Schelten scho gut amüschiert – „Willkommen bei den Schti`s“
Deutsche Meisterschaften der Hauptgruppe S-Latein 2009
Sächsische Teilnahme bei Deutscher Meisterschaft Jugend A Latein und Deutschlandpokal Junioren I B
Der 2. Streich derTanzformation FOX Chemnitz: 4. Platz in Rüsselsheim
Der dritte Streich und 3. Platz in Nürnberg



Schelten scho gut amüschiert – „Willkommen bei den Schti`s“


Am 29.11.2008 war das Glück dem sächsischen, vor allem aber dem Dresdner Fanblock doppelt hold: Ihre Favoriten, Christoph und Blanca, hatten zum dritten Mal den Weltmeistertitel errungen und die mitgereiste treue Anhängerschaft wurde für den veranstalteten „Siegerkrach“ als bester Fanblock von Cinemaxx mit einer eigenen Gratis-Kinovorstellung bedacht.

Am 15.3.2009 um 11 Uhr war die Stunde der Gewinneinlösung gekommen. Immerhin 60 Anhänger aus drei Dresdner Vereinen fanden den Weg in das Kino am Dresdner Schillerplatz und haben dort bei „Willkommen bei den Schti´s“ etliche Tränen gelacht, darüber, was die Schipfel´s und Duda´s in Nordfrankreich alles so für „gottverdaulichen Braunkack“ anrichteten. „Hääh…?“ Leider konnten Christoph und Blanca, denen wir letztendlich dieses komödiantische Feuerwerk verdankten, aufgrund anderweitiger Verpflichtungen, nicht miterleben. Einige Vereine, die zwar in Berlin ebenfalls zahlenmäßig gut vertreten waren, übten sich in Zurückhaltung und haben somit absoluten Gratis-Spaß auf den noch 40 freien Plätzen verpasst oder den Film schon gesehen…

 

Uli Trodler/Heike Herzberg





Deutsche Meisterschaften der Hauptgruppe S-Latein 2009

Deutsche Meisterschaften sind und bleiben in jeder Altersgruppe der Höhepunkt im Wettkampfjahr. So ist es in jeder Sportart. Die Lateiner der Hauptgruppe haben sich in einem jeden Landesverband intensiv auf dieses Ereignis vorbereitet und ein jedes Paar erhoffte sich eine optimale Platzierung. In diesem Jahr waren für die Paare unseres Landesverbandes die Enttäuschungen größer, als die Freude über das Erreichte. Aber vielen anderen Paaren ist es sicherlich nicht viel besser ergangen.

Die Saarbrücker Saarlandhalle ist ein optimaler Austragungsort für Meisterschaften, zumal sie mit emotional reagierenden und begeisterungsfähigen Besuchern sehr gut gefüllt war. Abgesehen von dem schönen Blumenschmuck auf den Tischen wäre es wünschenswert gewesen, wenn auf Werbeträgern über der Kapelle, die leider nur für das Publikum spielte und über der Turnierleitung auf das Ereignis sichtbar aufmerksam gemacht worden wäre. Ich vermisste außerdem und viele Schlachtenbummler sind daran gewöhnt, die Fahnen unserer 16 Bundesländer und die unserer Bundesrepublik. Schade, dass man solche, ohne größeren Aufwand machbare Ausschmückungen nicht vornahm oder vielleicht auch nicht vornehmen konnte.

Insgesamt waren 80 Paare angetreten, um für Sieg und Platz fair zu streiten und die zwei Damen und sieben Herren des Wertungsgerichtes vom eigenen Können zu überzeugen. Wie gesagt, das gelang leider nicht allen Paaren. Acht Paare unseres Landesverbandes waren nach Saarbrücken gereist – für zwei war es bereits nach der Vorrunde vorbei. Gern hätte ich beide wenigstens etwas weiter vorn gesehen und wenn es auch nur bis zur 1. Zwischenrunde gereicht hätte. Diesen Sprung schafften gerade noch zwei weitere Paare aus Sachsen und dann war auch für diese die „Deutsche“ beendet – leider.

