Neujahrswünsche 2010
Deutsche Vizemeister für Schehimi/Hils
Lax/Lax - Deutsche Vizemeister der Senioren I S Standard
18. Internationales Tanzturnier um den Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Hoyerswerda
55 Jahre TC Rot-Gold Meißen e.V.
Deutsche Meisterschaften der Hauptgruppe S-Standard am 07. November 2009 in Wetzlar – eine Bilanz aus sächsischer Sicht
Förderung von Initiativen in Kindergärten und Schulen 2009
Nahezu 4.000 Kilometer bis auf das Siegertreppchen der TBW-Trophy Senioren



Neujahrswünsche 2010

Liebe Tanzsportfreunde,

wieder geht ein Jahr zu Ende, ein neues Jahr klopft an die Tür. Es ist die Jahreszeit der Besinnlichkeit. Ich möchte auch diesmal im Namen des Präsidiums unseres Landestanzsportverbandes allen einen schönen Jahresabschluss und das Allerbeste für dieses Jahr wünschen. Bleiben Sie gesund und dem Tanzsport verbunden. Und nehmen Sie den Dank für die geleistete Arbeit 2009 im Ehrenamt, als Turnierfunktionäre, als Übungsleiter und Trainer entgegen.

Mit dem Jahresbegriff müssen wir vielfältig umgehen. Wir haben zu unterscheiden zwischen dem Kalenderjahr, der unserem Haushaltjahr entspricht. Wir haben das Schuljahr, das in den Vereinen die größten Einschnitte mit sich bringen kann und den Trainingsaufbau bestimmt. Wir haben die Ranglistenjahre Standard und Latein, die entscheidungserheblich für die Zulassung zu den Deutschen Meisterschaften geworden sind. Und wir haben das Jahr zwischen unseren Jahreshauptversammlungen.

Insbesondere die Ranglistenhürden haben für erheblichen Unmut gesorgt, weil wenigstens drei erfolgversprechende Paare unseres Landesverbandes nicht zu den Deutschen Meisterschaften zugelassen worden sind. Sie konnten die geforderte Anzahl getanzter Ranglistenturniere nicht nachweisen, und das aus Gründen, die für uns, aber nicht für das DTV-Präsidium ausreichend für eine Wild Card gewesen wären. Da Zweifel geblieben sind, ob es eine Gleichbehandlung mit Fällen aus anderen Landesverbänden gegeben hat, macht uns die Situation immer noch schwer zu schaffen.

Geblieben ist die Freude darüber, dass trotzdem sehr gute Ergebnisse bei den Deutschen Meisterschaften erzielt worden sind. Und wie in den Jahren zuvor, war das Ergebnis Standard noch besser als das in Latein. Rami Schehimi/Lilli Hils (Vizemeister Jugend) sowie Tassilo und Sabine Lax (Vizemeister der Senioren I) standen auf dem Treppchen, das ist herausragend. Und fünf Paare in der 24er Runde bei der Hauptgruppe gab es für sächsische Paare auch noch nie.

Unsere nächste Jahreshauptversammlung wird für den 18.04.2010 eingeladen. Das Besondere daran ist, dass die Neuwahl des Präsidiums ansteht. Also darf ich alle auffordern, sich zum Jahreswechsel auch Gedanken in diese Richtung zu machen.

 

Dietrich Rupp

Präsident des LTVSachsen





Deutsche Vizemeister für Schehimi/Hils

Einen Tag nach der Senioren-Meisterschaft richtet die TSA des TSV Glinde die Deutsche Meisterschaft für die Jugend A Standard und den Deutschlandpokal der Junioren I B Standard aus. So fand erstmals eine DM an einem Sonntag statt.

Der Gastgeber hat sich zum wiederholten Male bei der Ausrichtung einer Meisterschaft viel Mühe gegeben.

Nicht ganz pünktlich, auf Grund eines Wertungsrichter-Problems, startete das Jugendturnier bereits mittags mit 27 Paaren. An den Landesmeisterschaften in allen Bundesländern nahmen jedoch 39 Paare teil. Da es aber eine neue Ranglistenregelung gibt, durften nicht alle Paare an der DM teilnehmen. Drei von fünf Jugendranglisten mussten vorab getanzt werden.

Stanislav Matusov/Laura Schmidt (STK Impuls Leipzig) konnten durch die Neuzusammenstellung des Paares nicht teilnehmen, da sie die Kriterien nicht erfüllen konnten. Die Geschwister Tom und Lisa Uhlig (TSC Excelsior Dresden) mussten leider krankheitsbedingt absagen.

