Saxonian Trophy ist Geschichte
Immer wieder: Bernsteintanzturnier in Friedersdorf bei Bitterfeld
Begeistertes Publikum feiert 17. Internationales Tanzturnier
Der Erzgebirgsmarathon – ein Tanzkrimi
Fehlerteufel
DM der Hauptgruppe S-Std am 03.11.2008 in Stuttgart



Saxonian Trophy ist Geschichte


Schehimi - Hils


Schwarick -Schöne


Chemnitzer Publikumsliebling Blesak-Spislakova


Chemniter Finale Platz 1-5

Das letzte Turnier der Saxonian Trophy fand am Samstag, dem 08.11.08, in der Stadthalle von Zwickau statt. Nach den Turnieren in Dresden und Chemnitz hatten die sächsischen Nachwuchspaare zum letzten Mal die Gelegenheit in der Dreierserie Punkte zu sammeln. Pünktlich um 10 Uhr begrüßte Turnierleiterin Daniela Georgi vom TSC Silberschwan Zwickau die Paare und Gäste der Stadthalle. Eigentlich sollten die Turniere simultan ausgetragen werden, zur großen Freude der Paare kam kurz vor Beginn die Nachricht, dass doch jedes Turnier auf der großen Fläche getanzt wird.

Die Hauptgruppe B Standard war als erstes an der Reihe. Marco Albrecht und Constanze Nicklisch vom TSK Residenz Dresden gewannen das Turnier und holten sich somit auch Platz eins in der Gesamt-Trophywertung HGR B Standard. Mike Peter und Sophia Bartz vom Tanzsportclub Casino Dresden e.V. mussten nur den Ouickstep abgeben, ansonsten lagen sie bei allen Wertungen auf Rang zwei. Somit sicherten sie sich auch in der Trophy den zweiten Rang. Im Quickstep auf Rang zwei und sonst alle Bronzewertungen gingen nach Hoyerswerda zu Igor Akalowski/ Jessica Weiske. Sie ertanzten sich in der Trophywertung den vierten Platz hinter Gleb Belov/ Felicitas Timmler vom TSC Excelsior Dresden. In der HGR B Latein ging der Turniersieg ebenfalls an TSK Residenz Dresden, an Rheinhardt Müller und Annett Neumann. Anfänglich noch auf Platz zwei, tanzten sie ein starkes Turnier und konnten das Ruder in der Rumba herum reißen und ließen sich auch im Paso Doble und Jive den ersten Rang nicht mehr wegnehmen. Ebenfalls wie ihre Clubkameraden Albrecht/Nicklisch holten sie sich den ersten Rang bei der Saxonian Trophy. Der zweite Platz ging nach Thüringen - Friedemann Barthel und Mailan Phan vom TSV Grün- Gold Erfurt. Sie lagen nach den ersten beiden Tänzen noch auf Rang eins, mussten jedoch die letzten drei an Rheinhardt und Annett abgeben. Eduard Kats / Rebecca Schöne vom TC Rot-Weiß Leipzig lagen im Jive mit den Zweitplatzierten gleich auf, erkämpften sich jedoch in den anderen Tänzen souverän den dritten Treppchenplatz. Platz vier ertanzten sich Igor Akalowski/ Jessica Weiske vom TSC Hoyerswerda. In der Gesamt-Trophywertung landeten sie auf dem Bronzerang.

Bei der HGR A Standard ging der Sieg in die Landeshauptstadt Dresden zum Tanzclub Saxonia, an Rami Schehimi/ Lilli Hils. Sie gewannen alle Standardtänze mit allen Einserwertungen. In der Gesamt-Trophywertung kamen sie auf Rang 4, da sie, schulisch bedingt, das Turnier in Dresden nicht mittanzen konnten. Auch der zweite Platz blieb in Dresden, diesen ertanzten sich Phil Schwarick und Franziska Schöne vom TSC Excelsior Dresden. In der Gesamtwertung belegten sie ebenfalls den zweiten Treppchenplatz. Das Geschwisterpaar Tom und Lisa Uhlig vom TSK Residenz Dresden sicherte sich Platz drei. In der Trophy standen sie ganz oben auf dem Siegerpodest. Auf Platz drei der Trophy platzierten sich Makus Ziebegk/Jenny Müller (TSC Excelsior Dresden).

