8. Chemnitzer Neujahrspokal
TBW-Auftakt bei den 12.Donata 16./17.01.2010 in Neu-Ulm
Der Dresdner SemperOpernball und schon wieder Lax
Feliséa - Showtanz aus der Lausitz
Görlitz HINEIN! Der Görlitzer Karneval- und Tanzsportverein stellt sich vor:



8. Chemnitzer Neujahrspokal


Am Wochenende 16. und 17. Januar fand zum 8. Mal das Turnier um den Chemnitzer Neujahrspokal, veranstaltet vom TSC-Synchron in Chemnitz, statt. Wegen der in den letzten Jahren immer sehr spät eingegangenen Meldungen, hatte die Clubleitung entschieden, in diesem Jahr das Turnier eine Woche später im Januar durchzuführen. Leider stellte sich heraus, dass auch ein Verschieben des Termins die Meldedisziplin der Paare nicht erhöht hatte und somit bis zum letzten Tag bei unserem Sportwart und seinen Helfern Chaos herrschte. Schließlich mussten am Sonnabend alle Turniere abgesagt werden und übrig blieb nur der Sonntag als Veranstaltungstag.

Der jedoch bescherte allen Teilnehmern und Beteiligten einen großen Erfolg. Viola Martin als Turnierleiterin führte souverän durch den Tag und die hochqualifizierten Wertungsrichter sorgten für die entsprechende Benotung der Leistungen. Eine Rüge gab es allerdings an die Adresse der Eltern und Sportwarte aus den Vereinen, die ihre Paare nicht den Regeln der TSO-Kleiderordnung entsprechend antreten ließen. Wenn in so einem Fall die Turnierleitung entscheidet, diese Paare trotz Regelverstoßes tanzen zu lassen, weil die Enttäuschung bei den Kindern sonst all zu groß wäre, kommen mir so meine ganz eigenen Gedanken: Einerseits frage ich mich, ob das strenge Regelwerk sein muss und ob damit nicht verlangt wird, dass die Kinder quasi in „Sack und Asche“ tanzen. Andererseits müssen sich die Eltern der „aufgebrezelten“ Sprösslinge wie auch deren Sportwarte fragen lassen, ob sie denn immer wissen, wer da mit ihnen im Publikum sitzt…

Nun, die Tänzer gaben ihr Bestes und bekamen für ihre Leistungen zahlreiche Geschenke, Medaillen, Urkunden und Pokale. Die Helfer- und Rechenteams befanden sich in Höchstform und es war das erste Turnier in meiner Erinnerung, bei dem vor den letzten Turnieren des Tages gefragt wurde, ob jemand etwas dagegen hat, wenn eher (!) angefangen wird.

Alles in Allem also eine positive Bilanz und wir Clubmitglieder hoffen, dass im Jahr 2011 viele Gäste zu uns kommen, wenn das nächste, das 9. Chemnitzer Neujahrsturnier stattfindet.

 

Text und Fotos: Prof. Dr. Wolfgang Benn





TBW-Auftakt bei den 12.Donata 16./17.01.2010 in Neu-Ulm

Die Radiosender machten es einem nicht leicht. „Winterchaos auf Deutschlands Straßen“, „Plötzliche auftretende Eis- und Schneeglätte“. Scheinbar war früher alles besser, da gab es ja nur harte Winter. Trotz dieser Hiobsbotschaften machten sich sieben unerschrockene Sachsen auf den Weg, um bei den 12. Donau Tanzsport Tagen im bayrischen Neu-Ulm die ersten Turniere um die Baden-Württembergische Trophy zu tanzen. Der Weg ist mittlerweile bestens vertraut, es gibt ja nun schon fast eine Tradition, die Ziele wurden gesteckt.

Während des Wochenendes celebrierten wir auch unsere eigene kleine Wiedervereinigung: berufsbedingt musste ein Freiberger nach Karlsruhe ziehen. So gab es also die Möglichkeit, in seiner neuen Heimat mit seiner alten Partnerin zu tanzen. Das Ganze auch noch sehr erfolgreich. Hannes Voidel/Sandra Lossin (TSK Residenz Dresden) verfehlten am Samstag nur knapp das Finale, am Sonntag ertanzten sie sich einen sensationellen zweiten Platz in der Hauptgruppe A Standard. Ihre Klubkameraden Jochen Luther/Janine Mühlmann ertanzten sich dabei den sechsten Platz. Beide errangen am Vortag jeweils einen vierten Platz in der Hauptgruppe II A Standard und in der II B Latein. Aufgrund dieses guten Ergebnisses verzichteten sie auf ihren Lateinstart am Sonntag, um nicht noch vor der im Februar stattfindenden Landesmeisterschaft aufzusteigen. Ringo Hölschke/Magdalena Selbig schienen die vierten und sechsten Plätze in der Hauptgruppe II in Latein sowie in der Standarddisziplin für sich gebucht zu haben. Auch wenn die Wertungen sehr breit gestreut waren, hätten sich beide über einen Platz auf dem Treppchen gefreut. Darüber freuen konnten sich aber Andreas Rachow /Anja Schulze. Sie ertanzten sich in der Hauptgruppe II B Standard Rang drei. Ein Wehmutstropfen bleibt auch hier, beide verkündeten vorerst das Ende ihrer aktiven Turnierteilnahme in der Lateindisziplin.

