![]() Schwarzhäupterhaus | |
![]() Freiheitsdenkmal 1935 erbaut, ist das bedeutendste Denkmal Lettlands | |
![]() winterliche Impressionen aus Riga | |
![]() Rami Schehimi und Lilli Hils |
Goldene Hähne, dämonische Masken, romantische, tiefverschneite Parks – Riga bei klirrender Kälte. Riga - die ehrwürdige Hansestadt an der Ostsee zu beiden Ufern der Daugava. Riga hat viele Gesichter: die zum UNESCO-Welterbe gehörende Altstadt (in der wir wohnten) mit ihren backsteingotischen Kirchen und hanseatischen Speicher-und Gildehäusern, das Zentrum mit opulenten Jugendstilgebäuden und nicht zuletzt eine Vielzahl von Grünanlagen.
Wir, Rami Schehimi, Lilli Hils und ich waren wir jedoch hier, um an der Weltmeisterschaft der Jugend A Standard teilzunehmen, gemeinsam mit 72 anderen Paaren aus 40 Nationen. Aber der Reihe nach: Am 18.12.2009 um 4:00 Uhr ging es los. Unser Fahrer, Nassib Schehimi, (Papa von Rami) brachte uns in einer sehr abenteuerlichen Fahrt nach Berlin. Abenteuerlich deshalb, weil jede Menge Schnee die Fahrt auf der nicht geräumten Autobahn nach Berlin echt rutschig gestaltete. Umgefallene LKW und damit verbundene Staus kurz vor Berlin ließen uns schon die Rücklichter des Fliegers sehen. Aber wir hatten in Nassib einen versierten (Berufs)Kraftfahrer, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ und jede Menge Glück, dass auch in Berlin Neuschnee angesagt war und somit unser Flieger verspätet startete. Immer in telefonischer Verbindung mit Elena Geng und dem Flughafen, waren wir jeweils auf dem aktuellen Stand. Dank der Wetterunbilden haben wir den Flug geschafft. Kaum eingestiegen, schlief Lilli und erwachte in Riga durch das Abbremsen des Fliegers. Im Vorhinein hatten wir schon über die DTV-Geschäftsstelle die aktuellen Wetteraussichten in Riga erhalten, die letztendlich den deutschen Temperaturen entsprachen und so kamen wir bei minus 20 Grad Celsius in Riga bei reichlich Schnee und sonnigem Wetter an.
Stadtbesichtigung, ein Besuch bei Mc Donald mit Tanzfreunden und Training, (Feeling für die Halle, Parkett, Atmosphäre aufnehmen) Tassilo und Sabine Lax beim IDSF Open Standard-Turnier beobachten, standen noch am Freitag auf dem Programm. Tassilo und Sabine Lax ertanzten sich beim Latvija Grand Prix den ersten Platz, einfach großartig. Martin Herrmann und Sandra Tippelt vom STK Impuls Leipzig haben wir auch auf dem Turnier getroffen. Als der BuJuWa, Boris Exeler, Rüdiger Knaak und die anderen deutschen Paare am Abend eintrafen, ging es – ja man kann schon sagen – traditionsgemäß ins LIDO zum Abendessen. Dort gab es eine Wiedersehensfreude auf sächsische Art: Unsere ehemalige, für Dresden startende Tänzerin, Anne Weber, die jetzt für Braunschweig tanzt, war auch mit dabei. Da muss man über 1000 km reisen, um sich zu treffen. Der gemütliche Abend ging beizeiten zu Ende, denn Rami und Lilli wollten fit für den nächsten Tag sein.
Sabine Lax übernahm in den frühen Morgenstunden das Styling und Makeup für die deutschen Mädchen und Lilli konnte obendrein mit einem neuen Outfit aufwarten. Das obligatorische Glücksschwein aus Marzipan durfte nicht fehlen, wann es aber vernascht wurde, weiß ich nicht zu berichten.
Für beide war es die vierte Weltmeisterschaft. Sie waren optimal vorbereitet, bis einschließlich Mittwoch hatten sie noch in London Training bei John Wood, Kenny und Marion Welsh, der Flug hatte Verspätung, sodass sie ihren Anschlussflug nach Dresden verpassten und erst am Donnerstag wieder zu Hause waren. Sie fühlten sich dennoch wohl und haben gut aufgetanzt, Redance kam für sie nicht in Frage. Das dennoch zu frühe Aus war für die beiden eine Enttäuschung, denn Platz 29. war nicht angedacht. Angetreten waren Rami und Lilli, Deutsche Vizemeister, um die 24-er Runde zu erreichen und „um dann zu schauen was noch geht“ so Rami. So blieb ihnen nichts weiter übrig, als die 24-Runde anzuschauen, um dort das zweite deutsche Paar anzufeuern, die letztlich mit einem 22./23. Platz das Turnier beendeten. Das Finale war stark besetzt mit zwei russischen Paaren, zwei polnischen, je einem italienischen, einem belorussischen, einem Paar aus Irland und einem aus Lettland. Es war ein spannendes Finale, hochkarätiges Tanzen bis zum Schluss. Mit Sicherheit wird darüber im Mantelteil dieser Ausgabe berichtet.
