Deutsche Meisterschaft Hauptgruppe S-Latein am 15. März 2008 aus sächsischer Sicht

Pforzheim. Bei diesem Namen, der 1067 eine erste urkundliche Erwähnung als Siedlung fand, denkt man zuerst, zumindest in der Damenwelt, an Gold und Schmuck. Tatsächlich ist die „Goldstadt“ die Herstellungsmetropole der deutschen Schmuckindustrie mit einer mehr als 200-jährigen Tradition, aus der über 70 % der in der Bundesrepublik gefertigten Schmuckprodukte kommen. Die Fußballanhänger erinnern sich vielleicht daran, dass 1906 der 1.FC Pforzheim im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft dem VfB Leipzig mit 1 : 2 Toren unterlag.

Nur wenige wissen: Die Residenzstadt der badischen Markgrafen wurde am 23. Februar 1945 durch einen alliierten Luftangriff fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte schnell und das bemerkt der Besucher bei einem Rundgang im Zentrum. Zum Glück blieb auf dem Schlossberg als Pforzheims bedeutendstes Baudenkmal die Schloss- und Stiftskirche St. Michael erhalten, ein imposanter Bau, der zwischen 1225 und 1460 entstand und romanische bis spätgotische Stilelemente erkennen lässt. Er diente als Begräbnisstätte von Mitgliedern des badischen Fürstenhauses. Auch die Adoptivtochter Napoleons, die Großherzogin Stephanie, wurde hier bestattet. In seinem Inneren sind wertvolle alte Grabdenkmäler und andere architektonische Details zu bewundern.

Das alles war nicht Ziel der Reise, sondern das Congess-Centrum in Pforzheim, der Austragungsstätte der Deutschen Lateinmeisterschaft.

Insgesamt waren von den gemeldeten 91 Paaren lediglich 77 am Start. Seit Jahren lässt sich eine Abnahme der startwilligen Lateinpaare der Hauptgruppe beobachten, aber nicht nachvollziehbar erklären.

 

Jahr     Anzahl Paare  Anzahl Paare  Beste Platzierung

             gesamt         Sachsen         Sachsens

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2001    121               7                  10.

2002    111               8                  16.

2003    126               6                  15.

2004     96                2                   9.

2005     99                3                   9.

2006     86                5                   4.

2007     85                8                   3.

2008     77                6                   3.

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Außer Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren alle Landesverbände vertreten. Erwartungsgemäß stellten Baden-Württemberg mit 20, Nordrhein-Westfalen mit 12 und Berlin mit 11 Paaren die meisten Teilnehmer. Es folgte nach Bayern mit 9 bereits Sachsen mit 6 startenden Paaren.

Die Vorrunde bestritten 54 Paare, darunter 3 aus unserem Landesverband. Leider war diese Runde bereits das „Aus“ für Erik Heyden und Julia Luckow. Für mich war es nicht deutlich erkennbar, woran es gelegen haben könnte.

In der ersten Zwischenrunde tanzten noch Sebastian Lucke und Ingrid Altmann (beide zum ersten Mal dabei) sowie Willy Wurch und Linda Wurch. Beide Paare blieben auf den hinteren Plätzen dieser Runde „hängen“. Sie tanzten vielleicht etwas zu unauffällig und damit leider unter ihrem derzeitigen Leistungsvermögen. Ich hätte für beide eine etwas bessere Platzierung gewünscht. Die in dieser Runde neueingestiegenen Paare (ein Sternchen) Konstantin Niemann und Anastasie Davydova sowie Daniel Wellhöfer und Marion Hopf kamen erwartungsgemäß in die zweite Zwischenrunde mit insgesamt 46 Paaren. Hier gesellten sich die elf Paare mit dem 2-Sterne-Bonus (darunter auch Christoph und Blanca) hinzu. Man spricht gern von „hochkarätig“, hier begann diese Qualität sichtbar zu werden. Erfreulich für unseren Landesverband, dass sich in dieser Runde Konstantin mit Anastasia wie im letzten Jahr auf den Anschlussplatz der nächsten Runde vortanzten, jedoch leider nicht den Sprung in die 24-er Runde schafften. Ganz dicht dabei waren auch Daniel und Marion. Beide Paare lieferten eine gute Leistung ab und unterstrichen die Kontinuität ihrer Leistungen.

