Ein Verein stellt sich vor
6. Chemnitzer Neujahrspokal
Ein Walzer für die Ewigkeit
Die Jun. II - Sachsen auf der Deutschen Meisterschaft Latein
Landesmeisterschaft Latein der Hauptgruppe
„Haus-Garten-Freizeit“ mit Sport, Spiel und Spannung – Landesmeisterschaft in den Lateinamerikanischen Tänzen



Ein Verein stellt sich vor


Weihnachtsfeier der Bambinis


Weihnachtsfeier des Turniertanznachwuchs


Pirna tanzt


JMD Wettkampf der Moskitos


Jugendfreizeit

Haben Sie Freude an der Bewegung zu angenehmer Musik? Dann sind Sie bei uns richtig.

So zu lesen auf der Internetstartseite des TSC Silberpfeil e. V. Pirna.

Wir sind der mitgliederstärkste Tanzsportverein Sachsens, der im Jahr 2008 auf eine 55jährige Geschichte zurückblicken kann.

1953 erfolgte die Gründung des „TK Rot-Gold“ Pirna. Die Umbenennung in „Tanzkreis Silberpfeil“ fand 1960 statt, als es zum Anschluss an den VEB Entwicklungsbau Pirna kam. Als Zulieferbetrieb für den Flugzeugbau wurden Triebwerke hergestellt. Diese gaben den Flugzeugen (SILBERvögel) die Möglichkeit, schnell wie ein PFEIL zu sein. Seit 1991 findet man uns im Vereinsregister unter „TSC Silberpfeil e.V. Pirna“.

Im Verein gibt es die verschiedensten Abteilungen, die Menschen aller Altersgruppen und tänzerischer Interessen ansprechen.

Der Breitensport reicht von den Bambinis bis hin zu sechs Erwachsenengruppen.

Steht bei den Kleinsten die Schulung der Haltung, das Heranführen an den Rhythmus und das Kennenlernen der eigenen Bewegungsmöglichkeiten anfänglich im Vordergrund, so geht es doch durch fleißiges Üben sehr schnell, dass man die Kinder und Jugendlichen mit ihren Formationen und Paartänzen mit Schautanzeinlagen bei Schul-, Stadt- und Ortsfesten sowie Tanzturnieren erleben kann.

Das Gleiche trifft für die „Breitis“ Erwachsene zu. So stehen bei ihnen neben den Turniertänzen auch Volks- und Modetänze auf dem Programm. Weiterhin gibt es ein eigens entwickeltes Showprogramm mit Rock ´n Roll, Altberliner Tänzen oder Swing , Charleston und Can-Can, das jedes Mal das Publikum verzaubert.

Sicher ist es manchmal schwer, Beruf und Hobby zeitlich miteinander zu koordinieren. Aber was bringt die Paare trotzdem immer wieder dazu, zum Training zu gehen oder sogar an Turnieren teilzunehmen? Der Spaß am Tanzen und die Gemeinschaft in der Trainingsgruppe sind die Antwort darauf.

Mein Hobby ist Tanzen.- Häufig löst dieser Satz bei Freunden und Schulkameraden Erstaunen aus. Erst recht, wenn man erzählt, dass man bis zu dreimal wöchentlich trainiert, was beim Turniertanz der Fall ist. Wie in jeder anderen Sportart können Spitzenleistungen nur erreicht werden, wenn man Ausdauer, Fleiß und Disziplin einbringt.

Der Turniertanz hat im Verein eine lange Tradition und viele Paare haben erfolgreich an Wettkämpfen teilgenommen. In jüngster Vergangenheit wurden sieben Landes- bzw. Vizelandesmeistertitel nach Pirna geholt.

Momentan gibt es im Verein nur drei aktive Turnierpaare, denn die geburtenschwachen Jahrgänge stellen auch für unsere Nachwuchsgewinnung ein Problem dar. Deshalb hat es sich der Verein zum Ziel gestellt, die Arbeit mit dem Nachwuchs zu forcieren.

