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...so oder ähnlich könnte man die Inhalte einer Trainer C, B oder A-Ausbildung zusammenfassen.
Für alle, sogar aus mehreren Bundesländern, angereisten Teilnehmer des Trainer C Erwerb-Lehrganges mit Asis Khadjeh-Nouri und Ulrich Herrmann, stellte dieser eine große Herausforderung dar. Da der Zeitraum sehr knapp bemessen war, wurden die Lehrinhalte in kompakter und hoch konzentrierter Form vermittelt. Wer dachte, aufgrund seines eigenen Tanzens die Ausbildung „aus dem Ärmel schütteln zu können“, wurde schnell eines Besseren belehrt. Trotz der Anwesenheit von Landesmeistern und Finalisten Deutscher Meisterschaften hieß es für alle, „die Pobacken zusammenzukneifen, dass die Prägung der Münze dazwischen verschwindet“. Für besonders harte Fälle empfahl Uli, das Geldstück quer einzuführen.
Im praktischen Teil des Lehrganges waren Anweisungen im „melodischen Kommando-Ton“ zu geben, die auch noch die eingespielte Musik übertönen sollten. Wenn man dabei von den Ausbildern nicht verstanden wurde, ging man lieber drei Schritte in deren Richtung, statt einfach laut und deutlich zu sprechen. „Das Ganze in Musik. Wenn Ihr so langsam zählt, ist Weihnachten. Eure Prüfung ist aber schon Anfang Dezember!“ - waren wichtige und ernstzunehmende Hinweise.
Nebenbei waren aber auch noch vorhandene Sprachbarrieren zu überwinden (Asis lernt schon seit längerem sächsisch), ´7´ hieß dann „sieb´n“ und „Fünf vor Zwölf“ bedeutete nicht, es gibt gleich Mittag. Es beschrieb vielmehr die Kopfposition, wenn man(n oder frau) die Herrenschritte tanzte.
Den russischen Ansprüchen von Asis (Originalton K.-N.: „In Moskau sage ich was und es wird gemacht“) wurden wir nicht ganz gerecht. Wenn beide Arme oben gehalten wurden, war das nicht das Ergebnis von Aufgeben oder „Hände hoch!“, sondern das Symptom einer „Geschlechtsfindungsstörung“. Im fließenden Wechsel fanden nämlich „Geschlechtsumwandlungen“ (engl.: change sex) mit sowjetischem Geheimdienst KGB (Körpergegenbewegung) oder dessen Sonderkommando KGBS (auch CBMP genannt) statt. Auch im Slowfox war nach einer „zirkelartigen Bewegung auf/um eine Ferse mit Gewichtsübernahme“ mit nachfolgender Flechte aus Promenadenposition öfter das Ende offen, ob man Männlein oder Weiblein war. Wenn zusätzlich noch Fersenschritte vertanzt wurden, fragte Asis schon mal nach, ob wir etwa „Furchen für Stiefmütterchen ziehen wollten“.
Dass wir letzten Endes nicht mit dem Rücken diagonal zur Wand entgegen der Tanzrichtung mit Seitenführung lagen (entspricht in etwa der stabilen Seitenlage), verdanken wir unter anderem auch den Ausführungen von Uli. Mit der achten Abweichung von der Regel in der vierten Version gab uns der Meister der Ausnahmen das nötige Handwerkszeug mit, wodurch der Trainerschein in greifbare Nähe rückt. Nun wissen wir auch, dass nicht zwischen die „Beene im Danngoo“ zu tanzen ist (Übersetzung aus dem sächsischen: Beine im Tango), sondern ein Schritt zwischen die Füße zu setzen ist. „Alte Bewegungsmuster sind dabei aufzulösen“ und „wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, denn: „nichts ist richtig, was bisher richtig war, sondern nur das, was im Buch steht“. Ballroom Technique war nicht nur aus diesem Grund für viele am Anfang ein Buch mit sieben Siegeln. Aber Teamgeist und Hilfsbereitschaft nahmen mit jedem Tag zu und schweißten die Gruppe zusammen. Erfahrene tanzten mit Unsicheren, Gruppenarbeit wurde praktiziert und aus Fehlern anderer ohne Häme gelernt. So muss kein Prüfling Angst haben oder sich allein fühlen, wenn er eines fernen Tages im Dezember vor dem „Begrüßungskomitee“ steht.
