| Jahreshauptversammlung des Sächsischen Verbandes Bewegung im Präsidium des Landestanzsportverbandes Nach jahrzehntelanger fast unveränderter präsidialer Zusammensetzung gab es zu der am 22. April 2007 stattfindenden Jahreshauptversammlung, zugleich Wahlveranstaltung des LTVS, mehrere Personalveränderungen. Erstmals war zur jährlichen Tagung der Tanzsportvereine im LTVS als Repräsentant des Landessportbundes Sachsen dessen Generalsekretär, Dr. Ulf Tippelt zu Gast. Die Jugendvollversammlung wählte als neue Landesjugendwartin Jana Kießling (Leipzig), die sechs Jahre als Landesjugendsprecherin agierte. Heike Herzberg verabschiedete sich nach neunjähriger Amtszeit, um sich neuen Aufgaben im Dienste des Tanzes widmen zu können. Für ihre geleistete Arbeit wurde sie mit der Ehrennadel des Deutschen Tanzsportverbandes in Bronze geehrt. Als Landesjugendsprecher wurde Mike Hartmann (Chemnitz) gewählt, der sich zunächst ebenfalls als Jugendwart zur Wahl stellte. Als drittes Mitglied im Jugendausschuss steht nun Andreas Rachow (Dresden) zur Verfügung. Im weiteren Verlauf Jahreshauptversammlung des Landestanzsportverbandes wurde Jana Kießling als Jugendwartin bestätigt. Nicht mehr zur Wahl stellten sich Rolf Herrmann Lehrwart und Gründungsmitglied des LTVS, und Michael Hölschke, 16 Jahre Pressewart des LTV und Mitglied im Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit des DTV.
Hier das neu gewählte Präsidium:
Am Rande der Jahreshauptversammlung erfolgten Ehrungen, so wurde unser Präsident Dietrich Rupp mit der höchsten Auszeichnung des Landessportbundes, der Ehrenmedaille in Gold, ausgezeichnet. Für sein jahrzehntelanges Wirken erhielt Rolf Herrmann die Silberne Ehrennadel des DTV und Michael Hölschke, der trotz Ausscheiden aus dem Präsidium weiterhin dem Tanzsport treu bleiben wird, die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen. Herr Wilfried Krüger, Vereinsvorsitzender vom TK Orchidee Chemnitz, konnte mit der Ehrennadel des LTVS in Bronze und Frau Kerstin Derichs (TSC Kristall Weißwasser) als „Frau des Jahres“ geehrt werden. Als langjähriger DTSA-Beauftragter gelang es dem Vereinsvorsitzenden vom TC Galaxy Dresden, Lothar Löwe, in seinem Verein die meisten Abnahmen der Deutschen Tanzsportabzeichen zu verzeichnen. Der erstmals übergebene Wanderpokal ist für wenigstens ein Jahr in seinen Händen. Allen hier Genannten Ausgezeichneten herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die geleistete Arbeit.
Heike Herzberg/Michael Hölschke |
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Aufgrund heftig einsetzenden Schneesturmes war unser Flieger gezwungen auf einem anderen Moskauer Flughafen Not zulanden. Die zweieinhalb Stunden nutzte ich, um einiges von unseren WM-Teilnehmern in Erfahrung zu bringen.
Heike Herzberg: Wie alt seid ihr und wann habt ihr mit dem Tanzen begonnen?
Lilli: Ich bin 14 Jahre alt und habe mit dem Tanzen begonnen als ich secvhs Jahre war, durch meine Cousinen.
Rami: Ich bin jetzt 14 und tanze seit meinem fünften Lebensjahr.
Was macht ihr zur Zeit und habt ihr schon Zukunftspläne?
L.: Ich bin Schülerin der 9. Klasse und werde nach Abschluss der 10. auf das Berufsgymnasium wechseln. Ich habe die Absicht später meinen Trainerschein zu machen. Tanzen ist das, was ich schon fast mein ganzes Leben mache und es macht einfach Spaß zu tanzen.
R.: Ich bin in der 8. und will erstmal unbedingt mein Abi schaffen. Außerdem will ich mit Lilli in Zukunft viel Erfolg haben und dafür auch hart trainieren.