Asis Khadjeh-Nouri stellte fest, dass „lediglich drei Kreuze bei Rami und Lilli fehlten und die 24-er wäre in Ordnung gegangen. Dort hätten sie ihre bis dahin gezeigte Leistung nochmals steigern können. Es fehlte ihnen ein wenig Angriffslust – und Kraft“. Beide schätzten für sich den Verlauf des Turnieres ein. Rami: „Wir hätten mehr Druck aufwenden, kraftvoller und vielleicht auch noch etwas ausdrucksstärker tanzen sollen. Mit der Auswertung der WM zu Hause ist diese für uns dann abgeschlossen und wir konzentrieren uns nun auf die bevorstehende Saison. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“. Das nächste Frühjahr hat allerhand zu bieten: im Februar die Standard-Europameisterschaft in Polen und im April die Weltmeisterschaft in Korea.
Um Mitternacht erwartete die Paare im Hotel eine Welcome-Party mit warmen Buffett. Nach einer langen Nacht ging pünktlich um 13:15 Uhr unser Flieger nach Berlin, der bereits um 13:00 Uhr landete. Der Leser muss sich jetzt nicht wirklich wundern, da eine Stunde Zeitverschiebung der Grund für unsere frühe Ankunft ist. Lilli schlief wie immer durch, während Rami sich auf eine Klausur für den darauffolgenden Tag vorbereitete. Dank der raschen und sicheren Fahrweise unseres Fahrers Nassib waren wir pünktlich zum vierten Advent wieder zu Hause und es war noch Zeit, um bei einer Tasse Kaffee den Dresdner Christstollen zu genießen oder über den berühmten Striezelmarkt zu schlendern.
Text und Fotos: Heike Herzberg
![]() Sabine und Tassilo Lax |
Also geplant war dieses Vorhaben schon seit geraumer Zeit. Aber es ist gar nicht so einfach, sich einen Termin mit den zwei Vielbeschäftigten, die u. a. aktive Tänzer, Trainer, Tanzlehrer und obendrein Eltern sind, zu vereinbaren. Am 17.11.2009 war es endlich soweit und wir trafen uns in Dresden im Trainingsstützpunkt des Tanzsportzentrum Dresden, gleichzeitig sind es die Räumlichkeiten der Tanzschule Lax, auf eine gemütliche Tasse Tee.
Herzlichen Glückwunsch zu den überragenden Erfolgen in der jüngsten Vergangenheit. Blackpool: …, 3.GOC, 3. der WM in Kanada und der Sieg bei den Austrian Open in Wien.
Welcher Titel, welches Ergebnis ist Euch am bedeutungsvollsten
Tassilo: Alle ertanzten Erfolge sind uns sehr wichtig. Unser Blackpool-Ergebnis rangiert für uns weit vorn, da es so ein einmaliges Erlebnis ist, in diesem tollen Ambiente im Finale auf der Fläche zu stehen. Und wenn man sich dort auf das Treppchen tanzt, gibt das schon ein Gänsehautgefühl.
Aber auch die Weltranglistenturniere haben bei uns einen hohen Stellenwert und wir bemühen uns
Stetig, unsere Position zu halten und zu verbessern. Derzeit sind wir auf Rang 2 und sehr zufrieden, unser Ziel in diesem Jahr unter die ersten drei zu kommen, geschafft zu haben.
Glinde – die DM. Das Ergebnis…..
Sabine: Da kann man nichts machen, es sollte halt nicht sein....Es gibt eben auch Niederlagen. Im ersten Moment sieht man das natürlich nicht so entspannt, denn es wäre ja schlimm, wenn man nicht mit einem gewissen Ziel in den Wettkampf geht. Aber bereits am nächsten Tag waren wir wieder guter Dinge und bereit, die nächsten Ziele anzuvisieren. Einen großen Anteil daran hatte natürlich auch unser Trainer Asis Khadjeh-Nouri, der es eigentlich immer wieder schafft, uns extrem zu motivieren und weiter nach vorn zu denken. Denn das Ziel ist klar- wir wollen unsere Position in der Weltspitze festigen und natürlich ausbauen.