Ansonsten wirkte auch an diesem Wochenende ein tatkräftiges Team, um eine reibungslose Durchführung der Turniere zu gewährleisten. Aufgrund der, wie jedes Jahr großen Teilnehmerzahl, gab es am Samstag geringfügige Verspätungen, am Sonntag dafür sogar Lücken, welche die Turnierleitung für eine kurze tänzerische Vorstellung der S-Paare nutzte. Eine an sich schöne Abwechslung, leider verbunden mit einer Verletzung der TSO, welche der Chairman auch gleich anmahnte.

Auf der Heimfahrt stärkten wir uns bei einem mittlerweile schon obligatorischen Zwischenstopp, einem Fastfood-Unternehmen. So konnten wir den winterlichen Gefahren trotzen. Wollen wir hoffen, dass wie im April 2009, auch dieses Jahr nach einem langen Winter, in Karlsruhe die Sonne für sommerliche Temperaturen sorgt.

 

Ringo Hölschke





Der Dresdner SemperOpernball und schon wieder Lax

Bereits zum fünften Mal fand am 15. Januar in Dresden der SemperOpernball statt und Tassilo und Sabine Lax sind von Anbeginn mit dabei. Sie zeichnen verantwortlich für die Auswahl der Paare und deren Auftritt vor einem Millionen-Publikum. Mit einer spektakulären Lichtershow zu „Freude schöner Götterfunken“ begann der Ball. Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur war zu sehen und zu hören. Eine rauschende Nacht voller Glanz und Glamour. Ehrungen verdienter Persönlichkeiten, die mit dem Dresdner St. Georgsorden erfolgten, ergingen an den ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen, Kurt Biedenkopf, an José Carreras und posthum an Michael Jackson, welche seine Schwester La Toya entgegennahm.

Der Dresdner SemperOpernball, die wohl schönste Ballnacht des Jahres, wird wie immer von Debütantinnen und Debütanten eröffnet. Das Fest der Feste wird mit den Debütantinnen im roten Kleid und den Debütanten im schwarzen Smoking eingeleitet. Traditionell marschieren sie begleitet von Fanfarenklängen ein und präsentieren ihre eigens für diesen Abend einstudierte Choreographie, erstmals zur Musik der Dresdener Staatskapelle.

Und so fiebern jedes Jahr die 2000 Gäste in und ca. 5000 vor der Oper, sowie die Zuschauer vor den Bildschirmen mit, wenn die jungen Tänzerinnen und Tänzer den Ball feierlich eröffnen und zu einem Höhepunkt des Balls avancieren. Das Motto lautet: Avanti Debütanti!

Voraussetzungen, um beim SemperOpernball mitmachen zu können: Man sollte zwischen 16 und 29 Jahre jung sein, tänzerische Vorkenntnisse sind erwünscht, aber nicht Bedingung. Nach dem Eingang der Bewerbung, werden alle Bewerberinnen und Bewerber zum Vorcasting eingeladen, an welchem man persönlich oder über eine eingesandte DVD teilnehmen kann. Und so ist es möglich, bei der Jury schon beim Vorcasting zu punkten und kann damit direkt zugelassen werden. Alle anderen Tänzerinnen und Tänzer sollten dann im Hauptcasting die Jury überzeugen. In Kooperation mit Partnertanzschulen gibt es bestimmte Angebote (Workshops und Privatstunden), welche dann helfen, die Wiener Walzer Fähigkeiten zwischen Vor- und Hauptcasting zu erweitern, um beim Hauptcasting zu bestehen. Bis Anfang Dezember des Vorjahres laufen die Bewerbungen und ab dem 1. Februar 2010 stehen bereits die Bewerbungsformulare zum SemperOpernball 2011 online zur Verfügung.

Natürlich gibt es auch eine vorgeschriebene Kleiderordnung, sowohl für die Herren als auch für die Damen. Der Herr trägt einen schwarzen Smoking (die Einknopfvariante mit Schalkragen), ein weißes Smokinghemd, Fliege und Einstecktuch. Die Schuhe haben schwarz matt zu sein. Die Damen zeigen sich in einem roten Kleid, mit einheitlichem Diadem, sowie Hals- und Ohrschmuck. Dieser wird für alle zentral organisiert. Die Dame trägt matt schwarze geschlossene Absatzschuhe. Damit auch wirklich alle Damen und Herren optisch gleich gut gestylt sind, sorgt ein Stylingteam für Frisur und Make Up.