Rami, könntest Du Dir auch vorstellen Tanztrainer zu werden?
R.: Ja natürlich!
Euer Lieblingstanz und warum?
L.: Cha Cha Cha, aber ich weiß nicht warum.
R.: Samba, weil ich da so richtig die Sau raus lassen kann!
Welche Eigenschaften schätzt ihr besonders an dem anderen?
R.: Lilli ist geduldig und rastet nicht gleich aus.
L.: Rami kann sehr lustig sein und das hilft mir, wenn ich mal nicht so gute Laune habe.
Wie viel Stunden trainiert ihr in der Woche, wie viele Turniere leistet ihr im Jahr?
L.: Wir tanzen pro Jahr ca. 20 Turniere, ich weiß nicht, wie viele Stunden wir trainieren, aber auf jeden Fall an fünf Tagen in der Woche.
R.: Meistens fünf Tage oder auch mehr und dann immer 2 bis 2,5 Stunden oder auch mal länger.
Findet ihr da überhaupt mal Zeit zum Computerspielen, Lesen oder mit Freunden etwas zu unternehmen?
L.: Zum Computerspielen finde ich immer mal Zeit. Lesen ist sowieso interessant, aber einen Lieblingsschriftsteller oder ein Lieblingsbuch habe ich nicht.
R.: Lernen muss ich immer, um gut in der Schule zu sein. Mit dem Lesen geht es bei mir nicht so gut, ich bin ein Lesemuffel und mag daher überhaupt keine Bücher.
Würdet ihr nicht tanzen, wie würdet ihr dann eure Freizeit verbringen?
L.: Wahrscheinlich mit Freunden gemeinsam einem Hobby nachgehen.
R.: Ich würde Fußball spielen und viel mehr mit meinen Freunden zusammen sein.
Euer Lieblingsurlaubsort?
R.: Mallorca, Portugal
L.: Kroatien
Was sagen eure Freunde, Lehrer oder Mitschüler dazu, dass ihr gerade mit Tanzen eure Freizeit verbringt, erfolgreich seid und nun zu eurer ersten Weltmeisterschaft an den Start geht?
L.: Sie finden es nicht immer so schön, weil wir oft nicht da sind, aber sie gewöhnen sich schon noch daran.
R.: Naja, manche kommen zu mir und sagen Bescheid, wenn sie uns in der Zeitung gesehen haben, aber sonst nichts.
Was habt ihr euch für die morgige WM vorgenommen?
L.: das Beste zu zeigen, was wir trainiert haben und in´s Semifinale zu kommen.
R.: Das Beste zu geben und dann kommt alles von allein.
Na dann drücke ich euch schon jetzt mal die Daumen.
Habt ihr ein Lieblingsturnier bzw. eine Lieblingsturnierstätte - oder Ort?
L.: Mir kommt es nicht auf den Turnierort an!
R.: Ich habe keinen, aber am allerschönsten ist es trotzdem in Dresden.
Welches ist euer Lieblingsfach?
L.: Kunst und Chemie
R.: Sport
Welche Musik hört ihr am liebsten?
R.: R&B, HipHop, aber ich hasse Rock.
L.: Alles mögliche, außer Rock oder Swing.
Wie ernährt ihr euch, gibt es ein Lieblingsgetränk oder ein Lieblingsgericht?
R.: Ich esse alles, was gut schmeckt. Mein Lieblingsgetränk ist Cola. Darf ich aber leider nicht allzu oft trinken …
L.: Ich esse alles, wozu ich gerade Lust habe. Aber ich muss trotzdem aufpassen, dass ich nicht zu dick werde!
Und nun meine abschließende Frage: Könntet ihr euch ein Leben ohne Tanzen vorstellen?
L.: Eigentlich nicht, denn das mache ich ja schon über die Hälfte meines Lebens. Es gehört einfach dazu!
R.: Nein, weil ich schon sehr lange tanze und es für mich unvorstellbar wäre aufzuhören. Außerdem wäre dann ja alles umsonst gewesen!