Tassilo: Wie Sabine schon gesagt hat, im ersten Moment sieht man das natürlich überhaupt nicht entspannt, da man ja auf das spezielle Ziel focusiert ist und darin auch extrem viel Emotionen und Leistung gesteckt hat. Und wenn man auf seine Leistung während dieses Wettkampfes von zahlreichen Fachleuten ein positives Feedback erhält, dann ist es natürlich verständlich und auch legitim, enttäuscht zu sein. Aber eine Nacht darüber geschlafen und die Welt ist wieder in Ordnung.
Seit wann seid ihr ein Tanzpaar?
Seit 1997.....
1998 haben wir uns entschlossen, unsere Liebe zum Tanzen an Andere weiter zu geben und eine 3-jährige Ausbildung als Tanzlehrer in Berlin absolviert.
Nach Beendigung der Ausbildung wechselten wir 2001 ins Profilager- das war damals so üblich.
Ein kurzer Ausflug. Der Wechsel vom Profilager zurück zu den Amateuren war goldrichtig, was trieb Euch dazu an?
Tassilo: Das ist eigentlich eine komplexere Geschichte. 2003 kündigte sich bei uns Nachwuchs an und wir gingen in eine längere Babypause. Nachdem wir nun glücklich zu dritt unseren Rhythmus im Alltags- und Berufsleben gefunden hatten, fühlten wir, dass wir die Tanzschuhe eigentlich noch nicht an den berühmten Nagel hängen wollten. Wir wollten unbedingt fit bleiben und weiter tanzen.
Also haben wir wieder langsam begonnen Turniere zu tanzen. Haben auch wieder in der Kürdisziplin neue Ideen umgesetzt und wurden damit 2005 Deutscher Vizemeister. Leider wurde die Anzahl der Turniere und auch die Starterfelder immer weniger und somit auch unsere Motivation. Wir wollten wieder mehr und größere Turniere tanzen, mit hohen Startzahlen und auch gegen Tänzer unserer Altersklasse.
Wir befassten uns mit dem Thema Senioren I und waren begeistert von der hohen Leistungsdichte, dem hohen Tempo, viele Turniere im In –und Ausland. Die Entwicklung im Seniorenbereich ist gewaltig und hat mit „Senioren“ im wahrsten Sinne des Wortes nix mehr zu tun.
Und da war sie- unsere Herausforderung!
Sabine: Jetzt musste Tassilo nur noch warten, bis ich „endlich“ 35 bin! Da wir uns nun auf große Turniere einrichten konnten, war natürlich erst einmal hartes Konditionstraining angesagt!
Und es hat sich gelohnt. Wir fühlen uns mit unserem Wechsel total wohl und sind motivierter denn je. Vier bis sieben Runden tanzen und abends im Hotel glücklich erschöpft ins Bett fallen- ein extrem gutes Gefühl. Auch die Stimmung bei den „Senioren“ ist super! Wir haben sehr viele tolle Freundschaften geschlossen, auch mit Paaren aus dem Ausland. Man freut sich, sich zu sehen und wir feuern uns gegenseitig an.
Eure Tanzpaarbeziehung entwickelte sich weiter, ihr seid seit 2001 verheiratet. Eure Tochter wurde 2004 geboren, wird sie auch in Eure Tanzspuren treten?
Sabine: Nein, sie wird wohl keine Tänzerin. Fabien ist mit Leib und Seele Eiskunstläuferin und trainiert vier bis fünf Mal die Woche wirklich fleißig und hart. Es ist toll zu sehen, wie sie sich entwickelt, Fortschritte macht und dabei einen unglaublichen Spaß und Ehrgeiz zeigt. Wir unterstützen sie mit Freude. Außerdem ist es schön in der Eishalle einfach nur Mama zu sein und keinen Plan von der Materie zu haben...
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer wieder ein ganz großes Thema. Wie sieht ein ganz normaler (Arbeits) Tag bei dem Ehe-und Tanzpaar Lax aus?
Tassilos Kommentar: Wir dürfen uns ja immer anhören, das wir ja den ganzen Tag nichts anderes machen, außer Tanzen.... (lacht). Das ist natürlich Blödsinn. Es muss viel organisiert, geplant und geschrieben werden. Eine Tanzschule muss schließlich verwaltet werden und Kunden beraten und betreut werden. Unsere Arbeitswoche geht von Montag bis Montag.
Wir frühstücken alle gemeinsam, dann läuft der Tag wie bei den meisten Familien: Fabien geht gegen 8.30 Uhr in die Eishalle zum Training, ich in die Tanzschule zum Bürodienst und Sabine bleibt der Haushalt... bis sie selbst am späten Nachmittag zum Unterricht in die Firma fährt.