Kinder ab einem Alter von vier Jahren werden auf spielerische Art und durch leichte Tänze an den Tanzsport herangeführt. So gibt es mittlerweile schon wieder eine Nachwuchsgruppe in Pirna, die noch auf männliche Tänzer hofft.

Gute Partner haben wir auch in der KITA und Grundschule Papstdorf gefunden und so konnten 2006 vor Ort zwei Kindertanzgruppen gegründet werden. Da der Tanzsport viele öffentlichkeitswirksame Möglichkeiten bietet, ist er bestens geeignet, so auch Kindergarten und Schule zu repräsentieren. Die Kinder haben merklich Freude daran, sich nach Musik zu bewegen und ihre tänzerischen Fähigkeiten zu erkennen und zu erweitern.

Obwohl in Europa noch relativ jung, ist der Line Dance schon seit neun Jahren fester Bestandteil in unserem Verein. Er ist eine amerikanische Tanzsportart, der sich aus dem Country entwickelt hat, aber ebenso zu moderner Diskomusik getanzt werden kann. Der Vorteil am Line Dance ist, dass es keine Altersgrenzen gibt und man keinen Partner dazu braucht. So ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass in den bestehenden Trainingsgruppen überwiegend Frauen zu finden sind, die so einen angenehmen Ausgleich zu Familie und Beruf gefunden haben.

Bei internationalen Wettbewerben im Ausland konnten Pirnaer Teilnehmer sogar schon Weltmeister- und Vizeweltmeistertitel erkämpfen.

Eine Sportart wie Tanzen muss sich immer wieder am Geschmack und dem Trend der Zeit orientieren, um so vor allem junge Menschen dafür zu begeistern.

Seit Mitte der 90er Jahre hat sich deshalb auch der Jazzdance in unserem Verein etabliert.

Im Jahre 2002 ist daraus die mitgliederstarke Abteilung Jazz Modern Dance geworden. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen gelingt es den Trainerinnen, die „Bambinis“ immer wieder zu begeistern und dem Charme der Kleinsten konnte sich das Publikum bei den verschiedensten Schowauftritten nie entziehen.

Die mittlere Gruppe „Moskitos“ ist nach intensivem Training im Jahr 2007 ins Wettkampfgeschehen eingetreten. In ihrer ersten Wettkampfsaison konnten sie voller Stolz den 3.Platz in der Gesamtwertung der Kinderliga II Süd/ Ost für sich verbuchen.

Auch unsere Jugendgruppe ist immer mit viel Eifer dabei, sich neue Choreographien auszudenken und mit viel Temperament umzusetzen.

Wer von sich glaubt, eher zu den „Tanzmuffeln“ zu gehören und dennoch ab und zu das Tanzbein schwingen möchte, der kann mit wenig Aufwand die Grundschritte in der Abteilung Discofox & Salsa erlernen. Natürlich sind die meisten Paare lange über das Anfangsstadium hinaus und zeigen wesentlich mehr Elemente als das Eins-Zwei-Tap im Discofox.

Natürlich stellt das Tanzen den Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit dar, aber ebenso sind es die zahlreichen Aktivitäten außerhalb der Trainingsstunden.

Renovierungsarbeiten im Trainingssaal, Instandsetzung und Verschönerung des Außengeländes sind ein Verdienst zahlreicher Vereinsmitglieder.

Eine sehr schöne Tradition ist die alljährlich im Herbst stattfindende Jugendfreizeit für die Abteilungen im Kinder- und Jugendbereich. An dem Wochenende gibt es immer sehr viel Spaß bei Spiel, Sport, Basteln und natürlich dem Tanzen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist daran erkennbar, dass die Größeren in die Betreuung der Jüngsten mit einbezogen werden und dies auch gern tun.

Das Jahr klingt bei uns immer mit der Weihnachtsfeier aus, die regen Zuspruch findet. Eltern und Geschwisterkinder sind bei der Kinderweihnachtsfeier natürlich mit von der Partie.

