen klar auf Platz vier gewertet worden sind. Benjamin Böhme/Ina Gröbe gaben lediglich den Jive an ihre Clubkammeraden ab, wurden ansonsten immer auf dem dritten Platz gesehen. „Beide TSC-Paare laufen ihren eigenen Programmen hinterher, keine Körpermitte, zu wenig Körperspannung und dies führt letztendlich zu unklaren Rhythmen. Platz 2 für Oliver und Annett, super, aber dennoch: Olli muss dringend an seinem Körperaufbau arbeiten, seine Schritte sind sehr groß. Annett tanzt schön aus und fällt den Wertungsrichtern auf. Sie hat ihren Gewichtstransport von Fuß zu Fuß verbessert und ist in den Bewegungen weicher geworden. Sie muss lernen, mit noch weniger Kraft zu agieren. Kurz um: ein tolles Finale“.

Es wurden Stimmen von den Paaren bzw. deren Begleitern vernommen, die sich für das Finale qualifiziert hatten, dass die Turnierunterbrechung von 3,5 Stunden nicht optimal war. Sich mal eine Stunde Zeit zu vertreiben und warm zu halten ist möglich und gut überbrückbar, aber gleich 3,5 Stunden, ist unzumutbar und aus sportlicher Sicht unvertretbar. Für den Veranstalter eine gute Sache, die Halle war am Abend voll und bereits schon nach drei Wochen ausverkauft.

Das Geschwisterpaar Willy und Linda Wurch vom veranstaltenden Verein konnte aus beruflichen Gründen in diesem Jahr an den Landesmeisterschaften nicht teilnehmen, sie pausieren für ein Jahr. Sie begeisterten dennoch das Grimmaer Publikum mit Salsa der ganz besonderen Art. Höhepunkt des Abends waren zweifelsohne der HipHop-Weltmeister von 2009, Marc Lahutta, Tanzpädagoge aus Dillingen, mit Richard Betzhold.

Reibungslos wie diese Landesmeisterschaften abliefen, dürfen wir uns auf das kommende Jahr freuen: am 26.3.2011 finden am gleichen Ort die Gebietsmeisterschaften Ost über 10 Tänze statt. Vielen Dank, Helga Metzker, Ihnen und Ihren fleißigen Helfern für diese gelungene Landesmeisterschaft mit einem tollen Rahmenprogramm, besonderen Leckerbissen und um den tänzerischen Nachwuchs müssen wir uns bei Ihnen wahrlich keine Sorgen machen. So viele Kinder, vor allem talentierte, wurden in Sachsen schon lang nicht mehr auf dem Parkett gesichtet.




LM Latein 2010 (Teil 2)

Was ist denn in Sachsen los? Teil II

Was? Landesmeisterschaft Latein

Wann? am 21.2.2010 um 9:30 Uhr

Wer? Kinder, Junioren, Jugend

Wo? in Leipzig

Bereits zum fünften Mal in Folge fand die Landesmeisterschaft für den Nachwuchs Sachsens während der Messe „Haus-Garten-Freizeit“ in den Leipziger Messehallen statt. Insgesamt 82 Paare waren am Start vor ca. 3000 ständig wechselnden Besuchern der Messe. Die Tanzfläche war der Anziehungspunkt Nummer EINS, obwohl das Banner “Sächsische Landesmeisterschaften“ nicht sichtbar war. Gut gewählt, denn zentral gelegen, am Ende einer großen Treppe und sehr gern gab ich bereitwillig Auskunft über das bunte Treiben auf dem Parkett. Insgesamt ein tolles Ambiente, mit ständig wechselnden Zuschauern, aber leider nicht ganz optimaler Akustik.

Da unsere Jugendwartin Jana Otto zur Jugendausschusssitzung des DTV weilte und somit nicht anwesend sein konnte, bat sie unseren Jugendsprecher, Mike Hartmann, sie würdig zu vertreten. Was er selbstverständlich auch gern tat: Optisch zurzeit der „sächsische Jogi Löw des Tanzsports“, weil er gegenwärtig als Model einer Friseurmeisterin in Ausbildung zur Verfügung steht. Per sms war er ständig mit seiner „Chefin“ in Verbindung und übermittelte ihr jeden LM-Titel prompt.

