Chemnitzer Sommerturnier 2009

Ausgeschrieben waren 23 Turniere auf zwei Flächen an zwei Tagen für Hauptgruppe und Senioren der D- bis A-Klassen in Standard und Latein. Woran es nun wirklich lag, dass nur wenige Paare am letzen Juniwochenende den Weg in die Chemnitzer Sachsenlandhalle fanden, wird sich nicht erschöpfend ergründen lassen. Schrecken Turnhallen, Mehrflächenturniere oder Startgebühren die Paare ab oder waren die beginnenden Sommerferien die Ursache für geringe Teilnehmerzahlen bei den 1. Sommerturnieren des Tanzklub Orchidee Chemnitz? Eventuell bleibt auch die neue Aufstiegsregelung nicht ohne Einfluss auf die Turnierbeteiligung. Ein Plus für etablierte Großturniere – ein Stolperstein für kleinere oder noch nicht so bekannte Veranstaltungen.

Von den geplanten Turnieren mussten sieben mangels Beteiligung abgesagt werden. Zwei Turniere konnten nur mit Beteiligung des Siegers als Aufstiegspaar durchgeführt werden.

Womit wir beim sportlichen Aspekt der Veranstaltung angekommen sind – viele der teilnehmenden Paare stellten sich der Herausforderung des Starts in der jeweils niedrigeren Alters- oder höheren Leistungsklasse.

Charmant und professionell führte am ersten Turniertag Daniela Georgi vom TSC Silberschwan Zwickau durch die Veranstaltung. Am Sonntag übernahm der Vorsitzende des TK Orchidee, Wilfried Krüger, die Turnierleitung und sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe.

Außer einem schnell behobenen Problem mit dem Drucker, gab es Nichts was den Ablauf gemäß des Zeitplanes störte. Wobei dieser Plan wegen der ausgefallenen Turniere gewisse Lücken aufwies. So wurde aus dem geplanten 2-Flächen-Turnier eins, aber auf einer dafür ziemlich großen Fläche.

Angefeuert durch das Publikum und die gerade nicht aktiven Turnierteilnehmer zeigten die Paare an beiden Turniertagen ansprechende Leistungen. An der herbeigeholten guten Anlage kann es nicht gelegen haben, dass hier und da ein Paar den Takt nicht so ganz ernst nahm. Hier gibt es sicher auch für uns bei der Musikauswahl noch Verbesserungspotential. Nicht jeder Titel ist für Paare geeignet, die erst noch auf dem Weg nach oben sind.

Belohnt wurden die Treppchenpaare mit Medaillen und Preisen eines Sponsors. Für Handtücher haben die meisten Tänzer wohl immer Verwendung. Jeder Finalteilnehmer erhielt eine Urkunde und somit, außer seinem Eintrag ins Startbuch, eine weitere bleibende Erinnerung an die Premierenveranstaltung in Chemnitz.

Premiere deshalb, weil es unsere Absicht ist, nicht gleich nach einem Versuch aufzugeben, sondern die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder durchzuführen – mit frischen Ideen, einem ggf. günstigeren Zeitpunkt und dann auch mit Fotos zum Bericht.

Alle Ergebnisse von 2009 sind auf der Homepage des Vereins zu finden unter www.tk-orchidee-chemnitz.de.

 

ksch





Drei Tage, drei Wertungsrichter, drei Paare

22. Tübinger Tanzsporttage vom 17. bis 19.Juli 2009

 

Mittlerweile ist es wohl Tradition, dass - wenn die TBW-Trophy ruft - Tänzer des TSK Residenz Dresden mit dabei sind. Dieses Mal ging es nach Tübingen, wobei die über 3 Tage verteilten 22. TüTaTa nach zweijähriger Abstinenz wieder in den Reigen der Qualifikationsturniere für die Hauptgruppe und Hauptgruppe II um die TBW-Trophy aufgenommen wurden.

Irgendwie entstand der Eindruck, dass wir uns auf einer Klassenfahrt befanden, fuhren doch neben den drei Paaren auch noch die drei Begleiter Thomas Rings, Michael und Ringo Hölschke mit, welche neben der pädagogischen und sozialen Betreuung der Paare auch als Wertungsrichter fungierten. Welche dieser Aufgaben schwieriger zu lösen war, müsste noch geklärt werden. Trotz der eher spaßigen Hinfahrt, wo auch unsere Chauffeure bei Platzregen und Aquaplaning auf ihre Kosten kamen, stand für die Paare eindeutig der Wettkampf im Vordergrund. Manche gönnten sich dabei sogar den Luxus eines Mammutprogramms. So zum Beispiel Jochen Luther und Janine Mühlmann, welche bei allen acht Turnieren an den Start gingen und fünfmal zu den Finalisten gehörten. Im Einzelnen waren das in der Hauptgruppe II B Standard der fünfte und ein toller zweiter Platz sowie der fünfte Platz bei den „Jüngeren“. In der Lateindisziplin belegten sie in der Hauptgruppe II B einen sechsten und dritten Platz. Andreas Rachow und Anja Schulze erreichten mit dem fünften und sechsten Platz in der Hauptgruppe II B Standard von sechs Starts zweimal das Finale. Ringo Hölschke und Magdalena Selbig tanzten nur die Standardturniere der S Klasse und holten sich in der Hauptgruppe II den dritten und fünften Platz und in der „normalen“ Hauptgruppe den vierten und den dritten Platz. Erwähnenswert, dass dieses letzte Turnier am Wochenende nur von den „älteren“ Paaren der Hauptgruppe II getanzt wurde. Welche Eintragung nimmt man dann im Startbuch vor?