Der TSC Silberpfeil war 2007 Ausrichter zweier wichtiger sächsischer Tanzsportereignisse im Bereich Turniertanz. So konnte das Pirnaer Publikum im Juni Gast sein bei den Landesjugendspielen und im September bei der Landesmeisterschaft Standard.

Im Mai 2008 sind wir Veranstalter im Teamkampf Jazz Modern Dance, um einem breiten Publikum auch diese Tanzsportart näher zu bringen.

Ein weiterer Höhepunkt wird am 11./ 12. April das nun schon zum fünften Male stattfindende Tanzwochenende „Pirna tanzt“ werden. Diese Veranstaltung ist am ersten Abend überschrieben mit „Tanz für Jedermann“ und der zweite Abend steht ganz im Zeichen eines Ballturniers. Sie bieten immer eine schöne Möglichkeit, den Pirnaern und ihren Gästen auch durch die Schautanzeinlagen der einzelnen Abteilungen Einblicke in das wunderbare Hobby Tanzen zu gewähren.

In unserer Vereinsarbeit können wir uns auf ein motiviertes Trainer- und Übungsleiterteam stützen, die gute Zusammenarbeit mit den Eltern und viele Sponsoren in und um Pirna, ohne die manche Veranstaltung undenkbar wäre.

 

Sylvia Sonntag





6. Chemnitzer Neujahrspokal


Mit großer Freude konnten wir beim diesjährigen 6. Chemnitzer Neujahrspokal, trotz kleiner anfänglicher Schwierigkeiten, wieder ein 2 Flächenturnier durchführen. Ein Großteil der Paare, es waren fast doppelt so viele Paare wie im vergangenem Jahr, wurden entsprechend der TSO (Meldeschluss 10 Tage vor Turnier) ordnungsgemäß über die Vereine gemeldet. Am 12.01.2008 waren insgesamt 59 Paare, darunter auch 2 Paare aus Tschechien, in die Sachsenhalle nach Chemnitz gekommen und es wurden in allen Startklassen guten Leitungen gezeigt.

Hervorzuheben ist sicherlich die Leistung von Marco Baumann/Julia Roth vom TSC Synchron Chemnitz, die in der Hauptgruppe C sowohl in Standard als auch in Latein souverän siegten. Im Standard erhielten sie von den Wertungsrichtern nur eine einzige 2 (LW), während sie in einem Meer aus Einsen schwammen. Sehr gut schnitten auch Norbert Pengel/Sophia Schade ab, die aus Altenburg angereist waren und deren Freude über lauter Einsen im Standard der Hauptgruppe A ebenfalls nur eine schlechtere Benotung (LW) trübte. Im Latein der Junioren II C lagen Wladimir Piskun/Alina Schehimi vom Tanzclub Saxonia Dresden ganz vorn, in der Bewertung gabs lauter Einsen.

Auch dieses Jahr können wir wieder einschätzen, dass es Dank der Wertungsrichter, der Rechenteams und der anderen Helfern des TSC SYNCHRON und nicht zuletzt mit der Turnierleiterin vom TSC SYNCHRON, Frau Viola Martin, eine gelungenes Turnier war.

Unser Organisationsteam freut sich schon jetzt auf den 7. Chemnitzer Neujahrspokal, welcher für den 10. Januar 2009 geplant ist. Wir hoffen wieder auf zahlreiche Teilnahmer.





Ein Walzer für die Ewigkeit

Die ADTV Tanzschule Lax aus Dresden kümmert sich jährlich um das Highlight des Semperopernballs, die Debütanten.

Der rote Teppich war ausgerollt am 18. Januar vor der Dresdner Semperoper. Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer, Schauspielerin Sonja Kirchberger, Sänger Roger Whittaker schritten darüber. Doch der Glanz der Prominenten und des Opernhauses verblassen in jedem Jahr, wenn die Debütanten angekündigt werden. Sieben Minuten tanzten sie diesmal zum „Walzer an der Elbe“ von Johann Strauß. Viele Seiten- und Bilderwechsel machten den Auftritt der 83 Paare zu dem Highlight des Balls.