Unsere Weltmeister in den 10 Tänzen, Christoph Kies und Blanca Ribas Turón, erfüllten alle Erwartungen und verteidigten sicher die Bronzemedaille des Vorjahres. Eine wahre Freude, sie tanzen zu sehen! Das Endergebnis der Meisterschaft war klar und entsprach der Reihenfolge des Vorjahres. Lediglich auf den freigewordenen 6. Platz kamen neue Gesichter: Massimo Sinato mit Tatjana Kuschill aus Königsbrunn in Bayern.

Insgesamt gesehen erlebten wir eine sehr gelungene und schöne Meisterschaft mit Weltspitzenleistungen. Der Ausrichter, der Schwarz-Weiß-Club Pforzheim, ließ sich ein abwechslungsreiches Showprogramm einfallen. Neben Kindergruppen (wie überall dominierten auch hier die Mädchen) waren Breakdancer und HipHop-Formationen, letztere aus einer kooperierenden Tanzschule, als Showblöcke in den Turnierablauf sowohl am Nachmittag als auch am Abend eingebaut. Die Musik aus der Konserve war für die Wertungsrunden modern und abwechslungsreich ausgewählt. Eins wäre dem SWC Pforzheim in jedem Fall zu wünschen gewesen: nachmittags und am Abend mehr Besucher.

 

Die Platzierungen der Sachsen auf einem Blick:

 

2008 2007 2006

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3. Christoph Kies / Blanca Ribas Turón TSC Excelsior Dresden 3. 4.

25. Konstantin Niemann / Anastasia Davydova STK Impuls Leipzig 26.-27. 51.-53.

28.-30. Daniel Wellhöfer / Marion Hopf STK Impuls Leipzig 39.-40. ------

61.-64. Willy Wurch / Linda Wurch TC Blau-Gelb Grimma 69.-70. ------

65.-69. Sebastian Lucke / Ingrud Altmann TSC Kristall Weißwasser ------ ------

75.-77. Erik Heyden / Julia Luckow TSC Excelsior Dresden 67.-68. ------

 

 

hgalle





Internationales Osterturnier in Zwickau

Als erster traditioneller Höhepunkt im Veranstaltungskalender Zwickau 2008 fand das Internationale Ostertanzturnier am 22. März statt. Bereits seit 1950 laden die „Silberschwäne“ Paare der A- und S-Klasse aus Deutschland und ganz Europa in die Schumannstadt ein. Diesmal starteten Paare aus Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Belgien und Deutschland.

Der gastgebende TSC Silberschwan schickte zwei Paare ins Rennen. Für Kai Wulff und Sarah Franziska Poller ist es die erste Teilnahme am Ostertanzturnier. Die Beiden tanzten in dieser Paarkonstellation allerdings zum letzen Mal. Aus beruflichen Gründen muss sich das Tanzpaar trennen. Beide wollen aber versuchen, mit anderen Partnern ihrem langjährigen Hobby weiter erfolgreich nachzugehen. Das Geschwisterpaar Strobel durfte sich schon zum zweiten Mal auf dem heimischen Ostertanzturnier-Parkett präsentieren.