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Für morgen wünsche ich euch viel Erfolg, aber auch für die kommenden Turniere, vor allem die nächste WM (Latein), für die ihr euch im März qualifiziert habt. Diese findet am 15.12.2007 in Riga statt. Alles Gute!
Der ausführliche Bericht über die WM ist im Hauptteil dieser Ausgabe zu finden.
H.H.
Moskau, die Mehr-als-zehn-Millionen-Metropole erwartete uns. Hier werden vier Fünftel aller Kapitalbewegungen Russlands abgewickelt. Moskau ist noch immer das geistige, kulturelle und ökonomische Zentrum Russlands und darauf gründet sich seine Anziehungskraft.
Die Anreise der sächsischen Tänzer und Begleiter gestaltete sich abenteuerlich, als dass die Maschine kurz vor der Landung ohne Ankündigung nochmals straff durchstartete und wir wegen heftigen Schneesturmes auf einen anderen Moskauer Flughafen ausweichen mussten. Im Flieger verbrachten wir 2,5 Stunden, um dann wieder am Zielflughafen eintreffen zu können. Der für uns eigens geplante Transfer war nach drei Stunden Verspätung nicht mehr zu erreichen und es galt ein Taxi zu chartern. Durch den Reiseführer waren wir vorgewarnt und hielten nach einem knallgelben Taxigefährt Ausschau. Weit und breit war keins zu sehen, dafür aber viele wartende Menschen, die alle das gleiche Ziel hatten: ein Taxi. Der Schnee sorgte für ein nicht zu enden wollendes Chaos. Mit fremder Hilfe ist es uns gelungen, ein anders farbiges Taxi zu ordern, einem wild gestikulierenden Menschen (Cheforganisator für heranrollende Autos) 500 Rubel in die Hand zu drücken und mit einer Quittung versehen, ein Gefährt besteigen zu dürfen. Der fahrbare Untersatz war nicht gerade vertrauenerweckend und der Fahrstil unseres Fahrers äußerst gewagt. Ständig hupend, laut fluchend, rote Ampeln missachtend und um „meine Kinder“ bangend, kamen wir wie ein Wunder wohl behalten im Hotel „Salut“ an. Die Teilnahme an der WM war gesichert, da Rami und Lilli keine bleibenden Schäden von der Fahrt behalten hatten.
Die Anreise für Alex und Karolina war ganz offensichtlich unkomplizierter, sie waren schon einige Tage zuvor in Moskau bei Verwandten zu Besuch. Da Wolfgang Kilian und seine Frau zeitgleich mit uns, lediglich auf einem anderen Flughafen in Moskau eintrafen, sie schon längst im Hotel waren, hatten wir telefonischen Kontakt, um eventuell benötigte Hilfe erhalten zu können. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß.
Das typisch russische Frühstück war für manchen von uns etwas gewöhnungsbedürftig, für Sportler nicht ausgelegt, dafür aber reichhaltig und äußerst fettig. Der Transfer zur Turnierstätte, dem Olympiastadion, war von erneuten heftigen Schneefällen begleitet. Sehr gern hätten wir ein paar Sehenswürdigkeiten in Augenschein genommen, das war aber aufgrund des dichten Nebels nicht möglich. Durch eine Sicherheitsschleuse gelangten wir in die Turnierstätte mit Taschenkontrollen, durchgeführt vom russischen Militär. Wolfgang hatte für unsere zwei Paare österliche Glücksbringer vorbereitet und über Herrn Spaeker Karten organisiert, die es uns ermöglichten, im Innenraum am Parkettrand sitzen, um nah genug an unseren Paaren sein zu können. Die für 300 Rubel am Vorabend im Hotel gekauften Eintrittskarten waren lediglich für die Ränge, die über das gesamte Nachmittagsturnier hinweg in einer festlich geschmückten Halle spärlich besetzt waren.
