Wenn mann von Blackpool als dem Mekka des Tanzsports spricht, wie sollte man dann die GOC bezeichnen? Als das Jerusalem des internationalen Tanzsports oder vielleicht sogar besser als die Drehscheibe des Welttanzsportgeschehens? Den Tanzpaaren aus aller Welt (mit Ausnahme von denen aus England, die anscheinend nicht wollen oder vielleicht auch nicht dürfen) ist es egal, sie kommen einfach nach Stuttgart, auch wenn natürlich für viele nur der olympische Gedanke gilt, dass allein die Teilnahme alles ist.
Obwohl sicherlich die Stadt, die im 2. Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitt, mit seinen Museen, seinen Parkanlagen und einer Vielzahl anderer kultureller Anziehungspunkte ein gesonderter Besuch wert ist, bleibt den Teilnehmern und auch angereisten Zuschauern kaum Zeit, das Sehenswerte der alten Residenz- und Hauptstadt Württembergs, nach 1945 von Baden-Württemberg, aufzusuchen. Es ist dazu einfach keine Zeit, weil man im Banne des Turniergeschehens steht und man schon selbst nicht mehr weiß, was man sich aus dem übervollen Turnierprogramm anschauen soll. Immerhin finden Turniere bis spät in den Abend hinein parallel im Beethovensaal, der Liederhalle, im Hegelsaal und in der alten Stuttgarter Reithalle statt. Allein in den Standard- und in den lateinamerikanischen Tänzen finden 26 (!) Turniere in den fünf Tagen statt. Dazu gesellen sich noch vier Turniere der Professionals und vier Turniere des Boogie-Woogie.
Allein bei den Amateuren waren nach den offiziellen Ergebnislisten im Standard- und Lateinbereich 3425 Paare am Start, darunter 331 deutsche Paare (9,7%). Dabei waren auch 35 Paare des Landestanzsportverbandes Sachsen, der damit 10,6% des deutschen Kontingentes stellte.
Generell kann festgestellt werden, dass das Gros der deutschen Paare sich im hinteren Drittel der Ergebnislisten wiederfindet, was leider auch für viele der sächsischen Starter gilt. Leider finden sich in den Startlisten aller Disziplinen der JUVENILES I und II sowie der JUNIOR I keine Paare unseres Landesverbandes, was nicht gerade optimistisch für die Zukunft stimmt, auch dann nicht, wenn in diesen Startgruppen keine oder kaum Paare aus anderen Landesverbänden zu finden waren. Auch bei den JUNIOR II und bei den YOUTH war gegenüber anderen Landesverbänden eine zu geringe Beteiligung festzustellen. Erfreulich hingegen ist, dass allmählich sächsische Seniorenpaare den Weg zur GOC finden.
Wenn auch die Teilnahme sächsischer Paare am Grand Slam Standard- und bei den Rising Star Standardturnieren zahlenmäßig erfreulicher ist, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir lediglich mit etwa 10% am deutschen Startfeld beteiligt sind. Völlig unbefriedigend ist der Anteil der Lateiner. Hoffnungsvoll stimmen allerdings zwei Platzierungen, nämlich der 26. Platz von Christoph Kies und Blanca Ribas Turon beim IDSF-Grand Slam-Turnier, der einen dritten Platz hinter den Deutschen Meister und den Deutschen Vizemeister entspricht, und der 4. Platz bei dem IDSF Open Senior Standardturnier durch Tassilo und Sabine Lax, die damit bei diesem Turnier das beste deutsche Seniorenpaar wurden.
Bei der GOC bekommen auch die A-Paare der Hauptgruppe Gelegenheit geboten, sich einem internationalen Starterfeld zu stellen. Leider eine verpasste Möglichkeit für die sächsischen A-Paare (mit einer Ausnahme bei den Lateinern)!
Trotzalledem, die GOC ist und bleibt das tanzsportliche Event nicht nur für Deutschland und Europa, sondern inzwischen schon weit darüber hinaus. Dabei gewesen zu sein ist eine Bereicherung des tanzsportlichen Gesichtsfeldes, gleich, ob das eines Paares oder das eines Wertungsrichters.
Betrachtet man die sächsischen Teilnehmer geordnet nach Vereinen, ergibt sich nach wie vor eine führende Stellung des TC Rot-Weiß und des STK Impuls Leipzig.
