Übersicht
Landesmeisterschaften Standard 2006
Junioren I und II - Geduld zahlt sich aus
Landesmeisterschaften Standard 2006
Jugend A - Unerwartete Ausfallquote
Landesmeisterschaften Standard 2006
HGR S - Favorit unangreifbar
Wir trauern um Altmeister Werner Graf, den Begründer des Dresdener Tanzfestivals
800 Beine tanzen 800 Takte Tanzmusik
Paarnotizen
Prague Open mit sächsischen Paaren
Information aus dem Landestanzsportverband Sachsen



Landesmeisterschaften Standard 2006

Junioren I und II - Geduld zahlt sich aus

Gregor Ehrlich und Laura Korndörfer, TSZ Borna/Neukirchen haben zeitig im Kindesalter mit dem Tanzen begonnen, haben über die Jahre viel Geduld bewiesen und können sich nun in diesem Jahr über den Standardtitel in der JUN-I-B freuen. Sie fanden sich auch dann noch im Finale der höheren Altersgruppe JUN-II-B wieder, was ihre Leistungsfähigkeit unterstreicht. Die Thüringer Gäste Tom Quaas/Babett Haverkorn konnten sich mit Platz zwei im Turnier zugleich über den Titelgewinn für ihr Land freuen.

Für die Sieger der JUN-II-B Rami Schehimi/Lilli Hills, TC Saxonia Dresden war der Gewinn eine eindeutige Angelegenheit. Ständig konzentriert, trotz Favoritenrolle angenehm bescheidenes Auftreten. Es folgten die Geschwister Tom & Lisa Uhlig, TSK Residenz Dresden, denen man auf jeden Fall einen deutlichen Fortschritt im Standardtanzen bescheinigen kann, es scheint wohl ihre Lieblingsdisziplin zu werden. Zum Siegestrio gehörte ein weiteres Paar des Saxonia: Eugen Boos/Alisa Kouznetzova mit kräftiger Präsentation.





Landesmeisterschaften Standard 2006

Jugend A - Unerwartete Ausfallquote

Der Tag war für einige Paare nicht der glücklichste: die Görlitzer Repräsentanten Haupt/Schönfeld konnten verletzungsbedingt gar nicht antreten und begnügten sich sichtbar traurig mit der Zuschauerrolle. Dazu noch ein Unfall auf der baugeplagten Autobahn um Leipzig. Später konnten Bahke/Sagner aus Leipzig aus nachvollziehbaren Gründen nur den Langsamen Walzer absolvieren und zogen sich vom Wettbewerb zurück. Schließlich stiegen auch noch im Turnier die Anwärter für einen Finalplatz, Kunitzsch/Seifert aus Leipzig aus. Alle hatten sich viel vorgenommen, war doch auf jeden Fall der Platz von André Vörtler/Sophia Weis vor kurzem frei geworden.

Daniel Wellhöfer/Marion Hopf vom ausrichtenden STK Impuls Leipzig legten einen makellosen Start-Ziel-Sieg mit allen 35 Bestnoten hin. Auf jeden Fall hat sich in kürzester Zeit in der neuen Zusammenstellung ein gefestigtes, harmonisches Paar herausgebildet. Wie schon am Vortag in der Hauptgruppe-A kamen in der Jugend ebenfalls Benedikt Grünberg/Isabell Derichs, TSK Residenz Dresden auf Platz zwei. Im Mittelfeld rangelt sich die aus verschiedenen Regionen kommenden Maik Puschmann/Manuela Schmidt (Leipzig), Sebastian Lucke/Ingrid Altmann (Weißwasser) und Phil Schwarick/Franziska Schöne (Dresden) um die weitere Einordnung.

Der kurze Entschluss des Juniorenpaares Tom und Lisa Uhlig doch noch in den Wettbewerb einzusteigen brachte die glückliche Finalteilnahme mit dem sechsten Platz.

Es ist schon fast langweilig darüber zu reden: aber der Ablaufplan war wieder minutiös von Rolf Herrmann aufgestellt und verwirklicht, auch wenn ihm in der Ausführung desselben dabei als Turnierleiter im Laufe der zwei Meisterschaftstage die Stimme verloren ging und Dr. Horst Galle (sehr gern) außer seinem eigenen noch dessen Part übernahm.