Für unsere beiden Paare aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen war diese Weltmeisterschaft die erste, sie hatten beide ein ganz klares Ziel vor Augen: in das Viertelfinale zu gelangen. Dieses Ziel wurde erreicht, Rami und Lilli ertanzten sich einen 23. und Alex und Karo einen 24. Platz. Am Start waren insgesamt 65 Paare aus 36 Nationen. Die Bandbreite der gezeigten Leistungen reichte von „dabei ist alles“ bis zu absoluten Spitzenleistungen, die für dieses Alter alle Erwartungen übertroffen haben dürften. Die Rede ist hier von den aus Moskau stammenden Favoriten Igor Kruglov mit Olga Shcherbina und Juri Soldatov und Irina Gogoladze.
Die deutschen Paare gingen sehr konzentriert an den Start, überzeugten mit musikalischem Tanzen und guter Präsenz auf der Fläche, sodass es ihnen gelungen war, sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren, das Redance blieb ihnen somit erspart. Bereits hier boten sich sehr viele Paare für das Viertelfinale an, es präsentierte sich ein äußerst starkes Feld. Die Leistungen unserer beiden Paare haben sich im Vergleich zur Deutschen Meisterschaft im Herbst deutlich verbessert.
Vor dem Beginn des Viertelfinales fand die Eröffnungszeremonie statt, mit der Vorstellung aller Paare. Aus unserer Sicht ein ungünstiges Timing, da dies unmittelbar nach der Aufwärmphase der Paare erfolgte. Das Viertelfinale war die beste Runde von Alex und Karolina. Pech für Lilli: ihr Schuhabsatz löste sich 10 Sekunden vor dem Langsamen Walzer, mit ca. einem Meter Klebeband wurde der Absatz von ihrem Trainer Gunnar Lippmann am Schuh befestigt und half über die nächsten Tänze, die die letzten sein sollten, hinweg. Rami und Lilli zeigten über alle Runden und Tänze hin eine konstante Leistung. Das in dieser Runde dargebotene Leistungsniveau aller Paare war einer Weltmeisterschaft absolut würdig. Die angebotene Leistungsdichte war extrem hoch, die Wertungsrichter hatten es somit nicht einfach und umso nachvollziehbarer ist es, dass es unseren Paaren nicht gelungen ist, sich für das Semifinale zu qualifizieren. Die hier gewonnen Erfahrungen, das Feeling gegenüber den abgeforderten Leistungen, Messen mit der Weltspitze, werden unsere jungen Paare weiter voranbringen auf dem Weg nach oben, um eventuelle Hürden künftig zu bewältigen zu können. Neue Aufgaben und Herausforderungen stehen an, denn für die nächste WM im Dezember in Riga, haben sich Rami und Lilli mit ihrem Vize-Meister in Latein bereits qualifiziert.
Von der Vorrunde an, bis zum Finale komplett dominierten die Sieger. Da stimmte einfach alles. Der Doppelsieg für Moskau war eine nette Zugabe für die Zuschauer, der Jubel war entsprechend groß. Das Paar aus Moldavien, Cristian Radvan und Tatiana Seliverstiva, uns bereits bekannt von GOC und Saxonian Dance Days, hätte durchaus mit dem zweitplazierten Paar austauschbar sein können. Den Italienern Angelo Gaetano und Martina Cerra gelang es als einzigstes Paar die Domäne der Osteuropäer zu durchbrechen.
Insgesamt phantastische Leistungen im Finale, weitere Paare wären es ebenfalls würdig gewesen, um sich hier nochmals darbieten zu können. Hohes Niveau, dominiert von Osteuropäern. Eine sehr feierlich vorgenommene Siegerehrung beendete die Weltmeisterschaft der Junioren II B Standard.
Die einhellige Meinung der Begleiter der deutschen Delegation: unsere beiden Paare erzielten ein sehr gutes Ergebnis.
Auf der nächtlichen Rückfahrt zum Hotel sahen wir eine hell erleuchtete Lomonossow-Universität im Zuckerbäckerstil der Stalinzeit.
Nach dem Festempfang für die Teilnehmer und Offiziellen in unserem Hotel war ein Rundgang durch die Moskauer Innenstadt mit Kreml, Roter Platz und Basilius-Kathedrale geplant. Schließlich sind dies die Wahrzeichen der Stadt. Die Moskauer Organisatoren rieten uns von unserem Vorhaben ab, da die Nacht vom Karsamstag zum Ostersonntag die Innenstadt komplett abgesperrt sei. Der Grund: Der Ostersonntag ist das höchste Fest der orthodoxen Kirche - Mitternachtsmesse am Karsamstag, Prozession mit Ikonen, Kerzen und Hymnensängern. Die Gläubigen strömen zu Tausenden in die Kirche, um Ostergebäck und Eier segnen zu lassen.