Dr. Horst Galle
Landessportwart Sachsen
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In der Saison 2007 konstatierte die damalige JMD-Beauftragte Diane Kreutzberger leicht wehmütig die „dürftigen Aktivitäten im JMD in Sachsen“. Nur sieben sächsische Formationen beteiligten sich, und es kam nicht einmal eine Verbandsliga eigenständig an den Start.
Nun weht in diesem Jahr scheinbar wieder ein günstigerer Wind in Sachsen, denn Dank des Engagements der JMD-Beauftragten und des Vizepräsidenten des LTVS konnten neue Formationen für den Jazz-Modern-Wettkampfsport gewonnen werden. In dieser Saison stellten sich insgesamt 11 sächsische Mannschaften den Wertungen im JMD in folgenden Ligen: Kinderliga 3 Süd/Ost (von 9 Formationen drei aus Sachsen), Jugendverbandsliga 2 Süd/Ost (von 10 eine aus Sachsen), Verbandsliga 2 Süd/Ost (von 6 fünf aus Sachsen) und Oberliga 2 Süd/Ost (von 9 zwei aus Sachsen).
Auf die Gesamtzahl der Formationen in diesen vier Ligen (34) gerechnet, nahmen ein Drittel der Startplätze sächsische Formationen in der Saison 2008 ein. Betrachtet man die jüngste Vergangenheit ist dies eine hervorragende Entwicklung, an der es auch künftig festzuhalten gilt.
Herausragend ist vor allem das qualitative Ergebnis der sächsischen Formationen: in allen vier Ligen kamen Sachsen auf den ersten Platz in der Gesamtwertung. Herzlichen Glückwunsch!
Kerstin Baran, JMD-Beauftragte
Der Landestanzsportverband Sachsen schrieb zum Jahresbeginn eine Förderung für Vereine aus, um Gruppen in Kindergärten und Grundschulen für das Tanzen zu begeistern. Dazu zählen Jazz und Modern Dance, Standard und Latein, Rock ´n Roll, aber vor allem Tänze, die die Jungen und Mädchen gerne in diesem Alter erlernen möchten. Erklärtes Ziel ist, dadurch mehr Kinder für unsere Vereine zu gewinnen und Ihnen den Spaß am Tanzen zu zeigen. Da die meisten Kindergärten und Grundschulen kein Geld für solche Projekte haben, haben die Vereine ihre Trainer und Übungsleiter kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Trainer haben sich teilweise selbst finanziert, da die Kinder noch keine Mitglieder im Verein sind. Bedingungen für diese Unterstützung waren, dass die Gruppe bereits mindestens ein Schuljahr bestand, die Kinder kein Mitglied im Verein sind und maximal 10 Jahre alt waren.
Ende Juli lagen insgesamt 14 Anträge aus Leipzig, Dresden, Hoyerswerda, Pirna und Meißen vor.
Dem Landestanzsportverband stand im Vorfeld ein Festbetrag zur Verfügung, der erst nach Eingang aller Anträge aufgeteilt werden konnte. Nun konnten die Förderbeiträge zwischen 150€ und 250€ pro Gruppe ausgezahlt werden, die sich nach Anzahl der Kinder staffelten.
Aus so mancher Gruppe bleiben Interessierte „hängen“, die auch später direkt in das Turniergeschehen eingreifen können. Ein gutes Beispiel sind die vielen Bambini-Wettbewerbe, die es im Landesverband gibt.
Daher werden die Vereine nochmals aufgerufen, auch im nächsten Schuljahr weitere Tanzgruppen in Kindergärten und Grundschulen zu eröffnen und den kleinen Nachwuchstänzern unseren Sport nahezubringen. Eine gute und mögliche Form der Mitgliederbewegung- und gewinnung!
Jana Otto
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1. Der E-Kader
Vom 28.7. bis 31.7. trafen sich die Kaderpaare des E-Kaders auf dem Rabenberg. Die Tänzer im Alter von jung bis Mittel-Teenie hatten ein Tanzpensum von 7,5 Stunden täglich zu schaffen in einem Mix aus Training beim Landestrainer Standard, Latein und geführtes Durchtanztraining. Das entspricht in der Trainingszeit exakt dem Training der „Großen“ im D-Kader. Da war die eine oder andere Blase zu bewundern, was wiederum nicht verwunderte. Zum Glück wird es auf dem Rabenberg im Erzgebirge nicht so warm wie in der Heimat der Flachlandtänzer aus Dresden, Leipzig und Co.