Sieben sächsische Paare, damit der stärkste Landesverband, stellten sich nun noch den Wertungsrichtern, einer davon war Michael Hölschke (TSK Residenz Dresden).

Nach der Vorrunde mussten sich fünf Paare bereits verabschieden. Sie waren alle nicht begeistert, sich schon umziehen zu müssen und es flossen reichlich Tränen.

Ein Kreuz für die nächste Runde fehlte Sergej Piskun/Sofiya Derr (TC Saxonia Dresden). Sie kamen auf den 20.Rang. John Kupferschmidt/Saskia Lausmann (TSC Leipzig) hatten ein Kreuz weniger und erreichten den 21.-22.Platz. Ralph Adamek/Daniela Dimova (TSC Silberpfeil Pirna) kamen auf den 23., Gregor Ehrlich/Laura Korndörfer (TSZ Muldental) auf den 24.-26., Erik Benicke/Theresa Taube (STK Impuls Leipzig) auf den 27.Platz.

Einzig die Landesmeister und Vizemeister konnten sich in die nächste Runde tanzen.

Auf Platz 16.-17. beendeten Benjamin Böhme/Ina Gröbe (TSC Leipzig) das Turnier.

Das gesamte Feld war sehr leistungsstark und das Finale, sowie dessen Ausgang völlig offen. Nicht nur Rami Schehimi und Lilli Hils (TSZ Dresden) bekamen von Anfang an 35 Kreuze. Drei weitere Paare zeigten ebenfalls ihre Ambitionen auf den Titel. Ein Wertungsrichter kreuzte allerdings das sächsische Paar auf dem Weg ins Finale mit nur zwei Kreuzen.

Im Finale kamen Schehimi/Hils im Langsamen Walzer noch auf den dritten Platz. Dass sie beide eigentlich mit Fieber ins Bett gehörten, zeigten sie keinem. Beide wollten einen Platz auf dem Treppchen und vielleicht sogar den Sprung zur Weltmeisterschaft schaffen. Ab dem Tango drehten sie noch einmal auf und ertanzten sich mit vier Zweien den 2.Platz. Dasselbe Bild ergab sich im Wiener Walzer. Vor der Slowfox-Wertung waren die Familie, die Trainer Tassilo und Sabine Lax, der Landestrainer Asis Kadjeh-Nouri, alle Fans, sowie natürlich Rami und Lilli sehr gespannt. Mit der Wertung auf den 2. Platz fiel die Anspannung und die Vorfreude auf Riga wurde lautstark bejubelt. Nun hieß es nur noch den Quickstep durchhalten. Der Schreck kam 30 Sekunden vor Schluss dieses Tanzes. Rami hatte einen Krampf. Aufhören hieß Platz 6 und dann wären sie auf den Bronzerang zurück gefallen. So kämpfte er sich mit Lilli durch die letzten zwei Seiten und bekamen zwar in diesem Tanz den 3.Platz, aber mit dreimal Rang 2 wurde es Silber.

Geschachtelt wurde die Jugend-Meisterschaft mit dem Deutschland-Pokal der Junioren I B Standard. Auch hier war das Feld der 22 Paare sehr stark besetzt. Aus Sachsen nahmen drei Paare teil. Erfahrung sammeln, hieß es für Max Klotzsche/Antonia Habelt (TC Saxonia Dresden). Sie stiegen zur Landesmeisterschaft erst in diese Klasse auf und beendeten das Turnier mit dem 21.-22.Platz. Dimitri Babenko/Jessica Derr, ebenfalls TC Saxonia Dresden, kamen auf den 17.Platz. Sie waren mit ihrem anwesenden Trainer Gunnar Lippmann über ihr Tanzen recht zufrieden. Florian Fürll/Marie-Charlott Wurmisch (TC Casino Dresden) hatten bereits auf den Ranglisten Erfahrungen sammeln können und tanzten sich auf einen sehr guten Anschlussplatz zum Finale.

 

Jana Otto





Lax/Lax - Deutsche Vizemeister der Senioren I S Standard

Am 31.10.2009 fanden in Glinde die Meisterschaften der Senioren I S in den Standardtänzen statt. 87 Paare waren am Start, um den Deutschen Meister dieser Klasse zu ermitteln. Vier sächsische Paare (im Vorjahr noch fünf) stellten sich der starken Konkurrenz, wobei das größte Interesse dem Zweikampf an der Spitze zwischen Tassilo und Sabine Lax (WM-Dritte 2009) und den Deutschen Meistern Jörg und Ute Hillenbrandt (WM-Sechste) galt.

