Zur Jugendvollversammlung am 20.April 2008 in Dresden musste aufgrund des beruflichen Ausscheidens von Andreas Rachow, an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an ihn, ein neues Jugendausschussmitglied kooptiert werden.
Einstimmig wurde Sabine Reh vom TSK Residenz Dresden „gewählt“. Die Studentin für Betriebswirtschaft an der TU Dresden wurde 1985 in Berlin geboren. Das Tanzen erlernte sie 1997 in Weißwasser und Hoyerswerda. Seit 2004 leitet sie in Dresden eine Kindertanzgruppe und ist selbst in der Hauptgruppe A Standard und Latein aktiv. Seit 2007 ist sie Jugendwartin im TSK Residenz Dresden.
Ihre Aufgaben im Jugendausschuss werden die Organisation von Freizeitaktivitäten auf Landes- und DTSJ-Ebene, Teilnahme am Landesssportjugendtag sowie die Unterstützung des Jugendausschusses im Allgemeinen sein. Außerdem ist sie die Ansprechpartnerin vor allem für die Dresdner TänzerInnen und Vereine.
Jana Kießling
Der Turnierleiter dieses Tages, Karl-Peter Befort, durfte zur Siegerehrung dem Meisterschaftspublikum sagen, dass der nunmehr sechsfache Deutsche Meister auch der amtierende Welt und Europameister ist. Unser sächsisches Paar Christoph Kies und Blanca Ribas Turon vom TSC Excelsior Dresden hatte diese Meisterschaft gerade ganz überzeugend für sich entschieden und sich welt- und europameisterlich den Gästen im Kurhaus von Bad Homburg präsentiert. Mit dem „Makel“, dass eine Wertung nur eine Zwei war (alles andere ging mit der Platzwertung Eins an sie), werden sie leben können. Da sie mit Startnummer 13 bei den offenen Wertungen immer zuerst aufgerufen wurden, war die Spannung nach dem neuen Deutschen Meister schnell weg
Die anderen Finalisten hatten sich bereits im Vorjahr in die Plätze 2 bis 6 geteilt, die diesjährige Reihenfolge sah allerdings etwas anders aus. Die Berichterstattung im Hauptteil wird das sicher analysieren.
Unser zweites Paar, das sich bei der Gebietsmeisterschaft qualifizieren konnte, waren Daniel Wellhöfer und Marion Hopf vom STK Impuls Leipzig. Mit dem Erreichen des Semifinales und dem dort ertanzten zwölften Platz waren sie sehr zufrieden. Dass die Finalisten fast alle Wertungskreuze erhalten und den anderen Semifinalisten nicht viele übrig blieben, ist halt so. Eins mehr oder weniger von diesem Rest, kann schnell einen Platz bringen oder kosten. Wichtig war, wie sie sich präsentiert haben. Das lässt für die Zukunft hoffen. Also heißt es, fleißig weiter an Technik, Dynamik und Ausstrahlung zu feilen.
Immer, wenn die Teilnehmer von Meisterschaften über Quoten ermittelt werden, kann man darüber streiten, ob Paare, die sich in einem Gebiet qualifiziert haben, tatsächlich besser sind als solche, die in einem anderen Gebiet die Qualifikation nicht geschafft hatten. Dem einen „sein Uhl“ ist dem anderen „sein Nachtigall“, aber bei der Vorrunde wurde man wieder daran erinnert.
Zurück zum Turnierleiter: Er konnte über die Stadt, ihren Kurbetrieb in Gegenwart und Vergangenheit, die Unterstützung durch die Stadt-, die Kurverwaltung sowie die Spielbank plaudern. Ein großes Stammpublikum hatte sich diese Meisterschaftsveranstaltung nicht entgehen lassen. Der Tanzclub „Der Frankfurter Kreis“ hatte vermutlich mehr Sorgen, kurzfristig die Bedingungen für die Dopingkontrollen zu schaffen als für den Kartenverkauf zu werben. Schön, dass es das gibt. Wenn sonst nichts auffällig war, dann spricht das für einen reibungslosen Verlauf. Dieses Lob werden sich die Ausrichter gern gefallen lassen.