 

Michael Hölschke





Landesmeisterschaften Standard 2006

HGR S - Favorit unangreifbar

In der Standardsektion der Sonderklasse sieht es in Sachsen mit elf startenden Paaren vergleichsweise zum Lateinpart noch ganz gut aus, musste der Verband doch den Verlust des Lateinpaares Christoph Jonas/Elena Zverevshikova aktuell wegstecken, dazu am Abend die schockierende Botschaft, dass das hoffnungsvolle Standardpaar Daniel Winkler/Anna Geuchmann ihr gemeinsames Agieren beendet haben. Die Frage nach den in der Startliste fehlenden Christoph Kies/Blanca Ribas Turon ließ sich schnell klären, hatten sie doch einen „höheren“ Auftrag, nämlich für den Deutschen Tanzsportverband am 10-Tänze Worldcup in Taipeh anzutreten.

Der Turnierpart gestaltete sich als „Thalheim“-Fest, nichts ging an Oliver Thalheim/Tina Spiesbach, TC Rot-Weiß Leipzig vorbei, deren Klasse sich auch international in zahlreichen IDSF-Ranglistenturnieren mit Final- und Semifinalplätzen bewiesen hat. 35 erste Plätze standen am Turnierende zu Buche. Gleichermaßen klar die Vizeentscheidung für das Jugendpaar Daniel Wellhöfer/Marion Hopf, STK Impuls Leipzig, die sich damit gleichzeitig als Favoriten für die am zweiten Tag auszutragende Jugendmeisterschaft empfahlen. In der Mitte ging es dann ziemlich bunt und kämpferisch zu, bis die Entscheidung der Abfolge mit Thomas Grusser/Claudia Seidel, Martin Rikovsky/Lisa Forkert (beide Dresden), Martin Herrmann/Elisabeth Wiedenbruch und Daniel Beuter/Jenny Kampfrath (beide Leipzig) schließlich feststand. Einzig die Geschwister Weigel aus Dresden hatten als siebente in der Endabrechnung frühzeitig das Mithalten aufgegeben.

Die Bedingungen in der Sporthalle in Radefeld unter dem Himmel des Flugdrehkreuzes Halle-Leipzig waren sehr gut. Von vornherein war mit zwei Wertungsrichter- und Turnierleitungsteams dafür gesorgt, dass immer „frische Kräfte“ mit hoher Aufmerksamkeit am Rande standen. Das erste Team mit fünf zu zwei war fest in der Hand der Damen. Einzig die Elektrik des Hauses war nicht so ganz für Dauerbetrieb ausgelegt. Die PC-Bedienung versuchte „cool“ zu bleiben, während der Schaltschrank heiß wurde. Mit dem Hause wurde dann zeitweise ein Beleuchtungsstrang zu Gunsten der Drucker ausgeschaltet.

Ein guter Abend, an dessen Ende sich dann Oliver und Tina mit ihrem Tanzen bei Gästen, ihrem Anhang und den Mitstreitern der Sonderklasse bedankten.

 

Michael Hölschke






Wir trauern um Altmeister Werner Graf, den Begründer des Dresdener Tanzfestivals

Am 2. Juni 2006 verstarb nach langer schwerer Krankheit Werner Graf, Inhaber und Tanzlehrer der Dresdner Tanzschule Graf, Turniertänzer, Trainer, Mitbegründer einiger Tanzvereine, Ausbildungslehrer, Wertungsrichter zahlreicher internationaler Turniere ...

So wie Zehntausende in den letzten 50 Jahren haben viele junge Leute ihre Anfängerschritte in der Tanzschule Graf bei Werner und Elfriede Graf gelernt. Bis ins hohe Alter hieß es: "Tanzen lernt man bei Graf!" Und gemeint war natürlich bei den "alten Grafs".

„Verloren sei uns der Tag, an dem nicht einmal getanzt wurde“, sagte einmal Friedrich Nietzsche. Als junger Mensch wurde dies sein Lebensmotto und seine Lebensaufgabe. Gemeinsam mit seiner Frau Elfriede begann in den 50er Jahren eine ungewöhnliche Erfolgslaufbahn. Sie nahmen an unzähligen Tanzturnieren teil, erreichten sieben DDR-Meistertitel, waren Finalisten bei den Deutschen Meisterschaften 1956. Sie machten ihre Tanzleidenschaft zum Beruf und entschlossen sich spontan, Tanzlehrer zu werden und legten die erforderlichen Prüfungen mit dem höchsten Prädikat ab.

1955 gründeten sie ihre Tanzschule und zogen 1956 nach Dresden, wo seitdem auf der Leisniger Straße zehntausende Tanzschüler die Tanzschule Graf besuchten, darunter auch prominente Dresdner wie Professor Manfred von Ardenne und seine Familie.