Unschön aus sächsischer Sicht war die Tatsache, dass die sächsischen Landesmeister der Senioren I S, René und Heike Seyboth (STK Impuls Leipzig), nicht starten durften, weil ihnen die nötige Anzahl von Ranglistenturnieren fehlte. Eine langwierige Knieverletzung Renés zwang beide zur „Tanzpause“ und verhinderte den Start zu den Ranglistenturnieren. Da half es auch nicht, dass René dem DTV seine ärztlichen Atteste vorlegte, der Start zur DM wurde nicht genehmigt.

Für Roberto Weigel/Cordula Höchsmann (TSC Serenade Dresden) war schon nach der Vorrunde Schluss, sie belegten den 77. – 79. Platz, Andreas und Kerstin Hoffmann (TSC Excelsior Dresden) kamen eine Runde weiter und wurden 69. – 70.

Einen weiten Sprung nach vorn machten Kai Schönherr/Silke Ludwig (TK Orchidee Chemnitz e.V.), die die Runde der letzten 48 Paare erreichten und 41. – 44. wurden.

Spannend bis zuletzt war unbestritten das Finale, für das sich neben Tassilo und Sabine Lax (TSZ Dresden) und Jörg und Ute Hillenbrand (TC Blau-Orange Wiesbaden) noch Dr. Oliver und Tanja Geulen (TSC Tölzer Land), Torsten Strauß/Sabine Jacob (TSG Creativ Norderstedt), Heinz-Josef und Aurelia Bickers (TanzSportClub Rödermark) auch Sönke und Solveig Schakat (TTC Gelb-Weiß d. PSV Hannover) qualifizierten.

Aus meiner Sicht dominierten drei Paare das Geschehen von Anfang an (eigentlich nicht ganz von Anfang an, da die drei Paare als so genannte „Sternchenpaare“ den Luxus für sich verbuchen konnten, eine Runde später einsteigen zu können): Tassilo und Sabine Lax, Dr. Oliver und Tanja Geulen und Jörg und Ute Hillenbrand, wobei Tassilo und Sabine das mit Abstand ausgeglichenste und „internationalste“ Paar des Abends waren, souverän, dynamisch und rhythmisch exzellent. Man kann durchaus verstehen, dass dieses Paar bei internationalen Turnieren immer relativ deutlich vor den anderen deutschen Vertretern liegt. Allerdings gelang ihnen das leider nicht an diesem Abend. Die amtierenden Deutschen Meister aus Wiesbaden gewannen sehr zu meiner Überraschung alle 5 Tänze. Für Tassilo und Sabine deshalb bitter, weil immer nur eine Bestwertung zum Gewinn des jeweiligen Tanzes fehlte.

Manchmal stellt man sich schon die Frage, ob die Paare innerhalb deutscher Wettbewerbe wirklich anders tanzen oder international andere Dinge gewertet werden. Ob diese Frage als „rhetorisch“ verstanden werden könnte, überlasse ich dem Leser selbst.

Wie schon letztes Jahr verweise ich auch diesmal darauf, dass sich Tassilo und Sabine international durchsetzen werden, im Laufe des letzten Jahres wurden sie von keinem deutschen Paar auf internationalem Parkett bezwungen, auch diesmal tanzten sie souverän und schienen den Eindruck zu erwecken, dass sie jetzt endlich den „Spieß“ umdrehen konnten. Ein kleiner Trost bleibt – mit dem Vizemeistertitel sicherten sie sich die Fahrkarte zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr.

Nutznießer der „Schlacht“ um Platz eins waren indes Dr. Oliver und Tanja Geulen, die sich durch ihr unbeschwertes, einfühlsames und rhythmisches Tanzen einige Bestnoten sichern und sich dadurch im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz nach vorn auf den dritten Rang schieben konnten.

 

U. Herrmann





18. Internationales Tanzturnier um den Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Hoyerswerda











Am Abend des 24. Oktober fand vor über 800 Besuchern in der Lausitzhalle das 18. Internationale Tanzturnier um den Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Hoyerswerda statt. 18 Paare aus England, Polen, Österreich, Tschechien, den Niederlanden, der Slowakei und Deutschland wetteiferten in diesem Turnier der Hauptgruppe A/S über 10 Tänze auf der Bühne der Lausitzhalle um den Ehrenpokal.

Mit Markus Ziebegk/Jenny Müller, den 3. der Gebietsmeisterschaft Ost, den slowakischen Vizemeistern über 10 Tänze Lukas Spisak/Eva Tibenska, den englischen Allroundmeistern Richard Still/Morgan Hemphill sowie den slowakischen Lateinmeistern Michal Janc/Lucia Kozmova waren in diesem Jahr hochklassige Paare am Start.