In der Lateinsektion siegten Rami Schehimi/ Lilli Hils. In der Trophy wurden sie dritte. Mit Platz zwei im Lateinturnier und dem Sieg in der Saxonien Trophy beendeten Phil Schwarick/Franziska Schöne TSC Excelsior Dresden das Turnier. Der dritte Lateinplatz ging an Makus Ziebegk/Jenny Müller. Mit dem Silberrang in der Trophy rundeten sie das Ergebnis der sächsischen Paare ab. Die attraktiven Preise und Trainingskostenzuschüsse erfreuten sich bei den Tänzern großer Beliebtheit. Die einhellige Meinung der Paare: „Die Trophy war super und sollte weiter gehen“ oder besser: getanzt werden.

 

Der ausführliche Bericht über den SAXONIAN TEN DANCE CUP als IDSF Turnier befindet sich im Mantelteil.

Diana Strobel





Immer wieder: Bernsteintanzturnier in Friedersdorf bei Bitterfeld

Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder treffen sich Tanzsportpaare aus verschiedenen deutschen Bundesländern und aus der Tschechischen Republik zum fairen Wettstreit in den Standard- und in den lateinamerikanischen Tänzen. Das, was sich die Organisatoren, Veranstalter und Ausrichter erträumten, als sie das Wagnis eingingen, hier in Friedersdorf am Rande einer damals noch vom Braunkohlenbergbau und Chemieindustrie gebeutelten Landschaft, ein Tanzturnier zu etablieren und es möglichst zur jährlichen Tradition werden zu lassen, ist Wirklichkeit geworden. Tiefe Tagebaulöcher wandelten sich in eine wunderbare Seen- und Erholungslandschaft und die Schlote der neu angesiedelten Chemieunternehmen verpesten nicht mehr die Luft. Die bescheidenen Anfänge der Turnierserie wuchsen inzwischen zu einer Veranstaltung mit Rang und Namen heran. Nirgendwo im weiten Umfeld sind A-Klassenturniere so gut besetzt wie hier in Friedersdorf. Es gibt viele Orte mit gleichen Namen in Deutschland, aber nur ein Friedersdorf, das mit einem Tanzsportevent verbunden ist. Viele haben an den Veränderungen in der Region Bitterfeld ihren Anteil, am Wachsen und Gedeihen des Bernsteintanzturnieres, das wir am 22. November 2008 in der 14. Auflage erlebten, sind es neben den Sponsoren besonders der Initiativkreis Bitterfeld – Wolfen, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und die Gemeinde Friedersdorf, denen es zu danken gilt. Dank dem Ausrichter, dem 1. TSC Grün-Gold Leipzig 1947, besonders Herrn Dieter Bauerschäfer. Dank auch den Landestanzsportverbänden Sachsen und Sachsen-Anhalt, die durch ihre Landessportwarte diese Turnierserie wie immer unterstützten.

Einen Wermutstropfen fiel in die Endphase der Vorbereitungen: Es standen aus unterschiedlichen Gründen für die Ausrichter weniger Finanzmittel zur Auszahlung als geplant zur Verfügung und ein Defizit schien sich anzubahnen, so dass letztlich von der Meldefrist (10 Tage vor Turniertermin) Gebrauch gemacht werden musste und am Montagabend vor dem Turniersamstag ein Stop ausgesprochen wurde. Das bedeutet besonders für unsere tschechischen Tanzsportfreunde auf ihren geplanten Start zu verzichten, da ihre Meldung an diesem Tage leider noch nicht vorlag. Waren zum Beispiel im vergangenem Jahr noch 15 Standardpaare (davon 7 aus Tschechien) und 19 Lateinpaare (davon 13 aus Tschechien) am Start, so waren es in diesem Jahr lediglich 11(1) Standardpaare bzw. 11 (2) Lateiner. Sicherlich immer noch, an den heute üblichen Teilnehmerzahlen gemessen, ein beachtliches Starterfeld, das sich aber leider diesmal nicht in die gewohnten Friedersdorfer Größenordnung einordnen kann. Souverän meisterte der Turnierleiter Dr. Horst Galle diese Situation und fügte in beiden Disziplinen nach der Vorrunde kurz entschlossen eine Zwischenrunde ein und konnte damit ganz unauffällig das Defizit gegenüber den Vorjahren kaschieren.