Seit drei Jahren kümmern sich Sabine und Tassilo Lax von der ADTV Tanzschule Lax in Dresden um die Debütanten. Zusammen suchen sie die Tänzer aus, entwerfen eine Choreografie, trainieren in den Tagen vor dem gesellschaftlichen Großereignis täglich.

„In diesem Jahr musste ich nicht viel erklären. Jedem Bewerber war von Anfang an der hohe Anspruch an Ausstrahlung und Grazilität klar“, so Tassilo Lax.

Die Tanzlehrer hatten die Wahl. Bei Castings in Dresden, Leipzig und Berlin wollten sich Hunderte nicht die Chance auf den Walzer für die Ewigkeit entgehen zu lassen. Dem Ehepaar Lax kam es aber nicht nur auf die richtigen Walzer-Grundschritte an. „Die Paare müssen sehr diszipliniert sein, weil die Proben sehr anstrengend sind. Außerdem wünschen wir uns natürlich Leute, die eine positive Ausstrahlung haben.“ Einige Tänzer mussten noch einen Walzer-Kurs besuchen, um im Haupt-Casting bestehen zu können.

Mit dem Schlachtruf „Avanti Debütanti“ stimmten sich die Debütanten sowie Sabine und Tassilo Lax auf die Proben und den Abend ein. „Alle haben die Bilder aus den letzten Jahren gesehen und wissen, wie es aussehen muss“, sagt Tassilo Lax. „Die Messlatte liegt mit jedem Jahr ein Stück höher.“

Wer im nächsten Jahr als Debütant beim Semperopernball dabei sein will, kann sich bereits jetzt dafür bei der ADTV Tanzschule Lax anmelden. Informationen gibt es unter 0351/2689222 und im Internet. www.tanzschulelax.de

Ein Höhepunkt, an dem auch bisher Paare des Landestanzsportverbandes Sachsen teilnehmen konnten – einfach ein unvergessliches Erlebnis.

 

Ivette Wagner/H





Die Jun. II - Sachsen auf der Deutschen Meisterschaft Latein

64 Paare trafen sich, um herauszufinden, wer denn in diesem Jahr Deutschland auf der altersmäßig gesehen ersten möglichen Weltmeisterschaft vertreten darf. Die Sachsen reisten in dieser Hinsicht sicher nicht mit Ambitionen nach Kassel an, nach dem Weggang von Schehimi/Hils in die Jugend fehlt es derzeit am Anschluss an die Deutsche Spitze, nicht zu reden davon, sie zu dominieren. Motiviert waren die Paare aber schon.

Der 23. war einer der schönen Februartage, so gab es keine Probleme bezüglich Anreise und alle sechs sächsischen Paare (mehr sind es derzeit leider nicht) traten an. Noch ohne die Sternchenpaare wurde die Vorrunde getanzt. Für Brehme/Kuske (Impuls Leipzig) blieb es die einzige Runde, die Enttäuschung war nachvollziehbar, aber die Beiden müssen halt nächstes Jahr noch einmal zuschlagen. Alle anderen Paare erreichten die 48er-Runde, wo auch die Sternchenpaare hinzukamen und es war absehbar, wir sind in Latein derzeit weit von einer Endrunde entfernt. Immerhin erreichten Böhme/Gröbe (TSC Leipzig, am Ende auf Platz 23-24) als beste Sachsen noch die nächste Runde, für alle anderen war hier Schluss. Kupferschmidt/Lausmann (TSC Leipzig) und Piskun/Derr (TC Saxonia Dresden) sowie Piskun/Schehimi (auch TC Saxonia Dresden) sind erst seit kurzem in der B und freuten sich, diese Runde erreicht zu haben, sie haben ja auch nächstes Jahr noch einmal die Gelegenheit zum Start in der Jun II. Leider war dies aber auch die letzte Runde für Ehrlich/Korndörfer (TSZ Muldental), die sich zu ihrer letzten Latein-DM der Jun II mehr gewünscht hatten. Ich sah sie ebenfalls sicher in der 24er Runde, aber so geht das eben mitunter. Mit Platz 33 waren sie meines Erachtens zu weit hinten.

