Oliver Thalheim und Tina Spiesbach tanzen ab dem Januar 2007 für den deutschen Professionalverband DPV. Nach zehn Jahren, die Oliver und Tina gemeinsam im Amateurbereich getanzt haben, stellen sie sich somit der neuen Herausforderung.
"An dieser Stelle möchten wir uns beim Landestanzsportverband Sachsen, den Landestrainern sowie unserem Tanzclub Rot-Weiß Leipzig für die Unterstützung in der Zeit unserer Amateurlaufbahn sehr herzlich bedanken. Es war eine sehr schöne Zeit, die wir nicht missen wollen.
Besonderer Dank gilt unserer Heimtrainerin Kerstin Jörgens, sowie dem Bundestrainer Oliver Wessel-Therhorn. Gleichzeitig hoffen wir auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Nachdem wir im Alltag seit einigen Jahren professionell als Tanzlehrer und Trainer arbeiten, haben wir uns entschieden, auch im Tanzsport den Wechsel vom Amateur- zum Profilager zu wagen."
Oliver und Tina werden im Februar ihr erstes Profiturnier tanzen.
M.H.
2003 – das letzte Mal ein Sieg für Sachsen, damals ein geteilter erster Platz mit unseren Sportfreunden von Nordrhein-Westfalen, in den Folgejahren dann jeweils einen zweiten und dritten Platz nach der erfolgreichen TNW-Mannschaft. Und nun endlich durfte der sächsische Jugendtanzsport, die Trophäe vom 29.TNW-Pokal wieder in den Händen halten.
Erst einmal der Reihe nach:
Freitag Mittag ging es von Dresden über Leipzig, mit einem Boxenstopp in Könnern, zur Sportschule Duisburg-Wedau. Zwei Mannschaften der Jugend A mit insgesamt zehn Paaren und zwei Vereinsmannschaften (TC Saxonia Dresden und STK Impuls Leipzig/TSK Residenz Dresden) zu je drei Paaren sowie alle mitreisenden Muttis, Vatis und verantwortlichen Funktionäre bildeten das sächsische Team. Nach der Ankunft probten alle noch einmal die verschiedenen Mannschaftsvorstellungen, die zum TNW-Pokal gehören, wie der Weihnachtsmann zu Weihnachten. Ein Box-Kampf, Charleston und „So schmeckt der Sommer“ (Lagnese-Eis-Werbung und passend zu den Außentemperaturen) sollten die anderen Teams schon vorab von unseren Qualitäten überzeugen.
Am Samstagmorgen musste in Windeseile die Musik, die der Papa einer Tänzerin über Nacht zu Hause noch fertig geschnitten hatte, aus dem Internet runtergeladen und gebrannt werden, ehe sie am Nachmittag den Boxkampf umrahmen konnte. Auch die zu Hause Gebliebenen hatten sich also für ein gutes Gelingen am TNW-Pokal aus sächsischer Sicht eingesetzt.
Ganz neu wurden die Turniere der Bailando-Serie (Turniere der Kinder bis Jugend in der D-Klasse) des TNW mit in den Nachmittag integriert, was dadurch leider zu langen Pausen für die Länder- und Vereinsteams sorgte.
Begonnen wurde mit den Vereinsmannschaften und ihren Vorstellungen. Bei einem kunterbunten Programm konnten sich alle 22 Teams der Kinder bis Junioren II vorstellen. Dazu wurden die Gruppen ausgelost. Der TC Saxonia Dresden (mit Eugen Boos/Alisa Kuznetsova, Michael Rosenfeld/Jana Tchertov und Ivan Proschenkov/Alina Schehimi), die das erste Mal mit in Duisburg waren, musste in der zweiten Vorrundengruppe an den Start. Der STK Impuls Leipzig konnte sein Können in der dritten Gruppe unter Beweis stellen. Beide Mannschaften qualifizierten sich mit jeweils einer weiteren direkt für das Semifinale der besten 14, völlig überrascht war vor allem unser Dresdner Team. Der Jubel in beiden Vereinen war riesig. Allerdings hatten sie nun knapp sechs Stunden Pause, bevor die nächste Runde getanzt werden konnte. Im Semifinale mussten beide Teams gegeneinander antreten. Und so kam es, dass der STK Impuls mit den Paaren Tom & Lisa Uhlig (TSK Residenz Dresden), Erik Benicke/Ly Nguyen und Henry Brehme/Sophia Kuske das Nachsehen hatte. Sie belegten am Ende den 8.Platz.