Den Leipziger Vereinen dürften nach solchen Veranstaltungen die Interessierten nur so zulaufen, denn ich bin derart oft angesprochen worden, wo man was zu welchen Preisen tanzen darf. Allerdings konnte ich als Dresdnerin die Fragen nach der Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht beantworten und somit ergeht an alle, und nicht nur die Leipziger Vereine, die nachdrückliche Aufforderung, mich im kommenden Jahr am 20.2.2011 mit Flyern zu bestücken, damit bestenfalls alle sächsischen Vereine auch von diesem öffentlichen Austragungsort profitieren können. Die Besucher kommen schließlich von überall her. So zum Beispiel sprach mich eine Dame auf der Messe aus dem Landestanzsportverband Niedersachsen an, vom TSC Bad Bevensen kommend. Es war Vera Schwabe, die auch über eine Lizenz als Turnierleiterin verfügt. Sie verbringt gegenwärtig in Sachsen ihren Urlaub, besuchte die Messe und wurde, durch ihr ganz vertraute (Tanz)Klänge, auf uns aufmerksam. Na wenn das keine gute Werbung für uns Sachsen als Urlaubsland ist, dann weiß ich nicht so recht. Tänzer sind eben überall!

Zwischen Alpinesport und Wassersportbooten-und Yachten stand mir als Expertin erneut Blanca Ribas Turon zur Verfügung, die jedes Finale mit ihrem unbeschreiblichen Charme kommentierte.

Im Finale der Junioren I D konnten sich von den insgesamt 13 startenden Paaren über den 6. Platz Felix Müller/Anika Fundament (TSC Casino Dresden) freuen. Die Plätze fünf bis drei wären beliebig austauschbar gewesen, da die Paare leistungsmäßig relativ gleich stark waren. Deshalb auch die äußerst gemischte Wertung. Schlussendlich für Daniil Zakarov/Laura Phan (TSK Residenz Dresden) der 5. Platz, für das äußerst sympathische Paar Moritz Schwalbe/Lucienne Rennert (TSZ Muldental) der 4. Platz. Die Beiden hatten super Spaß bei diesem Turnier, Lebensfreude pur, man sah es ihnen an. Für Oliver Disput/Isabella Dinse (TC Saxonia Dresden) ging mit dem Erreichen des 3. Platzes der Wunsch des Aufstiegs in die C-Klasse in Erfüllung. Ricardo Perez/Josephine Fischer (TC BLau-Gelb Grimma) waren mit dem 2. Platz sehr zufrieden und auch damit Aufstieg in die C-Klasse: „Der Junge hat einen super Charme, ist ganz schön cool und hat eine ganz natürliche Bewegung.“ Kein Wunder, denn der Bursche kommt aus Kuba und Blanca verständigt sich mit ihm gern auf Spanisch. Die Siegesfanfare für die Erstplatzierten mit Aufstieg in die C-Klasse: Ramon Klenz//Aylin Korkmaz (TSC Leipzig). „Ohne Frage ein gutes Paar, ausdrucksvolle Dame. Ganz klar der erste Platz, aber die Füße sollten bei beiden verbessert werden.“ Nun wir werden es beobachten.

Zehn Paare bei den Junioren I C und das Niveau stieg deutlich an. Treppchenplatz, der 3., für Philip Grieger/Franziska Wrobel (STK Impuls Leipzig) eine neue Paarzusammenstellung aufgrund des zu starken Größenunterschiedes mit der vorherigen Partnerin von Philip. Platz 2 ging an den TSC Leipzig für das Paar Tim Reichert/Nathalie Graichen. Blanca : „Ein sehr starkes Finale. Die Sieger, Daniel Rebrunov/Charlotte Lanz vom TC Saxonia Dresden, sind super rhythmisch, sehr ausdrucksvoll und dynamisch und haben enorm viel Power. Tipp von mir: vielleicht mehr an der Balance arbeiten!“