Da der Job eines Trainers ferner darin besteht, Fehler zu (er)finden, löcherten wir ebenfalls unsere Ausbilder, wie und warum gerade der Schritt so getanzt wird. Aber das ist ja, wie eingangs erwähnt, Inhalt einer Trainer B oder sogar A-Ausbildung, zu der wir uns alle vielleicht nach bestandener Prüfung und zwischenzeitlicher Praxis wieder treffen.
R. Hölschke
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Das zweite Turnier der Saxonian Trophy fand für die Paare der Hauptgruppe A und B am 28.Juni 2008 in Chemnitz statt. Wie schon in Dresden im Mai konnten hier Punkte für den Gesamtsieg über drei Turniere gesammelt werden, um am 8.November 2008 die Trainingskostenzuschüsse zu erhalten. Fast die gleiche Anzahl der Paare tanzten in Chemnitz in Standard und Latein.
Allerdings gingen in der Hauptgruppe B in Standard nur vier der sechs Paare (wie in Dresden) an den Start und in Latein sogar nur fünf der zehn gemeldeten. Im Standard gewannen wieder Gleb Belov / Felicitas Timmler (TSC Excelsior Dresden), die damit nun gute Chancen auf den Gesamtsieg haben. Auf Rang zwei kamen Mike Peter / Sophia Bartz (TSZ Casino Dresden), welche in Dresden noch auf dem vierten Rang lagen. Auf Platz drei tanzten Marco Albrecht / Constanze Nicklisch (TSK Residenz Dresden). Sie waren in Dresden noch zweite. Auf den Rängen vier bis sechs folgten Mike Hartmann / Konstanze Köhl (TK Orchidee Chemnitz – Aufstieg in die Hgr. A), Igor Agalowski / Jessica Weise (TSC Hoyerswerda) vor Pavel Vondra / Lucie Drahozalova (TK Styl Dance Teplice).
In Latein siegten in der B Michael Schwarze / Kathrin Wachshofer (Creative Club Berlin) vor Friedemann Barthel / Mailan Phan (TSV Grün-Gold Erfurt). Reinhard Müller / Annett Neumann kamen auf den dritten Rang und können sich, da sie in Dresden gewonnen hatten, Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Platz vier ertanzten sich die sechsten von Dresden - Daniel Compel / Milena Oharkova (FTB Color Dance Team). Einen Platz dahinter, auf den fünften und in Dresden noch zweite, kamen Gleb Belov / Felicitas Timmler (TSC Excelsior Dresden). Noch elfte in Dresden, nun schon sechste in Chemnitz wurden Igor Agalowski / Jessica Weise (TSC Hoyerswerda). Insgesamt starten 10 Paare aus 2 Ländern und 3 Bundesländern.
In der Hauptgruppe A Standard setzten sich mit zwei gewonnen Turnieren Markus Ziebegk / Jenny Müller (TSC Excelsior Dresden) ab. In Chemnitz kam das Jugendpaar Rami Schehimi / Lilli Hils (TC Saxonia Dresden) auf den zweiten Platz. Wie auch schon in Dresden ertanzten sich Gregor Pagel / Isabel Bauer (STK Impuls Leipzig (STK Impuls Leipzig) den dritten Platz. Damit liegen sie in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz. Dominik Fenster / Stefanie Pavelic (TSC 71 Bad Wörishofen), ebenfalls ein Jugendpaar kam auf den vierten Platz. Ihnen folgten die weiteren Jugend-A-Paare Tom und Lisa Uhlig (TSK Residenz Dresden), sowie Phil Schwarick / Franziska Schöne (TSC Excelsior Dresden). Diese Klasse war mit 14 Paaren, davon 11 sächsischen, am stärksten besetzt.