Nun bleibt trotz Sommerpause noch einiges zu tun, um am ersten Septemberwochenende in Stuttgart zum Endturnier eventuell die begehrte Trophäe nach Dresden zu holen. Vielleicht reisen wir auch nächstes Jahr mit einer größeren Mannschaft aus Sachsen oder zumindest vereinsübergreifend aus der Residenzstadt Dresden an.

 

R. Hölschke





Sächsische Jugendwartin sorgt selbst für (Tanz) Nachwuchs

Jonas Maximilian erblickte am Sonntag, dem 19.Juli 2009, um 5:04Uhr in Berlin-Charlottenburg das Licht der Welt. Jana und Torsten Otto freuen sich ebenso wie der Erstgeborene über den 54 cm großen und 4010 Gramm schweren Knirps. „Unsere kleine Familie ist nun komplett“ erklärt Jana, inwieweit einer der beiden Ottos mal dem Tanzsport zur Verfügung stehen wird, ist heute noch nicht absehbar. Ungeachtet dessen wünschen wir der gesamten Familie alles Gute!

Heike Herzberg





Zeitplan verhinderte weiteren Start

Wie dem aufmerksamen Leser unserer Homepage und des Tanzjournales nicht entgangen sein wird, sind nicht alle Veröffentlichungen identisch. Die Chefredakteurin (Tanzwelt Verlag) des Tanzspiegels behält sich vor, Kürzungen, Streichungen u. ä. vorzunehmen. Bei dem nachfolgenden Beitrag handelt es sich um einen solchen…

Heike Herzberg, Pressewartin des LTVS

Ranglistenturniere gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit großer Enttäuschung nahmen wir den äußerst ungünstigen Zeitplan des IDSF Open Adult Standard Turniers vom Sonntag, dem 5. Juli, zur Kenntnis. Unserer Meinung nach ist die Umsetzung des Zeitplanes in hohem Maße unsportlich. Vor allem gegenüber Paaren, denen noch ein weiter (bei uns ca. 500 km) Heimweg bevorstand. Wir sprechen da bestimmt nicht nur für uns allein. Wir sind Amateursportler und neben unserem großem Hobby dem Tanzen, haben wir ganz „ nebenbei „ auch noch Schule, Studium, Ausbildung oder Arbeit zu absolvieren. Bei mir zum Beispiel war es am Montag eine wichtige Prüfung an der Uni. Wir wollen gern an Turnieren teilnehmen, die Auswahl ist groß: Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, GOC, Ranglistenturniere, insbesondere mit internationaler Beteiligung und vieles mehr. Aber es muss uns auch die Möglichkeit gewährt werden, das zeitlich vereinbaren zu können. Um am Sonntagabend noch einigermaßen wach die lange Autofahrt zu meistern und vielleicht auch noch eine Mütze Schlaf zu ergattern, entschlossen wir uns nach Erreichen der 48-er Runde aufzuhören. Verschob sich doch der Zeitplan immer weiter nach hinten, denn die Zwischenrunde der Senioren II kam noch vor Beginn der 48 - er. Wir taten das schweren Herzens!

Am Montag, nach zum Glück unfallfreier Heimfahrt und bestandener Prüfung, fanden wir im Internet unsere Vermutung bestätigt. Auf dem Weg zur 48 - er Runde hatten wir jeweils 52 von 55 möglichen Kreuzen bekommen. Nur weitere 13 Paare hatten 52 oder mehr Kreuze bis dahin erhalten. Da machte es uns schon traurig, dass wir diese Chance nicht wahrnehmen konnten. Sichtlich überrascht stellten wir darüber hinaus fest, dass wir mit einem Kreuz in der 48 – er Runde und damit mit Platz 46/47 in die Annalen eingehen. Wer ein Kreuz hat, muss also getanzt haben, wir waren es aber definitiv nicht. Auch bei einem anderen Paar bemerkten wir daraufhin Ungereimtheiten, ein einzelnes Kreuz im Slowfox nach vermutetem Abbruch nach dem Langsamen Walzer. Wir fühlen uns von der Turnierleitung und dem festgesetzten Zeitplan benachteiligt. Was passiert mit Wertungsrichtern, die Paare kreuzen, die gar nicht an diesem Tanz teilnahmen? Sollte die Turnierleitung nicht über ausscheidende Paare informieren und das Protokoll auf Richtigkeit prüfen? Warum können Turniere insbesondere Ranglistenturniere an Sonntagen nicht so zeitig beginnen, dass eine Heimfahrt für alle gefahrlos nach dem Turnier möglich ist und jeder die gleichen Chancen zur Teilnahme erhält?

Wir möchten mit diesem Bericht nicht anprangern, aber vielleicht kann auf diesem Weg eine Diskussion angeregt werden mit dem Ziel der Verbesserung. Wir wissen, dass es uns nicht allein so ergangen ist. Manche Paare mussten Bahnverbindungen annullieren oder sich um andere Fahrmöglichkeiten kümmern und für viele Paare war es eine gefährliche und lange Fahrt durch die Nacht.

 

Daniel Wellhöfer/Marion Hopf