Nur unsere Trainingszeiten unterscheiden sich wohl von den meisten Paaren - wir trainieren nach Kursende ab 22 Uhr. Da haben wir Ruhe, kein Telefon und Fabien schläft dann schon und wir stehlen ihr keine gemeinsame Zeit mit uns.
Sabine: Als Mutter und Hausfrau fallen alle übrigen Tätigkeiten auf mich. 7:00 Uhr klingelt der Wecker und dann geht´s los manchmal bis 01.00 Uhr nachts. Es ist mir sehr wichtig, viel Zeit für unsere Tochter zu haben und viel mit ihr zu unternehmen. Das genieße ich sehr.
Und damit unsere Tochter möglichst viel Zeit mit uns hat, muss man manchmal schon ein Organisationsgenie sein, damit drum herum alles passt. Überhaupt ist unsere ganze Familie komplett durchorganisiert. Ohne unsere lieben Großeltern und unser Super - Team in der Tanzschule, die uns wirklich extrem unterstützen, wäre es gar nicht möglich. Nur unser Schlafpensum kommt halt oft zu kurz. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich im vergangenen Jahr im Flugzeug einen Start oder eine Landung mit offenen Augen erlebt habe...
Ihr seid sowohl Trainer als auch Tanzlehrer. Euer Verein, das Tanzsportzentrum Dresden hat z. Z. ca. 60 Mitglieder.
Sabine: Ja, dabei ist die breite Masse Turniertänzer, wir haben keine Breitensportler. Die Talentesichtung erfolgt in der Tanzschule. Und wer dann ernsthaft Leistung zeigen will, der macht im Verein weiter.
Der Verein wurde 2003 gegründet. 60 Mitglieder, eine starke Entwicklung innerhalb der letzten zwei Jahre. Gibt es dafür ein Geheimrezept?
Tassilo: Wir wollen Freude an der Bewegung wecken und dafür sorgen, dass der Spaß daran nicht auf der Strecke bleibt. Natürlich zählt auch hier die Leistungsbereitschaft.
Wir haben die Möglichkeit, uns nur um wirklich leistungsbereite Paare kümmern zu müssen. Wir beraten mit den Paaren gemeinsam das Trainingskonzept, welches passgerecht für das individuelle Paar sein muss. Dinge, wie Abitur finden Berücksichtigung, dann gibt es eben nur das s. g. „Nottraining“. Wir wollen uns methodisch detailliert um die Paarbetreuung sorgen und dazu gehört eine äußerst gute Planung und Organisation. Die Paare sollen „Blutlecken“, an ihren Zielen arbeiten und neue Ziele anpeilen. Aufstieg in die S - Ziel erreicht und das war´s – das funktioniert so nicht, nicht bei uns. Das Gesamtkonzept wollen wir bei allem im Auge behalten. Dazu gehört für uns auch das Styling und Outfit. Unklar, wenn ein Frack nicht passt oder die Frisur und das Kleid nicht passend und stimmig oder gar unsauber sind. Im Gondelkahn vom Carolasee kann ich halt auch keine Regatta gewinnen, wenn die Konkurrenz entsprechend anders vorbereitet ist.
Was treibt Euch an, was ist eher hinderlich?
Sabine und Tassilo ergänzen sich gegenseitig: Augen öffnen, um das große Ganze zu sehen, über den Tellerrand hinausschauen. Z. B. sollten unsere sächsischen A-Klasse Paare auch die Möglichkeiten in der Nähe nutzen für internationale Starts. Die GOC sollte verstärkt genutzt werden, das wichtigste Turnier in Deutschland. Aber auch Turniere wie z. B. in Brünn, Linz, Prag oder Wien. Das sind doch heute keine großen Entfernungen mehr. Außerdem macht es doch viel mehr Spaß, wenn mehrere Paare aus dem eigenen Landesverband am Start sind. In der Gemeinschaft sind wir alle stark, ein Fanblock im Rücken, das gibt doch Kraft, enorme Unterstützung, das motiviert, spornt an. Jeder einzelne Tänzer ist Bestandteil der Gruppe. Es sollte für jedes Paar eine Verpflichtung und Ehre sein, bei großen internationalen Turnieren zu tanzen. Sich auch mal in die Höhle des Löwen wagen, ein starkes Starterfeld nicht scheuen, das bringt uns doch voran. Ein Ergebnis auch mal hinnehmen, internationale Luft schnuppern, das macht doch den eigentlichen Reiz aus. Trends sehen und abschauen. Und wenn man in der Gemeinschaft fährt, ist die Kostenfrage auch schon minimiert. Nur regional zu tanzen genügt nicht. Mit Sicherheit holt man bei „ländlichen“ Turnieren eher mal eine Platzierung, aber die Erfahrungen und so manche kostenlose Trainingseinheit sammelt man eben auf internationaler Ebene.