1958 kam dann die Genehmigung zum Studienaufenthalt in England. Werner Graf bestand die englische Tanzlehrerprüfung, die ersten Fachbücher erschienen, es folgten unendlich viele Einsätze gemeinsam mit seiner Frau als Wertungsrichter, Turnierleiter und hochkarätiger Trainer im In- und Ausland. Sie gründeten einige Tanzkreise, so u.a. den sehr erfolgreichen Klub für Gesellschaftstanz, aus dem in der Nachfolge weitere heute erfolgreiche Vereine hervorgingen.

1969 stiftete Werner Graf mit seiner Frau Elfriede den Zwingerpokal, um das professionelle Tanzen in der DDR wieder ins Leben zu rufen. Es war die Geburtsstunde des Tanzfestivals Dresden, aus der eine 30-jährige Tradition werden sollte. Ein Festival der Einmaligkeit, bei dem Amateure und Professionals im Wechsel Standard- und Lateinamerikanische Tänze präsentierten. Dresden entwickelte sich zunehmend zu einer Hochburg des Tanzsports, mit Teilnehmern aus über 30 Ländern, darunter zahlreiche Welt- und Europameister. 1999 fand das letzte Internationale Tanzfestival Dresden statt und wurde abgelöst von einem Festivalball. Zum letzten Mal leitete er mit seiner Frau einen Tanzkurs und wurde am 18. Dezember 1999 bei seinem letzten Abschlussball würdig verabschiedet.

Auch im "Ruhestand" war sein Rat in Sachen Tanz gefragt, mit Interesse verfolgte er die sächsische und internationale Entwicklung des Tanzsportes und nahm Anteil, so es seine Gesundheit zuließ.

Für sein Lebenswerk erhielt er gemeinsam mit seiner Frau zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, so 1983 den "International Award", überreicht in der Royal Albert Hall in London, 2000 die Ehrenurkunde des Oberbürgermeisters Dresden und die Silberne Verdienstnadel des Landestanzsportverbandes Sachsen und 2003 die Auszeichnung "SachsenAss".

Werner Graf wird auch weiterhin ein Vorbild in der erfolgreichen sächsischen und deutschen Tanzsportgeschichte sein. Wir ehren mit ihm einen herausragenden Menschen und sein jahrzehntelanges Wirken für den Tanzsport weit über die Landesgrenzen hinaus.

 

TSV Schwarz-Gelb Dresden





800 Beine tanzen 800 Takte Tanzmusik

Event zur 800-Jahr Feier Dresdens am 9. September 2006 im Ballhaus Watzke

 

Der aufmerksame Leser vorangegangener Ausgaben hat sicher bereits entdeckt, dass Dresden dieses Jahr vermutlich 800 Jahre alt wird und dankenswerterweise der Tanzsport im Festtagsprogramm der Feierlichkeiten bedacht wurde. Eine Veranstaltergemeinschaft aus Excelsior und Residenz Dresden hat aus der Not der für ein großes Tanzsportevent zu späten Fördermittelzusage die Tugend gemacht, alle Dresdner Tanzsportvereine unter dem oben stehenden anspruchsvollen Motto zu einem gemeinsamen Mitmach-Event einzuladen.

Um ein Fazit vorwegzunehmen: Der Einladung sind viele Vereine gefolgt und diese Veranstaltung hat den Tanzsport im Rahmen des Dresdner Stadtjubiläums würdig vertreten und war für die 100 Aktiven und Gäste am Nachmittag sowie 250 am Abend in vielen Dingen erfrischend anders als "gewöhnliche" Turnierveranstaltungen. Die Gäste und Aktiven hatten viel Freude, allein deshalb wird der Tag vielen Zuschauern gut im Gedächtnis bleiben. So war am Ende auch niemand traurig, dass nur 700 Beine zusammenkamen, die 800 Takte tanzten.

Dem geschmückten und professionell beleuchteten Ballsaal im Ballhaus Watzke wurde anhand der Zahl der verkauften Karten die maximale Fläche zum Tanzen abgerungen, was Gäste und Tänzer zu schätzen und zu nutzen wussten.

Der Nachmittag bot abwechslungsreiche tänzerische Kost in verschiedensten Workshops, die leider zu wenig von interessierten Neulingen besucht wurden, die dadurch hätten auf den berühmten Geschmack kommen können.

Der Ballabend sollte gerecht zwischen Tanzsportlern und Publikum aufgeteilt werden: Sowohl tänzerisch als auch wertungs-gerichtlich.

Das eine Gericht sollte rein aus weiblichen Richterinnen bestehen und wurde am Ende mit der Überraschungs-"Hilfsfrau" Gerhard Oehmig spontan männlich komplettiert. Der LTVS-Schatzmeister hat diesen Überraschungseinsatz mit verdeckter Wertung ohne Chance zum „Abgucken“ bei den weiblichen „Profis“ mit buchhalterischer Präzision bravourös gemeistert.