In der 46er Gruppe, in der nun auch die letzten Sternchenträger einstiegen, waren aber noch immerhin vier Paare aus Sachsen dabei. Wenigstens von zweien hätte ich eine Platzierung in der Nähe zur 24er Runde erhofft, aber das schafften nur Konstantin Niemann und Anastasia Davydova aus Leipzig (27.-28. Platz). Daniel Wellhöfer und Marion Hopf, ebenfalls aus Leipzig, die mir übrigens gut gefielen, waren offenbar an diesem Tage nicht von einer Glücksgöttin, etwas Glück gehört neben gutem Tanzen auch dazu, gesegnet. Sie blieben weit unter den Erwartungen, auch ihren eigenen, zurück. Besonders Marion erschien mir tänzerisch reifer und ihr Tanzen fraulicher als früher. Auch Daniel tanzte locker und gelöst. Beide sichtlich unzufrieden mit der Platzierung und auch mit sich selbst. Vielleicht könnte es ein Trost für sie sein, dass ihre Stärken in der Kombination liegen und weniger in einer Spezialdisziplin. Ein Paar war zufrieden mit dem 44. Platz und mit sich selbst: Sebastian und Maike aus Borna, die erst das 3. Turnier miteinander tanzten. Für den Anfang sicherlich ein schöner Erfolg für dieses sympathische Paar, das sein tänzerisches Potenzial noch lange nicht ausgereizt hat. Konstantin und Anastasia wäre durchaus der Sprung in die 24er Runde zu können gewesen, von der sie lediglich zwei Kreuze trennten.

Christoph Kies und Blanca Ribas Turon, das deutsche Allround-Ausnahmepaar. Ein Platz in der Endrunde war nicht nur für mich sicher, wie ein Amen in der Kirche. Man konnte sie schon im Semifinale auf dem 3., höchstens aber auf dem 4. Platz im Finale sehen, aber es sollte anders kommen. Der dritte Platz ging in allen Tänzen nach dem Wertungsrichterurteil klar an Sergey und Viktoria Tatarenko aus Berlin. Um Platz 4 und 5 entspann sich zwischen unserem Paar und Sinato / Kuschill ein dramatischer Zweikampf. Samba und ChaCha verbuchten noch Christoph und Blanca für sich, wobei allerdings die beiden ausländischen Wertungsrichter schon „5“ und sogar „6“ zogen. Bei näherer Betrachtung der Semifinalwertung hatte die russische Wertungsrichterin unserem Paar lediglich ein (!) Kreuz für das Finale gegeben und der Bulgare drei. Kein Wunder, dass die Finalwertung wie abgegeben ausfiel. Überhaupt schien die Russin keinen guten Tag gehabt zu haben, denn auch Jesper Birkehoj / Anna Kravchenko erhielten von ihr im Semifinale nur drei und Sergey und Viktoria Tatarenko ebenfalls nur ein Kreuz für das Finale. Schon des Öfteren und seit Jahren hört man zum Beispiel in Bad Harzburg, dass die deutschen Wertungsrichter die am besten geschulten seien – bisher hielt ich diese Aussage für geschönt. In der Rumba wendete sich das Blatt zu Ungunsten von Christoph und Blanca und das sollte so bis zum letzten Tanz so bleiben. Sichtliche Enttäuschung bei Christoph und Blanca, die auch nicht durch die Worte „steckt es weg, ihr seid die besten Allrounder“ wegzuwischen war. Nicht besser wird es Jesper und Anna ergangen sein, denn sie mussten sich vom ersten Tanz an von Timo Kulczak und Motshegetsi Mabuse geschlagen geben. Beides zwei Superpaare, aber nur eines konnte gewinnen! Trotzdem auch hier: Die vier Dreien von einem deutschen Wertungsrichter haben Jesper und Anna nicht verdient. Vielleicht kann dies ein kleiner Trost für Christoph und Blanca sein.