Ihr macht immer wieder auf Euch aufmerksam, nicht nur mit Euren eigenen Erfolgen, sondern auch mit hochwertigen Turnierveranstaltungen wie z. B. den Saxonian Classics am 6. März 2010 in Coswig, in der Nähe von Dresden. Was erwartet uns, wer sind Eure Mitstreiter?
Tassilo: In erster Linie hochkarätiges Tanzen mit internationaler Beteiligung.
Folgende Turniere sind geplant:
IDSF OPEN Senioren I Standard
IDSF OPEN Senioren II Standard
IDSF OPEN Senioren I Latin
IDSF OPEN Hauptgruppe 10 Tänze
DTV "Goldene 55"
DTV "Leistungsstarke 66"
Mit Asis Khadjeh-Nouri und dem Landestanzsportverband Sachsen haben wir bei diesem Vorhaben äußerst gute Unterstützung.
Was sind Eure nächsten Ziele, Pläne, Vorhaben, was möchtet ihr im Tanzsport erreichen?
Sabine: Wir wollen ganz nach vorne, angreifen und uns mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden geben. Wir haben ein ganz klares Ziel...
Tassilo: Da stimme ich vollauf Sabine zu, da gibt es nichts zu ergänzen.
Das sind äußerst gute Aussichten, so dass ich Euch letztendlich alles Gute und beste Erfolge, natürlich nicht nur im Tanzsport, wünschen möchte. Ich bedanke mich für das sehr interessante Gespräch, die Zeit, die ihr Euch genommen habt und freue mich schon heute auf unser nächstes Zusammentreffen. Wir sehen uns spätestens am 19. Dezember 2009 wieder, nämlich in Riga zur Weltmeisterschaft der Jugend Standard, mit Rami Schehimi und Lilli Hils aus Eurem Verein.
Heike Herzberg
Nachtrag: Dass Tassilo und Sabine auf dem richtigen Weg sind, zeigt ein weiterer Erfolg: Am 18.12.2009 belegten sie erneut den 1. Platz beim Grand Prix Latvija.
![]() Tolles Styling | |
![]() Super Outfit | |
![]() Supershow | |
![]() Andrè Beckmann, Diana Hannak, Karolin Kaiser und Uwe Jahwinski |
Das positive Echo auf den 1. Foucault-Advents-Dance-Cup 2008 bekräftigte den TC Schwarz-Gold im SC Hoyerswerda e.V. in seinem Entschluss, am 28. November 2009 eine Fortsetzung des Foucault- Advents-Dance-Cup auszurichten, in Zusammenarbeit mit dem Léon-Foucault-Gymnasium. Dass die Resonanz in diesem Jahr noch größer war, freute uns alle. Insgesamt gingen 21 von 26 gemeldeten Teams an den Start, der Rest musste leider aus Krankheitsgründen absagen. In den Kategorien stellten sich bei den Kids fünf Tanzgruppen der Jury, bei den Teens und Adults jeweils acht Gruppen. Manche Teams hatten nur vier Mitglieder, andere traten mit 25 an. Das Programm bot eine bunte Vielfalt und bei jeder Gruppe hatte man großen Spaß zuzusehen. Jedes Team gab sein Bestes und das zahlreich erschienene Publikum lieferte die nötige Unterstützung für einen gelungenen Auftritt. Mit einer fachkompetenten Jury aus den Bereichen HipHop, Show-, Gesellschafts- und karnevalistischem Gardetanz, konnten wir das breit gefächerte Programm der Tanzdarbietungen gut bewerten. Kriterien dafür waren die Choreographie, Synchronität, Kostüm, Ausstrahlung und die Musikwahl. Die Teams waren so gut, dass manchmal nur ein Punkt den Sieg entschied. So ergaben sich folgende Sieger in den Kategorien Teams KIDS: 1. Platz- Sweet Hopper aus Weißwasser, 2. Platz –DDP Teens aus Dresden, 3. Platz – PIMKIES aus Hoyerswerda. Bei den Teams TEENS konnten sich die Sportakrobaten des Sportclubs Hoyerswerda den 1. Platz ertanzen. Sie starteten erstmals bei einem derartigen Contest. Voller Stolz nahmen sie den Pokal aus den Händen des Schulleiters des L.-Foucault-Gymnasiums Herrn U. Blazejzcyk entgegen. Der 2. Platz ging an die New Dancers, auch aus Hoyerswerda und Platz 3 an die SkAngelz aus Weißwasser. Die ADULTS umfassten den zweiten Teil der Veranstaltung. Mit einer heißen Show gewannen die Mädels von Dance Attack aus Weißwasser den Pokal. Platz 2 ging nach Senftenberg an Smells like Funk und Platz 3 an DBNK’ay aus Calau. In den Pausen wurde dem Publikum auch ein kleines Showprogramm geboten. So zeigte uns Christopher Schillhelm, was man mit einem Hackisack alles anstellen kann. Die Sportakrobaten aus Hoyerswerda läuteten die Siegerehrung mit einer Funky Show ein und den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildet ein erneuter Auftritt des gewählten Publikumslieblings, den New Dancers. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung und wir würden uns freuen, wenn im nächsten Jahr wieder so viele Teams teilnehmen würden, dann hoffentlich ohne viele Krankheitsausfälle und uns das zahlreich vertretene Publikum wieder unterstützt. In diesem Sinne wünschen wir allen Tänzern, welche leider nicht teilnehmen konnten, gute Besserung und allen Tänzern und Betreuern ein gesundes neues Jahr!