Den Besuchern wurde neben einem sehr beachtlichen tanzsportlichen Niveau auch vom überregional erfolgreichen (Europameister der Jahre 2006 und 2007) Wolfener Ballett-Ensemble, das mit einer Girlreihe nach der Melodie „One“ aus dem Musical „A Chorus line“ das Balltunier eröffnete, weitere tänzerische Perlen geboten. Den Besuchern gefiel dieser Mix tänzerischer Kost, denn es gibt viel zu wenige abendliche Ballveranstaltungen, wo neben der gebotenen Show ihnen selbst auch ausreichende Gelegenheit zum tanzen geboten wurde. Wenn dazu alles nach Live-Musik geschieht wie hier, bleibt der Abend für die meisten ein Erlebnis. Ohne Pause sorgte die Andreas-Lorenz-Showband aus Gera mit zündender Ballmusik und Turnierbegleitung für den musikalischen Teil des Festmenüs. Diese Band war für das Bernsteinturnier, das seit dem ersten Turnier im Jahre 1995 stets mit Tanzorchestern durchgeführt wird, eine Neuentdeckung und eine Bereicherung. Das, was anderswo seines gleichen sucht, ist hier auch seit Jahren an der Tagesordnung: Eine mit dem Eintrittspreis abgegoltene kulinarische Versorgung (kaltes und warmes Buffet bis Mitternacht und alle Getränke inklusiv).

Auch den Paaren gefiel es, bekamen sie doch alle einen Fahrtkostenzuschuss und es lockten außerdem noch Trainingskostenzuschüsse für den 1. bis 3. Platz. Und von sieben Wertungsrichtern werden sie auch nicht überall bewertet. Eigentlich überflüssig, aber die vom Turnierleiter charmant an das Publikum gerichtete Fragen: Möchten Sie im Jahre 2009 ein weiteres Bernsteintanzturnier? Wollen Sie weiterhin Livemusik? wurde mit starken und anhaltenden Beifall beantwortet und erstickten jeden Gedanken an Änderungen bereits im Ansatz.

Veranstaltungen dieser Art sind Werbungen für unseren Sport. Die immer stärker in Deutschland sich verbreitenden Turniere am laufenden Band, während Großveranstaltungen im Sporthallenstil, können es nicht sein, die fehlende persönliche Note und die durch Pfeifen und pubertierendem Gekreisch aufgeheizte Atmosphäre schrecken ab, zumindest das mittelalte und ältere Publikum, das durch unsere alternde Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Hier gegenzuhalten und zu zeigen, dass es auch anders geht, ist und bleibt Anliegen der Bernsteinturniere. Leider gibt es auch namhafte Tanzsportfunktionäre, die gern Turniere dieser Art als „Dorfturniere“ abqualifizieren und damit wenig für einen Start motivieren. Friedersdorf ist zwar ein Dorf, weiß aber, was es will. Man freut sich bereits heute auf das 15., gleich, ob es als Dorfturnier eingestuft wird oder auch nicht. Veranstalter und Ausrichter wollen künftig auch einen günstigeren Veranstaltungstermin als bisher Ende November finden und sehen bereits jetzt den 10. Oktober 2009 vor.

