Platz drei in einem Starterfeld von 37 Paaren. Das war das Ergebnis für Oliver Thalheim und Tina Spiesbach beim Auftaktturnier der deutschen Ranglistenserie 2006 in Glinde. Gleichzeitig waren sie damit die besten Vertreter der neuen Bundesländer an diesem Abend. Besser waren nur Massold/Deck und Reuter/Niemann, was aber nicht alle Wertungsrichter so sahen.
Einige Plätze konnten Oliver und Tina den vor ihnen liegenden Paaren abnehmen. Am Ende überwiegte dann aber die Platzziffer drei.
TC Rot-Weiß Leipzig
5. Kombi-Pokal in Sachsen
Mit fünf Mannschaften aus nur zwei Landesverbänden ging am 14. Januar der fünfte und voraussichtlich gleichzeitig letzte Kombi-Pokal über die Fläche. Bereits zum zweiten Mal ganz engagiert, bis ins Detail vom TSC Synchron Chemnitz geplant und durchgeführt, hat dieser Tanzsportclub weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Teilnehmern (ob TänzerInnen, Wertungsrichtern oder übrigen Funktionären) alles so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Vielen Dank!
Dieses Mal ohne Ländermannschaftsvorstellungen, aber dafür mit Gemeinschaftsvorführungen der Partytänze Lollipop, Mister Duck, Pinoccio und Cha Cha-Slide setzten sich die 20 Paare gekonnt in Szene. Dies war gleichzeitig das Warm-up für das Finale, wobei jede Mannschaft jeden der zehn Tänze vorab für ca. 30 bis 40 Sekunden präsentieren konnte. So hatten auch schon mal die fünf Wertungsrichter die Gelegenheit, sich kurz einen Überblick zu verschaffen. Mit einer sehr gut dargebotenen Standard-Sektion lag Sachsen I (100,5 Punkte) vor Hessen I und Sachsen II, mit je 116 Punkten gleichauf.
Nach Latein sollte sich das Ergebnis stark wandeln. Hessen I und Sachsen I lagen nämlich in den lateinamerikanischen Tänzen punktgleich (106,5 Punkte). Nur gut, dass Sachsen I in Standard mit 15,5 Punkten einen guten Vorsprung herauswirtschaften konnte.
Hier nun das Endergebnis:
1. Platz (207 Punkte) Sachsen I mit den Paaren: André Vörtler/Sophia Weis
Daniel Wellhöfer/Lisa Kern
Rami Schehimi/Lilli Hils
Eugen Boos/Alisa Kuznetsova
2. Platz (222,5 Punkte) Hessen I mit den Paaren: Felix Kunkel/Olga Ursol
Arthur Brühler/Isabell Lehmann
Constantin Henkel/Sophia Gorbatchev
Daniel Kolosin/Alexandra Elert
3. Platz (243 Punkte) Sachsen II mit den Paaren: Bartosz Abramyk/Marion Hopf
Christian Langer/Jenny Müller
Tom Uhlig/Lisa Uhlig
Erik Benicke/ Ly Nguyen
4. Platz (307,5Punkte) Sachsen III mit den Paaren: Sebastian Herrmann/Sandra Hirschfeld
Sandro Bahke/Jeannine Sagner
Benjamin Kosbab/Julia Gröbe
Benjamin Böhme/Ina Gröbe
5. Platz ( 355 Punkte) Hessen II mit den Paaren: Fabian Rudolph/Stephanie Löschinger
Maximilian Dommermuth/Hannah Kleinhans
Alwand Karapetian/Angelika Mrktchjan
Christopher Costea/Michelle Gerstmann
Da der Baden-Württembergische Landestanzsportverband äußerst kurzfristig seine Mannschaft absagte, überraschenderweise für uns auch damit der vorgesehene Wertungsrichter ausfiel, war rasches Handeln und Umorganisieren angesagt. Dankenswerterweise erklärte sich Viola Martin (TSC Synchron Chemnitz) einverstanden, die Turnierleitung von Jürgen Lobert, unserem stellvertretenden Bundesjugendwart, zu übernehmen, damit dieser als Wertungsrichter einspringen konnte.
Dass die Wertungsrichter, Stefan Bartholomae (Berlin),
Joachim Harms (NRW),
Robert Panther (Hessen),
Jana Kießling (Sachsen) und
Jürgen Lobert (NRW)
nicht nur Ahnung vom Tanzen haben, wie unsere Tänzer übrigens auch, bewiesen sie am Abend auf der Bowling-Bahn. Denn nach dem Turnier ging es per Bus (Dank an die Leipziger, die auch den hessischen Freunden ihren Bus zur Verfügung stellten) ins Bowling-Center, im Konvoi mehrere PKW mit den mitreisenden Eltern. Ein viel zu reichliches Abendbrot und eigens für uns fünf reservierte Bahnen warteten.
Die hessischen und sächsischen Paare legten sich ordentlich ins Zeug und überzeugten mit sehr guten Ergebnissen nicht nur auf der Bowlingbahn, sondern auch am Billardtisch. Absolute Überflieger in der Altersgruppe „Alte“ beim Bowlen, waren Jana Kießling (unsere Jugendsprecherin), punktgleich mit dem Berliner Stefan Bartholomae und dem Chemnitzer Synchron Sportwart, Jens Thiele. Andere wiederum, die als „Verlierer“ aus diesem Match hervorgingen, haben zwar Pech im Spiel, aber dafür Glück in der Liebe. Wieder einmal mehr bewies sich das alte Sprichwort: „Übung macht den Meister“.
Übrigens sorgten für gute Stimmung während des mager besuchten Turniers die mitgereisten Eltern als Fanclub, sowohl für Hessen als auch für Sachsen, und insbesondere unser Landessportwart, Dr. Galle. Fast büßte er dabei seine Stimme ein, natürlich nur vorübergehend.
Danke liebe hessische Tanzsportfreunde für Euer Kommen und die gezeigten Leistungen, ebenso Danke unseren sächsischen Paaren und nochmals Danke dem Verein TSC Synchron Chemnitz. Ich hoffe, niemanden vergessen zu haben.
Heike Herzberg