Im Lateinfinale (Cha-Cha, Rumba & Jive) trafen die Dresdner auf die favorisierten Berliner, welche am Ende wohlverdient und äußerst überzeugend Platz eins belegten und die Mannschaft aus Kassel (Platz zwei). Mit nur 1,5 Punkten mussten sie noch die Mannschaft aus Pforzheim vorbei lassen, die echt knappe Entscheidung fiel im Jive. Der Jubel über den Erfolg unserer „Neulinge“ war groß. Mit 64 Punkten wurden sie vor Ottweiler und Hannover/Osnabrück vierte.
Bei den Ländermannschaften im Standard gingen fünf Bundesländer mit insgesamt 12 Teams, zuzüglich einer „Länder-Mix-Mannschaft“ an den Start. Zum ersten Mal durften die Länder bis zu drei Mannschaften stellen. Diese Möglichkeit nutzten der TNW und Hessen.
Sandro Pascal Bahke/Jeannine Sagner wurden an die Berliner ausgeliehen, wo sie mit der zweiten Mannschaft siebte wurden. Tom und Lisa Uhlig durften als einzigstes sächsisches Paar beide Disziplinen tanzen. Sie starteten auf Anfrage im „Ländermix“ und wurden 11. Vielen Dank für das Engagement beider Paare!
Schon beim Lesen des Turnierprogrammheftes ahnten wir Sachsen, dass die Berliner Mannschaft mit ihren Spitzenpaaren es uns nicht einfach machen würde.
Gleich in der ersten Vorrunde traf Sachsen I auf die Mitfavoriten aus Berlin (unter anderem mit Hurski/Schulz und den Geschwistern Pfalzgraf). Für uns war klar, dass sich bei einer solchen Starbesetzung Berlin direkt für das Finale qualifizieren würde. Unsere Tänzer legten sich ins Zeug. Und es sollte sich lohnen, wir Sachsen zogen direkt ins Finale ein. In dieser Mannschaften tanzten Daniel Wellhöfer/Marion Hopf (STK Impuls Leipzig), Benedikt Grünberg/Isabell Derichs (TSK Residenz Dresden), Marcel Kunitzsch/Elisa Seifert (TC Rot-Weiß Leipzig) und Sebastian Lucke/Ingrid Altmann (Weißwasser).
Sachsen II traf in der Vorrunde auf den TNW I. Bei dieser Konstellation (der TNW trat mit Clemens/Slotala und Gross/Lesniak an) hatte sie es äußerst schwer und musste sich über das Semifinale für das Finale qualifizieren. Zu dieser Mannschaft gehörten Maik Puschmann/Manuela Schmidt (STK Impuls Leipzig), Phil Schwarick/Franziska Schöne (TSC Excelsior Dresden), Sebastian Herrmann/Sandra Hirschfeld (TC Rot-Weiß Leipzig), Rami Schehimi/Lilli Hils (TC Saxonia Dresden).
Im Finale ging es heiß her und die Stimmung kochte wie jedes Jahr, diesmal wurde sogar noch mit Trommeln und Rasseln nachgeholfen.
Neben den Sachsen, der Berliner und der TNW-Mannschaft schafften den Einzug in das Finale noch Hessen und TNW II. Nach dem Langsamen Walzer lagen Berlin und Sachsen I noch gleich auf. Ab dem Tango schoben sich die sächsischen Paare leicht nach vorn, was bis zum Ende hin auch so blieb. So gewann Sachsen I mit 7 Punkten Vorsprung vor Berlin I. Knapp dahinter ertanzte sich der TNW in diesem Jahr den dritten Platz. Sachsen II und Hessen I trennten nur 3,5 Punkte, so dass Sachsen noch einen vierten Platz für sich verbuchen konnte. Der TNW II kam etwas abgeschlagen auf den sechsten Platz.