 

Die Ergebnisse:

Standard

1. Tom Uhlig – Lisa Uhlig TSK Residenz Dresden

2. Christian Spiekermann – Carolin Queck TSC Blau-Weiß Stralsund

3. Oliver Klepsche – Jenniver Woska TSC Blau-Gold Burg

4. Bohuslav Benysek – Veronika Vasickova ATK Standard Cheb

5. David Heiland – Kristin Spörl TSK Residenz Dresden

6. Oliver Stachetzki – Tamara Teichmann Ahorn-Club TSA im PSV Berlin

 

Latein

1. Christian Platz – Anja Pritzsche TSA des TTC Allround Rostock

2. Philipp Schulz – Kathy Stefanowicz 1. TSC Wernigerode

3. Sandro-Pascal Bahke – Jeannine Sagner TSC Leipzig

4. Franz-Axel Zähnsdorf –Lina da Silva Ferreira TC Zerbst

5. Sebastian Meyer – Susann Jehnichen TSZ Borna-Neukirchen

6. Pavel Thon – Jana Petrnouskova K-Studio Kladno

 




Begeistertes Publikum feiert 17. Internationales Tanzturnier

Am 25. Oktober fand in der Lausitzhalle Hoyerswerda das traditionelle Internationale Tanzturnier der A/S-Klasse über zehn Tänze zum 17. Mal Anklang.

Der Vorhang geht hoch, Musik von Antonín Dvořák aus „Rusalka“ erklingt und 15 Tanzpaare des TSC Hoyerswerda sowie ein Paar vom befreundeten Club „Duha“ Ceska Lipa eröffnen das Internationale Tanzturnier mit einer Polonaise. Denn es war wieder einmal soweit: am 25. Oktober fand nun zum 17. Mal das allseits beliebte Tanzturnier mit internationaler Besetzung statt. Paare aus Deutschland, Tschechien, Niederlanden, Polen, Österreich und nach 10 Jahren auch wieder ein Paar aus Großbritannien wetteiferten über zehn Tänze um den begehrten Pokal des Oberbürgermeisters der Stadt Hoyerswerda.

Schon nach den ersten tänzerischen Darbietungen der Vorrunde wurde jedem Zuschauer bewusst, dass es auch in diesem Jahr gelungen war, Spitzenpaare auf der Bühne der Lausitzhalle zu vereinen. Für den gastgebenden Verein gingen Igor Akalowski und Jessica Weiske an den Start.

Höhepunkt im Schauprogramm des Abends war das Berliner Profitanzpaar Oliver Seefeldt und Anna Karina Mosmann. Mit ihren dargebotenen Lateinküren verzauberten sie nicht nur den ganzen Saal, sondern gaben den Wörtern Anmut und Perfektion eine ganz neue Bedeutung. Mit einer faszinierenden Standard-Show begeisterten die Turnierteilnehmer Ian Sharpe und Victoria Lawrence aus England. Für die Überbrückung von Ausrechnungspausen wurde durch den Gastgeber mit einer Polka und einem Halloween-Medley gesorgt. Szenenapplaus erntete der TSC-Nachwuchs im Alter von 6 – 12 Jahren für die Darbietung der Es-Dur-Polonaise von Antonín Dvořák.

Fünf Turnierpaare tanzten sich in das ersehnte Finale. Das Paar Markus Ziebegk / Jenny Müller vom TSC Excelsior Dresden waren die Besten über 10 Tänze. Sie bekamen die begehrte Trophäe vom Oberbürgermeister Stefan Skora überreicht. Den vom „Wochenkurier“ gestifteten Pokal des Publikumslieblings ergatterten sich Sebastian Lucke und Ingrid Altmann aus Weißwasser, welche in der Gesamtwertung Rang 2 belegten. Als bestes Nachwuchspaar wurden Wojciech Bachryj und Partnerin Magdalena Wybieralska aus Polen mit dem Pokal der Barmer Ersatzkasse ausgezeichnet.

Ein Dankeschön geht auch an den Turnierleiter Ringo Hölschke, der übrigens vor zwei Jahren selbst mit auf dem Siegerpodest in der Lausitzhalle stand. Die Organisatorin Rosmarie Schulze zieht eine positive Bilanz und freut sich über das gelungene 17. Internationale Tanzturnier. „Alles verlief genauso, wie wir uns es vorgestellt hatten. Nur besteht jetzt die Schwierigkeit darin, diese spektakuläre Auflage des Tanzturniers nächstes Jahr überbieten zu können.", fügt diese schmunzelnd hinzu. Bereits in der darauf folgenden Woche wurde mit der Planung für das Turnier 2009 begonnen. Viel Glück dabei!