Gab es in den letzten Jahren kurz vor dem Turnier noch die eine oder andere Abmeldung, so wuchs in diesem Jahr das Starterfeld erfreulich und doch zugleich beängstigend. Eine Zwischenrunde war unumgänglich. Bei einem durchgeplanten Bühnenturnier mit Schautanzauftritten in den Ausrechnungspausen war diese Änderung eine Herausforderung für den Turnierleiter Michael Hölschke und die Moderatorin Rosmarie Schulze. Beide begleiteten das Publikum humorvoll und informativ durch das Turniergeschehen.

Das Turnier wurde von acht Paaren des TSC Hoyerswerda und der Tanzschule Schulze mit einem Medley aus Tänzen der (vorletzten) Jahrhundertwende eröffnet.

Die Herren in Gehrock, Gamaschen und Zylinder, die Damen behandschuht mit Kleid und Häubchen führten dem Publikum vor, wie sich unsere Urgroßeltern bei Walzer, Franchaise, Kreuzpolka, Tyrolienne, Marsch, Rheinländer und Galopp auf der Tanzfläche vergnügten.

Nach der Eröffnungsformation und der Vorstellung der Paare wurde Rosmarie Schulze für ihr jahrzehntelanges Wirken im Tanzsport die Ehrennadel des Landestanzsportverbandes Sachsen in Silber verliehen. Sie hat den Tanzsport in Hoyerswerda maßgeblich mit etabliert, über die Wendezeit gerettet und auch das Umfeld geschaffen, das ein Verein heute benötigt, um erfolgreich tätig zu sein.

Bereits in der Standardvorrunde ertanzten sich die Paare Szenenapplaus. In den Ausrechnungspausen riss die Düsseldorfer Chaosformation mit „Chaos Goes Schlager“ und einer Parodie auf lateinamerikanische Tänze das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Mit ihrem 1. Platz in der Endrunde Standard zeigten die englischen Meister an, dass sie nach Hoyerswerda gekommen waren, um sich den Pokal des Oberbürgermeisters abzuholen.

Nach der Pause begeisterten die Vorschulkinder der Tanzschule Schulze mit ihrer Piratenformation das Publikum. Der Kommentar der Kleinsten nach ihrem Abgang: „Merengue hätten wir doch auch noch zeigen können!“

Mit einem ersten Platz in Latein verwiesen Richard Still / Morgan Hemphill die Paare Lukas Spisak / Eva Tibenska und Markus Ziebegk / Jenny Müller in der Gesamtwertung auf die Plätze zwei und drei.

 

Eine Besonderheit des Hoyerswerdaer Turniers ist, dass die Zuschauer als „achter“ Wertungsrichter agieren dürfen. Der „Wochenkurier“ als Hauptsponsor hat auch in diesem Jahr wieder einen Pokal für den Publikumsliebling bereitgestellt. Publikum und Wertungsrichter waren sich in diesem Jahr einig – Richard und Morgan erhielten aus den Händen von Verlagsleiter Herrn Berge ihren zweiten Pokal überreicht. Der von den Versorgungsbetrieben Hoyerswerda gestiftete Pokal für das beste sächsische Paar ging an Markus Ziebegk / Jenny Müller vom Club „Excelsior“ aus der Landeshauptstadt.

 

Zweiunddreißig Hobbypiraten des TSC Hoyerswerda im Alter von 6 bis 60 setzten mit einer von Anita Babig choreografierten Formation zur mitreißenden Filmmusik „Fluch der Karibik“ den letzten Höhepunkt des Abends – ein Spaß nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Mitwirkenden.

 

Gunter Reichel

Ergebnisse über 10 Tänze

 

1. Richard Still / Morgan Hemphill - Calcot (1. Std / 1. Lat)

2. Lukas Spisak / Eva Tibenska - Meteor Kosice (2. / 2.)

3. Markus Ziebegk / Jenny Müller - TSC Excelsior Dresden (4. / 4.)

4. Sebastian Lucke / Ingrid Altmann - TSC Excelsior Dresden (3. / 6.)

5. Olgierd Talabski / Diana Lambert - TS Kurzak i Zamorski, Jeleniaa Gora (5. / 5.)

6. Erik Heyden / Julia Luckow - TSC Excelsior Dresden (7. / 7.)

7. Vaclav Melc / Marika Kasalova - Madat Praha (6. / 10.)

8. Jost Offermans / Deborah Warmer - TS Clara Lamar Sittard (10. / 8.)

Mertin Cech / Katerina Sisakova - TL Sparta Praha (9. / 9.)