Punkt 0 Uhr war der 29.TNW-Pokal mit einem sächsischem Sieger Geschichte und nun ging es an die Party. Verteilt auf allen Stockwerken im Bettenturm feierten die Paare ihren Jahresabschluss sowie das Ende ihrer tänzerischen Zeit in der Jugend, da sie zum Jahresbeginn in die Hauptgruppe wechseln werden. So mussten wir uns leider von Marcel und Elisa, Daniel und Marion trennen. Und noch einen Wehrmutstropfen gab es: Nach ca. 15 Jahren Teilnahme am TNW-Pokal, ob als Betreuerin der STK-Impuls Leipzig-Mannschaft, Mannschaftsführerin einer sächsischen Ländermannschaft oder als mehrfach eingesetzte Wertungsrichterin, verabschiedete sich unsere Sabine Herrmann und erklärte, dass dieser 29. TNW-Pokal ihr letzter war. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön für ihr Engagement, ihre guten Ideen und ihr tolles Organisationstalent. Sie wird uns echt fehlen. Sabine - nochmals Danke von uns allen!
Unausgeschlafen, aber glücklich, kamen alle Mitreisenden am Sonntagabend wieder in ihren Heimatstädten an.
Der Platz ist hier zu knapp, um vom Frack, der in Papas Auto liegen geblieben und nachgebracht werden musste, von im Bus vergessenen Handy, einer verwaisten Geldbörse oder daheim gebliebenen Startbüchern, verlorenen Strickjacken, dem nicht gehörten Wecker u. v. a. m. zu berichten. Und was sagt uns das? Tänzer sind auch nur Menschen, und was für tolle! ABER das mit der Uhr – das müssen wir echt noch üben!
Anmerkung unserer Paare: Sie möchten sich auf diesem Wege recht herzlich für die gelungene Reise, die Rundum – Betreuung, gute Verpflegung (belegte Brötchen, Nudeln, Salate oder Pizza) und der tollen Stimmung bei ihren Begleitern und Fans bedanken. Wieder einmal ein gelungener Jahresabschluss.
Heike & Jana
Viel Turnier, viel Show und volles Programm
Am 9. Dezember 2006 lud der Tanzklub „Orchidee“ Chemnitz e.V. zum mittlerweile 14. Mal zu seinem traditionellen, internationalen Weihnachtstanzturnier. Ausgeschrieben war in diesem Jahr der „Große Preis der Stadt Limbach-Oberfrohna“ in Standard, wiederum gestiftet vom Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt, Herrn Dr. Hans-Christian Rickauer. Paare aus sechs Nationen waren angekündigt, und wer im Vorfeld die Startliste studieren durfte, dem Versprach das Turnier einen spannenden Wettkampf.
Die weitaus wichtigste Zahl des Abends sollte allerdings die 40 sein, denn unter jener stand dessen Motto – 40 Jahre Tanzklub „Orchidee“ Chemnitz e.V.. Die knapp 400 Gäste in der festlich geschmückten Stadthalle zu Limbach-Oberfrohna begingen dabei gern gemeinsam mit dem Verein dieses Jubiläum. Das abwechslungsreiche Programm zwischen hochklassigem Standardtanzen, außergewöhnlichen, tänzerischen Showeinlagen und der unnachahmlichen Ballatmosphäre, in der jeder Gast auch selbst zum Tanzen kam, förderten den besonderen Reiz dieser Veranstaltung.