Zu der sportlichen und zugleich glamourösen Veranstaltung im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ wurde durch den Tanzsportverein ein Eventpartner, die omotio! eventagentur GmbH, hinzugezogen. Es erfolgten beispielweise Änderungen im Aufbau der Tanzfläche und beim Catering, welches für das leibliche Wohl der Gäste sorgte. Die Turnierpaare zeigten Tanzsport auf höchstem Niveau und haben das Publikum und die erstmals sieben Wertungsrichter, unter anderem IDSF Wertungsrichter aus Belgien und Slowenien, in ihren Bann gezogen. Bereits am 21.03.2008 reisten einige Paare und Wertungsrichter an und wurden mit einem kleinen Empfang, welcher vom TSC Silberschwan organisiert wurde, begrüßt. Am nächsten Morgen stand eine Stadtführung sowie der Besuch des „August Horch Museums“ Zwickau auf dem Programm. Der Nachmittag wurde schließlich zum Eintanzen genutzt, wobei sich Paare, die noch nicht am Ostertanzturnier teilgenommen haben, mit dem Parkett vertraut machen konnten. Zum Abend stand die exakte Starterliste fest. 16 Paare im Standard und 14 Paare in den lateinamerikanischen Tänzen. Mario Tischler, der zweite Vorsitzende des TSC Silberschwan und Turnierleiter des Abends, begrüßte, unter tosendem Applaus des Publikums der ausverkauften „Neue Welt“, die internationalen Paare.

Die Vorrunden in Standard und in Latein wurden in drei Gruppen getanzt. Nach der ersten Zwischenrunde standen die Finalteilnehmer fest. Im Standardfinale setzten sich die 10 Tänze-Weltmeister, Christoph Kies und Blanca Ribas Turon, klar an die Spitze. Mit allen Einserwertungen gewannen sie das Turnier souverän. Der zweite Platz ging an Stanislaw Hermann und Cathrin Hißnauer vom TSA des TSV Glinde 1930. Stefan Klebsch und Juliane Klebsch vom TC Blau-Gold im Vfl Tegel 1891 wurden Dritte. Die Lateindisziplin gewannen, wieder mit allen Einsen, Christoph Kies und Blanca Ribas Turon. Somit ertanzten sie sich auch den Gesamtsieg und damit den Pokal des „Zwickauer Blicks“. Zweite im Lateinturnier wurden Marius Lepure und Christina Kessler vom TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg. Den dritten Platz sicherten sich die slowenischen Jugendmeister Aljaz Skorjanec und Valerija Rahle. In den Turnierpausen hatte auch das Publikum die Gelegenheit, das Tanzbein zu den wunderbaren Klängen der Reinhard-Stockmann-Band aus Dresden zu schwingen. Erst weit nach Mitternacht ging das Ostertanzturnier im wohl schönsten Jugendstilsaal Deutschlands zu Ende.

 

Diana Strobel





„Swanies“ auf Tour / Erstes Turnier für Videoclip-Dancing in Berlin


BERLIN. Am Samstag, dem 1. März 2008, startete um kurz nach 12 Uhr am Clubheim in der Olzmannstraße in Zwickau ein bis dahin noch nicht gekannte Fahrt. Acht Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren schickten sich an, in Berlin ihr erstes gemeinsames Turnier zu tanzen. In der Kategorie „HipHop/Streetdance/Videoclip-Dancing“ wollten die Mädchen zeigen, was sie in 2,5 Monaten gelernt hatten. In dieser Zeit hatten sie sich einmal pro Woche, in den Ferien auch mehrmals, auf diesen Tag vorbereitet. Die Trainerin Claudia Döbrig erarbeitete mit den Mädchen eine 3,5 Minuten Choreographie, die aus vier verschiedenen Musiktiteln besteht. Von langsamen Titeln, wie den Chartbreaker „Apologize“ von One Republic, bis hin zu schnellen Musikstücken aus „Gimme More“ von Britney Spears, waren alle Facetten des Videoclip-Dancing zu sehen. Dabei legte die Trainerin besonderen Wert auf Bilderwechsel, gerade Linien und Musikalität der Tänzer.