Kurz vor dem Start der Abendveranstaltung wunderten sich die eingelassenen Gäste, warum den drei Herren auf der Bühne niemand beim Kisten tragen half, so doch genügend junge kräftige Männer im Saal waren. Als sich die Herren kurz nach getaner Arbeit blaue Glanzhemden anzogen, wurde klar: Das ist die Livekapelle aus Chemnitz, die mit dem letzten Tropfen Schweiß ihre Technik pünktlich hingezaubert hatte. Das Repertoire der rhythmisch feinfühligen Band war moderner als es das scheinbare Alter der Vortragenden vermuten ließ und lockte das begeisterungsfähige Publikum zügig auf die Fläche.

Für die eben erwähnte Begeisterungsfähigkeit gab es an diesem Abend einen konkreten Messwert: Die Zahl der Teilnehmer an der Publikumswertung. Mit 200 überaus sachkundig abgegebenen Stimmzetteln je Gruppe mit 1 bis 3 Kreuzen wurde eine überwältigende Beteiligungsquote erreicht, die an die vor 1989 üblichen Wahlbeteiligungen nahtlos anknüpfen konnte. Die Kritiker dieser Wertungsart mussten sich eingestehen: RTL macht's möglich, das tanzbegeisterte Publikum in Dresden hat nach dieser Form demokratischer Mitbestimmung bei Ballturnieren förmlich gelechzt (Einige fragten sogar nach Einzelwertung!). Die Ansagerin im Protokollteam - Ina Trodler - hatte nach der Erfassung von ca. 1.000 Einzelwertungen mit belegter Stimme ein ähnlich tiefgreifendes Bedürfnis: Flüssigkeitsnachschub.

Aber: Begeisterung beim Publikum muss vorher entsprechend geschürt werden: Dafür waren gleich zwei Herren eingeteilt, die in Dresden das Maß aller Dinge in Sachen Turniermoderation darstellen: Dietrich Rupp und Michael Hölschke. Beide mussten gleich zu Beginn der Veranstaltung einen für Doppelmoderation essenziellen Lernprozess durchleben: Wie bekomme ich die Schwingungen meiner Stimmbänder in den Griff, wenn mein Trommelfell spürt, dass das andere Mikrofon gerade spricht ...?

Des einen Dresden-historische Sachkenntnisse und des anderen Talent, allseits unbeliebte Kunstpausen tänzerischen Umziehens mit komischem Talent kurzweilig zu überbrücken, waren das Eintrittsgeld wert.

Apropos: Umziehen. In dieser Beziehung haben Christoph Kies & Blanca Ribas-Turon den Moderatoren tatsächlich soviel abverlangt, wie sich selbst auch. Nach einer sehr publikumswirksamen Swing-Formation mit vier weiteren Paaren zogen sich das erste Mal von insgesamt sechsmal um… Das neue Schautanz-Programm bot für das geübte Auge viele schöne und interessante Bilder (z.B. Quickstep-Zebrastreifen-Hosenrock). Höhepunkt des gesamten Abends: Die barfüßige Samba in Sommer-Sonne-Strand-und-Meer-Kleidung verfolgten zahlreiche halb umgezogene Tänzer des direkt vorher zu Ende gegangenen Mannschaftskampfs von der Balustrade der Umkleideräume und erlebten einen wahren Beifallssturm, mit dem sich die Zuschauer für 90 Sekunden leibhaftig gewordene Urlaubsgefühle angemessen bedankten. Alle guten Wünsche zur tänzerischen Verabschiedung in der Heimatstadt zur Weltmeisterschaft in Moskau waren ihnen gewiss.

Zurück zu den auf der Balustrade zuschauenden Tänzern, die die eigentliche Attraktion des Abends waren. Sechs Mannschaften mit drei bis fünf Paaren – bunt zusammengelost, um alle beteiligten Vereine in sich zu einen - wurden mit barocken Mannschaftsnamen ausgeschmückt. Alle Paare versuchten in ihren Alterklassen und Sektionen das Bestmögliche herauszuholen, bestens unterstützt durch die hervorragende Musikauswahl von Andre Markert, dessen Aufleger-Qualität in Dresden konkurrenzlos ist. Ein großer Dresdner Verein entsandte leider nur eine Wertungsrichterin, obwohl einige Junioren-Paare nach eigenem Bekunden gern gekommen wären. Da dieser Verein einen Großteil der Dresdener Juniorenpaare beheimatet, war die Lücke in dieser Altersklasse organisatorisch um so schwieriger zu schließen. Am Ende konnten die Hofnarren und Baumeister nichts gegen die Adligen (Brühl, Cosel, August der Starke) und dessen Juweliere (Dinglinger) ausrichten, wenngleich der August nicht so stark war, wie es die Geschichtsbücher vorgeben.