In Standard waren insgesamt 13 Paare am Start, darunter aus den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik, Polen, Russland und natürlich Deutschland. Auffallend war die enorme Leistungsdichte, viele Paare konnten mit sehr guten nationalen und internationalen Ergebnissen aufwarten. Dieser mussten gleich in der Vorrunde zwei sächsische Lokalmatadoren Tribut zollen, ebenso die beiden, aus der Tschechischen Republik angereisten Paare. Die Zwischenrunde mit den verbliebenen neun Paaren machte es den Wertungsrichtern nicht einfacher, so eng beieinander lag das Feld. Das Paar aus den Niederlanden und jenes aus Österreich, genauso wie die Berliner Vertreter schafften es nicht. Für das Finale kristallisierten sich folgende sechs Paare heraus: Anton Trubin – Mariya Shkrebtienko, als vierte der Russischen Meisterschaften der Topfavorit, Oliver Thalheim – Tina Spiesbach, die sächsischen Landesmeister, Pawel Szaida – Karina Hofmann, die frischgebackenen vierten der Mitteleuropameisterschaft, Maksim Tschernin – Carolin Hirschberger, die bayrischen Vizelandesmeister, Felix Teufert – Anne Weber, die niedersächsischen Landesmeister, sowie Thomas Fischer – Natalie von Cieminski, eine neue, hoffnungsvolle Paarkonstellation aus NRW. Das begeisterte Publikum fieberte bei jeder Wertung mit und verteilte seine Sympathien dabei gleichmäßig auf die gezeigten Leistungen und Paare. Spannend wurde es beim Kampf um den Sieg, aber auch um Platz vier und fünf. Letztlich konnten sich, den Heimvorteil nutzend, Oliver und Tina gegen Anton und Mariya durchsetzten und gewannen das Turnier und somit den „Großen Preis der Stadt Limbach-Oberfrohna“ hauchdünn mit nur einer „1“ Vorsprung. Pawel und Karina sicherten sich souverän den dritten Platz, vor Maksim und Carolin, gefolgt von Felix und Anne. Für Thomas und Natalie blieb somit im Finale nur der sechste Platz.
Nicht nur das Votum der Wertungsrichter wurde von allen mit Spannung erwartet, nein, auch das Votum des Publikums. Und Letzteres entschied sich mehrheitlich für Anton und Mariya, welche, überglücklich und als kleines Trostpflaster für den knapp entgangenen Sieg, den Preis als Publikumsliebling mit in die Heimat nach Moskau nehmen durften.
Eröffnet wurde der Ball durch die gemeinsamen Kindergruppen des TK „Orchidee“ Chemnitz und der Tanzschule Köhler-Schimmel. In ihrem tänzerischen Ausflug durch die Jahreszeiten zeigten sie vor allem den kindlichen Spaß an Musik und Bewegung.
In den weiteren Showteilen des Abends überzeugten zuerst die amtierenden Deutschen Meister und Semifinalisten der WM Latein im Rollstuhltanz, Horst Wehner und Almira Büchner, alle Anwesenden von ihrem Können. Die von ihnen gezeigte Rumba und Samba begeisterten nicht nur das Publikum, sondern auch alle Turnierpaare, welche die Show mit Bewunderung verfolgten.
Als zweites Highlight präsentierte die Lateinformation des TK 1976 Most aus der Tschechischen Republik, erst ein Woche zuvor bei der WM der Formationen in Bremen am Start, ihr aktuelles Programm. Das Thema „Alexis Sorbas“, die Verbindung aus lateinamerikanischem Tanzen mir griechischer Folklore, war so mitreißend umgesetzt, dass das Publikum mit Standing Ovations die Tänzerinnen und Tänzer nicht ohne wenigstens eine Zugabe von der Fläche ließ.
Den Abschluss der Shows bildete eine kurze Darbietung der frisch gebackenen Steptanz-Weltmeister aus Chemnitz, sowie das von den Mitgliedern des Veranstalters extra einstudierte Programm „40 Jahre Tanzklub Orchidee“. Dabei konnte man mit den Protagonisten optisch, wie tänzerisch einen Ausflug in 40 Jahre Turniertanz unternehmen. Bereits in den Foyers der Stadthalle vermochte man, ganz dem Anlass angemessen und als Teil der Show geplant, sich über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Tanzklub „Orchidee“ zu informieren. Durch Schautafeln und Videoprojektionen wurde die umfangreiche Geschichte des Vereins äußerst lebendig.
