| In der Höhle des Löwen – Deutsche Meisterschaft Hauptgruppe S Kombination Der 06. Mai 2006 hielt für alle Tanzsportbegeisterten ein besonderes Highlight bereit – der Tanzsportclub Düsseldorf Rot-Weiss e.V. hatte zur deutschen Meisterschaft in der Königsdisziplin des Tanzsports, also über 10 Tänze, geladen. Im frühsommerlichen Düsseldorf trafen dabei die Spitzenpaare des DTV in der Kombination aufeinander. Die zahlreich angereisten Fans und Familien füllten die für eine deutsche Meisterschaft doch recht kleine Halle bis zum letzten Platz. Die Turnierleitung hatte alle Mühe, die Anwesenden so im Raum zu verteilen, dass noch genügend Platz außerhalb der Fläche sowohl für die Paare, als auch eventuell benötigte Rettungskräfte blieb. Das außerdem noch fast sämtliche Delegierte der Bundesjugendvollversammlung, welche am selben Tag in Düsseldorf abgehalten wurde, sich diesen Höhepunkt nicht entgehen lassen wollten, entspannte die Lage auch nicht unbedingt. In diesem „Hexenkessel“ entwickelte sich nichtsdestotrotz, oder gerade deswegen, auch der super Organisation des TD Rot-Weiss geschuldet, eine phänomenale Stimmung. Schon ab der Vorrunde wurden die Paare frenetisch angefeuert. Am Lautesten konnte man die TNW-Fraktion vernehmen. Logisch, hatten sie doch das Heimrecht und gleich mehrere heiße Eisen im Feuer. Die leider recht kleine sächsische Delegation, die Landestrainer mal außen vor im ganzen 7, versuchte sich stimmgewaltig dieser Woge entgegen zu stemmen. Schließlich stellte unser sächsischer Landesverband die noch amtierenden deutschen Meister, Christoph Kies - Blanca Ribas Turon, deren Ziel klar die Titelverteidigung war. Die Frage des Abends lautete: Würde es daran Zweifel geben? Um es kurz zu machen – nein. Schon ab der Vorrunde zeigten sich Christoph und Blanca in solch bestechender Form, dass alles andere, als die Titelverteidigung, eine Überraschung gewesen wäre. Ihr qualitativ hochwertiges Tanzen sowohl in Standard, als auch in Latein überzeugten nicht nur das Publikum restlos, sondern auch die Wertungsrichter. Schon die lockere, gelöste und lässige Ausstrahlung der Beiden war der eines Meisters würdig. Die härtesten Verfolger der letzten Jahre, Andrej Mosejcuk/Susanne Miscenko, mittlerweile getrennt und nun mit neuen Partnern ebenfalls am Start, konnten in keinster Weise dem etwas entgegensetzen. Selbst die Vorjahresdritten, Valentin Lusin/Renata Busheeva, vor allem im Standard hervorragend, vermochten dies, trotz Heimvorteil, nicht. Mit 10 gewonnen Tänzen stand der neue Deutsche Meister Kombination fest – es war der Alte. Auch wenn sich Christoph und Blanca im Standard nicht ganz schadlos halten konnten, die ein oder andere Zwei, sogar eine Drei, hatte sich eingeschlichen, so konnten sie in Latein alle Einsen auf sich vereinen. Sehr zur Freude des Landestrainers Latein Dirk Heidemann. Im Finale gab es für die sächsischen Anhänger kein Halten mehr. Unter lauten „Vamos Blanca“ und „Los Christoph“ Rufen tanzten sich die Beiden auf das oberste Treppchen. Was kann es schöneres geben, als bei einer Deutschen Meisterschaft ganz oben zu stehen? In dieser Hinsicht sollte man sicher einmal Blanca befragen, die sich besonders über einen Siegerpreis freute – die Beiden erhielten als Geschenk einen Ballonflug. So fand eine sehr schöne, und aus sächsischer Sicht sehr erfreuliche Deutsche Meisterschaft Kombination ihren Abschluss. Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch das tolle Rahmenprogramm des TD Rot-Weiss, welches mit Auftritten der eigenen Kindertanzgruppen, sowie der Chaosformation, einigen vielleicht von der ARD Masters Gala bekannt, sehr kurzweilig die Pausen füllte. Alles in allem ein Erlebnis, das zum Wiederkommen einlädt, um vielleicht im nächsten Jahr erneut auf ein Deutschen Meister aus Sachsen anzustoßen – am 05. Mai 2007 in Oldenburg.