Dietrich Rupp
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Voller Aufregung und Nervosität begann das Abenteuer „Teilnahme an der Standard-Weltmeisterschaft Junioren 2008“ am Freitagmorgen auf dem Flughafen in Leipzig. Aufgrund der kurzfristigen Nominierung und der Tatsache, das ein verlängertes Himmelfahrt-Wochenende viele Besucher in den warmen Süden lockte, konnte kein Direktflug mehr gebucht werden, sodass die Leipziger Delegation in den „Genuss“ kam, in München zwischenzulanden. Wohlbehalten in Barcelona angekommen, trat die kleine deutsche Abordnung den durch den Veranstalter organisierten Transfer ins etwa 80 km südlich und am Mittelmeer gelegene Salou an. Trotz aufkommender Reisemüdigkeit beschlossen wir gleich nach der Ankunft im Hotel die untergehende und leicht von Wolken verdeckte Sonne bei einem Spaziergang am Strand zu genießen. Im Gewimmel der Strandbesucher entdeckten Alexandra und Daniel (Kassel) ihren Kadertrainer Fred Jörgens in der Menschenmenge und so trafen sich ganz unerwartet die deutschen Teilnehmer und deren Begleitungen am spanischen Mittelmeerstrand. Nun nur noch Abendessen und schon hieß es für die teilnehmenden Teenager ins Bett zu gehen, um dem entgegen gefieberten Höhepunkt ausgeschlafen antreten zu können.
Bereits 6:00 Uhr begann für Laura und Gregor der Wettkampftag mit den üblichen Vorbereitungen der Tänzer. Die Verantwortlichen einiger WM teilnehmenden Nationen, die in unserem Ferienhotel wohnten, erkämpften ein einfaches Frühstück ab 7:00 Uhr, sodass wir pünktlich 8:00 Uhr vor der Sporthalle der „Dance Olympiad“ standen. Hier ereigneten sich Dinge, die uns Deutsche an Perfektion gewohnte Menschen merkwürdig „spanisch“ vorkamen. Beispielsweise diente ein Schuhkarton als einziges Behältnis für Eintrittsgelder, reservierte Tickets und VIP-Pässe für Trainer und Verantwortliche. Schwierig gestaltete sich auch die Turnieranmeldung, da man die Tische hierfür erst einige Zeit nach dem Erscheinen einer beträchtlichen Menge an Tänzern und Tanzinteressierten aufbaute. Die spanischen Mitarbeiter schickten uns vom rechten Tisch zum linken Tisch und umgekehrt. Aber Ende gut-alles gut, wir hielten unsere Startnummer in den Händen und Gregor und Laura hatten zum Glück von dieser Hektik fast nichts mitbekommen.
Pünktlich 9:00 Uhr begann der Wettkampf der Junioren mit 65 Paaren aus 36 Nationen und von nun an wechselten sich die Turniere der WM Standard Junioren, EM Latein Hauptgruppe und die WM im Rock and Roll ununterbrochen ab. Auch Senioren- und Hauptgruppenturniere und ein 10Tänze-Wettbewerb komplettierten das Mammutprogramm des dritten von insgesamt vier Tagen anhaltenden Turniermarathons. Gregor und Laura konnten ihre anfängliche Nervosität nicht so richtig ablegen, so dass die Leistung noch nicht ganz optimal war. Sie mussten in das Redance und zeigten dort mit Abstand ihre beste tänzerische Leistung, die Fred Jörgens je von ihnen gesehen hat. So gelang es ihnen, sich für die Runde der besten 48 Paare zu qualifizieren. Voller Stolz zeigten die beiden deutschen Tanzpaare nach der 48-iger Runde die deutschen Farben beim Fahneneinmarsch. Schade war nur, dass diese Präsentation die letzte unserer beiden Paare war. Für die beiden Sachsen ein „Riesen“-Erfolg, vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst drei Wochen zuvor zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften berufen worden sind. Laura und Gregor tanzten auch in der 48-iger Runde voll auf und belegten somit einen tollen 32. Platz. „Ein großer tänzerischer Ansporn für die Zukunft der Beiden“ – so Fred Jörgens.
Von nun an ging die Veranstaltung mit Zeitverzug weiter und somit konnten sich die in der 24-iger Runde verbleibenden Tänzer nicht mehr optimal auf die noch kommenden Turnierabschnitte vorbereiten. Der Wettbewerb dauerte nun schließlich schon circa 10 Stunden an. Jetzt sorgte auch noch das spanische Fernsehteam für Durcheinander am Zeitplan. Die positive Seite der vorhandenen TV-Crew: ab jetzt konnte man die Paare auch auf einer Leinwand in Großformat verfolgen. Für das Semifinale qualifizierten sich ausschließlich Vertreter der osteuropäischen Nationen, wobei die zwei italienischen Pärchen die Ausnahme bildeten. Uns Zuschauern fiel es schwer, Schwächen der auf höchstem Niveau tanzenden Teenies herauszufinden und waren froh, nicht über das Weiterkommen in die nächste Runde urteilen zu müssen.