 

Josephine Behrens





Der Erzgebirgsmarathon – ein Tanzkrimi

Freitag, 07.11.2008, 18.00 Uhr. Tatort: der „Erzhammer“ in Annaberg im sächsischen Erzgebirge. Zeugen: Gäste und Besucher. Verdächtige: elf eigens eingeladene Paare und sieben Wertungsrichter aus Tschechien, Belgien, der Slowakei, Österreich, Russland und Deutschland sowie die Turnierleiter und Helfer und Helferinnen des TSC Synchron Chemnitz. Das Motiv: den Bergstadtpokal der Stadt Annaberg zu gewinnen.

Zum Tathergang: Die verdächtigen Personen reisen am Tattag an, mit mehr oder weniger Verspätung und mit mehr oder weniger vollständigem Gepäck. Die Zeugen werden Vorort unter dem Vorwand eines Sektempfanges zur Begrüßung in ihrer späteren Aussage- und Urteilsfähigkeit beeinflusst und in positive Grundstimmung, ja sogar Feierlaune versetzt. Die Gastronomiebetreiber des Tatortes machen sich insoweit der Mittäterschaft mitschuldig, dieser Vorwurf wird an dieser Stelle jedoch nicht weiter verfolgt.

Die Verdächtigen finden sich am Tatort ein. Dies erfolgt in auffälligem Make-up und in prachtvollster Kostümierung. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Verdächtigen erfolgt in allen zur Verfügung stehenden Sprachen. Den Verdächtigen ist eine gewisse Nervosität – angesichts der auszuführenden Tat verständlich – anzumerken.

Nach Eröffnung der Veranstaltung durch die Turnierleiterin Viola Martin, eine der Hauptverdächtigen, nimmt die weitere Tat ihren Verlauf. Die Paare aus den verschiedenen Nationen setzen alle zur Verfügung stehenden Mittel ein, die anwesenden Zeugen für sich zu gewinnen. Die Tatwaffen: tänzerische Höchstleistungen, Charme, Esprit und Überzeugungskraft bei der Darbietung der Tänze. Hinzu kommt teilweise auch eine zwischen den Verdächtigen zu beobachtende Komplizenschaft, etwa beim Verleih von einem Paar Tanzschuhe zwischen den Verdächtigen Thiele und Hils, d.h. dem Bestreiten des Turniers in einem Paar Schuhe für zwei Paar Füße.

Für das eine Paar dieser Füße gereichte diese Komplizenschaft tatsächlich zum Taterfolg, den Gewinn des Bergpokals der Stadt Annaberg, vergeben durch das Publikum höchstselbst: Dem Paar Schehimi/Hils. Einen hervorragenden zweiten Platz errang das Paar Nikita Kolomeets und Linda Boskova aus Tschechien, der dritte Platz wurde durch das Paar Wolfgang Hemela und Michaela Lechner aus Österreich belegt.

Tatzeit: 18.00 Uhr, Samstag, 08.11.2008. Tatort: Messehalle Chemnitz. Motiv: Erringen des Großen Preises des Klinikums Chemnitz. Verdächtige: Siehe vorhergehender Tattag mit einer Ausnahme: Das Paar Schehimi/Hils wird durch höhere Gewalt eines geheimnisvollen fremden Machtkonsortiums an der Tatteilnahme in Chemnitz gehindert. Tatort in diesem Falle: Errichtung eines anderen Schauplatzes. Zeugen: Das Chemnitzer Publikum.

Tatumstände: 28°C in den Räumlichkeiten. Darüber hinaus wie auch zuvor: Zeugenbeeinflussung durch Sektempfang, Showprogramm durch die Streicherklasse des Dr.-Wilhelm-André-Gymnasiums und die Tanzformation „Sunflowers“, unter anderem mit der Darbietung „Rentner im Weltall“.