TK |
Frühlingsball des TC Rot-Weiss Leipzig erneut ein voller Erfolg
Spitzensport trifft Breitensport und das in festlicher Ballatmosphäre: Nach dem inzwischen schon bewährten „Rezept“ lud der Tanzclub Rot-Weiß Leipzig e.V. am 29. April 2006 zum sechsten mal in Folge zu seinem Frühlingsball ins "Rübesam's Da Capo" ein. „Die Wettbewerbe des seit Wochen restlos ausverkauften Einladungsturniers der Sonderklasse waren in diesem Jahr so prominent besetzt wie noch nie “, sagte Präsident Sven Handschuh. Beispielsweise gingen in den Lateinamerikanischen Tänzen zwei Final- und in den Standardtänzen zwei Semifinalteilnehmer der letzten Deutschen Meisterschaft an den Start. Neben den Rot-Weiß-Lokalmatatoren Oliver Thalheim / Tina Spießbach waren unter anderem die Vizeweltmeister über zehn Tänze , Christoph Kies/Blanca Ribas Turon, vom TSC Excelsior Dresden sowie die Finalisten der DM-Latein Anton Ganopolskyy/Nataliya Magdalinova mit von der Partie.
Zum Auftakt wurde den rund 270 Gästen, darunter viele Breitensportler des TC Rot-Weiss, auf dem Parkett ein wenig Zukunftsmusik serviert. Die Kindergruppe des ausrichtenden Vereins, die Jüngste gerade mal 4 Jahre alt, wirbelte unter Regie ihrer Übungsleiterin Jana Rendgen und der Choreografin Christine Hebestreit übers Parkett. 18 Mädchen und ein Junge: Das Verhältnis zeigt, wo beim Tanzsport der Schuh klemmt. „Wir haben leider zu wenig Jungen im Nachwuchsbereich“, so Sven Handschuh.
Doppelsieger der Wettbewerbe im Standard - als auch im Lateinbereich, wurden Kies Ribas Turon, wobei es den Zweitplatzierten im Standardturnier Thalheim / Spiesbach gelang, ihnen einige Bestnoten abzujagen. Zweite der Lateindisziplinen wurden Ganopolskyy/Magdalinova aus Neustadt an der Weinstraße. Als Dritte, wiederum in beiden Disziplinen, kamen Steffen Zoglauer/Sandra Koperski aus Berlin ins Ziel. Spitzenleistungen boten zudem die Dresdner André Vörtler/Sophia Weiss und auch die jüngsten Teilnehmer Stsiapan Hurski/Tasja Schulz aus Berlin, die eine Woche zuvor Woche in Blackpool im Finale des Jugendturniers standen.
Traditionell verliehen die Tanzgruppen des TC Rot-Weiß – der Klub gehört mit seinen 270 Mitgliedern , davon fast 100 Kinder und Jugendliche, zu den größten in Sachsen - der Veranstaltung zusätzlichen Glanz. So bereicherten die Jugendgruppe Orientalischer Tanz "Daurat al mar" und die Modern Jazz Formation "Spiritdancers" mit ihren extra für den Ball einstudierten Showeinlagen , das Programm. Als Höhepunkt des Abends tanzten die Deutschen Meister der Professionals Boris Rone und Madeleine Epler Ihre Meister-Kür.