Was auffiel war, dass alle sächsischen Paare antraten, wie es im Landesverband gewünscht und gefordert ist, die zugehörigen Club- und der Landestrainer aber abwesend waren (löbliche Ausnahme bildete die Heimtrainerin der Dresdner Paare). Auch wenn kein erster Platz winkt, sollte diese Anwesenheit die Regel darstellen, auch, um den eigenen Paaren die im Land vermittelte Wichtigkeit einer Deutschen Meisterschaft zu verdeutlichen.

Stolz wurde ein Pilotpojekt angekündigt, gemeint war die verdeckte Wertung zum Finale. Was zu Weltmeisterschaften gang und gäbe ist, hat sich im vereinigten Deutschland bisher nicht durchgesetzt. Aus östlicher Sicht muss man sagen, dass diese Wertungsform seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet wurde, deshalb müsste man bezüglich der Erfahrungen uns nur fragen. In meiner Eigenschaft als Wertungsrichter konnte mir bisher auch noch niemand schlüssig erklären, wieso man während eines Turniers nicht über die Paare sprechen darf und kein Programmheft erhält, wenn man dann nach dem ersten Finaltanz die Meinung der Wertungsrichterkollegen auf einem offenen Tablett serviert bekommt.

Dann machen wir doch aber gleich Nägel mit Köpfen und übernehmen das bewährte System aus dem östlichen Teil Deutschlands, d.h., offene Wertung nach dem LETZTEN Tanz, dann haben wir erst die Spannung und dann erfahren wir auch offiziell die Meinung der Wertungsrichter. Langweilig für das Publikum war das deshalb auch damals nie.

Zurück zum Turnier. Das Gros der Paare kam aus den westlichen Bundesländern und Berlin und so gestalteten sich auch Semifinale und Finale. Aus sächsischer Sicht hätte es ein entspanntes Zuschauen sein können, wenn sich nicht die Lautstärke der Musik und die Lautstärke der Fans ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hätten. Verlierer waren die (sicher wenigen) „ungebundenen“ Zuschauer, die nicht unter Schwerhörigkeit litten, danach es aber vielleicht waren und eventuell das nächste Mal lieber ins Theater gehen. Generell waren bereits in der 48er Runde die Fanblöcke sehr aktiv, aber sie waren eben steigerungsfähig. Wo ist die Grenze zwischen Anspornen und Lärmen? Gehen wir jetzt zum Tanzturnier, um es krachen zu lassen, wie manche beim Fußball? Da sind ja wohl die Entfernungen größer und Musik spielt keine Rolle. Höhepunkt war der Einsatz eines lustigen grünen Tamburins, leider hatte die Besitzerin besagten Instruments kein gutes Verhältnis zur Samba-Musik, war aber dank geschickter Lärmmittelwahl überall zu hören. Vielleicht drehte auch deshalb die Musik immer weiter auf. Also: Jubel ja, aber die Musik ist unser Sportinstrument, man nimmt ja auch den Fußballern nicht den Ball weg vor Begeisterung.

Natürlich war es im Endeffekt ein gutes und sportliches Turnier, aber als Eltern und Insider müssen wir aufpassen, wie alles auf Außenstehende wirkt.

Am Ende noch der Appell an alle Paare, die in der B tanzen wollen: Fahrt hin! Guckt zu! Nichts schult besser, als der eigene Eindruck von der in der Klasse abgeforderten Leistungskraft, dann weiß man auch viel besser, was die eigenen Trainer wollen.

Ach ja… und Oropax nicht vergessen.