Junioren II D mit sieben Paaren am Start und sechs im Finale: „Die Klasse der Junioren II D ist nicht so leistungsstark wie die der Junioren I D. Die Erstplatzierten vom TC Blau Gelb Grimma, Sebastian Berger/Juliane Witschel überzeugten die Wertungsrichter mit einem super Jive. Die Zweiten, das Paar Artem Galaktionov/Hanna Grosser vom TSC Kristall Weißwasser, „waren im Jive zwar komplett aus der Musik, aber Cha Cha und Rumba absolut der gefühlte 1. Platz. Der Junge hat sehr schöne Hüftbewegungen und das Mädchen ist gut koordiniert.“ Alexander Schlecht/Fanny Brückner freuen sich mit ihren Trainern Simone und Lothar Löwe vom TC Galaxy Dresden über den 3. Platz und damit wird auch für sie, wie die beiden anderen Paare, der Aufstieg in die C-Klasse wahr.

Junioren II C, von den insgesamt acht startenden Paaren sahen wir im Finale David Schlecht/Nhung Trinh (TC Galaxy Dresden), „mit einer super Ausstrahlung, einem super Rhythmusgefühl, insgesamt sehr sauberem Tanzen und guter Technik“. Kurz gesagt: „sie sind Spitze in ihrer Leistungsklasse“. Die Erst-u. Zweitplatzierten lagen äußerst dicht bei einander. Der 2. Platz somit für David Neubert/Jessica Langer (TK Orchidee Chemnitz), die laut Blanca R. T. „lediglich weniger Kraft in den Füßen hatten“. Den 3. Platz für Philipp Helmis/Sarah Schmidt (TSZ Muldental). Der 4.Platz war für André Einhorn/Michele Weihrich (TSC Excelsior Dresden), Platz 5 für Justin Philipp/Lysann Schmidt (1. TSC Oschatz) und Dirk Warmschmidt/Leonie Klepsch (TSC Kristall Weißwasser) der 6. Platz.

Mit sieben Paaren wartete die Jugend D zum Tanz auf. Sieger des Turniers wurden Odin Mann/Lina Merbitz vom TSC Excelsior Dresden: „Sehr rhythmisch der Herr, die Dame hat ganz toll gestreckte Füße. Sie sind sehr sympathisch und ganz einfach toll anzuschauen.“ Die Zweitplatzierten Martin Hindemith/Talika Neuendorf (TSK Residenz Dresden) wirkten aufgrund ihrer Größe erwachsener, aber qualitätsmäßig gab es eben doch einen Unterschied: „Vielleicht muss der Junge an seiner Körperposition noch etwas arbeiten“. „Das Mädchen vom drittplatzierten Paar Maximilian Foth/Dorothea Günther (TSC Excelsior Dresden) verfügt über eine ausgezeichnete Beinbeherrschung, einfach ein sehr gutes Mädchen“. Alle drei Paare sind aufgestiegen und nutzten die Startmöglichkeit in der Jugend C.

Somit waren in der Jugend C 8 Paare am Start. „Edward und Victoria Rupp vom TSC Excelsior Dresden haben sehr intensiv, mit viel Kraft und äußerst rhythmisch getanzt. Die Basics sind qualitativ auf hohem Niveau. Ganz klar der 1. Platz. Freude pur am Tanzen zeigten uns Theo Skoda und Katja Kaiser vom TSC Silberpfeil Pirna und ertanzten sich damit den 2. Platz. Sehr attraktiv, sehr positiv, das Paar Benjamin Kosbab/Diana Dolinskaya vom TSC Leipzig, mit dem 3. Platz, leider am Ende ein bisschen kraftlos“.