Ferner ließ es sich der in Wertungsrichterfunktion anwesende Vorstand des Landestanzsportverbandes Sachsen nicht nehmen, persönliche Glückwünsche zum Jubiläum zu überbringen. Für die musikalische Untermahlung des Abends sorgte schon traditionell die Gruppe „Happy Feeling“, welche sowohl für Turnierpaare, als auch Gäste glänzend aufspielte. Zu den rauschenden Klängen ihrer Musik, fand nicht nur ein äußerst interessanter und abwechslungsreicher Abend sein Ende, sondern auch das Jubiläum des ausrichtenden Vereins. Der Tanzklub „Orchidee“ Chemnitz möchte an dieser Stelle nicht nur den Sponsoren und Förderern diesen Jahres danken, sondern allen Sponsoren und Förderern der letzten 40 Jahre und, in Voraussicht, all jenen, der hoffentlich mehr als 40 folgenden.
TK
Bereits zum neunten Mal lud der Tanzsportclub Silberschwan Zwickau zu seinem Galaball in das Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ ein. Am Samstag, den 18. November 2006, hatte der Verein wieder ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für die Gäste zusammengestellt. Für den Abend warteten die Organisatoren mit einigen Neuigkeiten und Highlights auf. Dies war sicher ein Grund dafür, warum die Kartennachfrage im Vorfeld der Veranstaltung so groß wie schon lange nicht mehr war. So war der Ballsaal dann auch fast bis zum letzten Platz gefüllt und lieferte eine tolle Atmosphäre.
Kurz nach 19 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Christian Siegel den Abend mit den Worten: „Freuen Sie sich auf eine rauschende Ballnacht“. Genau dies sollten die Zuschauer in den nächsten sechs Stunden erleben. Die Begrüßung der Gäste übernahmen jedoch andere. Die jungen Tänzer und Tänzerinnen, die demnächst bei ihren ersten Turnieren starten wollen, überraschten im Foyer mit ihrer Lateindarbietung. Damit konnten die Besucher schon vor dem eigentlichen Start des Abends einen Vorgeschmack auf das Kommende erhalten. Diese Neuerung kam so gut an, dass zeitweise im Foyer kaum ein Durchkommen war.
Als alle an ihren Tischen Platz genommen hatten, blieb ihnen kaum Zeit diesen wieder zu verlassen, denn ein Höhepunkt reihte sich an den anderen. Nur bei den großen Tanzrunden, zwischen den Showblöcken, gab es Gelegenheit sich anderen Dingen zu widmen. So kannte man selbst in diesen Pausen nach den Klängen des „Dresdner Salonorchester“ ein paar Runden drehen. Die Musiker aus der Elbmetropole sind bereits deutschlandweit und auch im Ausland bekannt. So traten sie bereits mit Thomas Gottschalk auf, hatten Fernsehauftritte bei ARD und ZDF oder
spielten bei den Weltpostspielen in Peking (China).
Nun aber zum Programm des Abends. Von den Kleinsten, die jüngste ist drei Jahre alt, bis zu den Turnierpaaren des TSC war für jeden Geschmack etwas dabei. Nicht nur die klassischen Standard- und Lateinamerikanischen Tänze sondern auch Jazz- & Modern-Dance erfreute sich großer Beliebtheit. Zum ersten Mal vor Publikum zeigten neben der Diskofoxgruppe auch die Hobbytänzer ihr Können. Einige waren dabei so aufgeregt, dass ihnen kaum ein Lächeln über die Lippen kam. Erst nachdem der Moderator die Paare aufforderte doch ihren Spaß am Tanzen zu zeigen, huschte bei dem ein oder anderen ein entspannter Gesichtsausdruck über die Lippen. Einen ersten Siedepunkt erreichte die Stimmung im Saal als die Turniertänzer eine selbst zusammengestellte Show präsentierten. Nach dem Klassiker „Diamonds the girls best friend“ kombinierten sie effektvoll beide Tanzrichtungen und wurden mit langanhaltendem Beifall belohnt. Die Gäste im Saal ließen nicht locker und so mussten die Paare nochmals zu einer Zugabe aufs Parkett. Mit gemischten Gefühl tanzten dabei wohl Steve Luy und Nicole Hofmann, den für sie hieß es Abschied nehmen. Nach einer langen Karriere, die sie bis zur Sonderklasse, der höchsten deutschen Startklasse, geführt hatte, trennten sie sich nun. Steve zog es nach München zur Ausbildung und Nicole wird vielleicht mit einem neuen Partner an ihre Erfolge anknüpfen können. Wir wünschen beiden auf jeden Fall alles Gute, viel Erfolg im Beruf und auf ihrer weiteren sportlichen Laufbahn.