Zum Abschluss noch ein Dank an die vier jungen Sportler, Karolin Kaiser, Diana Hannak, Uwe Jawinski und André Beckmann, die trotz Studium, Abiturvorbereitung und Arbeit, dieses Event mit großer Unterstützung des Wochenkuriers selbstständig organisiert und durchgeführt haben. Vielen Dank auch an alle anderen fleißigen Helfer.
Stefan Kaiser
![]() Eröffnung durch Heike Gerhard mit den Jüngsten von Saxonia | |
![]() Rollitanzshow | |
![]() Rolli | |
![]() Finale Senioren A |
Der TC Saxonia Dresden begrüßte am 28.11.2009 Gäste und Turnierpaare zum 15. Adventsturnier in der Landeshauptstadt Dresden. Das Hotel Quality Park Plaza mit einem der schönsten Ballsäle Sachsens und die Livemusik von Götz Bergmann and his Gentlemen motivierte alle Paare zu Höchstleistungen an diesem Abend.
Eröffnet wurde der Abend durch Paare des TC Saxonia Dresden.
Die Kinder- und Jugendpaare sowie die Mitglieder Gruppe Rollstuhltanz begeisterten das sachkundige Publikum mit einer Vorführung lateinamerikanischer Tänze. Dabei kam es durch krankheitsbedingte Ausfälle einzelner Tänzer zu sehr interessanten neuen Paarzusammenstellungen. Erstaunlich, wie gut diese „neuen“ Paare die Herausforderung meisterten.
Da in den vergangenen Jahren die Turniere der Hauptgruppe und der Jugend auf Grund zu geringer Startmeldungen ausfallen mussten, entschied sich der TC Saxonia in diesem Jahr für 3 Turniere der Seniorenklassen.
Erfreulicherweise waren alle 3 ausgeschriebenen Turniere so gut besetzt, dass eine Vorrunde getanzt werden musste.
In der Sen. I A – Standard lieferten sich Jörg Hübner/Annett Hausmann vom TSK Residenz Dresden und Axel Mischewski/Susann Hortmann vom TSZ Concordia Berlin einen heißen Kampf um Platz 1. Im Langsamen Walzer und Tango überzeugten die Berliner die Wertungsrichter, die letzen 3 Tänze (und damit das Turnier) gewannen die Dresdner.
Über den dritten Platz in diesem Turnier freuten sich Antje und Steffen Kniestädt vom veranstaltendenTanzclub.
Dass die Senioren keinesfalls nur gemütlich die Standardtänze pflegen, zeigten die Tänzerinnen und Tänzer im nächsten Turnier. Ihr Können in den lateinamerikanischen Tänzen präsentierten sieben Paare der Senioren S. ZweiPaare, die in diesem Jahr auch international erfolgreich waren, bestimmten das Niveau in dieser Disziplin. Mit hervorragendem Tanzen gewannen Ullrich und Carmen Sommer (Rot-Weiß-Club Gießen) die ersten beiden Finaltänze. Angefeuert vom tanzbegeisterten Publikum steigerten sich die bis dahin Zweitplazierten Andreas Krause/Karin Saleina (Gelb-Schwarz Casino München). Sie gewannen sowohl die Rumba als auch den Paso Doble. Von den Ergebnissen der letzten beiden Tänze beflügelt, entschieden die Münchner den Jive klar zu ihren Gunsten und gewannen das Turnier. Auch in dieser Disziplin konnte der gastgebende Club jubeln. Frank Siegert/Cornelia Schicke belegten Platz 3.