In Latein, 10 Paare waren am Start, lieferten sich wieder die Jugendpaare an der Spitze ein heißes Duell. Die Samba und der Cha-Cha gingen noch an Rami Schehimi / Lilli Hils (TC Saxonia Dresden), 8./9. Platz der DM Jugend A Latein. Allerdings holten Tom Bräunlich / Luisa Eis (Creative Club Berlin), die sich mit Schehimi / Hils auf der Deutschen Meisterschaft noch einen Platz teilten, auf und gewannen die anderen drei Tänze und somit den Tagessieg. Damit stiegen diese in die Hauptgruppe S Latein auf. Auf den dritten Platz kamen Julian Renpennig / Katharina Dams (btc Grün-Gold der Turngemeinde in Berlin 1848), die ebenfalls in die S aufstiegen. Markus Ziebegk / Jenny Müller (TSC Excelsior Dresden) konnten nach dem Turnier in Dresden (2.Platz) diesmal mit Punkten aufholen und kamen auf den vierten Platz. Einen Rang dahinter, aber in der Gesamtwertung noch einen Punkt weiter vorn, reihten sich Phil Schwarick / Franziska Schöne (TSC Excelsior Dresden) ein. Wir dürfen auf das Abschlussturnier der beiden Paare gespannt sein. Sebastian Meyer / Susann Jehnichen (TSZ Borna-Neukirchen) komplettierten das Finale mit Rang sechs.
Als offene Turniere wurden die Junioren II B und die Jugend A jeweils in Standard und Latein ausgeschrieben. Leider waren sie nicht so gut besetzt, wie erhofft. So musste beispielsweise die Jugend A Latein ausfallen, da nur 2 Paare gemeldet waren. In der Jugend A Standard gingen immerhin vier Paare an den Start, da die anderen Jugendpaare des Landesverbandes in der Hauptgruppe ihre Chance auf Trainingskostenzuschüsse wahrnehmen wollten. Es siegten Paul Piskun / Jana Tchertov (TC Saxonia Dresden), vor Dominik Fenster / Stefanie Pavelic (TSC 71 Bad Wörishofen). Auf Platz drei kamen die Geschwister Tom und Lisa Uhlig (TSK Residenz Dresden). Dahinter komplettierten das Finale Alexander Spaeth / Theresa Taube (STK Impuls Leipzig).
Bei den Junioren II B war das Starterfeld nicht viel größer. 6 Paare waren es in Standard, wobei sich eines davon noch verletzte und somit in Latein nicht mehr an den Start gehen konnte. Die WM-Teilnehmer Gregor Ehrlich / Laura Korndörfer (TSZ Muldental) gewannen souverän vor Tom Quaas / Babett Haberkorn (TK Schwarz-Gold Altenburg. Sergej Piskun / Sofyja Derr (TC Saxonia Dresden) ertanzten sich den dritten Rang. Ihnen folgten Benjamin Böhme / Ina Gröbe (TSC Leipzig), vor Wladimir Piskun / Alina Schehimi (TC Saxonia Dresden) und Patrick Luther / Isabel Weigelt (TSC Silberschwan Zwickau).
In Latein kamen die Paare aus Thüringen nach vorn und ließen die Sachsen hinter sich. Die Kleinste im Finale stand ganz oben auf dem Treppchen. Benjamin Becker / Josefin Dinger (TSZ Gera) gewannen vor ihren Landsleuten Tom Quaas / Babett Haberkorn (TK Schwarz-Gold Altenburg. In der Samba und im Cha-Cha zeigte sich noch kein richtiger Trend, wer welchen Platz bekommen würde. Ab der Rumba wurde es dann übersichtlicher. So ertanzten sich Sergej Piskun / Sofyja Derr (TC Saxonia Dresden) den dritten Platz vor Wladimir Piskun / Alina Schehimi (TC Saxonia Dresden) und Gregor Ehrlich / Laura Korndörfer (TSZ Muldental).
Natürlich hätte sich jeder Veranstalter gewünscht, ein größeres Starterfeld aus mehr Landesverbänden am Start zu haben, dennoch war es ein sehr gut organisiertes Turnier.
Am 8.November 2008 können alle diese Klassen noch einmal Punkte und Platzierungen sammeln, vor allem Punkte für die Gesamtwertung erwerben. Wir freuen uns, alle Paare in der Stadthalle Zwickau wiederzusehen.
Jana Kießling