Schon Anton Tschechow sagte vor hundert Jahren: „ Der Russe vergöttert die Vergangenheit, verabscheut die Gegenwart und fürchtet die Zukunft.“ Nachdem was wir erleben konnten, ist uns um die Zukunft von Moskau nicht bange. Denn dass Moskau eine Stadt der Kontraste und Superlative, selbstbewusst und dynamisch ist, davon konnten sich unsere Paare und Begleiter am darauffolgenden Tag überzeugen. Moskau wird täglich bunter, schriller, faszinierender, illuminierter. Moskau ist eine Stadt, die nie zur Ruhe kommt und immer interessant ist.
Heike Herzberg
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In diesem Jahr feiert der Tanzsportclub Silberschwan Zwickau seinen 60. Geburtstag. Fast solange ist auch Ostern in der Muldestadt fest mit dem Verein verbunden. Bereits 1950 gab es zum ersten Mal im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ an den Feiertagen ein großes Turnier. Damals war es noch kein Einladungsturnier wie heute, dennoch ist die Tradition seitdem aufrecht erhalten worden. Selbst in den schwierigen Zeiten in der DDR schafften es die Verantwortlichen diesen Termin am Leben zu erhalten.
Heute ist das Internationale Ostertanzturnier als Einladungsturnier der Hauptgruppe A/S in den Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen aus dem Kalender der Zwickauer nicht mehr wegzudenken. Allerdings haben die Organisatoren jetzt andere Probleme zu bewältigen. Der 1. Vorsitzende Sven Glaser weiß um die Schwierigkeiten: „Durch das Blaue Band der Spree in Berlin wird es für so ein kleines aber feines Turnier vor traumhafter Kulisse immer schwerer genügend erstklassige Paare zu verpflichten.“ Trotzdem halten die „Silberschwäne“ an dem Konzept fest. „Die Zuschauerzahlen zeigen uns, dass wir mit der Mischung aus tollem Sport und elegantem Ball genau richtig liegen“, so der 2. Vorsitzende Mario Tischler weiter. Mit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit konnte diese in den letzten Jahren wieder gesteigert werden. Dieses Jahr sah man fast keine freien Plätze mehr im Saal und schon denken die beiden weiter, um in den nächsten Jahren die Attraktivität weiter zu steigern. „Zu diesen Gedankenspielen werden wir jetzt noch nichts sagen“, schmunzelt Glaser und fügt hinzu: „Wir sind immer für Überraschungen gut und so werden wir es auch diesmal handhaben.“
Getanzt wurde an dem Abend natürlich auch noch. Im Standardwettbewerb lieferten sich die Vorjahresgesamtsieger Anton und Oksana Pasternak vom TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg mit den tschechischen Spezialisten Jiri Liska und Mirka Navratilova aus Cheb ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst im Quickstep entschieden die jungen Franken dieses Duell für sich. Die wesentlich älteren Tänzer aus dem Nachbarland mussten sich da dem jugendlichen Elan geschlagen geben. Dritter wurden die Gäste aus Salzburg (Österreich) Paul Hüttinger und Sandra Stöckl. Die Zwillinge Tobias und Diana Strobel aus Zwickau galten in dem Starterfeld eher als Außenseiter. Die erst im Dezember in die A-Klasse aufgestiegenen Lokalmatadoren schlugen sich in der Vorrunde recht achtbar und ließen dort auch ein Paar hinter sich, im Finale fehlte dann die nötige Konzentration und sie wurden Sechste. Sicher spielte auch ein gewisses Maß an Nervosität bei den Beiden mit. Trotzdem hofft der Verein das die Strobels noch länger in Zwickau tanzen und sich dann weitere Erfolge einstellen. Die ersten Schritte für eine längere Bindung an den TSC sind getan, beide sind bereits im sehr jungen Vorstand vertreten und absolvieren ihre Ausbildung an der Mulde.