Das Turnier mit dem größten Starterfeld bildete den Abschluss des Abends.
Alle fünf Tänze im Turnier der Senioren III S gewannen Karl-Heinz und Gabriele Haugut (TSC Rot-Gold Casino Nürnberg). Den spannenden Kampf um Platz 2 entschieden Axel und Sabine Hagemeister (TC Concordia Lübeck) vor Eckhard Thierfelder/ Sylvia Deumer für sich.
Ihr letztes Turnier an diesem Abend tanzten Karl-Heinz und Heidi Richter vom TC Saxonia Dresden, die im Finale den 5. Platz belegten.
Text und Fotos: Britt Göldner
![]() Die Sieger in Aktion | |
![]() Siegerehrung |
Am ersten Dezemberwochenende 2009 richtete der Tanzklub Orchidee Chemnitz nunmehr schon zum 17. Mal in Folge sein Internationales Weihnachtstanzturnier aus. Mit Unterstützung der Stadt Limbach-Oberfrohna und vieler langjähriger Sponsoren ist es auch diesmal gelungen, einen wunderschönen Ball in der festlichen und - wen wundert es – weihnachtlich gestalteten Stadthalle von Limbach-Oberfrohna für die Gäste zu veranstalten.
Die Gäste waren in diesem Jahr trotz Finanz- und Wirtschaftskrise zahlreich wie noch nie erschienen. Ein großer Teil des Publikums hält der Veranstaltung schon seit vielen Jahren die Treue, aber es sind auch immer wieder neue Gesichter zu entdecken.Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Kindergruppe des TK Orchidee, die eine hübsche Show zum Thema „All I Want For Christmas - Is You“ präsentierten.
Egal ob „erfahrener“ Tanzturnierbesucher oder „Neuling“ – das Publikum konnte ein hochklassiges Starterfeld beim Turnier in den lateinamerikanischen Tänzen um den „Großen Preis von Limbach-Oberfrohna“ genießen. Elf Paare aus Tschechien, der Slowakei, Polen, den Niederlanden, Österreich und Deutschland stellten sich dem siebenköpfigen internationalen Wertungsgericht. Schon die Vorrunde versprach eine spannenden „Kampf“ um die Gunst der Wertungsrichter im weiteren Verlauf des Turniers. Die Leistungen lagen dicht beieinander. Jedes Paar hatte auf der für 3-4 Paare je Gruppe großzügigen Tanzfläche und bei der hervorragenden Livemusik von „Happy Feeling“ ausreichend Platz und Gelegenheit, sein Können zu präsentieren. Zum Finale traten dann je ein Paar aus Holland, Österreich und Tschechien und drei deutsche Paare an.
Die Samba ging mit 4:2 Einserwertungen an Sergiy Plyuta /Debbie Seefeldt aus Hamburg, die dieses Ergebnis auch in der Cha Cha Cha gegen Radim Pradka und Katerina Kolmanova wiederholen konnten. In der Rumba schien sich das Blatt zu Gunsten des tschechischen Paares zu wenden, das auch den Paso Doble für sich entscheiden konnte. Spannung also bis zum Schluss. Sergiy und Debbie konnten mit ihrem spritzigen Jive die Jury und auch das Publikum von sich überzeugen und sich in einem Wimpernschlagfinale den Sieg beim „Großen Preis“ sichern. Klar auf Platz 3 mit einigen Einsern in der Wertung lagen die Holländer Martin Leunissen /Nathalie Bos vor den Österreichern Marvin Nigg/Claudia Obmascher. Nicht in den Kampf um die vorderen Plätze mit eingreifen konnten die Dresdner Eric Heyden/Julia Luckow auf dem 5. und die Münchner David Riegler/Julia Jussel auf dem 6. Platz. Beide Paare verbuchten aber die Teilnahme am Finale als großen Erfolg und waren dementsprechend zufrieden mit dem Ergebnis (Ergebnis unter www.tk-orchidee-chemnitz.de).
Die Erstplatzierten konnten auch den Publikumspreis mit nach Hause nehmen und dankten dies dem Publikum mit einem wunderbaren Siegertanz.
Zwischen den Runden des Turniers und den Tanzrunden für die Gäste präsentierte sich der TK Orchidee mit seinen Standardtänzern vom Breitensport bis zur S-Klasse. Direkt von der WM im Steptanz in Riesa kommend, begeisterte Carolin Beyer die Zuschauer mit ihrer WM-Kür – einmal mit und einmal ohne musikalische Begleitung.
Eine gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten – Paare, Publikum und Verein! Die 18. Auflage gibt es am 4.12.2010 mit einem Turnier der Senioren I A/S Standard.