Für´s Finale qualifizierten sich zwei Paare aus Russland und je ein Paar aus Lettland, Italien, Tschechien und Moldawien. Mit Unterbrechungen bewegten sich die Finalisten nun seit fast 13 Stunden auf dem Parkett. Aufmerksam verfolgten die beiden deutschen Paare diese Leistungen mit Hinweisen und Kommentaren ihres Trainers. Die Spannung, wer auf´s Treppchen klettern darf, blieb bis zum letzten Augenblick erhalten, denn die Juroren werteten die Endrunde verdeckt. Doch bald stand fest, Platz 1 erkämpften sich Evgeny Kuzin und Valeriya Agikyan und die russische Nationalhymne klang zur Siegerehrung durch die Halle. Trotz Müdigkeit von den Anstrengungen und Emotionen des Tages ließen die Jugendlichen es sich nicht nehmen, nun auch noch das Finale der Europameisterschaft Latein der S-Klasse zu verfolgen. Überwältigt von den vielen Eindrücken auf der Tanzfläche und dem Flair insgesamt, verließen wir nach 15 Stunden die Turnierhalle und fielen sprichwörtlich in unsere Betten, nachdem wir unsere Wecker auf 5:00 Uhr gestellt hatten. Pünktlich begann unsere Reise retour – Transfer nach Barcelona – Flug nach Leipzig, diesmal über Frankfurt (Main).
Geschafft von drei anstrengenden Tagen waren wir uns dennoch alle einig: Ein sehr schönes und erlebnisreiches Wochenende geht zu Ende und es wird wahrscheinlich noch einige Zeit vergehen, um dieses einmalige Ereignis zu realisieren.
Kerstin Ehrlich/Fred Jörgens
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Karl-Heinz Richter, als Vorsitzender des Vereines TC Saxonia Dresden, hatte nicht nur seine Mitglieder im Auftrag des Vorstandes zur Einweihung der neuen Trainingsstätte eingeladen, sondern auch zahlreiche Gäste. Trotz des schönen Wetters ließen sie sich nicht lange bitten und folgten der freundlichen Aufforderung. Die Besucher, Eltern und Großeltern von tanzenden Kindern und Jugendlichen, mehrere Vereinsvorsitzende und Funktionäre unseres Landestanzsportverbandes überbrachten gute Wünsche und viel Grün für die neuen Räumlichkeiten im zarten Gelb und großer Spiegelwand. Der Präsident des Landestanzsportverbandes, Dietrich Rupp, gratulierte dem Verein zu dieser Heimstätte, die liebevoll „Clara“ genannt wird, bedankte sich bei den Anwesenden für die mit hohem Engagement durchgeführte ehrenamtliche Tätigkeit und wünschte nicht nur den Aktiven weiterhin viel Erfolg.
Nach langem Suchen für eine geeignete Trainingsstätte, zähen Verhandlungen, sechsmonatiger Bauzeit, vielen Stunden in Eigenleistungen, wurde aus den ehemaligen Lagerräumen des Prüfgerätewerkes Medingen, das lang ersehnte Objekt der Begierde: eine eigene Trainingsmöglichkeit für die 160 Mitglieder des Vereins, der 1990 gegründet worden ist. Mit ca. 100 Kindern (das jüngste ist drei Jahre) und Jugendlichen, vier aktiven Seniorenpaaren und vielen Breitensportlern im Erwachsenenbereich werden gleich mehrere Sparten im Tanzsport angeboten. Standard und Latein, Steptanz, Rollstuhltanz, Jazz Modern Dance, sogar Charleston und Western kann man hier unter Anleitung von erfahrenen Trainern, wie Heike Gerhard (Latein) und Dr. Gunnar Lippmann (Standard) und solch engagierten Übungsleitern wie Sylvia Zeissig (JMD), Sabine Reimelt und Frau Wenzel, erlernen. Aus dem Nachwuchsbereich wurden den Zuschauern mehrere Kostproben geboten und ich bin mir sicher, dass beim nächsten „Bambiniwettbewerb“ so manches Kinderpaar aus dem Verein aus der Dresdner Clara-Zetkin-Straße dabei sein wird. Mit Gesprächen, nicht nur tänzerischen Inhaltes, bei Saft, Wasser oder Sekt und einer prall gefüllten Tafel mit allerlei gesunden Köstlichkeiten ging dieser bunte Nachmittag zu Ende.
Heike Herzberg