Der vierte Jahrgang der Saxonian Dance Days ist gelaufen, und das in präziser, ruhiger und kompetenter Manier. Die internationale Resonanz hat sich erweitert: von 32 auf 35 teilnehmende Nationen mit deren Paaren. Die Anzahl der Startmeldungen erreichten bei den internationalen Turnieren wieder den Stand vom Vorjahr.
Einziger Wermutstropfen: Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler konnten noch nicht wieder an den Start gehen. Die Leipziger Fans und der italienische Anhang hätten sicher gern gesehen, wenn sie zum dritten Mal die Saxonian Dance Days gewonnen hätten.
Die Präsenz der sächsischen Paare war hervorragend: der dritte Platz von Christoph Kies/Blanca Ribas Turon im Finale IDSF Open Latin brachte die Fans zum Kochen, gleichermaßen erfolgreich Christoph Jonas/Elena Zverevshikova, die sich in dieser Disziplin im Semifinale auf Rang acht einordneten. Weitere Semifinalplätze errangen Rami Schehimi/Lilli Hils mit Rang sieben bei der IDSF JUN-II STD und waren damit bestes deutsches Paar im Feld der übermächtigen Moldawier, Russen, Polen und Weißrussen. Christoph und Blanca tanzten ein fantastisches Standard. Der Lohn: Platz zehn.
Bei den nationalen Turnieren der Hauptgruppe-A fanden sich so gut wie alle sächsischen Paare ein, die zwei Beine zum Tanzen hatten. Das beste Ergebnis erzielten mit dem Sieg in Standard Walter Wolf/Jenny Müller, TSC Excelsior Dresden (übrigens waren fünf Paare aus Sachsen im Finale), das beste Lateinergebnis mit Platz drei fuhren Sebastian Bronst/Tina Kräcker, TSZ Borna-Neukirchen ein.
Gern hätte ich mehr gesehen, aber ich kaum aus der kleinen Halle, eingebunden in die dortigen Turniere, kaum heraus. Was ich jedoch gesehen habe, hat mich stark beeindruckt. Dazu gehörten die Leistungen der Senioren mit dem Sieg von Bernd und Monika Kiefer IDSF Open Seniors II, sowie das klare Tanzen der Gewinner der IDSF Open Youth Latein Krystian Radziejowski/Sylvia Maczek aus Polen, die klares Lateintanzen ohne jede aufgesetzte akrobatischen Übungen zelebrierten.
Wie im vergangenen Jahr agierte ein excelentes internationales Wertungsgericht, dazu auch drei Vertreter unseres Verbandes. Interessant, das sich Bundessportwart Michael Eichert und der Präsident Baden-Württembergs und Mitausrichter der GOC, Wilfried Scheible mit ihrer Anwesenheit ein eigenes Bild von den SDD machen wollten, gewiss auch eine Wertschätzung für die Veranstalter Asis Khadjeh-Nouri und Heidi Köhler sowie für die Ausrichter und Helfer vor Ort in Leipzig. Die Paare (und Wertungsrichter) fuhren zum größten Teil gleich weiter nach Stuttgart, nutzten also die SDD noch einmal, sich ihrer Form zu vergewissern.
Michael Hölschke
Christoph und Elena gewinnen die Kür Latein
Sie schafften es zu zweiten Mal: Christoph Jonas/Elena Zverevchikova, TSC Excelsior Dresden gewinnen bei der GOC die Kür Latein.