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3. Zwickauer Dance Contest – wieder ein voller Erfolg

 

- TSG Rubin bei der ersten Station des Sachsenpokals der große Gewinner -

  

Die ca. 600 Zuschauer erlebten am 17. und 18. September in der Sporthalle Mosel ein wahres tänzerisches Feuerwerk. Was hier geboten wurde, war ganz großer Sport.

 

Zuerst die nackten Zahlen: 320 Tänzerinnen und Tänzer aus 18 Vereinen, Tanzschulen und Kindereinrichtungen nahmen an zwei Tagen an elf Wettbewerben teil. Darunter Teilnehmerinnen und Gruppen aus vier Vereinen des Landestanzsportverbandes Sachsen. Leider hatten zwei Vereine, die zuletzt dabei waren, nicht gemeldet. Jedoch möchten sie im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.

 

Als Änderung zum Vorjahr waren zwei neue Kategorien eingeführt worden. Zum einen die „Newcomer Groups“, die nur in Zwickau stattfanden, zum anderen die „Small Groups“, die auch in den beiden anderen Wettbewerben des Sachsenpokals durchgeführt werden. Die 2011 zum ersten Mal stattfindende Wettbewerbserie von drei unabhängigen Veranstaltungen findet am 26.11. in Wilsdruff ihre Fortsetzung und am 3.12. in Hoyerswerda ihren Abschluss.

 

Am Samstagmorgen versammelten sich die Eltern, Verwandten und Bekannten der jüngsten Teilnehmer (AK I bis zehn Jahre) zum ersten Wettbewerb an diesem Wochenende. Auch wenn alle sehr müde schienen, ließen sich die Tänzer davon nicht beeindrucken. Wie in den beiden Jahren zuvor entwickelte sich über zwei Runden ein Zweikampf zwischen den Teams des Tanzsportzentrum Muldental Grimma und der TSG Rubin Zwickau. Beide Vereine mussten aufgrund der Altersreglung mit komplett neuen Mannschaften antreten. Anders als in den Jahren zuvor, waren sich die fünf Wertungsrichter diesmal einig. Fünfmal die Note 1 für die „Rubin Kids“ bedeutete der erste Sieg für die Zwickauer in drei Jahren Dance Contest.

 

Als nächstes folgten schon die „Großen“. Bereits um 11 Uhr musste die Altersklasse III (ab 16 Jahre) mit ihren Duos an den Start. Von sechs Paaren waren fünf aus Vereinen des LTV. Dies ist eine tolle Resonanz. Alleine drei Duos kamen von der TSG Rubin. Deren „alte Hasen“, Melanie Löffler und Laura Fischer, sie nahmen bereits letztes Jahr in dieser Konstellation teil, stellten klar unter Beweis, dass es nur einen Sieger geben kann. Sie überzeugten mit Witz, Schnelligkeit und tänzerischem Können und hielten überglücklich den Siegerpokal in den Händen. Enger ging es da um die Plätze zwei bis vier zu. Mit nur einer zwei in der Wertung sicherten sich Nadine Schlegel und Michelle Geiser (auch TSG Rubin Zwickau) die Silbermedaille. Das Nachsehen hatten hierbei die Chemnitzer Kerrin Tschakert und Linda Neumann vom TSV Steppin Forward. Sie erhielten sogar eine „1“, aber jedoch auch zwei Vieren. Für sie blieb „nur“ Bronze. Ebenfalls mit einer Majorität auf Platz 3 verfehlten Lisa-Marie Karl und Laura Guttwein  (TSG Rubin Zwickau) ganz knapp das Treppchen. Selbst etwas enttäuscht von ihrer Leistung waren David Neubert und Sergej Schäfer vom TK Orchidee Chemnitz. Hatten sie sich doch als einzige Männer unter den weiblichen Duos mehr ausgerechnet. Sie landeten am Ende auf Platz sechs.