Ab Jugend B, besetzt mit 11 Paaren, waren die Treppenaufgänge voll mit Zuschauern. Die Sieger und damit Aufstieg in die A: John Kupferschmidt/Saskia Lausmann (TSC Leipzig). „Sie haben eine sehr positive Ausstrahlung, besonders Samba u. Cha Cha waren sehr rhythmisch. Im Paso sollte das Paar noch an der Körperposition arbeiten“. Tom Quaas/Nadine Sagner (STK Impuls Leipzig) platzierten sich mit dem Vizemeistertitel vor ihren Clubkameraden, Alexander Spaeth/Natalie Agater. Die Freude war riesengroß über den 3. Platz, aber die Aufregung der Eltern war wohl noch größer. Zumindest kam Mutter Agater nicht zum Fotografieren. Blanca schätzt ein: „Sehr beweglich, besonders der Herr, beide sehr elegant, Fuß – und Beinposition bei der Dame sind verbesserungsbedürftig“. Die Vierten: Wladimir Piskun/Ingrid Disput (TC Saxonia Dresden) sind ebenfalls ein neu zusammengefügtes Paar. „Sie harmonieren sehr gut miteinander. Wladimir ist ein sehr starker Herr, Ingrid muss noch an sein Niveau heran geführt werden. Sie ist ein sehr talentiertes Mädchen mit viel Persönlichkeit“. Die 5. , Oliver Brandis/Julia Schmidt (STK Impuls) waren „im Jive äußerst rhythmisch, sollten jedoch versuchen, den Samba - Rhythmus länger zu halten“. Ivan Proschenko/Tina Frenzel (TC Casino Dresden) waren die sechsten im Finale. „Im Vergleich mit den anderen Paaren erscheint das Paar sehr klein, die anderen Paare wirken erwachsener. Beide strahlen eine freundliche Natürlichkeit aus, sind äußerst schnell, vollbringen super Drehungen und sind sehr sympathisch. Tänzerisch einfach sehr schön“. Dieses Turnier war vorläufig das letzte der Beiden, Wanja möchte pausieren (hoffentlich nicht zu lange). Insgesamt ein super Finale mit durchgehend sehr guten Paaren, Styling und Outfit sehr geschmackvoll.

Der eingefügte Polkawettbewerb der Kinder am Nachmittag lockte insgesamt neun Paare aus zwei Leipziger Vereinen in die Messe-Halle. Im Nu kam Riesenstimmung auf, die Zuschauer gingen mit und applaudierten heftig. Für die Wertungsrichter standen schwierige Entscheidungen an, hatten sie doch schon lange keine Polka mehr zu werten. Es siegten ganz klar Jonas Steinecke/Nicole Morlang (STK Impuls Leipzig), den 2. Platz übernahmen ganz freudig Georg von Wlkanowa/Konstanze Freitag (TK Blau-Gold Leipzig) und dritte wurden die Geschwister Uyen und Linh Tran vom STK Impuls Leipzig.

Das anspruchsvolle Standard - Showtanzprogramm gestalteten Daniel Wellhöfer/Marion Hopf, die im vergangenen Jahr in allen drei Disziplinen jeweils den Sachsen-Landesmeistertitel gewannen. Aus dem gleichen Verein, dem STK Impuls Leipzig, erhielten sie Unterstützung von Martin Herrmann/Sandra Tippelt, die im Herbst 2009 Vize-Standardmeister in der S-Klasse wurden. Das Publikum honorierte die dargebotenen Einlagen mit lang anhaltendem Beifall. Ein ehemaliger Turniertänzer des ausrichtenden Vereins, Frank Ekelmann, der in den 90-iger Jahren 22 Landesmeistertitel, mehrere Deutsche Meister-Titel für Sachsen ertanzte, der Deutschland auf einer Weltmeisterschaft 1998 als erster Sachse im Jugendbereich vertrat, wurde von Rolf Herrmann dem Publikum und Tänzern vorgestellt. Er nahm in der höchsten Startklasse die Siegerehrungen vor und für mich war es ein Wiedersehen ganz besonderer Art, konnte ich ihn und seine damalige Partnerin Lynn damals zur WM nach Ungarn im Auftrag des DTV begleiten.

Eine Zuschauerin bemängelte die recht direkte Art eines „Ansagers“, der wenig kindgerecht mit den kleinen Tänzerinnen und Tänzern umgehen würde. Dieser hätte eine so forsche Art an den Tag gelegt, die sie und ihr Kind erschrecken würden, obwohl das Tanzen doch sehr sehr schön sei. Sie konnten damit beruhigt werden, als dass es auch bei dieser Sportart ohne die Einhaltung von Regeln, Disziplin und straffer Organisation nicht geht.