Natürlich waren die Mädchen vor und während der Busfahrt sehr aufgeregt. Als sie nach über vier Stunden Fahrt in der Max-Schmeling-Halle in Berlin angekommen waren, fegte ein kräftiger Sturm, das Tief „Emma“, über die Hauptstadt. Dieser Sturm sollte sich allerdings auch in der Halle fortsetzen. Leider hatten die Verantwortlichen des Landestanzsportverbandes Berlin sich die kleinsten Räume der Halle ausgesucht, um die 13 Mannschaften auftreten zu lassen. Die Fans und Tänzer drängten sich auf wenigen Quadratmetern und fanden somit nicht unbedingt die besten Voraussetzungen vor. Offensichtlich hatten die Verantwortlichen der Jugendabteilung des LTV Berlin nicht mit einem derart großen Ansturm gerechnet.

Als die TSC-Mädchen in der gemeinsamen Umkleide angekommen waren, schien die Nervosität ins unermessliche zu steigen. Umringt von wesentlichen älteren und größeren Tänzern wurden die Mädchen immer kleiner. Ausgeschrieben war die Altersklasse 13 bis 19 Jahre, wobei 20 Prozent einer Gruppe auch bis 21 Jahre sein durften. Nun mussten die Trainerin und der 2. Vorsitzende des Vereins, Mario Tischler, die Mädchen aufbauen und ihnen Mut zusprechen. Mit einem Altersdurchschnitt von 14,9 Jahren war die Gruppe aus Zwickau mit eine der jüngsten und sie war körperlich den anderen Gruppen unterlegen. Besonders die Berliner HipHop-Formationen, die in Jugendcafés von der Straße geholt werden, stellten dabei fast eine unüberwindbare Hürde dar.

Nun standen die Stellproben aller Mannschaften auf dem Plan. Die Muldestädter waren als letzte an der Reihe und hatten deshalb noch genügend Zeit sich vorzubereiten. Im Saal konnten alle Teilnehmer das Parkett testen, durften sich orientieren und sollten eigentlich ihre kompletten Programme zeigen. Leider hielten sich nur wenige an diese Vorgaben und zogen sich den Unmut des bereits anwesenden Publikums zu. Neben dem Test der Mannschaften, sollte diese Stellprobe auch den Verantwortlichen dazu dienen, unerlaubte Elemente oder Requisiten zu sehen, um diese unter Umständen vor dem Turnier ausschließen zu können. Dieses Ziel wurde leider nicht erreicht, so kamen im Wettbewerb Mannschaften mit Bällen, Stühlen und Stöcken aufs Parkett.

Jetzt wurde es langsam ernst. Der erste Turnierauftritt einer Zwickauer Formation seit 20 Jahren stand bevor. Damals, 1988, war die Lateinformation der Silberschwäne bei den Arbeiterfestspielen in Frankfurt/Oder zu Gast und holte die Goldmedaille an die Mulde. Mit diesem Ziel gingen die jungen Zwickauer diesmal nicht an den Start. Sie wollten erste Erfahrungen bei einem Wettbewerb sammeln und nicht Letzte werden.

Die Auslosung ergab, dass die acht Mädchen als neunte von 13 Mannschaften auftreten mussten. Somit hatten sie noch Zeit sich zu konzentrieren. bBei Formationswettkämpfen ist es günstig, nicht am Anfang zu starten, um bei den Wertungsrichtern am Ende der Vorrunde noch im Kopf zu sein, wenn sie ihre Kreuze zum Weiterkommen setzen.

Beim Turnier starteten eine Vielzahl unterschiedlicher Tanzrichtungen. Die Palette reichte von Jazz-Dance über Videoclip-Dancing bis hin zu HipHop. Im Jazz-Dance werden Musiktitel sehr kunstvoll vertanzt, Ballettelemente werden eingebaut und auf schnelle Titelwechsel wird verzichtet. Videoclip-Dancing zeichnet sich dadurch aus, dass aktuelle Musik mit dazu passenden Schritten verbunden werden. Die Titel können in der Schnelligkeit und im Musikstil wechseln. Die Showaktionen bestimmen nicht den Tanz. Bei Choreographien zu HipHop-Musik steht die Show eindeutig im Vordergrund. Plakative Elemente beherrschen das Tanzgeschehen, auf Technik und Linienführung wird kaum geachtet. Die Kleidung ist eher voluminös und unterstreicht den Musik- und Tanzstil. Somit hatten die Wertungsrichter einen schweren Job zu verrichten.