Nach den für unseren Landesverband wenig berauschenden Lateinerfolgen auch bei den Junioren I und II und bei der Jugend muss der Landesverband nach neuen Wegen suchen, um nicht noch mehr Boden in der Lateindisziplin zu verlieren. Eine Möglichkeit, von sicherlich mehreren, ist in der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Landestrainer und Klubtrainern zu sehen – Quo vadis, Latein in Sachsen.

 

Dr. H. Galle





Sächsische Teilnahme bei Deutscher Meisterschaft Jugend A Latein und Deutschlandpokal Junioren I B

Vier sächsische Paare machten sich auf den langen Weg ins Ruhrgebiet. Krefeld liegt von Sachsen ausgesehen im hinteren Teil des Ruhrgebietes. Aus Krankheitsgründen konnten zwei Paare den Weg von vornherein nicht antreten. Bei den Junioren I traf es Dimitri Babenko/Katarina Dulson (TC Saxonia Dresden) und in der Jugend mussten die Geschwister Uhlig (TSK Residenz Dresden) zu Hause bleiben. Da Erik Benicke/Theresa Taube (STK Impuls Leipzig) erst seit Ende Januar zusammen tanzen, wollten sie sich den Wertungsrichtern noch nicht stellen.

Bei den Junioren I B suchten 31 Paare ihren Deutschlandpokal-Sieger. Bei ihrer ersten Latein-Meisterschaft in dieser Klasse versuchten Florian Fürll/Marie-Charlott Wurmisch (TC Galaxy Dresden) ihr Bestes zu zeigen. Die Konkurrenz allerdings war sehr stark. Und so musste das Paar, im letzten Junioren-I-Jahr tanzend, bereits nach der Vorrunde die Fläche den anderen Paaren überlassen. Am Ende: 30.-31.Platz.

Jugend A.: Eine Reihe von Spitzenpaaren war zum Jahresbeginn in die Hauptgruppe gewechselt und somit waren fünf Finalplätze frei geworden. Deshalb machten sich viele Paare Hoffnung auf die Finalteilnahme. Einige neue Paarzusammenstellungen konnten von Anbeginn an die Wertungsrichter in ihren Bann ziehen.

Rami Schehimi / Lilli Hils (für den LTVS startend) wollten sich einen sehr guten Platz ertanzen. Nach ihrem 8.-10.Platz im Vorjahr machten sie sich berechtigte Hoffnung für einen vorderen Finalplatz. Aber das Ziel war zu hochgesteckt. Beim Aufrufen für das Finale mussten sie, trotz guten Tanzens, vom Flächenrand aus zuschauen. Mit einem 12. Platz haben sie allerdings nicht gerechnet.

Die Vizelandesmeister Gregor Ehrlich / Laura Korndörfer (TSZ Muldental) hatten Pech. Ihnen fehlte lediglich ein Kreuz zur nächsten Runde und belegten damit Platz 48.-50.

Benjamin Böhme / Ina Gröbe (TSC Leipzig) sind, wie Ehrlich/Korndörfer, im ersten Jugendjahr. Sie kamen auf den 56.-57.Platz.

 

Jana Otto





Der 2. Streich derTanzformation FOX Chemnitz: 4. Platz in Rüsselsheim


Am Samstag, dem 28.02.09, konnte FOX Chemnitz A einen starken und sehr verdienten 4. Platz im zweiten Turnier der Regionalliga Süd Standard feiern.

Somit wurde die Leistung vom 1. Turnier in Altenburg nicht nur bestätigt, sondern sogar verbessert.

Nach drei Wochen "Pause" und einigen Trainingsstunden mit Fehleranalyse und Verbesserungsarbeit stand an diesem Samstag Runde zwei der Regionalliga Süd in der Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim an. Wie die beiden vergangenen Jahre, als Rüsselsheim FOX Chemnitz A jeweils mit einem 2. Platz - noch in der Oberliga - die Saisonbestleistung bescheinigte, hoffte das Team natürlich auch dieses Mal auf dem beliebten Turnier wieder gut abschneiden zu können.

Mit einem hervorragenden 4. Platz ist dies der Mannschaft auch mehr als gelungen und das wurde auf der Rückfahrt im Bus feucht-fröhlich gefeiert.