 

gl





Landesmeisterschaft Latein der Hauptgruppe

An einem kühlen Wintertag trafen sich alle sächsischen Hgr-Lateiner in Markkleeberg. Die vom TSC Leipzig ausgerichteten Meisterschaften fanden erfreulicherweise in einem richtigen Tanzsaal statt. Vielleicht ist die unselige (wenn auch preisgünstige) Turnhallennutzung für solche Turniere wirklich zu Ende? Auf jeden Fall war der Saal schon am Nachmittag gut mit aufmerksamen Zuschauern gefüllt und gab eine gute Atmosphäre an die Tanzpaare zurück. Die bedankten sich mit einem Vortrag voller Tanzspaß.

Das war gleich am Anfang bei der D-Klasse spürbar. In der Vorrunde gab es hie und da noch ein paar Differenzen bei der Koordination mit der Musik, aber sichtlich mit Freude tanzten alle Teilnehmer, wie das immer in der Hauptgruppe ist. In der Rumba sah man vereinzelt Arm- und Körperaktionen, die die Paare vielleicht in der B-Klasse noch mal probieren sollten.

Das Finale zeigte mit Kaspar/Rudolph von Rot-Weiß Leipzig einen deutlich sichtbaren Sieger. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Prax/Rebentisch (Wilsdruff) und Sieber/Böhme (Excelsior Dresden), wo es sich die Wertungsrichter nicht leicht machten und recht gegensätzliche Meinungen auftraten. Aber das kann in der D-Klasse eben immer mal passieren und tut der Leistung der Paare in der ersten Turnierklasse keinen Abbruch.

Die Paarzahlen sind in den letzten Jahren generell in der Hauptgruppe wieder gestiegen, aber in den Klassen D-B wird das am deutlichsten sichtbar. Vielleicht auch eine Folge des Angebotes von Landesmeisterschaften, die es ja erst seit wenigen Jahren für diese Klassen gibt.

Die C-Klasse zeigte sich neben der für Sachsen hohen Starteranzahl erstaunlich leistungsstark, alle Paare waren sichtlich motiviert. Einige weinige Übertretungen der Schrittbegrenzung hätten die Paare bei den gezeigten Leistungen gar nicht nötig gehabt. In der Vorrunde war der Jive für die ersten zwei Gruppen recht langsam (so alt sind die Paare nun auch wieder nicht), die dritte Gruppe durfte dann wieder flott tanzen. Ansonsten war aber der Musikmix über das ganze Turnier hinweg gut passend. Inzwischen war der Saal nicht nur voll, sondern angenehm brechend voll und es ging über eine Zwischenrunde in die Endrunde. Dort zeigte sich die Überlegenheit des Paares Müller/Neumann (Residenz Dresden). Bereits seit der Vorrunde begeisterte die Dame mit ganz zauberhaften und technisch sehr guten Latein-Beinen und dazu dem passenden Latin-Look, zusammen mit einem sehr guten Herrn die richtige Kombination für einen Sieg mit allen Einsen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Luther/Mühlmann (auch Residenz) und Büchel/Seidel (Rot-Weiß Leipzig). Allen anderen Paaren der Endrunde kann aber unter dem Eindruck der oben erwähnten Leistungsstärke dieser Klasse gern die Tauglichkeit für die B-Klasse bescheinigt werden.

Das Turnier der B-Klasse begann leistungsmäßig recht durchwachsen, da war die C-Klasse vorher dichter beisammen, sicher ein Effekt der plötzlichen „Figurenfreiheit“, wo manchmal weniger mehr wäre. Auch diese 14 Paare mussten sich über eine Zwischenrunde die Endrunde erkämpfen. Dort sah man für alle Paare eine sehr durchwachsene Wertung in der Samba, dann eine Wertung mit Ausreißern in der Cha Cha und schließlich war für den ersten Platz alles klar. Die Aufsteiger aus der C-Klasse siegten letztlich souverän auch in der B-Klasse, herzlichen Glückwunsch an dieses Paar, dessen Weg steil aufwärts weist. Ein sicherer zweiter Platz ging an Kats/Schöne (Rot-Weiß Leipzig). Der dritte Platz war recht umkämpft, letztlich hatten die Zwickauer Wulff/Poller die Nase vorn.