Auch hier zogen die verdächtigen Tänzer wiederum alle Register, um die Wertungsrichter für sich einzunehmen, dieses Mal durch Austragung des Wettbewerbs in den Lateinamerikanischen Tänzen – nunmehr unter den erschwerten Bedingungen eines Tanzturniers in tropischer Hitze.

Auch hier flogen dem Publikumsliebling die Herzen zu, die Punkte der Wertungsrichter hingegen dem Paar Nikita Kolomeets / Linda Boskova aus Tschechien, das einen ersten Platz belegen und damit den Großen Preis gewinnen konnte. Den zweiten Platz errangen Kurt van Briel / Vanessa Vangeel aus Belgien. Den dritten Platz konnten Zdeno Blesak / Natalia Spislakova aus der Slowakei für sich entscheiden.

Dritter und letzter Tattag: 09.11.2008, Tatort : Schneeberg im sächsischen Erzgebirge. Motiv: Erringen des Silberpokals der Stadt Schneeberg. Zeugen und Verdächtige: wie auch zuvor, dieses Mal wiederum sind die Verdächtigen Schehimi/Hils mit von der Partie. Tatumstände: normale Außentemperaturen, aber Vermischung des Konvois der Verdächtigen mit einem Konvoi der Fussballfans der „Veilchen“ und erhöhte Ermüdungserscheinungen des Helfercorps nach bisherigem zweitägigem Dauereinsatz.

Der übliche, als Willkommensgruß an die Zeugen ausgegebene Sekt zur Zeugenbeeinflussung auch hier, wie auch zuvor erfolgt prachtvollste Zurschaustellung von Künsten der Verkleidung, des Make-ups und erstklassiger tänzerischer Leistungen im Wettbewerb um die Gunst der Wertungsrichter und des Publikums. Tatentscheidend wirkten hier die Darbietungen des Paars Nikita Kolomeets / Linda Boskova aus Tschechien, welches den Silberpokal mit in die Heimat nehmen konnte. Den zweiten Platz errangen Zdeno Blesak / Natalia Spislakova für die Slowakei, der dritte Platz blieb in Deutschland und wurde an Rami Schehimi / Lilli Hils vergeben.

Die Vorbereitungen der jeweiligen Tathergänge und die spätere Beräumung der Tatorte erforderten, nach Aussagen der verdächtigen Helfer und Turnierleiter des TSC Synchron, erheblichen organisatorischen und logistischen Aufwand. Der später von der Gerichtsmedizin festgestellte Pegel an guter Laune und Euphorie über die gelungenen Tathergänge sowohl bei den Verdächtigen als auch bei den geladenen Zeugen konnte nur mit „außergewöhnlich hoch“ diagnostiziert werden.

Festzustellen bleibt, dass dieser Tathergang, die Ausrichtung eines dreitägigen Tanzmarathons sein „verflixtes dreizehnte Jahr“ trotz großen Erfolges und breiter Zustimmung des Publikums nicht überleben wird. Damit wird nach dreizehn Jahren eine Tradition beerdigt. Die Obduktion des Toten ergab jedoch, dass seine Auferstehung demnächst bevorsteht: Als zweitägiges Frühjahrsturnier am 25. und 26. April 2009. Mit den üblichen Verdächtigen.

 

I. Feuersenger





Fehlerteufel

Bei der Berichterstattung zur Landesmeisterschaft schlich sich in der Zuordnung zum Verein ein Fehler ein. Das Paar Mike Peter/Sophia Bartz gehört zum TSC Casino Dresden. Ich bitte um Nachsicht und Entschuldigung.

Heike Herzberg

 





DM der Hauptgruppe S-Std am 03.11.2008 in Stuttgart

Stuttgart – der Fußballfan denkt da zuerst an den VfB Stuttgart,der Autoliebhaber aber zuerst an Porsche (das Firmenlogo ist abgeleitet vom Stadtwappen, ein sich bäumendes Pferd) und Mercedes.