Kurz nach zehn Uhr wurde der absolute Höhepunkt angekündigt. Der Moderator hatte sich dafür eine lange Liste der Erfolge vorbereitet um den Gästen zu zeigen, wer jetzt gleich vor ihnen tanzen sollte. Christoph Kies und Blanca Ribas-Turon aus der Landeshauptstadt Dresden sind im Moment das größte Aushängeschild für den deutschen und damit sächsischen Tanzsport. Was dann die vierfachen Deutschen Meister (2003-2006), World-Cup-Gewinner (2006) und frisch gebackenen Weltmeister (2006) der Kombination aus Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen boten, stockte vielen der Atem. So ging es wohl auch den Wertungsrichtern am 29. Oktober in Moskau bei der Weltmeisterschaft. Unbeeindruckt vom Schneegestöber ertanzten sie sich dort souverän den Titel und ließen die Lokalmatadoren aus Russland keine Chance. In Zwickau drei Wochen nach ihrem größten Erfolg stellten sie sich zum ersten Mal dem deutschen Publikum als neue Titelträger vor. Christoph und Blancka begeisterten nicht nur die Gäste des Galaballs sondern nahmen sie mit auf die Reise durch die wunderbare Welt des Tanzens. Mit einer unheimlichen Lockerheit und Leichtigkeit schwebten sie übers Parkett, als würde bei ihnen die Schwerkraft ausgesetzt. Im Latein wiederum merkte man die spanischen Einflüsse von Blanca, die in Barcelona aufgewachsen ist. Besonders im Paso Doble, dem nachempfundenen Stierkampf, wähnten sich die Zuschauer in einer Arena mitten auf der iberischen Halbinsel. Aber nicht nur die tänzerischen Höchstleistungen begeisterten sondern auch die natürliche und unverkrampfte Art mit der sich das Paar präsentierte. Da konnte der Moderator schon mal das ein oder andere aus ihnen hervorlocken, was die Gäste im Saal sonst nicht erfahren hätten. Dabei wurde dann auch die Frage des Abends geklärt: „Sind die beiden nur ein Tanzpaar oder auch privat zusammen?“ Jedem war es eigentlich bei ihrer Show schon klar, dass Christoph und Blanca zusammen gehören müssen. Soviel Harmonie und Vertrautheit konnte keinen anderen Schluss zulassen. Nach mehreren Anläufen des Moderators, immer wieder gehemmt durch Umziehpausen des Paares, entlockte er das „Ja, wird sind zusammen.“ Zum Ende des Abends verabredeten sich Christoph und Blanca noch mit den Zuschauern, denn am 3. November 2007 werden Sie wieder in Zwickau zu Gast, dann jedoch zur sportlichen Auseinandersetzung mit der Standard-Elite Deutschlands. An diesem Tag findet die Deutsche Meisterschaft der Sonderklasse in der Zwickauer Stadthalle statt und dort wollen die beiden, wieder „ihr“ Zwickauer Publikum begeistern. Abschließend kann festgestellt werden, dass dieser Galaball wohl einer der besten war und eine gute Einstimmung auf das kommende Jubiläumsjahr gab. Denn 2007 feiert der TSC seinen 60. Geburtstag und möchte dies mit vielen Veranstaltungen feiern.
TSC Silberschwan Zwickau