Genau wie im Standard entwickelte sich im Lateinturnier eine spannende Entscheidung. Neben den Nürnbergern standen die Lateinsieger vom letzten Jahr ebenfalls auf dem Zwickauer Parkett. Somit hatten Pasternaks mit Konstantin Niemann und Anastasia Davydova vom STK Impuls Leipzig einen starken Kontrahenten. Die beiden Paare des Bundesnachwuchskaders zeigten dann auch warum sie bei großen Turnieren schon beachtliche Erfolge aufweisen können. Schließlich entschieden die Spezialisten aus der Messestadt den sehenswerten Wettbewerb für sich und sicherten sich den zweiten Erfolg in Folge. Anton und Oksana aus Nürnberg nahmen neben dem Sieg im Standard und dem zweiten Platz im Latein ebenfalls zum zweiten Mal nacheinander den Pokal für das beste Allrounderpaar mit nach Hause. Leider verkündeten sie nach dem Turnier, dass dies ihr letzter gemeinsame Auftritt war und sie fortan getrennte Wege gehen. Die Geschwister nannten als Gründe nicht die üblichen Geschichten, sondern Anton konzentriert sich erstmal auf die Schule und Oksana will mit ihrem „Neuen“ weiter durchstarten. Verkracht hätten sie sich nicht, aber Oksana wächst ihrem Bruder langsam über den Kopf und das ist im Tanzen bekanntlich nicht so gut, erzählten sie nach dem Turnier. Wir wünschen den beiden natürlich alles Gute für die weitere Laufbahn.
Wie bereits am Anfang des Berichts erwähnt, begeht der TSC Silberschwan Zwickau in diesem Jahr sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Deshalb nahm der Verein dieses Ostertanzturnier zum Anlass verdienstvolle Personen zu würdigen. Zu Beginn wurden durch den 1. Vorsitzenden Sven Glaser drei Tanzpaare der 1. Stunde geehrt. Neben Rudi und Charlotte Harnisch hatten Horst und Erna Seifert (3. Platz DDR-Meisterschaft 1957) und vor allem Gerhard und Ursula Herrmann (3. Platz DDR-Meisterschaft 1956, von 1969 bis 1990 Trainer und Vorsitzende des Vereins und Ehrenmitglieder) entscheidenden Anteil daran, dass der Verein über die vielen Jahre erhalten geblieben ist. Natürlich gibt es auch jetzt Mitglieder im Verein, die schon lange ehrenamtliche Arbeit leisten. So wurden Silvia Schneider und Mario Tischler für ihr Engagement mit der Ehrennadel in Bronze des Landessportbundes (LSB) geehrt. Die beiden sichtlich gerührt von ihrer überraschenden Würdigung. Eine besondere Rede hatte der Sportwart des Landestanzsportverbandes Sachsen Herr Dr. Horst Galle vorbereitet. Diese galt für das Trainerehepaar Gerd und Ilona Ackermann. Beide bringen sich schon über Jahrzehnte für den Verein ein. Als Wertungsrichter, Turnierleiter, Beisitzer und Trainer stehen sie heute immer noch jede Woche an der Tanzfläche. Auch in der schwierigen Zeit des politischen Umbruchs 1989/1990 hielten sie den Verein am Leben. Gerd Ackermann wurde dafür mit der Ehrenmedaille, der höchsten Auszeichnung des LSB Sachsen, ausgezeichnet. Ilona Ackermann hat diese bereits erhalten und wurde deshalb von Herrn Dr. Galle mit einem großen Blumenstrauß geehrt.
Nach dieser gelungenen Veranstaltung freut man sich in Zwickau nun auf die weiteren Aufgaben. Als Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird am 3. November in der Zwickauer Stadthalle die Deutsche Meisterschaft Standard in der Sonderklasse ausgetragen.