In der Woche des großen Ereignisses finden täglich ca. vierstündige Proben statt, die straff durchorganisiert sind und bis weit nach 22:00 Uhr andauern. Schließlich möchte keiner der 88 Debütanten - Paare aus der Reihe tanzen. Die diesjährigen Proben fanden im Ballsaal Börse in Coswig, in der Nähe von Dresden, statt. Die s. g. Technikprobe findet einen Tag vor dem Höhepunkt erstmals im Austragungsort, der SemperOper, statt. Schon dieses Ambiente ist für manche der Paare die erste Begegnung mit dem großartigen Bau und ein tolles Erlebnis. Am Balltag selbst ist alles minutiös durchgeplant. So beginnt das Checkin 10:00 Uhr, ab 11:00 Uhr Styling, ab 12:00 Einzelfototermine, 14:00 Uhr die Generalprobe, gegen 19:00 Uhr der Gruppenfototermin und dann folgen voller Aufregung die zwei wichtigsten Auftritte: in der SemperOper selbst und auf dem Theaterplatz vor der Oper.

Der Openairball entwickelt sich immer mehr zu einer coolen Party. Bei Temperaturen unter Null, reichlich Schnee, Glühwein, Currywurst und Sushi wurde im Walzertakt getanzt und geschunkelt. Eine Eheschließung unter freiem Himmel und eine Benefiztombola für die Erdbebenopfer von Haiti fanden ebenso große Resonanz. Die Einzigartigkeit des Konzepts, in und vor der Oper zu feiern, sorgt für Aufsehen und Anerkennung über die Landesgrenzen hinaus.

Der nächste SemperOpernball findet am 14. Januar 2011 statt, vielleicht sehen wir uns ja.

 

Die sieben W-Fragen: Wann, wo, wie, wer, warum, wohin und was?

 

Wann? Samstag, der 17. Januar 2010, um 7:00 Uhr

Wo? Flughafen Dresden

Wie? Total übermüdet, nach nur drei Stunden Schlaf

Wer? Roberto Albanese mit seinem Team, der Formation Grün-Gold-Club Bremen

Warum? Showtanzauftritt zum SemperOpernball am Vorabend

Wohin? Auf dem Weg nach Aachen zu einem Turnier

Was ergab sich? Michael Hölschke entdeckte im Flieger nach Köln in seinem Sitzplatznachbarn ein äußerst bekanntes Gesicht aus der Tänzerszene: Roberto Albanese. Er und sein Team waren beim SemperOpernball mit einem Showauftritt dabei und ganz begeistert. Sie hatten aber leider keine Zeit, um sich den Sehenswürdigkeiten von Dresden widmen zu können. Michael Hölschke und Heike Herzberg waren auf dem Weg zur AfÖ-Sitzung nach Wuppertal unterwegs. Kaum in Köln gelandet, trafen sie auf das Gepäck wartend, das Ehe, Trainer -u. Profitanzpaar Madeleine und Boris Rohne aus Leipzig. Immer fleißig, sie waren zum Training über drei Tage in Köln verabredet, um sich fit zu machen für die bevorstehenden tänzerischen Höhepunkte.

 

Heike Herzberg





Feliséa - Showtanz aus der Lausitz



Wir sind eine 26-köpfige Showtanzformation, deren 16 weibliche und 10 männliche Mitglieder sich dem Tanz mit Haut und Haar verschrieben haben.

Feliséa ist eine Wortschöpfung aus dem lateinischen "felidae" katzenhaft, und dem spanischen "feliz" fröhlich. Katzenhaft und fröhlich, die Feliséachoreographien sind eine bunte und facettenreiche Mischung aus Elementen des klassischen Balletts, des Modern-, Jazz und Streetdance sowie des Standard- und Lateintanzes. Der Ausdruck und die Seelenhaftigkeit stehen im Vordergrund unserer choreographischen Arbeit. In jedem Tanz steckt ein Stück von uns selbst, von unseren Gefühlen, Erfahrungen und Stimmungen, die wir bei jedem Auftritt aufs Neue transportieren möchten.

Die Jungs und Mädels von Feliséa sind fast alle gebürtige Lausitzer, aber nun schon über weite Teile Deutschlands verstreut. Von Dresden über Braunschweig und Berlin bis nach München haben uns Berufs- und Studienwahl verschlagen. So treffen wir uns an jedem Wochenende und proben gemeinsam, lachen, tanzen und teilen auch Sorgen und Nöte miteinander.