Warm wurde es dann besonders beim abendlichen Lagerfeuer. Da die Flammen hoch schlugen, wurden die vollmundigen Ankündigungen vom Überspringen desselben allerdings erst nach längerer Wartezeit erfüllt. Wer es kühler wollte, konnte an den anderen Tagen schwimmen im hauseigenen Bad. Der viertägige Kaderlehrgang fühlt sich zwar besonders für junge Füße recht hart an, aber: Ohne Fleiß kein Preis.
2. Der D-Kader
Dieser lief im Anschluss an den E-Kader mit dem gleichen Tagespensum. Allerdings kamen noch zwei Tage hinzu. Grundsätzlich auf die rein tänzerische Weiterbildung in der Standard- und Lateinsektion ausgerichtet, also ohne überfachlichen Anteil, ergab sich ein hervorragender Trainingseffekt, wenn auch die schiere Anzahl an Trainingsstunden besonders den Paaren mit 10-Tänze-Ausrichtung viel abverlangt. Die Paare im Alter ab 17 Jahren (mit zwei jüngeren Ausnahmen) aufwärts, konnten gut damit umgehen. Man sah sie alle früh ab 7.15 Uhr pünktlich beim Frühsport wieder. Als Entspannung gab es abends entweder Schwimmbad oder Lagerfeuer.
Generell war eine hervorragende Trainingsmoral zu konstatieren. Die Lehrgangsleitung musste nie „stimulierend“ eingreifen. Ich bin sicher, das bleibt auch zukünftig so.
3. Wie kommt man eigentlich in so einen Kader?
Ein gutes erstes Sprungbrett ist der dezentrale Kader in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Dort kann jeder aufgenommen werden, der leistungswillig ist. Dort werden die Themen des zentralen Kaders wiederholt, dort trifft man auch die Kaderpaare der zentralen Kader und man kann mit ihnen gemeinsam üben. Dann gibt es da noch die Sportkommission. Die tagt nach der letzten Deutschen Meisterschaft im November und legt anhand der Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften und Landesmeisterschaften die Kaderpaare für das nächste Jahr fest.
Noch Fragen? Einfach mal den Sportkoordinator oder Landessportwart anrufen!
gl
Im kommenden Jahr finden im Leipziger Raum die 9. Landesjugendspiele der Sommersportarten statt. Dieser Wettkampf findet aller zwei Jahre und bisher im Turniertanz immer mit Mannschaftsturnieren der Vereine statt. Auf Grund der Erfahrungen aus dem Vorjahr (6 Mannschaften aus 4 Vereinen) und den zurück- gegangen Startmarken, werden wir 2009 keine Mannschaftsturniere durchführen.
Es finden in kurzen Abständen davor die Lipsiade und das Summer Dance Festival in Berlin statt. Möglich wäre es, um einen Sieger der Landesjugendspiele küren zu können, Breitensportwettbewerbe der Kinder und Jugend durchzuführen. Bitte folgenden Termin vormerken:
20. und / oder 21.Juni 2009
Weitere Anfragen und Turnieranmeldung bitte an das Präsidium des LTV Sachsen oder direkt an Jana Otto (Jugendwartin).
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Jana Kießling und Torsten Otto gaben sich am 4. August im Weißen Haus in Leipzig da JA-Wort. Nach 12 Jahren „Kennenlernzeit“, der Geburt ihres Sohnes Louis Pascal zu Ostern, einem Polterabend, der einem Sportlerball glich, wagten die beiden Sportler diesen Schritt. Die einstige Turniertänzerin langjährige Jugensprecherin, jetzige Landesjugendwartin, Trainer C-Standard - und Wertungsrichterlizenz in der Tasche, lernte den Vizeweltmeister-Drachenbootfahrer 1996 in Atlanta kennen. „Dies war eine Investition in die Zukunft, die sich wahrlich lohnte“, so Ute Kießling, Mutter von Jana und Präsidentin des TK Blau-Gold Leipzig.
Sowohl der Polterabend als auch die Hochzeitsfeier: ein rauschendes Fest, welches den zahlreichen Gästen, die bis früh in den Morgen hinein feierten, über Beamer Filme und Bilder aus Kindheit und früher Jugend sahen, Spanferkel und allerlei andere Köstlichkeiten probierten, sangen, tanzten und schwatzten, lange in Erinnerung bleiben wird. Alles Gute für Jana und Toto, eine harmonische Ehe mit viel Liebe und Verständnis! Das wünschen die Mitglieder des Landestanzsportverbandes Sachsen.