10. Wojciech Bachryj / Magdalena Wybieralska

- TS Kurzak i Zamorski, Jelenia Gora (8. / 12.)

11. Ian Sharpe / Victoria Lawrence - Kent (11. /14.)

12. Igor Akalowski / Jessica Weiske - TSC Hoyerswerda (15. / 11.)

Wolfgang Hemala / Michaele Lechner

- TSC Blau-Gold Salzburg (13. / 13.)

14. Richard Geleen / Lotte van Riet - TS Clara Lamar Sittard (15. / 15. - 16.)

15. Andrew Moody / Rebecca Moody - Chensington (17. / 15. - 16.)

 

Paare, die nur in Standard oder Latein gestartet sind, wurden nicht aufgeführt





55 Jahre TC Rot-Gold Meißen e.V.

Im Jahr 1954 fanden sich 5 Paare in Meißen zusammen, die tanzwütig genug waren um den Tanzkreis „ Rot-Gold Meißen „ zu gründen. Mittlerweile blicken wir in diesem Jahr auf 55 Jahre TC Rot-Gold Meissen zurück.

Im Turniergeschehen der DDR war der Verein erfolgreich vertreten. Mit dem Seniorenpaar Heinz und Erika Müller stellte der Club über Jahre ein Finalpaar der DDR-Meisterschaften.

Im Juni 1990 wurde der Tanzclub „Rot-Gold“ ein eingetragener Verein.

Gegenwärtig arbeiten wir als TC Rot-Gold Meissen e.V. mit den Tanzschulen Erich Schumann aus Dresden und Michael Hölschke aus Coswig zusammen. Neben dem Turniersport vom Kinder- bis in das Erwachsenenalter wird der Breitensport in unserem Club groß geschrieben. Aus den Grund- und Fortschrittskursen herausgebildet haben sich Gruppen, die den Tanz zu ihrem Hobby gemacht haben bzw. auch gern an Wettbewerben teilnehmen um sich mit anderen Paaren messen zu können.

Unsere jüngsten Mitglieder sind im Grundschulalter und erlernen bei ihrem Trainer Michael Hölschke das ABC des Tanzens. Unsere derzeitigen Junioren-und Jugendpaare, Hauptgruppenpaare in den Klassen A und B sowie die Seniorenpaare in den Klassen B, C und D sind stark in das Turniergeschehen in Sachsen und deutschlandweit eingebunden. Hier wird um Punkte und Platzierungen gekämpft, um in höhere Startklassen aufsteigen zu können.

Außer den Tanzkursen für Anfänger und Fortgeschrittene, bietet unser Club seit einiger Zeit auch den orientalischen Tanz an. Der Unterricht wird von einer professionellen Trainerin durchgeführt, Angelika Strauß. Es ist ein Tanz, der jeden einzelnen Muskel fordert, der verführerisch und elegant ist. Mit ihm kann man dem Stress und der Hektik des Alltages entfliehen.

Unser Club ist für jeden, der Spaß an der Bewegung und Musik empfindet, offen. Kurse für Neueinsteiger werden regelmäßig angeboten und natürlich freuen wir uns besonders wenn Kinder (Jungen und Mädchen) den Weg in unseren Club finden.

Der TC Rot-Gold hat sein Domizil im Objekt der Fa. Rath gefunden, das wir mit Hilfe von Sponsoren wie unserem Vermieter der Fa. Rath, der Volksbank Raiffeisenbank, den Tanzschulen und vielen Helfern in eine schöne Trainingsstätte verwandeln konnten.

Heike Gerisch

 





Deutsche Meisterschaften der Hauptgruppe S-Standard am 07. November 2009 in Wetzlar – eine Bilanz aus sächsischer Sicht

Wetzlar – die alte deutsche Reichsstadt und Sitz des Reichskammergerichtes seit 1689, dem höchsten Gericht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, bis zur Auflösung des Reiches im Jahre 1806. Wetzlar mit seiner historischen Altstadt und dem noch immer unvollendeten Dom ist aber auch ein moderner Industriestandort, der seinen Ursprung in der Eisenerzgewinnung, -verhüttung und - verarbeitung mit einer mehr als 2500-jährigen Tradition hat. Weltweit bekannte Unternehmen der feinmechanischen und optischen Industrie wie Leitz (Leica) haben hier ihren Ursprung und ihren Sitz. Selbst Goethe fühlte sich als Praktikant am Reichskammergericht 1772 einen Sommer lang heimisch – kein Wunder, denn er verstand eher zu leben und zu lieben als der trockenen Juristerei zu frönen. Über seine unglückliche Liebe in die bereits verlobte Charlotte Buff kann seine Nachwelt nur glücklich sein, denn er verarbeitete seinen Kummer literarisch in einem der bedeutendsten Romane des 18. Jahrhunderts, in „Die Leiden des jungen Werthers“. Wetzlar ist in jedem Fall eine Reise wert. In meinem Fall aber nicht wegen Altmeister Goethe, der sich als junger Student bereits ab 1765 trefflich im sächsischen Leipzig amourös zu amüsieren wusste, sondern wegen der sächsischen Standardpaare, die hier an den Deutschen Meisterschaften ihren Standort bestimmen lassen wollten. So verbrachte ich viele Stunden in der Rittal-Arena, dem Austragungsort der „Deutschen“.