Im sumpfigen Neckartalkessel befand sich ein Kastell der Römer, das jedoch schon um 260 n. Chr. von den Alamanen überrannt wurde. Im 10. Jahrhundert soll dort von einem Herzog ein Pferdegestüt, ein „Stuotgarten“ gegründet worden sein, von dem man den Stadtnamen ableitet. Seit dem Jahre 1219 ist der Ort mit dem Stadtrecht gesegnet, zuerst von badischen, bald jedoch schon von württembergischen Grafen beherrscht, die hier sich im 14. Jahrhundert ihren Wohnsitz (das alte Schloss) einrichteten. Stuttgart blieb trotz wechselvoller Geschichte stets Haupt- und Residenzstadt, egal ob das Land eine Grafschaft war oder im 19. Jahrhundert zum Königreich mutierte.

Leider sieht man nur noch sehr wenig von der einstigen Pracht, denn mehrfach erlitt die Stadt im 2. Weltkrieg Luftangriffe, denen fast 70 % aller Wohngebäude und 75 % der Industrie zum Opfer fielen. Was noch an nichtzerstörter Stadtsubstanz verblieb, wurde nach dem Kriege abgerissen, um Platz für eine neue, autofreundliche Stadtbebauung zu schaffen. Das erinnert doch sehr an das Schicksal unserer sächsischen Metropole. Was hier an rettenswerter Substanz durch Bomben überlebte, wurde sozialistischer Neugestaltungssucht geopfert – nur gut, dass es hierzulande an Geld und allem anderen immer fehlte, sonst hätten Dresden und Leipzig auch so wenig eigenes, historisches und architektonisches Gesicht wie die meisten westdeutschen Großstädte.

Uns zieht aber nicht die Geschichte, sondern der Tanzsport nach Stuttgart. Die Stadt, die seit einigen Jahren durch die Ausrichtung der GOC einen guten Ruf hat. Hier, in der Liederhalle des Kultur- und Kongresszentrums fanden die diesjährigen Standardmeisterschaften statt. Insgesamt waren 127 Paare am Start und damit wieder etwas mehr als in den Vorjahren.

 

Jahr Anzahl Paare Anzahl Paare Beste Platzierung

gesamt Sachsens Sachsens

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2000 162 14 9.

2001 159 16 7.

2002 161 12 8.

2003 158 10 10.

2004 139 10 7.

2005 123 13 7.

2006 112 11 6.

2007 107 11 5.

2008 127 15 4.

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Die Vorrunde wurde mit 103 Paaren in 12 Gruppen bestritten. Hier brauchten noch nicht alle Sachsen aufgrund der Sternchenregelung tanzen. Schade, dass ein sympathisches Paar unseres Landes den Sprung in die 1. Zwischenrunde nicht schaffte, alle anderen blieben noch im Rennen. Nach der 1. Zwischenrunde (mit 84 Paaren in 10 Gruppen) hatten sich 46 Paare für die 2. Zwischenrunde qualifiziert, in der immerhin noch 9 sächsische Paare im Rennen waren. Schade für das Paar Bahke / Sagner vom TSC Leipzig, dem als Anschlusspaar (47.-50. Platz) lediglich ein Kreuz zum Weiterkommen fehlte.

Für Sachsen sollte die 2. Zwischenrunde sehr interessant werden, zumal zwei, in der S-Klasse neue Paare mit dabei waren. Sebastian und Ingrid aus Weißwasser, im Vorjahr noch Jugend A, kamen auf Anhieb auf den 38. Platz und Markus und Jenny, gerade erst zur Landesmeisterschaft in die S aufgestiegen und mit einem 4. Platz des Deutschlandcups der A-Klasse „belastet“, wurden mit einem 40. Platz allen Erwartungen mehr als gerecht.