Die Hauptgruppe A war die erste Klasse der separaten Abendveranstaltung. Wieder war der Saal brechend voll, es gab sogar einige traurige Fans, die keine Karte mehr erhalten konnten.

Die A-Klasse zeigte das übliche Gemisch aus doppelstartenden Jugend- und tatsächlichen Hauptgruppe-Paaren. Es zeigte sich in der Vorrunde eine große Spannbreite mit Spitzenleistungen ganz vorn. Ab der Zwischenrunde gab es dann schon ein gutes Niveau, das zur Endrunde hin eindeutig sehr gut genannt werden kann. Insgesamt sah man dort eine A-Klasse, die dynamisch, entwicklungsfähig und gut für Sachsen ist.

Die Endrunde hat beim Zuschauen viel Spaß gemacht. Völlig souveräne Gewinner mit einer fast makellosen Bilanz wurden Schehimi/Hils (Saxonia Dresden), die mit (noch) 15 Jahren Newcomer im Feld, ganz neu in der Jugend A und gerade eben altersmäßig startfähig bei den Erwachsenen sind. Sichere Zweite wurden hier Ziebegk/Müller (Excelsior Dresden) und ebenso sichere Dritte Schwarick/Schöne (auch Excelsior).

Zur Siegerehrung gab es sehr hübsche Blumenarrangements, sichtlich vom gleichen Floristen wie die Orchideen-Gestecke auf den Tischen, Kompliment an den Hersteller.

Gleich danach kam es zum großen Finale mit dem Turnier der kleinen aber feinen S-Klasse, gerade in Sachsen mit den amtierenden Weltmeistern über 10 Tänze und den anderen national gut platzierten Spezialisten und 10-Tänze-Paaren immer ein Hingucker. Die Bewertung dieses Turnieres befindet sich im Mantelteil des Tanzspiegels. Alle nicht genannten Platzierungen sind in gewohnter Weise im Internet abrufbar.

 

Gunnar Lippmann





„Haus-Garten-Freizeit“ mit Sport, Spiel und Spannung – Landesmeisterschaft in den Lateinamerikanischen Tänzen






So der Slogan der gleichnamigen Veranstaltung auf dem Gelände der Neuen Messe Leipzig, welche auch in diesem Jahr in der Kombination mit der Mitteldeutschen Handwerksmesse sowie der Immobilienmesse wieder über 170.000 Besucher anlockte.

Eingebettet in den letzten Veranstaltungstag wurden in schon bewährter Art und Weise die Landesmeisterschaften der Lateinamerikanischen Tänze bei den Kindern, den Junioren und der Jugend in der Glashalle der Messe ausgetragen. Bereits seit dem Jahr 1999 werden regelmäßig Tanzveranstaltungen in der Messe ausgetragen. Auch dieses Jahr nutzten wieder viele Besucher der Messe die Möglichkeit, „Tanzluft“ zu schnuppern, so dass die Zuschauerränge und die zahlreichen Plätze auf der Empore stets voll besetzt waren. Schließlich hat man ja nicht oft die Möglichkeit, Tanzpaare nicht nur auf nationalem Niveau zu bestaunen.

Ausrichter dieser Landesmeisterschaft war der STK Impuls Leipzig, welcher mit seinem Team, den unzähligen Helfern sowie mit der Unterstützung durch Radio PSR und zahlreichen Sponsoren die Lage „voll im Griff“ hatte. Die Turnierleiter Rolf Herrmann (STK Impuls Leipzig) sowie Viola Martin (TSC Synchron Chemnitz) führten dabei wie immer souverän und minutiös durch den Zeitplan. Für Abwechslung zwischen den vielen lateinamerikanischen Rhythmen sorgten die Standard-Sonderklassenpaare Martin Herrmann/Elisabeth Wiedenbruch und Daniel Beuter/Jenny Kampfrath des STK Impuls Leipzig, welche die Zuschauer mit ihrem Können überzeugten.