Um es vorweg zu nehmen, wir erlebten dank der ausgezeichneten Organisation des Wetzlarer Schwarz-Rot-Clubs unter Vorsitz von Philipp Feht, der an diesem Abend auch offiziell hohe Ehrung erfuhr, schöne Meisterschaftsstunden. Besonders am Nachmittag wurden die Pausen zwischen den einzelnen Wertungsrunden mit Showauftritten des Vereinsnachwuchses und der Gardetanzgruppe des Vereins interessant ausgestaltet. Am Abend wurde die festliche Ballveranstaltung mit einem Opening der SRC-Jugend fröhlich eröffnet. Wertungsrunden der Meisterschaft (ab der 24er-Runde) wechselten mit Publikumstanz nach guter Livemusik der Mike-Selleg-Gala-Band aus St. Augustin, Vor- und Endrunde des 29. Internationalen Wetzlarer Leicaturnieres der Jugend-Latein, Showauftritten (Lateinformation des TC Limburg / Lahn und Gardeshowtanzzgruppe des SRC). Außerdem brillierte Marijke Schibel als „Hessenstar 2008“, dem HR4-Schlagerpreis, mit drei Gesangseinlagen. Alles vielleicht ein wenig zu viel des Guten an Rahmenprogrammen, aber der Ablauf funktionierte, wenn natürlich dadurch der sehr knapp kalkulierte Zeitplan auch ein wenig überschritten wurde.

In diesem Jahr griff erstmalig die neue Eingangsvoraussetzung zur Meisterschaftsteilnahme, nach der mindestens vier von sieben Ranglistenturnieren seit der letzten DM-Standard von jedem Paare getanzt worden sein mussten. Sicherlich waren aus diesem Grund auch deutlich weniger Paare als im Vorjahr am Start. Schmerzlich für unseren Landesverband, dass es zwei Paare betraf, die sich zumindest in der 48-er Gruppe, mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch in der 24-er hätten einordnen können. Neue Partnerschaften (Martin Herrmann) und Prüfungen im Studium (Sebastian Lucke) sind zwar nachvollzieh- (und nachprüf-) bare Gründe, aber leider keine anerkannten. Dass Weltspitzenpaare von der Vorrunde an tanzten mussten, andererseits aber weniger leistungsfähigere, trotzdem aber auch gute Paare, erst auf Grund der Ranglistenplatzierungen in der nächstfolgenden Runde einzusteigen brauchten, war ebenfalls neu. Was dem einen seine Freud´, ist dem anderen sein Leid. Es bleibt abzuwarten, wie sich künftig diese Neuregelungen bewähren werden.

Elf Paare hatte unser Landesverband trotzdem von den insgesamt 89 Paaren am Start, sicherlich eine erfreuliche positive Bilanz. Von denen schafften es neun Paare in die erste und acht Paare in die zweite Zwischenrunde, in der also jedes sechste ein sächsisches Paar war. Wenn dann noch immer fünf Paare (20,8 %) bei den besten 24 dabei sind, ist es schon eine tolle Leistung, mit der der Landesverband, die Heim- und der Landestrainer voll zufrieden sein können. Voller Spannung erwarteten wir alle das Abschneiden von Christoph Kies mit neuer Partnerin. Letztere hatte sicherlich eine schwere Bürde zu tragen, denn Blanca, die frühere Partnerin, war noch allen in guter Erinnerung. Christoph selbst als dreifacher Kombi-Weltmeister und vierter der letzten deutschen Standardmeisterschaft trug mit dieser Erfolgsserie selbst einen schweren Rucksack. Mit Bravour meisterte das neu zusammengestellte Paar seinen ersten Turnierstart und erreichte im Semifinale einen beachtlichen achten Platz. Keines unserer Paare blieb unter den Erwartungen, alle stellten sich der Herausforderung und konnten sich sogar im Turnier noch steigern. Aus berufenen Mündern hörte ich viel Positives über einzelne Paare unseres Landes, aber auch über die Qualität und Quantität unserer Akteure. Wir in Sachsen können auf unsere Standardpaare stolz sein und uns nur wünschen, dass es weiterhin so bleibt.