Martin und Elisabeth aus Leipzig, im letzten Jahr noch 54., verbesserten sich auf Platz 32. Weniger zufrieden konnten die Leipziger Daniel und Marion mit ihren 28. Platz sein, denn diesem Paar trauten wir alle den Sprung in die 24 er Gruppe zu. Die beiden Leipziger Jens und Ulrike bestachen die Wertungsrichter mit ihrer Souveränität und wurden mit einem Sprung in die „25“-Runde belohnt. Mit einem 24. Platz konnten sie sich ähnlich Martin und Elisabeth um 16 Plätze verbessern. Im Finale tanzten aus Sachsen noch der mehrfache Deutsche und zweifache Kombinationsweltmeister Christoph und Blanca. Dieses Ausnahmepaar ertanzte einen 4. Platz und verbesserte sich zum wiederholten Male. Es war eine reine Freude, sie tanzen zu sehen und der vierte Platz ist so kurz vor der Weltmeisterschaft über 10 Tänze verdient. Sicherlich wird er unserem Paar auch Auftrieb verleihen, ihren Weltmeistertitel in Berlin mit Erfolg zu verteidigen.

 

 

 

 

 

Über Wertungen lässt sich immer trefflich streiten und letztlich ist auch das Gesamtergebnis so etwas wie ein Tatsachenentscheid. Es soll auch gar nicht darum gehen, ob man und wer dem Deutschen Meister mit einem zweiten Platz in diesem oder jenen Tanz bedacht hat, schließlich dürfen wir uns in Deutschland über zwei .

Weltklasse-Standardpaare freuen. Aber ob eine „3“ von einem deutschen Wertungsrichter tatsächlich für Benedetto und Claudia unmittelbar vor einer Weltmeisterschaft angebracht war, wurde unmittelbar nach der Siegerehrung mehrfach verwundert diskutiert.

 

Wir alle erlebten eine sehr gelungene und schöne Deutsche Meisterschaft. Dem Ausrichter, dem Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach, gebührt Dank und Anerkennung für die Mühen der Ausrichtung, aber auch für das gelungene und abwechslungsreiche Showprogramm. Timo Kulczak und Mothsegetsi Mabuse begeisterten mit einer Latein-Show und Remy Kouakou mit Sarrah Montalban, Sieger des Worldcup Boogie-Woogie der GOC 2008, boten eine Show, einmal in langsamen und einmal im schnellen Tempo, die begeisterte. Der gastgebende Verein trug mit dem Auftritt seiner Brakedance-Showgruppe einen weiteren Baustein für einen eindrucksvollen Abend bei.

 

Der LTVS kann mit dem Ausgang und den Ergebnissen der Deutschen Meisterschaft zufrieden sein. Neun Platzierungen in der vorderen Hälfte lassen für die nächsten Meisterschaften hoffen, weil bei den Paaren noch nicht alle Leistungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und damit ihren Trainer noch viele Möglichkeiten zur weiteren Leistungsentfaltung ihrer Schützlinge geboten werden.

 

Die Platzierungen der Sachsen und ihre Leistungsentwicklung auf einem Blick:

 

2008 2007 2006

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4. Christoph Kies – Blanca Ribas Turon TSC Excelsior Dresden 5. 6.

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24.-25. Jens Kaiser – Ulrike Schulz TC Rot-Weiß Leipzig 40.-41. ---

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28.-29. Daniel Wellhöfer – Marion Hopf STK Impuls Leipzig 24. 25.

32.-34. Martin Herrmann – Elisabeth Wiedenbruch STK Impuls Leipzig 47.-48. 54.-57.

38.-39. Sebastian Lucke – Ingrid Altmann TSC Kristall Weißwasser 38.-39. ---

40. Markus Ziebegk – Jenny Müller TSC Excelsior Dresden --- ---

41.-42. Patrick Misgalski – Jenny Kampfrath STK Impuls Leipzig --- ---

43. Marcel Kunitzsch – Elisa Seifert TC Rot-Weiß Leipzig 42.-46. 58.

44.-45. Thomas Grusser – Melanie Taubold TSC Excelsior Dresden --- ---

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47.-50. Sandro-Pascal Bahke – Jeannine Sagner TSC Leipzig --- ---

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hgalle