Rückblick mit Blick nach vorn - Eröffnung Vereinsheim des TSK Residenz Dresden
Tanzgala in Grimma



Rückblick mit Blick nach vorn - Eröffnung Vereinsheim des TSK Residenz Dresden


Nächtlicher Arbeitszustand im umzubauenden Objekt: die Trockenbaustützen der bisherigen Büroräume harren noch des Ausbaus


Der Trainingssaal mit einer Tanzfläche von 13x24 Metern ist zum Empfang der Gäste für die Eröffnungsfeier vorbereitet

„Auf eine gute und produktive Nachbarschaft“. Jene Schlussworte des Vorsitzenden waren es wohl, welche die auf der offiziellen Einweihungsparty unseres neuen Klubheims geschlossene Nachbarbarschaft besiegelten. Seit dem 27. April 2007 existiert nun die „Achse des Guten“ (TC Galaxy – TSK Residenz – TSC Excelsior), die ihre Heimstätten in unmittelbarer Nachbarschaft im Osten Dresden angesiedelt haben. Im gleichen Tenor äußerte sich auch der Präsident des Landestanzsportverbandes Sachsen, Dietrich Rupp. Der aus Dresden Stammende hat es immer noch nicht aufgegeben, die Dresdener Vereine dauerhaft unter einen Hut zu bekommen.

Kein Zweifel, dass es einen Grund zum Feiern gab. In Anwesenheit des Geschäftsführers des Kreissportbundes, Robert Baumgarten und weiterer Ehrengäste, die vor allem aus den Bereich der den Ausbau unterstützende Firmen, Spendern und der Presse geladen waren, gestaltete sich ein festlicher Ablauf. Schließlich hat ein ganz neues Kapitel für unseren Klub begonnen: Neues Klubheim (Umbau durch die Mitglieder von Büroräumen zu Tanzsälen innerhalb nur eines Monats, das sind Eigenleistungen von über 10 Tausend Euro), neuer Vorstand und neue bzw. immer besser werdende Turnier- und Breitensportpaare. Davon gab es an jenem Abend auch eine mehr oder weniger „kleine Kostprobe.“ Paare verschiedener Gruppen und Altersklassen haben ihr Können zum Besten gegeben und ernteten dafür auch den verdienten Beifall des Fachpublikums. Dabei zu Gast auch Paare befreundeter Klubs. Gekrönt wurde die Präsentation durch den Auftritt des Weltmeisterpaares Christoph Kies und Blanca Ribas Turon. Beide betreuen in unserem Club die Standard- und Lateinpaare der höheren Klassen.

Durch das Programm führte unser Trainer und Sportwart Michael Hölschke, alternierend unterstützt durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Hans-Detlev Tauscher. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Tanzlehrer und Trainer Hans Jöhren zum Ehrenmitglied des TSK Residenz Dresden. Als ehemaliger Teilnehmer Deutscher Meisterschaften sowie Trainer in den früheren Tanzkreisen Silberpfeil Pirna, Excelsior Dresden und Rosa-Lind Dresden gehört er zu den Urgesteinen im sächsischen Tanzsport seit den 50-er und 60-er Jahren und ist im Alter von 101 Jahren rüstiger Zeuge der Entwicklung des sächsischen Tanzsports.

Nach dem offiziellen Teil stand die nun größte zusammenhängende Vereinstanzfläche Dresdens dem tanzwütigen Publikum zur Verfügung.

Die Zeit, in der unser Klub ohne Trainingsstätte dastand , war eine harte Zeit, Dank sei übermittelt für das Gastrecht in den Vereinen Serenade und Excelsior Dresden. Die gemeinsamen Renovierungsarbeiten haben sich sehr positiv auf das Klubklima und den Ruf des TSK Residenz Dresden ausgewirkt, das war an diesem Abend deutlich zu spüren.

 

M. Blessing/M. Hölschke




Tanzgala in Grimma

„Da braucht uns für die Zukunft unseres sächsischen Tanzsports nicht Bange werden“, derart euphorisch sprach Turnierleiter Dr. Horst Galle, als er die 19! Bambini-Paare zum Wettbewerb aufrief, deren jüngste aus Wilsdruff mit sieben Jahren schon ihre ersten sechs Einstiegstänze absolvierten. Beeindruckt zeigte sich auch Wertungsrichter Henry Schulze aus Berlin (dort gibt es eher Klubteamkämpfe in diesem Altersbereich) von dem Potenzial, das da entwickelt werden kann. Nebenbei war es für die Wertungsrichter eine schwierige Aufgabe, die „Tanzflöhe“ beim Austanzen dreier Finals A, B und C manchmal sogar in die Plätze eins bis acht unterbringen zu müssen. Erstaunlich war schon, dass es bei den Knirpsen kaum Rhythmusprobleme gab.

Im Mittelpunkt der abendlichen Tanzgala stand das Standardeinladungsturnier, welches Michael Wenger/Melanie Ahl aus Berlin für sich verbuchten, nur leicht attackiert von ihren ebenfalls Berliner Kontrahenten Felix Schäfer/Nina Ciechowski. Belohnung neben der herzlichen Aufnahme durch die Gäste eine prima Rundumbetreuung durch den Ausrichter TC Blau-Gelb Grimma, deren rührige „Tanzmutter“ Helga Metzker es wieder geschafft hatte, Landrat, Oberbürgermeister und Sparkasse Muldental engagiert einzubinden. So etwas geht nur, wenn die lokalen Strukturen überschaubar sind, Hilfe gern auch aus dem Mittelstand heraus gegeben wird.

Um das Standardturnier rankten sich phantastische Showteile, selbstverständlich eingeleitet mit den Kindern, die auch schon bei der Deutschen Meisterschaft im vergangenen November in der Leipzig-Arena mit dabei waren. Latein wurde mit Willy und Linda Wurch aus den eigenen Reihen hinzugelegt. Oliver Thalheim und Tina Spiesbach, mittlerweile bei den Professionals, brillierten mit ihre Standardshow und zogen sich gegenseitig so gekonnt beim Tango die Beine unter dem Körper weg, dass einige meinten, es gehöre so zur Präsentation dazu. Viel Sympathie gab es beim Tanz von Tina mit dem Oberbürgermeister: „Let´s dance“ in Miniausgabe. Die Professional Brake Dance Weltmeister von 2006 „Da Rookies“ und die Diskofoxweltmeister Mario Spindler/Stefanie Langer aus Augsburg brachten die Gäste in der Muldentalhalle in ein absolutes Stimmungshoch.

Jedes Jahr eine Tanzgala in Grimma, immer mit unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung, aber immer mit Freude und Engagement in der Region und für die Region angeboten.

 

Michael Hölschke