Spannend für die Paare ist das kennen lernen ihrer Publikumswirksamkeit. Rene Arndt / Maria Heinrich waren hier mit mehr als doppelt soviel Stimmen aus dem Publikum klare Sieger. An der Spitze lieferten sich zwei frisch getrennte Ex-Partner ein Kopf-an-Kopf Rennen. Christian Langer und Jenny Müller. Der Herr erzielte mit seiner "Neuen" Caroline Götze allerdings mit 166 Stimmen den absoluten Publikumsrekord, da konnte Jenny mit ihrem aus der brandenburgischen Neißeregion "importierten" Partner Walter Wolf nicht gegenhalten.

Eröffnet wurde die Ballveranstaltung von einer irischen Steptanzgruppe, die im Originaltext des internen Regieplans der Organisatoren wie folgt angekündigt wurde: "19:00 Uhr Opening Irish Dance (Geßner) Knaller !!!!"

Das Publikum ließ den Autor im Stich und wurde zu früher Stunde für die kommenden Höhepunkte vorgewärmt ohne sich in der erhofften Stärke aus der Reserve locken zu lassen. Als Lohn für die gezeigten technischen Finessen der synchronen Parkettbeschallung kam vom Präsidenten des LTVS prompt ein "feindliches Übernahmeangebot" zur Integration in den Schoß des Deutschen Tanzsportverbandes. Eine Bereicherung wäre diese Tanzgruppe allemal.

Rückblickend auf die hohen Erwartungen, die die Veranstalter an sich und die Dresdner Vereine gestellt haben, bleibt festzustellen, dass sich mit Ausnahme weniger Vereine, die höfliche Zurückhaltung übten, alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbrachten. Darauf lässt sich aufbauen. Selbst wenn ein Stadtjubiläum in Dresden so schnell nicht wieder gefeiert wird, sind Idee und Ausführung ausbaufähig und vor allem wiederholungswürdig!

 

Uli Trodler

 





Paarnotizen

Thalheim/Spiesbach wieder erfolgreich

Oliver Thalheim/Tina Spiesbach, TC Rot-Weiß Leipzig tanzten am ersten Septemberwochenende in der Schweiz. In Bern starteten 45 Paare beim Weltranglistenturnier in der Arena neben dem „Stade de Suisse“. Oliver und Tina erreichten das Finale und ertanzten sich den vierten Platz.

 

Info Rot-Weiß Leipzig




Prague Open mit sächsischen Paaren

Im außergewöhnlichen Ambiente des Lucerna-Palastes (der Saal ist im tiefsten Geschoss gelegen, zum Ausgang muss man drei Stockwerke die Treppen aufwärts nehmen) starteten die Jugendpaare

Rami Schehimi/Lilli Hils, TC Saxonia Dresden Platz 10 Std/Lat

Daniel Wellhöfer/Marion Hopf, STK Impuls Leipzig 15. Std, 19. Lat

Marcel Kunitzsch/Elisa Seifert, TC Rot-Weiß Leipzig 19. Std

 

Bei den Erwachsenen gab es die Ergebnisse:

Oliver Thalheim/Tina Spiesbach, TC Rot-Weiß Leipzig 7. Std

Thomas Grusser/Claudia Seidel, TSC Excelsior Dresden 37. Std

Marcel Kunitzsch/Elisa Seifert, TC Rot-Weiß Leipzig 49. Std

 

C.S.





Information aus dem Landestanzsportverband Sachsen

Mit Bedauern nimmt der LTV Sachsen zur Kenntnis, dass zwei seiner erfolgreichsten Paare nicht mehr im Wettbewerb zu finden sind:

Christoph Jonas and Elena Zverevshikova Hauptgruppe-S(Latein) haben sich getrennt. Christoph beendet seine Tanzsportkarriere um sich auf die Bewerbung für das sat 1 -format "you can dance" vorzubereiten und sich mehr auf den Bühnentanz zu konzentrieren. Elena wird dem Tanzsport erhalten bleiben und sucht einen neuen Partner.

André Vörtler und Sophia Weis (Jugend-A, Hauptgruppe-S) mussten ihr gemeinsames Tanzen wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben. André ist auf der Suche nach einer neuen Partnerin.

Beiden Paare besten Dank für ihr Wirken in ihren Vereinen und auf nationaler und internationaler Ebene für den Verband.

 

M.H.