Ob glanzvolle Revue, seelenvolles Tanztheater oder feuriges Showballett, wir stellen uns gern neuen Herausforderungen und beziehen deshalb auch immer wieder Elemente aus neuen Bereichen, wie zum Beispiel dem Artismus ein. Dabei ist es uns wichtig, dass neben einem hohen Anspruch an Synchronizität auch das Individuelle in jedem Tänzer und jeder Tänzerin Platz hat, sich zu entfalten. In das tänzerische Gesamtkonzept einer Choreographie sind deshalb oft Improvisationen integriert, die unseren Tänzern und Tänzerinnen Freiraum zur Entwicklung ihrer eigenen Ausdruckskraft erlauben.

Im März feiern wir unser dreijähriges Bestehen, und blicken damit auf eine ereignisreiche Zeit voller schöner Momente zurück.

Mit Auftritten im ARD Musikantendampfer, bei der Profiboxgala in Senftenberg und unserem Weihnachtsprogramm „Winterzauber“ begann unser erstes gemeinsames Jahr, darauf folgten im Jahr 2008 Performances auf der Bodypainting Weltmeisterschaft in Österreich und bei den Fabrikfestspielen im sächsischen Knappenrode, außerdem feierte unsere erste einstündige Show „Traumspektakel“ auf der Freilichtbühne in Spremberg Premiere.

Im letzten Jahr waren wir mit unseren Tänzen wieder zu Gast auf vielen großen und kleinen Bühnen: zum Beispiel beim 10. Niederschlesischen Pferdeball und bei den Fontänen der Nacht in Weißwasser.

Ein besonderes Highlight war für uns der Auftritt zur VW - Weihnachstfeier in der Gläsernen Manufaktur in Dresden. Dort präsentierten wir Ausschnitte aus der Winterrevue 2009.

Auch 2010 freuen wir uns auf ein neues Jahr voller Lachen, Tanzen und vieler gemeinsam erschaffenen Glücksmomente.

 

Feliséa im Internet: www.felisea.de

 

Anne Mrosko





Görlitz HINEIN! Der Görlitzer Karneval- und Tanzsportverein stellt sich vor:



Der Karnevalsverein im beschaulichen Görlitz, wo Karneval nicht gerade zu den populären Festen zählt, wie vielleicht in Mainz oder Köln. Nichts destotrotz mauserte sich der Verein in den letzten 11 Jahren seit Gründung zu einem festen Bestandteil der Görlitzer Kultur.

Der Verein präsentiert sich auf den städtischen Festen sowie mit seinen Karnevalspartys am Anfang und Ende jeder 5. Jahreszeit und das mit steigender Beliebtheit. Höhepunkte in dieser Saison werden mehrere Faschingsveranstaltungen in der Landskronkulturbrauerei sein. Die 38 Mitglieder bereiten sich in diesen Wochen mit Eifer darauf vor. Zu sehen sind Schau- und Thementänze sowie Gardepräsentationen von Gruppen, Paaren und Solisten im Rahmen eines traditionellen und humoristischen Programms.

Aber nicht nur eine gelungene Faschingsfeier ist der Anspruch des Vereins. Seit dem vergangenen Jahr nehmen ausgesuchte Gruppen an Tanzsportturnieren des Deutschen Verbandes für Garde- und Schautanzsport teil. Man hat sich bewusst dafür entschieden. Die Turniere sind zwar zum Teil mehr als 500 km entfernt, bieten aber mehr Raum für modernes und kreatives Garde- und Schautanzen als hiesige Verbände. "Wir haben fast 3 Jahre gebraucht, um diese Entscheidung zu treffen und zu verwirklichen. Aber wir sind sicherlich nicht der einzige sächsische Verein, der unsere Einstellung teilt. Vielleicht entscheiden sich bald noch mehr leistungsstarke Turnierwillige zu diesem Experiment.", sagt die Choreographin des Vereins.

Tänzerisches Highlight neben den Turniergruppen: die Akrobatiktanzgruppe (vertanzte Hebefiguren) für Erwachsene. Neben den tänzerischen Projekten und Veranstaltungen legt der Verein auf gemeinschaftliche Ereignisse viel Wert. Die jährliche gemeinsame Reise zum Partnerverein in Wiesbaden ist schon zur festen Institutionen geworden und Höhepunkte, wie die Hochzeit von Vereinsmitgliedern in den eigenen Räumen, lassen die Görlitzer Karnevalisten näher zusammenrücken.

Und es geht weiter: für das nächste Jahr ist natürlich ein weiterer Aufstieg auf der Turnierleiter geplant, sowie die Präsentation am Tag der Sachsen und eine weitere Karnevalssaison mit Programm und Tanz.

In diesem Sinne: Görlitz HINEIN!

 

A. Lentföhr