Die stark gemischte Wertung im ersten Turnier und die Frage, wer sich in der Zeit bis Rüsselsheim wie stark verbessern konnte, ließ die Aufregung vor dem zweiten Turnier wieder recht groß werden. Wir hofften zumindest darauf, das in Altenburg vorgelegte Ergebnis halten zu können. Der erste Durchgang der Vorrunde wollte aber für kein gutes Gefühl sorgen. Nach dem Bangen um den Einzug ins große Finale konnte sich das Team aus Chemnitz dann doch darüber freuen, dass die Wertungsrichter demnach so manch positive Dinge gesehen haben mussten und uns im vorderen Feld noch einmal sehen wollten.

Mental befreit bereiteten sich alle auf den Finaldurchgang vor. Hier konnte die Mannschaft den Druck und Willen in Konzentration und somit in eine starke Leistung umwandeln. Dabei wurden diesmal nicht nur Gießen als Sechster, sondern auch das im ersten Turnier vor uns platzierte Team aus Altenburg geschlagen. Auch eine 3er-Wertung war wieder mit dabei und bestätigte, dass uns einige, wie schon in Altenburg, noch einen Platz weiter vorn sahen.

 

Die Platzierungen im Einzelnen:

1. Mainz B

2. Rüsselsheim B

3. Nürnberg B

4. FOX Chemnitz A

5. Altenburg A

6. Giessen A

7. Nürnberg C

8. Mainz C

9. Langen A

 

Im nächsten Turnier, welches bereits am 08.03.2009 in Nürnberg stattfindet, wird die Mannschaft erneut ihr Bestes geben, dieses Ergebnis zu wiederholen. Ziel bis zum Ende der Saison ist es, im ersten Jahr der Regionalliga unter den ersten fünf zu bleiben und somit den Klassenerhalt zu sichern.

 

M. Albrecht





Der dritte Streich und 3. Platz in Nürnberg

Am Sonntag, dem 08.03.09, zauberte FOX Chemnitz A den unglaublichen 3. Platz in der Regionalliga Süd Standard aus dem Hut. In Nürnberg knüpfte das Team nicht nur an seine bisherigen, ohnehin schon sehr erfolgreichen Leistungen an, sondern konnte diese im Ergebnis sogar noch einmal toppen.

Unglaublich, aber wahr: Nach nur einer Woche Pause, mit einem Ausfall und der damit verbundenen Personalrotation gelang FOX Chemnitz A nach den bisher ohnehin schon sehr guten Erfolgen diesmal sogar der 3. Platz. Das Team konnte sich somit bisher von Turnier zu Turnier um jeweils einen Platz steigern und tanzte sich nach dem 5. Platz in Altenburg, dem 4. in Rüsselsheim nun sensationell auf den ersten Podestplatz in der Regionalliga Süd.

Zum Beginn des 3. Ligaturnieres der Saison war die Mannschaft ziemlich angespannt. Hatte man doch in der kurzen Zeit keine Möglichkeiten, Training für weitere Verbesserungen anzusetzen.

Zusätzlich mussten kurzfristig zwei Paare wegen einer erkrankten Tänzerin umgestellt werden. Dazu wusste man, dass es in Nürnberg mit seiner besonderen Atmosphäre und den beiden einheimischen Teams in der Liga schwer werden würde.

Kurz vor der Vorrunde konnte das Team jedoch beim Erwärmen neben der Anspannung auch die nötige Energie und Konzentration für den ersten Durchgang aufbauen. Unter Anfeuerungsrufen der kleinen Gruppe Chemnitzer Fans tanzte die Mannschaft den nach Aussage des Trainers Matthias Albrecht wohl bisher besten Durchgang dieser Saison und konnte damit die Wertungsrichter, trotz eines nicht mehr ganz so perfekten Durchgangs im Finale, von sich überzeugen.

Am Ende konnten die Chemnitzer nach zwei Jahren in der Oberliga in ihrem ersten Jahr in der Regionalliga einen Pokal für den 3. Platz mit nach Hause nehmen. Weiter so und herzlichen Glückwunsch!

 

M. Albrecht