Nun war der große Moment gekommen. Die acht Mädchen standen an der Fläche und die Trainerin wünschte allen viel Glück. Angefeuert von den mitgereisten Eltern und Begleitern stellten sich die „Swanies“ auf dem Parkett auf. Das neue Clubmaskottchen, ein großer Schwan, wurde vorher noch am Parkett aufgestellt und schon konnte es losgehen. Mit einem lauten Flugzeuggeräusch startete die Musik und die 300 Zuschauer im Saal gingen sofort mit. Unter permanenten Klatschen und Zurufen tanzten sie sich durch die Choreographie und begeisterten das Publikum. Nach ihrem Auftritt waren alle überglücklich, dass fast alles perfekt funktionierte. Jetzt mussten sie noch auf die restlichen Mannschaften und das Votum der Wertungsrichter warten. Sollte es zum Einzug ins große Finale gereicht haben oder waren die anderen Darbietungen doch besser?

Fast unspektakulär verkündete der Turnierleiter das Ergebnis. Fünf Teams sollten das kleine Finale bilden und acht Mannschaften im Großen Finale tanzen. Damit stand fest, dass es zwischen den acht besten Teams sehr eng zugegangen sein musste, sonst wären nur sechs oder sieben Mannschaften im Großen Finale gewesen. Nun zählten alle mit, wie viele Teams vom Turnierleiter genannt wurden. In einem lauten Jubel ging fast die letzte Startnummer fürs Kleine Finale unter. Die „Swanies“ aus Zwickau, die die weiteste Anreise hatten und zu den jüngsten zählten, standen im Finale der besten acht Mannschaften. Tränen standen den Tänzerinnen und Eltern in den Augen und alle fielen sich in die Arme, als hätten sie bereits den Pokal geholt. Die Freude über diesen unerwarteten Erfolg war fast grenzenlos.

Nach einer Pause und dem Kleinen Finale bereiteten sich die Zwickauer erneut auf ihren Auftritt vor. Sie saßen in der Umkleide im Kreis und versuchten sich zu konzentrieren, was sich angesichts von stampfenden HipHop-Teams als eher schwierig darstellte. An vierter Stelle startend, erfrischten sich die Mädchen vor ihrem letzten Auftritt mit einem herzhaften Biss in eine Scheibe Zitrone. Nach einem anfänglichen „Zitronengesicht“ strahlten alle über beide Ohren und konnten aufs Parkett gehen. Die Stimmung im Saal war zu diesem Zeitpunkt unbeschreiblich. Wieder das gleiche Ritual, der Schwan wurde aufgestellt und die Musik ging los. Im Rhythmus der Musik tanzten sie von einem Bild ins nächste und meisterten so die schwierigsten Wechsel. Auch die Kettenreaktionen klappten hervorragend. Nach den 3,5 Minuten stand der Saal förmlich Kopf. Unter dem Jubel der Zuschauer verließen sie das Parkett und waren überglücklich über ihre gezeigten Leistungen.

Nun war die Frage, welcher Tanzstil wird besser bewertet, was ist für die Wertungsrichter ausschlaggebend? Musikalität, exakte Linien und Choreographie sowie Ausstrahlung waren die Wertungskriterien. Als erstes waren die Vorjahresgewinner die „Roadrunner“ am Start. Die als großen Favoriten ins Turnier gestarteten Berliner, zeigten von allen HipHop-Teams die tänzerisch beste Leistung, hatten aber wohl Pech mit der Startreihenfolge und kamen in der Abrechnung nur auf Platz fünf. Alle anderen HipHop-Formationen sprangen mehr, schüttelten gekonnt die Haare oder spielten eifrig mit ihren Basketbällen. Die Show stand hier eindeutig im Vordergrund, dies schien den Wertungsrichtern zu gefallen. Sie belegten die Plätze 1 bis 4.