Aufgrund der geringen Anzahl von Meldungen mussten die KIN C und JUN I C Klasse sowie die JUN II D und JUG D Klasse kombiniert ausgetragen werden. Klare Gewinner der JUN I C waren Dmitri Babenko / Katarina Dulson vom TC Saxonia Dresden vor dem Chemnitzer Paar David Neubert / Jessica Langer vom TK Orchidee.

In der JUN II D setzten sich Oliver Brandis / Nathalie Agater vom STK Impuls Leipzig souverän vor den zweitplazierten Joachim Hindemith / Linda Schneider vom TC Rot-Gold Meißen und den drittplazierten Edward & Victoria Rupp vom TSC Excelsior Dresden durch.

Landesmeister der JUG D wurden Marian Illinger / Franziska Frenzel vom TSC Excelsior Dresden.

Die JUN I B fiel mangels Paaren ganz aus, da nur das Paar Florian Fürll / Marie-Charlott Wurmisch vom TC Galaxy Dresden mit Ihrem 3. Platz in der JUN I C von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch machte.

Besonderes Pech hatte das einzige KIN C Paar Ben Klose / Olivia Wächtler vom 1. TSC Oschatz, welches zwar in der JUN I C mittanzen durfte, da es aber in seiner Klasse das Einzige am Start war, nicht Landesmeister werden konnte.

In der JUN II C, welche mit 9 Paaren in 2 Runden ausgetragen werden konnte, setzten sich zwei Paare des TC Saxonia Dresden an die Spitze. So gewannen Wladimir Piskun / Alina Schehimi klar vor Ivan Proschenkov / Jessica Derr. Auf dem dritten und vierten Platz landeten mit gleicher Platzziffer Tony Pohl / Mary Pohl vom TSC Kristall Weißwasser und Nils Lohmann / Tina Frenzel vom TSC Silberpfeil Pirna.

In der JUG C setzte sich der STK Impuls Leipzig mit seinem Paar Philipp Lehmann / Julia Schlossus klar vor Paul Berger / Sophia Watzke vom TC Saxonia Dresden durch. Um Platz drei gab es einen harten Kampf, welchen schließlich Ralph Adamek / Daniela Dimova vom TSC Silberpfeil Pirna vor Michael Rosenfeld / Regina Volkova vom TC Saxonia Dresden für sich entscheiden konnte.

Die JUG B war mit 12 startenden Paaren die zahlenmäßig stärkste Klasse des Tages. Eindeutig hat sich hier das Paar Paul Piskun / Jana Tchertov vom TC Saxonia Dresden gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Dieses Paar nutzte die Möglichkeit des Aufstieges in die JUG A und gab mit einem vierten Platz einen sehr guten Einstand. Auf den nächsten Plätzen folgten Erik Benicke / Ly Nguyen vom STK Impuls Leipzig und Benjamin Böhme / Ina Gröbe vom TSC Leipzig.

Auch in diesem Jahr waren die Bezirke Dresden und Leipzig auf der Landesmeisterschaft stark vertreten, wogegen aus der Region Chemnitz / Zwickau nur vereinzelt Paare am Start waren.

Vor allem in den unteren Klassen lässt sich dabei eine große Diskrepanz zwischen der Anzahl der Teilnehmer und der Anzahl der Startbuchinhaber feststellen. Ein größerer Wille von Seiten der Vereine und Paare, sich dem sportlichen Wettkampf zu stellen, wäre hier wünschenswert. So wäre es durchaus möglich gewesen, in der einen oder anderen Klasse mehr als nur eine Runde durchzuführen.

Bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung weiter dazu beiträgt, unsere Sportart populärer zu machen und mehr Kinder Jugendliche unter dem Motto „Sport, Spiel und Spannung“ den Weg in einen Tanzklub finden werden.

 

Mike Hartmann/H