Die breite Masse der C-Wertungsrichter würde gern solche Landesmeistermeisterschaften werten wollen, so ließ zumindest der Landesjugendsprecher verlauten. Sollten u. a. Kostengründe dem entgegenstehen, so wären diese auch bereit, ihren Einsatz dem LTV zu sponsern. Ist doch ´ne gute Idee oder? Insgesamt ein schöner Tag, in angenehmer Atmosphäre, mit tollen Ergebnissen, einer großen Zuschauerkulisse und einem perfekt eingespielten Team um Rolf und Sabine Herrmann. Vielen Dank für alles und wir sind voller freudiger Erwartung auf Euer 25-jähriges Bestehen des Vereins im April 2010.

Den Bericht über die S-Klasse, Junioren II B, Junioren I B und Jugend A finden Sie wie immer im Mantelteil.




LM Latein 2010 (Teil 3)

Die HG S (insgesamt 7 Paare) überraschte mit neuen Paarvariationen: Phil Schwarick/Olga Golikow (TSC Excelsior Dresden), Sebastian Bronst/Evgenia Poskrebysheva (TSZ Borna/Neukirchen). In der Tat spannend, wie es ihnen gelingen würde, sich zu präsentieren. Als Fachberater des Abends stand mir Christoph Kies zur Seite.

Daniel Wellhöfer/Marion Hopf (STK Impuls Leipzig) haben „sehr vorausschaubar und gut getanzt, aber ein wenig zu unauffällig“. Sie waren die Besten und die Wertungsrichter bescheinigten ihnen ihre Leistung mit 35 Einsen, dem 1. Platz. Rami Schehimi/Lilli Hils (TSZ Dresden) haben „das internationalste Tanzen, sauber und sehr sportlich. Insgesamt ist bei ihnen ein großer Sprung nach vorn zu verzeichnen“. Von Anbeginn waren sie auf Platz 2 gesetzt. „Die Präsentation war nicht immer ausgereift, es fehlte ein wenig an Verbindlichkeit. Rami war der kompletteste Tänzer“, so das fachliche Urteil von Chris. Zu Sebastian Bronst/Evgeniya Poskrebysheva (TSZ Borna/Neukirchen): „Tolle Erscheinung, spektakuläre Programme, sehr unterhaltsam und dynamisch, sie sind frei in ihren Bewegungen. Eine Platzierung ist ganz vorne möglich, heute der 3. Platz. Evgeniya ist die beste Dame im ganzen Feld. Das Paar ist sehr konstant in allen Tänzen. Das dies ihr erstes gemeinsames Turnier sei, ist kaum zu glauben“. Marcus Ziebegk/Jenny Müller (TSC Excelsior Dresden) mit dem vierten Platz „waren die Überraschung des Turniers. Sehr fein und stimmig in der Paarharmonie. Jenny hat manchmal Probleme mit ihrer Fußposition. Marcus verfügt über hohe Körperspannung, kann Energie fließen lassen. Sehr schön für die Zuschauer dieses Paar anzuschauen. Jenny überlässt nichts dem Zufall, der beste Tanz war der Jive". Der 5. Platz für Eric Heyden/Julia Luckow (TSC Excelsior Dresden), „ein sehr sympathisches Paar. Sie schnell und gut austrainiert, hat eine extrem feminine und feine Ausstrahlung. Er präsentiert sich stark verbessert, das Paar zeigt weichere Übergänge, sie sind topfit auf den Punkt“. Für Phil Schwarick/Olga Golikow (TSC Excelsior Dresden) ergab sich der 6. Platz. „Er ist der Mann mit dem größten tänzerischen Potenzial. Sie fallen nicht nur auf, als schöne und große Menschen, sondern auch durch ihre Freude am Tanzen, sie haben einfach Spaß. Dieses Paar ist eine sehr positive Erscheinung, mit viel Energie. Insgesamt ein sehenswertes Finale“.