Text und Fotos: Kai Schönherr
![]() Sieger über sechs Tänze der AK III: Dr. Hans-Detlev und Ulla Tauscher (TSK Residenz Dresden) |
Seit vielen Jahren ist der TSV Schwarz-Weiß Freiberg Ausrichter des Turniers „Pokal der Euroregion Erzgebirge“. In Kooperation mit der Stadt Freiberg konnten die Paare in diesem Jahr auch um den „Pokal der Stadt Freiberg“ tanzen. Alle Pokalsieger bekamen neben Blumen und Urkunden zudem ein Freiberger Souvenir geschenkt: kleine Minerale aus der „terra mineralia“, der größten Mineralienausstellung der Welt. Dafür wurden unter anderem auch Paare aus den Partnerstädten Clausthal-Zellerfeld und dem tschechischen Pribram eingeladen. Wie in den Jahren zuvor herrschte auf dem Freiberger Parkett internationale Atmosphäre. Die Breitensportturniere der AK I, AK II und der AK III verzeichneten viele Anmeldungen. Die Nachmittagsturniere der Hauptgruppe waren ebenfalls gut besucht. Lediglich das Turnier der Hauptgruppe B Latein stand auf wackligen Füßen, bis der Sieger der C-Klasse sich zum Doppelstart bereit erklärte.
Bereits am frühen Morgen tanzten 13 Paare in der AK I um den Pokal der Stadt Freiberg, den das beste Paar über alle sechs Tänze mit nach Hause nehmen durfte. Als eindeutige Sieger in dieser Altersklasse ging das Paar Luis Merkushev/Joan Greif vom TC Saxonia Dresden hervor, die sowohl das Standard- als auch das Lateinturnier für sich entscheiden konnten, dicht gefolgt vom Paar Kunc/Petaková aus Pribram (CZ) und ihren Dresdner Vereinskollegen Asadov/Babenko.
Das Gesamtergebnis der Altersklasse 25 bis 34 konnte das Paar Per Endemann/Silke Janz von den Clausthaler Tanzbären durch den Sieg in den Standard- und einem zweiten Platz in den Lateintänzen sichern. Diese Leistung unterstrichen sie am Nachmittag noch einmal mit einem fünften Platz in der Hauptgruppe D Standard.
In der Altersklasse ab 35 Jahren machten Dr. Hans-Detlev und Ulla Tauscher vom TSK Residenz Dresden vom ersten Tanz an deutlich, dass auch sie einen Doppelerfolg feiern und sich somit den Pokal der Stadt Freiberg sichern wollten. Die Plätze zwei und drei gingen an die Leipziger Paare Schurig/Regert vom 1. TSC Grün-Gold und Voigt/Spintzyk vom TSC.
Obwohl es bei den Turnieren der Hauptgruppe nicht um das beste Ergebnis über beide Sektionen ging, um den Pokal der Euroregion Erzgebirge zu bekommen, sondern man „nur“ eine Sektion gewinnen musste, sah man wie bereits am Vormittag bei den Breitensportturnieren in allen Startklassen ausgewogene Leistungen über alle Tänze.
Drei von vier Siegen in der Hauptgruppe D und C gingen an Paare vom TK Luna Louny aus Tschechien. Das Paar Bubenicek/Seifertová (CZ) konnte als Sieger der D-Klasse Standard auch in der C-Klasse gute Ergebnisse erzielen und einen zweiten Platz hinter den Siegern Eric Tille/Lissy Stelzner vom TSZ Dresden ertanzen. Die Lateintänze der C-Klasse konnten sie ebenfalls für sich gewinnen, vor Alex Baier/Irina Akalowski vom TSC Casino Dresden und den Siegern der D-Klasse Nevím/Graslová (CZ). Somit gelang es Bubenicek/Seifertová, zwei der Pokale mit nach Hause zu nehmen.
Dieser Clou gelang auch Jochen Luther und Janine Mühlmann vom TSK Residenz Dresden, die sowohl die Standard- als auch die Lateintänze in der Hauptgruppe B unangefochten für sich entscheiden konnten. Dies war sicherlich auch der Grund, warum Janine Mühlmann die Auserwählte war, als der Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm nach der Siegerehrung eine Dame zum Wiener Walzer bitten sollte. Dieser Ehrentanz rundete das Freiberger Turnier um viele Pokale und Minerale perfekt ab. Mittlerweile ist dieses Turnier fest in den Veranstaltungen des Freiberger Sports verankert und findet immer wieder Anklang bei vielen Paaren und Besuchern. Demnach wird der TSV Schwarz-Weiß Freiberg sicherlich auch im nächsten Jahr wieder in die Bergstadt einladen.
Katharina Beger