Dem TC Rot-Weiss ist es erneut gelungen, ein Tanzsportereignis auf höchstem Niveau in einer tollen Atmosphäre zu präsentieren. Dies ist vor allem der unermüdlichen Arbeit des Organisationsteams um den Präsidenten Sven Handschuh sowie den zahlreichen Spendern und Sponsoren zu verdanken.
TC Rot-Weiß Leipzig
eine gute Bilanz beim Tanzsportclub Leipzig
Am 2. Mai 2006 lud der Vorstand des Tanzsportclub Leipzig e.V. seine Mitglieder zur Abnahme des Deutschen Tanzsportabzeichens in sein Trainingszentrum ein. Bereits in der Vergangenheit zeichnete sich der Club durch eine hohe Zahl verliehener Abzeichen aus, doch die diesjährige Anzahl von Teilnehmern überraschte denn doch. Insgesamt 79 Teilnehmer stellten sich den prüfenden Blicken von Gisela und Karl Schneider vom TSC Sängerstadt Finsterwalde, die in bewährter Weise die Abnahme leiteten. Wenn auch hier und dort etwas zu kritisieren und korrigieren war, geschafft haben es alle. Die „krumme“ Zahl von 79 resultiert daraus, dass bei einigen Paaren nur ein Partner für das DTSA berechtigt war. Und so sah nach Abschluss der über dreistündigen Veranstaltung das Ergebnis aus: Bronze: 25; Silber: 17; Gold:20; Gold Wiederholung: 5; Gold mit Kranz: 6; Gold mit Kranz Wiederholung: 6. Was besonders positiv auffiel, war die Teilnahme von Paaren, die erst seit ein paar Monaten Mitglied des Clubs sind. Denn, das wird jeder bestätigen, der zum ersten Mal mit einer Startnummer auf den Rücken aufs Parkett geht: Herzklopfen kostenlos ist garantiert. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass der Tanzsportclub Leipzig e.V. großes Gewicht auf den Breitensport legt.
Hans-Volker Seiler
Pressewart
Deutsche Meisterschaft Kombination Jugend Kombi
Eigentlich ist es fast unmöglich, über ein Turnier zu berichten, bei dem man als Wertungsrichter eingesetzt und mit dieser Aufgabe voll beschäftigt ist. Einzelne Paare zu beurteilen, geht nicht, man muss jedes Paar beobachten und in die Leistungsreihenfolge einordnen.
Aber zwei Dinge sind erwähnenswert. Bevor es richtig los ging, in der Eröffnungsrede des Turnierleiters wurde bekannt, dass es bis zu den offiziellen Bewerbungsterminen keinen Verein gab, der diese Deutsche Meisterschaft ausrichten wollte und dass der Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen der Bitte des DTV gefolgt ist, sie zu übernehmen. Das kam mir irgendwie bekannt vor, denn 14 Tage vorher bei der Deutschen Meisterschaft Kombination der Hauptgruppe war es ganz genauso. Es kam mir deshalb die Frage hoch, warum es keine Bewerbung aus Sachsen gegeben hat. Wir orientieren doch im gesamten Jugendbereich unsere Paare darauf, noch keine Spezialisierung vorzunehmen, sondern sowohl Standard als auch Latein zu trainieren. Unser Präsidium muss das auswerten!
Im Fall der Hauptgruppe weiß ich zwar, dass sich Dresden (Excelsior zusammen mit Residenz) bewerben wollte. Die Kommune hatte sich bis zum Bewerbungstermin nicht entscheiden können, ob sie das Vorhaben unterstützt. Bewerben auf Verdacht mit dem Risiko, einen Zuschlag zurückgeben zu müssen, wollten die Vereine nicht. Die Schmach wäre gewiss zu groß gewesen. Im Fall der Jugend-10Tänze-Meisterschaft haben wir es nicht gewusst oder nicht ernst genommen oder wie auch immer. Die vier sächsischen Jugendpaare, die sich bei der Gebietsmeisterschaft Ost qualifiziert hatten, wären sicher froh gewesen, nicht die mehr als 500 km reisen zu müssen. Dass wir in Sachsen keine Seniorenpaare haben, die sich einer Deutschen Lateinmeisterschaft (sie ist seit einigen Jahren immer mit der Jugend-10Tänze-Meisterschaft gekoppelt) stellen können, kann nicht das Argument sein.