Jugend A

Leider nur mit fünf Paaren besetzt, konnten die Zuschauer der Leipziger Messe Tanzen vom Feinsten sehen. Vor 3000 Zuschauern gewannen ganz klar Rami Schehimi und Lilli Hils vom TSZ Dresden, die ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht wurden und mit 35 Einsen das Parkett verließen. So geschehen auch schon am Vorabend in der Hauptgruppe A. „Sie haben ganz stark getanzt und sich sehr schnell verbessert und Rami hat ein sehr gutes Gefühl für Latein. Lilli könnte noch etwas ausdrucksstärker werden“, so die Einschätzung von Blanca. Platz 2 für Benjamin Böhme/Ina Gröbe (TSC Leipzig). „Beide sind sehr flexibel und zeigen sehr sauberes Tanzen“. Den dritten Treppchenplatz nahmen SergeijPiskun/Sofiya Derr (TC Saxonia) ein, „sehr elegant, aber sie beherrschen ihren Körper noch nicht voll“. Platz vier für das STK Impuls Leipzig-Paar Stanislav Matusov/Laura Schmidt, „die durch ihre Beständigkeit und Bescheidenheit dennoch auffallen“. Danylo Yerokhin u. Alina Schehimi (TSZ Dresden) mit Platz 5 „noch besser als zuvor in der Jugend B, der Junge verfügt über eine sehr starke Persönlichkeit, Alina ist sehr ausdrucksstark. Ein Paar, von dem noch viel zu erwarten sein wird.“

Junioren I B (1Paar) kombiniert mit Junioren II B (mit vier Paaren)

Die Attraktion des Nachmittages: Alina Schehimi mit ihrem neuen, aus der Ukraine stammenden Partner, Danylo Yerokhin, für den TSC Dresden startend, seit drei Wochen erst gemeinsam trainierend. „Die Folgen waren zwangsläufig noch nicht ganz stimmig, ein paar kleine Unsicherheiten waren sichtbar, aber es wird auf jeden Fall ein sehr gutes Paar für Sachsen. Alina ist sehr erwachsenen geworden, beide sind sehr talentiert“, so urteilte Blanca Ribas Turon. Es war mit dem ersten Tanz bereits klar, dass dieses Paar den Landesmeistertitel einfahren wird und so geschah es auch. In der Halle steppte der Bär. So viele Zuschauer wie zu diesem Zeitpunkt, waren am ganzen Tag nicht um die Tanzfläche in der Leipziger Messe versammelt. Florian Fürlll/Marie Charlott Wurmisch, (TSC Casino Dresden) „fehlt es noch an Fußkraft. Flo hat eine tolle Latino-Ausstrahlung“. Der Vize-Landesmeistertitel bereitete dennoch Freude. Die Beiden wollten in diesem Jahr zwar den Landesmeistertitel für sich erringen, konnten aber nicht an der neuen Paarkonstellation vorbei, trotz ausgewogenem Tanzen. Die Drittplatzierten, ebenfalls neu zusammengestellt, sind Dimitri Babenko/Jessica Derr vom TC Saxonia Dresden. „Sehr talentiert, nur das Miteinander fehlt noch“. Daniel Rebrunov/Charlotte Lanz, ebenfalls vom TC Saxonia Dresden, waren als einziges Paar für die Junioren I B am Start und nahmen den Landesmeistertitel nach konkurrenzlosem Tanzen, aber gut dargebotener Leistung, entgegen.

Text: Heike Herzberg, Blanca Ribas Turon, Christoph Kies

Alle Fotos Herzberg, Hartmut

HG S:

1. Daniel Wellhöfer/Marion Hopf (STK Impuls Leipzig) (5)

2. Rami Schehimi/Lilli Hils (TSZ Dresden) (10)

3. Sebastian Bronst/Evgeniya Poskrebysheva (TSZ Borna/Neukirchen) (17)

4. Marcus Ziebegk/Jenny Müller (TSC Excelsior Dresden) (18)

5. Eric Heyden/Julia Luckow (TSC Excelsior Dresden) (25)

6. Phil Schwarick/Olga Golikow (TSC Excelsior Dresden) (30)

 

 

 