Heike Herzberg
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Vom 08.08.2008 – 15.08.2008 fuhren wir mit ca. 30 Mann in unser erstes Sommer- und Trainingscamp an die Ostsee. Wir erlebten dort sieben tolle Tage mit viel Training, Freizeit und Spaß. Unsere vier Trainer, Susi, Karolin, Felix und Uwe, haben ein volles Programm erstellt. Durch sie wurden unsere Kinder intensiv mit den Techniken bei den Standardtänzen geschult, unsere Paare in Latein und Standard zum Schwitzen gebracht und gleichzeitig wurde mit dem Einstudieren von zwei neuen Formationen begonnen. Da diese in der nächsten Zeit ihre Premiere haben werden, wurden zeitgleich zu unserem Training zu Hause die Kostüme von unserer Oma Irene Krause gefertigt.
Wenn es die Mittagszeit zuließ, wurde auch noch am Programm unserer HipHop - Tanzgruppe, den ICEcubes, gefeilt. Damit aber nicht genug: wir bekamen auch noch professionelle Unterstützung von außerhalb. Für zwei Tage kam Anna Karin Moosmann, Tanzpartnerin von Oliver Seefeldt, zu uns ins Camp, um mit allen ein intensives Lateinprogramm zu absolvieren und um unsere Paare Felix Hiller /Susanne Böhlich und Uwe Jawinski /Karolin Kaiser im Einzeltraining auf die anstehenden Turniere und Meisterschaften vorzubereiten. Es waren zwei anstrengende, aber auch sehr lustige Tage.
Zwischen den Trainingsstunden drehten unsere beiden Paare am Strand von Juliusruh noch ein Video mit unseren schon vorhandenen Formationen, welche bald auf unserer Homepage zu sehen sind. Leidenschaftlich unterstützt wurden sie dabei im Background von Diana, Mirek und Vanessa. Am Abend gab es dann noch viele austauschende Gespräche zwischen unseren Trainern und Anna Karina Moosmann.
Als zweiten ganz lieben und besonderen Gast hatten wir für eine Woche unseren guten Freund und Tänzer, Miroslav Pytloun aus Ceska Lipa mit an Bord. Nicht nur, dass er seinen Urlaub mit Freunden verbrachte, nein er nahm auch aktiv am Training teil und unterstützte unsere Übungsleiter mit viel Spaß beim Frühsport und Training. Beim Formationstraining ersetzte er ausfallende Partner, auch dabei wurden Spaß und Gaudi groß geschrieben.
Aber nicht nur Training war uns wichtig. Es sollte vor allem der Zusammenhalt zwischen den großen und kleinen Tänzern gefördert werden. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich unsere Jugend auch rührend um die Kleinen kümmerte. Außer Frühsport und Training gab es noch viele gemeinsame Unternehmungen. So machten wir Ausflüge auf den Kreidefelsen, nach Kap Arkona mit einer Bunkerbesichtigung und Besuch im Sommertheater, Ausflüge zum Hafen von Saßnitz inklusive einer U-Boot Besichtigung, Kutschfahrten auf Hiddensee, Discobesuche und einen Tag im Kletterwald von Rügen. Was dort zunächst als trainingsfreier Tag begann, endete im Ausdauer- und Krafttraining für Jung und Alt. Fast alle hatten so eine Kletterpartie unterschätzt. Ob der Kinder-, Fitness-, Abenteuer- oder Risikoparcour, es wurde viel Armkraft, Ausdauer und Mut abverlangt. So wurde es für so manchen ein Extratrainingstag. Und auch unsere Lachmuskeln kamen dabei nicht zu kurz. Alles in allem war es ein wunderbarer Ausflug.
Obwohl an den Abenden alle vom Training ausgelaugt waren, wurde noch zusammen gesessen und viel gelacht. Am letzten Abend gab es noch einen zünftigen Grillabschluss mit kleinen Auszeichnungen für eine gelungene Teilnahme am Sommercamp. Da dies alles nicht ohne Hilfe zu organisieren ist, gilt an dieser Stelle ein großes Dankeschön unseren Ehepaaren Böhm, Kowohl, Hiller sowie Catleen Hannak, Manja Meinhardt und Jens Nerlich. Ohne ihre Hilfe bei der Organisation der Fahrten zum Trainingsobjekt und zu den Ausflugszielen hätten wir nicht so viel unternehmen können. Und zum Schluss noch ein ganz großes Lob an unsere Trainer und Übungsleiter, welche ihr erstes Trainings- und Sommercamp sehr gut und ohne Zwischenfälle organisiert haben. Macht weiter so!
Vorstand des TC Schwarz- Gold