Sicher gibt es Nordrhein-Westfalen viel mehr passende Turnierstätten für eine Deutsche Meisterschaft. Die Stadthalle in Kamen bei Dortmund, der äußere Rahmen und der gesamte Ablauf ließen meines Erachtens keine Wünsche offen, die Betreuung der Wertungsrichter inbegriffen. Zurecht sind die Veranstalter stolz darauf, dass im nächsten Jahr an gleicher Stelle eine Landemeisterschaft stattfinden wird.
Nun die zweite Information. Trainer, Eltern und die sächsischen Paare selbst waren mit ihren Leistungen und Platzierungen zufrieden. Das wurde mir gegenüber nach dem Turnier von vielen Seiten bestätigt. Für einen Treppchenplatz reichte es nicht, dazu waren die Medaillengewinner zu stark. Sie kamen zweimal aus Nordrhein-Westfalen und einmal aus Berlin, wobei Letzteren die gerade überstandene Krankheit anzumerken war. André Vörtler/Sophia Weis (TSK Residenz Dresden) brachten mit Platz sechs das beste sächsische Ergebnis nach Hause. Bartosz Abramyk/Marion Hopf waren Semifinalisten (Platz 12 in der Endabrechnung). Benedikt Grünberg/Isabell Derichs (TSK Residenz Dresden, Platz 16) und Sebastian Herrmann/Sandra Hirschfeld (TC Rot-Weiß Leipzig, Platz 22) bewiesen, dass in Sachsen die Breite über zehn Tänze beachtlich und viel stärker als in anderen und viel größeren Landesverbänden ist.
D.R.
Mit der ersten Rangliste HGR-S(STD) setzten sich zwei sächsische Paare sofort in Szene: Daniel Winkler/Anna Geuchmann, STK Impuls Leipzig auf Platz 4, André Vörtler/Sophia Weis, TSK Residenz Dresden als Jugendpaar ! auf Rang 6. Fortgesetzt wurde die Bilanz in der HGR-S(LAT) durch Christoph Jonas/Elena Zverevshikova, TSC Excelsior Dresden mit dem 2. Platz, die beiden führen damit die Rangliste Latein in Deutschland an. Bei der Rangliste JUG-A(STD) kamen Vörtler/Weis im Finale auf Platz 3. Ausführliche Gesamtergebnis aus sächsischer Sicht bei Turnierergebnisse.
Die neu am dritten Maiwochenende im Turnierkalender etablierten Elblandturniere verzeichneten einen phantastischen ersten Jahrgang: aus dem Stand heraus zählte der Veranstalter (Tanzsportzentrum Dresden) 374 Starts mit Paaren aus 13 Bundesländern und dem benachbarten Böhmen. Dazu ein gleichermaßen zugeordneter Pool von Wertungsrichtern aus sechs Bundesländern und Tschechien, so dass die Sonderklassen immer andere Juroren überzeugen mussten. Da kann man von einem wirklich gelungenen Auftakt sprechen. Das Rückgrat an beiden Tagen bildete die SEN-II-S und SEN-III-S, wobei in letzterer am Sonnabend sogar mehr Paare als bei Hessen Tanzt am Start waren.
Die Stadt Coswig unterstützte das Unternehmen im Rahmen des Stadtfestes. Die Wettbewerbe waren in die Tanz- und Musikmeile integriert. Die Halle des Gymnasiums ist noch taufrisch und machte mit den ausgelegten drei Parkettflächen einen einladenden Eindruck.
Die anerkennenden Äußerungen der Paare geben Mut zur Fortsetzung im nächsten Jahr.
M.H.