Jugend A

1. Rami Schehimi/Lilli Hils (TSZ Dresden) (5)

2. Benjamin Böhme/Ina Gröbe (TSC Leipzig) (11)

3. SergeijPiskun/Sofiya Derr (TC Saxonia) (15)

4. Stanislav Matusov/Laura Schmidt (STK Impuls Leipzig) (19)

5. Danylo Yerokhin/Alina Schehimi (TSZ Dresden) (25)

 

Junioren II B

1. Danylo Yerokhin/Alina Schehimi (TSZ Dresden) (6)

2. Florian Fürlll/Marie Charlott Wurmisch (TSC Casino Dresden) (9)

3. Dimitri Babenko/Jessica Derr (TC Saxonia Dresden) (15)

5. Eduard Rostov/Mary Pohl (TSC Kristall Weißwasser) (24)

Junioren IB

1. Daniel Rebrunov/Charlotte Lanz (TC Saxonia Dresden) (21)





Bilder von den Landesmeisterschaften Latein 2010 in Grimma



Das Finale der HG B



Die 2. der HG A Oliver Mothes u. Annett Neumann



Die drei Erstplatzierten der HG C



Die dritten der HG D René Kaczorowski u. Luise Grädler



Die Finalisten der HG S



Die Sieger der HG A Rami Schehimi und Lilli Hils



Die Sieger HG B Paul Piskun u. Domenique Weiß



Sieger der HG C Dimitri Wegele u. Dorothea Heger



S-Klasse Landesmeister Daniel Wellhöfer und Marion Hopf


Der Fachberater des Abends Christoph Kies mit der Pressewartin



die 5. der HG S Eric Heyden u. Julia Luckow



Die drei Erstplatzierten HG D



Die Finalisten der HG A



Die Kindergruppe von Grimma



Die Sieger der HG S Daniel Wellhöfer u. Marion Hopf (f. d. Mantelteil)



Grimmaer Pinguin Chachacha



Sieger HG D Marcel Friedrich u. Judith Winkler



und wem gehört nun dieser Schuh




Bilder von den Landesmeisterschaften Latein 2010 in Leipzig



Das Finale der Jug. B



Das Finale der Junioren I D



Das Finale der Kinder C



Die drei Erstplatzierten der Jun. I C



Die Finalisten der Jun. I C



Die Finalteilnehmer der Jun. II C



Die Goldmedaillengewinner der Jun. I u. II B Daniel Rebrunov u. Charlotte Lanz



Die Landesmeister der Jun. I C u. Jun. I B Daniel Rebrunov u. Charlotte Lanz (f. d. Mantelteil)



Die Sechstplatzierten und Kleinsten im Finale der Jug. B. Iwan Proschenko u. Tina Frenzel



Die Treppchenplätze der Jun. I B und II B



Jugendsprecher Mike Hartmann, der Jogi Löw des sächsischen Tanzsports



Landesmeister Jun. II B Danylo Yerokhin u. Alina Schehimi (f. d. Mantelteil)



Landesmeister Kinder D Lysander Münch und Vivien Syrbe



Sieger der Jug. D Odin Mann u. Lina Merbitz


Das Finale der Jug. D



Das Finale der Junioren II D



Das Finale der Kinder D



Die Favoriten u. Sieger der Jug. A Rami Schehimi u. Lilli Hils (für den Mantelteil)



Die Finalister der Jug. C



Die Goldmedaillengewinner der Jug. B John Kupferschmidt u. Saskia Lausmann



Die Landesmeister der Jug. C Edward u. Victoria Rupp



Die Paare der Jugend A



Die Sieger der Jun. I D Ramon Klenz und Aylin Korkmaz



Die Vize-Landesmeister der Jug. A Benjamin Böhme u. Ina Gröbe



Landesmeister der Jun. II D Sebastian Berger u. Juliane Witschel



Landesmeister Jun. II C David Schlecht u. Nhung Trinh



Fachberaterin bei den Kindern, Junioren und der Jugend Blanca Ribas Turon



S-Klasse Paar Danie Wellhöfer u. Marion Hopf bei ihrer Showtanzeinlage