Leider blieben für die zwei Teams, die aus der Reihe schlugen und die Videoclip-Dancing zeigten, nur die Plätze 7 und 8. Die „Swanies“ hatten bei der Bewertung dann noch Pech. Mit folgender Wertung 8-8-6-6-8 kamen sie nur auf den 8. Platz. Nach kurzer Enttäuschung nach der Siegerehrung überwog wieder die Freude über den erreichten Erfolg ins Große Finale gelangt zu sein. Auf der Rückfahrt wurde im Bus mit den Eltern und Begleitern aus dem Club kräftig gefeiert, bis man in den frühen Morgenstunden wieder in Zwickau ankam.

Als Fazit kann gesagt werden, dass es eine tolle Erfahrung war und die Mädchen eine Menge Spaß hatten. Wann die nächsten Turniere anstehen, kann heute leider noch keiner sagen, da es in diesen Tanzrichtungen nur wenige Wettbewerbe gibt und diese oft sehr unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe haben. Aus Sicht des Vereins sollte für gleiche Bedingungen und vergleichbare Voraussetzungen gesorgt werden, um niemanden zu benachteiligen. So ist eine Altersspanne zwischen 13 und 21 Jahre aus unserer Sicht zu groß und es passen die Tanzstile HipHop und Videoclip-Dancing nicht richtig zusammen.

 

Es wird weiter an dem Ziel gearbeitet, bei Turnieren anzutreten, um sich mit anderen Mannschaften zu messen. Dazu werden ständig Tänzer gesucht, die gern mitmachen möchten. Zu Beginn erfolgt eine Sichtung und im Anschluss daran werden zwei Teams nach Leistungsstärke gebildet. Interessenten können freitags ab 16.30 Uhr im Clubheim in der Olzmannstraße vorbeikommen und mit der Trainerin sprechen oder sich über E-Mail (info@silberschwan-zwickau.de) melden.

 

Mario Tischler

2. Vorsitzender

TSC Silberschwan Zwickau e.V.





Bericht DM JUG Latein 08.03.2008 in Höfingen

Semifinalplatz für Rami und Lili bei der Deutschen Meisterschaft

 

Sechs sächsische Paare hatten sich bei der Landesmeisterschaft für die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend am 08.03. in der Strohgäuhalle in Höfingen gemeldet.

Zwei kurzfristigen Absagen durch Gregor Ehrlich / Laura Korndörfer (TSZ Muldental und Paul Piskun / Jana Tchertov (TC Saxonia Dresden) minimierten das sächsische Starterfeld schließlich auf vier Paare, wobei letztere durch Ihre krankheitsbedingte Absage bereits zum zweiten Mal nicht bei einer Deutschen Meisterschaft antreten konnte. Bleibt zu hoffen, dass der sprichwörtlich dritte Versuch zum Erfolg führt.

Aufgrund kilometerlanger Staus auf den Autobahnen um Stuttgart, trafen nicht alle Paare rechtzeitig am Veranstaltungsort ein, so dass die Vorbereitung für diese Paare nicht optimal verlaufen ist.

Die Veranstaltung begann bereits zum Mittag mit der Meisterschaft der Junioren I B, welche ohne sächsische Beteiligung stattfand, da es in Sachsen gegenwärtig kein Junioren I B – Paar gibt.

Bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend gingen schließlich 67 von 83 gemeldeten Paaren an den Start. Für das Leipziger Paar Erik Benecke / Ly Nguyen vom STK Impuls war das Turnier mit einem 58. - 60. Platz schon nach der Vorrunde beendet.

Die beiden Dresdner Paare, Benedikt Grünberg / Isabell Derichs vom TSK Residenz sowie Phil Schwarick / Franziska Schöne vom TSC Excelsior, schafften es bis in die 1. Zwischenrunde und landeten auf einem guten 33.-35. bzw. 30. Platz.