Mario Tischler
2. Vorsitzender
TSC Silberschwan Zwickau
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Die Ausrichter TC Rot-Gold Meißen und TSC Serenade können mit der Teilnehmerresonanz von 150 Paaren zum 1. Sächsischen Seniorenwochenende in der Lößnitzsporthalle Radebeul bei Dresden sehr zufrieden sein. Die Ausrichtergemeinschaft ist zusammengewachsen und hat sich bewährt, insgesamt ein Novum des Zusammengehens zweier Vereine aus zwei Städten. Als Wertungsrichter waren Damen und Herren aus sechs Landesverbänden und dem Nachbarland Böhmen verpflichtet worden.
Das Turnierereignis hatte zugleich Testfunktion für die beabsichtigte Einordnung der Sächsischen Landesmeisterschaften im Bereich SENIOREN-II und -III sowie SENIOREN Latein für das Jahr 2008.
Michael Hölschke
Am Wochenende 21. und 22. April fanden in München die Bavarian Dance Days statt. Das Tanzsportzentrum Dresden ist mit einer kleinen Abordnung von Paaren nach München gefahren, um sich dem Wettbewerb zu stellen. Herzlich wurden wir in Bayern aufgenommen und auch die Erfolge haben nicht lange auf sich warten lassen:
Mario und Catharina Klein – SEN I D ST – 2. Platz und Aufstieg nach SEN I C ST (Sonnabend)
Sebastian Huth und Alexandra Oly – HGR D ST – 3. PLatz (Sonnabend)
Ronald Kühn und Beate Fricke – HGR II A ST – 1. Platz (Sonnabend)
David Heiland und Kristin Spörl – HGR B ST – 1.Platz (Sonntag)
Unseren Paaren und auch mir als Wertungsrichter haben die Bavarian Dance Days sehr gut gefallen.
Die Turniere waren perfekt organisiert und auch die Startfelder recht umfangreich. Somit ergeht ein großes Lob an die Organisatoren.
Schade nur, dass wir die einzigen Vertreter Sachsens auf den Turnieren waren. Es hätte sich bestimmt auch für andere sächsische Paare gelohnt nach Bayern zu fahren. Wenn wir wollen, dass auch zu unseren Turnieren in Sachsen Paare aus vielen Bundesländern kommen, empfiehlt es sich, gerade auch in den unteren Klassen auf anderen Turnieren präsent zu sein. Sowohl mit Paaren, als auch Wertungsrichtern. Außerdem ist es gut, wenn Paare früh anfangen nicht nur gegen die Paare aus dem eigenen Landesverband zu tanzen, sondern auch gegen Paare aus vielen anderen Landesverbänden, damit Sie eine reale Einschätzung Ihrer tatsächlichen Leistung bekommen. Selbst auf dem Blauen Band in Berlin konnte ich nicht wirklich viele andere Paare aus Sachsen entdecken. Tanzen unsere Paare lieber im eigenen Landesverband kleine Turniere mit wenig Paaren oder haben wir zu wenig Nachwuchs in der Hauptgruppe und den Seniorengruppen?
Als Fazit kann ich die Bavarian Dance Days nur empfehlen. Uns hat es jedenfalls viel Spaß gemacht und wir sind auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei. Kompliment noch einmal an die Veranstaltergemeinschaft der Bavarian Dance Days.
Tassilo Lax
Pressesprecher TSZ Dresden
Landesjugendspiele 2007 - Aufruf an die Vereine unseres Landestanzsportverbandes
Am 30.6.2007 findet in Pirna unser Vereinsmannschaftswettkampf über acht Tänze (ohne Wiener Walzer, ohne Paso Doble) statt.
Ort: 01796 Pirna-Copitz, Rudolf – Renner - Str. 41b, „Herder-Halle“ am Herdergymnasium
Beginn der Veranstaltung: 14:00 Uhr
Eine Mannschaft besteht aus drei Paaren aus dem Altersbereich 12 bis 21 Jahre. Es sollte möglichst ein Paar Junioren dabei sein. Es darf pro Mannschaft höchstens ein Paar der Hauptgruppe (19-21 Jahre) antreten.
Die Altersangabe betrifft die Vollendung im Kalenderjahr 2007.
Zu jeder Mannschaft ist ein Mannschaftskapitän zu melden.
Heike Herzberg
Jugendwartin des LTVS