Jahr/Anzahl Paare/ Anzahl Paare Sachsens/Beste Platzierung Sachsens/

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2000 / 162 / 14 / 9.

2001 / 159 / 16 / 7.

2002 / 161 / 12 / 8.

2003 / 158 / 10 / 10.

2004 / 139 / 10 / 7.

2005 / 123 / 13 / 7.

2006 / 112 / 11 / 6.

2007 / 107 / 11 / 5.

2008 / 127 / 15 / 4.

2009 / 89 / 11 / 8.

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Acht (infolge neuer Teilnahmevoraussetzungen von 10 möglichen) Platzierungen in der vorderen Hälfte lassen für die nächsten Meisterschaften hoffen, da vor allem diese Paare ihr Leistungspotenzial noch nicht ausgeschöpft haben und somit bei weiterem Intensivtraining auch Leistungssteigerungen möglich sind. Alle Paare, die nicht zum ersten Male eine Deutsche Meisterschaften tanzten, konnten sich verbessern, zumindest aber ihren Stand halten.

 

Allen Respekt auch Dr. Czaja und Veit Ludewig mit ihren Partnerinnen, die erst in die S-Klasse aufgestiegen waren und eigentlich bereits der Hauptgruppe II angehören. Deshalb können sie selbst, aber auch wir alle mit ihren tänzerischen Leistungen zufrieden sein.

 

Die Platzierungen der Sachsen und ihre Leistungsentwicklung auf einen Blick:

 

2009 2008 2007 2006

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8. Christoph Kies – Anna Yanchikova TSC Excelsior Dresden -- -- --

16. Daniel Wellhöfer – Marion Hopf STK Impuls Leipzig 28. 24. 25.

20. Jens Kaiser – Ulrike Schulz TC Rot-Weiß Leipzig 24. 40. --

21.-23. Markus Ziebegk – Jenny Müller TSC Excelsior Dresden 40. -- --

24. Thomas Grusser – Melanie Taubold TSC Excelsior Dresden 44. -- --

36.-38. Gregor Pagel – Isabel Bauer STK Impuls Leipzig -- -- --

42.-45. Erik Heyden – Julia Luckow TSC Excelsior Dresden 71. 58. 73.

46.-48. Sandro-Pascal Bahke – Jeannine Sagner TSC Leipzig 47. -- --

71.-72. Dominic Thutewohl – Tina Richter TSC Leipzig 86. -- --

74. Dr. Rico Czaja – Martina Steffen TC Rot-Weiß Leipzig -- -- --

81.-82. Veit Ludewig – Linda Rosenow TSZ Dresden -- -- --

 

HoGa





Förderung von Initiativen in Kindergärten und Schulen 2009

Auch im Schuljahr 2008/2009 schrieb der Landestanzsportverband Sachsen eine Förderung für Vereine aus, um Gruppen in Kindergärten und Grundschulen für das Tanzen zu begeistern. Dazu zählen Jazz und Modern Dance, Standard und Latein, Rock ´n Roll, aber vor allem Tänze, die die Jungen und Mädchen gerne in diesem Alter erlernen möchten. Dadurch sollen mehr Kinder für unsere Vereine gewonnen werden und ihnen Spaß am Tanzen gezeigt werden. Bedingungen für diese Unterstützung waren, dass die Gruppe bereits mindestens ein Schuljahr bestand, die Kinder kein Mitglied im Verein sind und maximal 10 Jahre alt waren.

In diesem Schuljahr gab es nur sechs Vereine mit insgesamt acht Gruppen, die einen solchen Antrag stellten. Vier Vereine mit sechs Gruppen gab es bereits im vorangegangenen Schuljahr und zwei Gruppen haben sich neu gebildet. Zum einen eine Jazz- und Modern-Gruppe in der 35. Schule im TC Saxonia Dresden und eine allgemeine Tanzgruppe in der 75. Grundschule Dresden-Leutewitz durch den TSC Excelsior Dresden. Der TC Schwarz-Gold im SC Hoyerswerda konnte eine weitere Gruppe mit Kindern in der Grundschule am Adler ins Leben rufen.