So ruhten nun die sächsischen Hoffnungen auf Rami Schehimi / Lilli Hils vom TC Saxonia Dresden, welche in ihrem ersten „echten“ Jugendjahr ihr gutes Ergebnis aus dem letzten Jahr steigern wollten. Als Ziel hatten sie sich dabei das Erreichen des Semifinals gesetzt, was ihnen auch souverän gelungen ist. So sprang am Ende mit einem geteilten 8./9. Platz sogar eine einstellige Platzierung heraus.

Durch den perfekt organisierten Abend führte souverän der stellvertretende Bundesjugendwart, Jürgen Lobert, welcher die Zuschauer aktuell auch über die Zwischenstände von der WM der Junioren informierte.

Die Strohgäuhalle mit Ihrer Atmosphäre bleibt sicherlich in guter Erinnerung, zumal hier im Juni 2009 die Lateinpaare der Jugend Ihre Europameisterschaft austragen werden.

 

Mike Hartmann





2. Sächsisches Seniorenwochenende mit offener Landes-meisterschaft


Zum zweiten Mal waren der TC Rot-Gold Meissen e.V. und der TSC Serenade Dresden e.V. Ausrichter des Sächsischen Seniorenwochenendes in den Disziplinen Standard und Latein.

Mit ausgeschrieben war das Turnier als offene Landesmeisterschaft für die Senioren II Standard sowie die Senioren Latein in allen Klassen. Erfreulich für die Organisatoren war der hohe Zulauf für dieses Turnier. Über das gesamte Wochenende gingen etwas mehr als 300 Startmeldungen bei uns ein. Auch internationale Paare aus Österreich und Tschechien konnten wir zum Turnier wieder begrüßen. Für jeden Wettkampftag waren 19 Startklassen verteilt auf drei Turnierflächen ausgeschrieben, von denen nur eine mangels Beteiligung nicht ausgetragen werden konnte. Mit der Resonanz der Paare und der daraus resultierenden Größe der Starterfelder können wir sehr zufrieden sein.

Außer Sachsen trugen auch Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gleichermaßen ihre Landesmeisterschaften in Radebeul aus.

Besonders freut uns das Abschneiden unserer eigenen Paare aus Meißen und Dresden bei den Landesmeisterschaften. Das Paar Bernd und Ina Stephan wurde Vizemeister bei den Senioren C Latein und konnte in die Senioren B Latein aufsteigen. Roberto Weigel und Cordula Höchsmann konnten trotz gesundheitlicher Angeschlagenheit von Roberto ihren Vizemeistertitel bei den Senioren S Latein aus dem Vorjahr verteidigen.

Ansporn zu guten und sehr guten Leistungen für alle anwesenden Paare war der Besucherrekord. Das stürmische Wetter des Wochenendes bremste die Begeisterung für den Tanzsport nicht und so konnten wir an beiden Tagen insgesamt 420 Zuschauer begrüßen, die die Paare lautstark mit Beifall unterstützten.

 

Landesmeister für Sachsen bei den Senioren II

 

Sen II D Standard

Gunter Reichel – Ina Reichel TSC Hoyerswerda

Sen II C Standard

Thomas Horn – Catrin Horn TK Blau-Gold Leipzig

Sen II B Standard

Ulrich Spanka – Petra Spanka TK Blau-Gold Leipzig

Sen II A Standard

Tilo Kaiser – Kerstin Kaiser TC Rot-Weiß Leipzig e.V.

Sen II S Standard

Detlef Hildebrandt – Sabine Hildebrandt

TC Rot-Weiß Leipzig e.V.

 

Sen D Latein

Thomas Göpfert – Katja Göpfert TSC Synchron Chemnitz

Sen C Latein

Vinzenz Aust – Kerstin Brandt TC Rot-Weiß Leipzig e.V.

Sen S Latein

Frank Siegert – Cornelia Schicke TC Saxonia Dresden e.V.

 

Die Organisatoren und Ausrichter dieses Turniers hoffen auch für das 3. Sächsischen Seniorenwochenende im nächsten Jahr wieder auf so ein breit gefächertes Starterfeld und viele begeisterte Zuschauer in der Lößnitzhalle.

 

Heike Gerisch