Die Gruppen des TSC Leipzig (Kindergarten „Böhlitzer Kinderland“), STK Impuls Leipzig (Kindergarten „Kinderland 2000“ und Franz-Mehring Grundschule) und TK Blau-Gold Leipzig (Kindergarten Hans-Beimler-Straße, Grundschule am Floßplatz) bestanden bereits im Schuljahr 2007/2008. Durch einige Alterswechsel kamen allerdings hier neue Kinder hinzu. Insgesamt nahmen an allen Maßnahmen 216 Kinder teil. 60 von ihnen wechselten in die Vereine. Das ist eine Zahl, die allen Vereinen Mut machen sollte, eine Gruppe in Kindergärten oder Grundschulen aufzumachen.

Das Präsidium des LTVS vergab gestaffelt nach drei Kategorien, sowie pro Übertritt in den Verein die Förderung. Zur Kategorie I zählten die Gruppen, die circa 15 Kinder haben. Das betraf fünf Maßnahmen. Eine Gruppe bestand aus 25 Kindern und zwei hatten sogar über 40 Kinder. Es sind also nicht nur sehr kleine Gruppen, sondern mindestens 10 Kinder.

Daher werden die Vereine nochmals aufgerufen, auch im nächsten Schuljahr weitere Tanzgruppen in Kindergärten und Grundschulen zu eröffnen und den kleinen Nachwuchstänzern unseren Sport nahezubringen. Eine gute und mögliche Form der Mitgliederbewegung- und gewinnung!

 

Jana Otto





Nahezu 4.000 Kilometer bis auf das Siegertreppchen der TBW-Trophy Senioren


Es war reiner Zufall, dass die Vorsitzenden des TSV Böhlitz-Ehrenberg und TSK Residenz

Dresden sich gemeinsam mit ihren Ehefrauen im Mai in Backnang trafen. Manfred und Karin Rößner sowie Dr. Hans-Detlev und Ulla Tauscher hatten sich für den 23. und 24.05.09 beim TSA d. TSG Backnang für die Turniere Senioren II und III C Standard, III D Standard und D Latein gemeldet. Für beide Paare lief es an diesem Wochenende recht gut, es gab ordentlich Punkte und Platzierungen. Dr. Hans-Detlev und Ulla Tauscher (Breitensportler mit Startkarte) erkämpften sich bei den Senioren II und III D Standard einen Sieg und zwei zweite Plätze. Erst in Backnang haben beide Paare erfahren, dass dieses Turnierwochenende das erste einer ganzen Serie ist, der TBW-Trophy Senioren 2009. Zwei weitere Qualifikations-Wochenenden im Juni und Oktober sollten folgen, die Manfred und Karin Rößner mit jeweils 6 Turnieren wahrgenommen haben.

Es ist ein weiter Weg bis Baden-Württemberg, aber er hat sich immer gelohnt, denn es

waren sehr gut besuchte Turniere mit über 500 Startmeldungen je Wochenende. Die Organisation und die Stimmung waren super, es hat einfach Spaß gemacht.

Am 14. und 15. November 2009 fanden in Sinsheim die Endturniere der TBW-Trophy statt, zu denen die besten 12 Paare jeder Startklasse eingeladen waren. Leider waren auf den

Startlisten nur zwei sächsische Paare gemeldet, aber die haben dem Landestanzsportverband alle Ehre gemacht. Bei den Senioren III C Standard konnten Manfred und Karin Rößner vom TSV Böhlitz-Ehrenberg den Trophy-Gesamtsieg und damit die Goldmedaille ertanzen. Ein Dankeschön ergeht an dieser Stelle an ihre Trainer Werner und Ursula Pinkwart, die sie während der gesamten Serie begleitet haben. Nur ein Treppchen tiefer standen sie dann bei der Siegerehrung der Senioren D Latein, wo sie sich in der Gesamtwertung den 2. Platz und die Silbermedaille sichern konnten. Bei den Senioren II C Standard beendeten sie die Serie mit Platz 7.

Dr. Hans-Detlev und Ulla Tauscher vom TSK Residenz Dresden tanzten im Endturnier der Senioren III D Standard. Da sie nur an den ersten Qualifikationsturnieren in Backnang teilnehmen konnten, fehlten einige Punkte für die ganz vorderen Plätze, aber durch ihren 2. Platz im Endturnier konnten sie sich in der Gesamtwertung auf Platz 4 vorarbeiten.

Die Termine für die TBW-Trophy 2010 stehen z.T. schon fest bzw. sind ausgeschrieben.

Wir können allen sächsischen Paaren nur empfehlen, diese Möglichkeit des Starts zu nutzen.

Karin Rößner (Pressewartin TSV Böhlitz-Ehrenberg)

Dr. Hans-Detlev Tauscher (Vorsitzender TSK Residenz Dresden)