 

Das größte Teilnehmerfeld gab es bei den Solos in der AK III. Insgesamt zehn Tänzer stellten sich den Juroren. Ohne jegliche Konkurrenz war hierbei Dominik Heinrich aus Freiburg im Breisgau. Vor zwei Jahren noch für eine Tanzschule aus Gera am Start, wollte er nun wieder gern dabei sein. Der Fünfte der Europameisterschaft im HipHop zeigte sein ganzes Können und sorgte für einen der Höhepunkte. Mit allen „Zweien“ und als heimliche Siegerin durfte sich Melanie Löffler von TSG Rubin Zwickau fühlen. Nach eigenem Bekunden „nur mal so“ an den Start gegangen, überzeugte sie alle. Leider knapp am Medaillenplatz vorbei, belegte Ulrike Faber vom Tanzteam Wilsdruff einen guten 4. Platz. Es waren zwei weitere Tänzerinnen vom TTW mit dabei. Jana Holfert zog noch ins Finale ein und kam auf Rang sechs.

 

Erwartungsgemäß wenig Gruppen hatten sich beim Wettbewerb der „Small Groups“ angemeldet. Drei Teams waren es, darunter eins von der TSG Rubin („Ladil’ke“). Leider waren von sechs Tänzerinnen nur noch drei übrig geblieben. Die verbleibenden ließen sich nicht entmutigen und stellten den olympischen Gedanken in den Vordergrund.

 

Nun stand der Höhepunkt des ersten Tages auf dem Plan. Der Wettbewerb der großen Gruppen stand bevor. Es sollte spannend werden, schließlich stand fast das komplette Finale des Vorjahres wieder auf der Fläche und wurde mit einem starken Newcomer-Team noch zusätzlich aufgewertet. Unter drei Mannschaften entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. „Beat Step“ vom Tanzteam Wilsdruff spielten auf der Fläche Super Mario. Das war sehr originell und witzig. Leider leisteten sie sich den ein oder anderen Fehler und deshalb blieb es bei Platz drei. Auch die Zweiten, das Team „Steppin Forward“ vom gleichnamigen Verein, hatten im Finale den ein oder anderen Wackler im sonst so sicheren Linien- und Bilderwerk. Die aus dem Disco-Dance kommende Mannschaft versuchte, anders als im Vorjahr, auch Elemente des HipHop und Jazz mit einzubauen, waren hierbei jedoch nicht so sicher. Die wohl perfekteste Vorstellung lieferte das Team der TSG Rubin Zwickau ab. Die „Swanies“, die bereits in diesem Jahr den Youth Dance Contest des LTV Berlin gewannen, begeisterten nicht nur die Zuschauer. Die Wertungsrichter gingen bei jedem Titel unheimlich mit und die Tänzer zeigten eine lupenreine Vorstellung ohne Pausen. Hier stimmte alles. Der verdiente Lohn war der langersehnte Siegerpokal, den sie vorher in Zwickau noch nicht gewannen.

 

Der Sonntag wurde etwas ruhiger. In der Altersklasse II (11 bis 15 Jahre) waren etwas weniger Teilnehmer dabei. So musste die Small Groups mit der Newcomer-Kategorie zusammengelegt werden, weil nur ein Team gemeldet hatte. „PreOwned*“ von der TSG Rubin stellte jedoch eindrucksvoll unter Beweis, dass man auch mit sieben Tänzern mit den größeren Gruppen mithalten kann. Sie kamen im Gesamtwettbewerb auf Platz zwei. Sie wurden nur geschlagen von einer Mannschaft aus den eigenen Reihen. Vom Durchschnitt die jüngste Mannschaft, mit acht- und neun-jährigen Tänzerinnen, zeigten „ruby`motion“ eindrucksvoll, dass bei den Zwickauern viele gute Tänzer heranwachsen. Als Belohnung für ihren Sieg durften sie bei den „Großen“ mittanzen.

 

Zuvor waren aber noch die Duo- und Solowettbewerbe zu absolvieren. Im „Duo“ waren fünf Paare am Start. Leider war hier nur eine Meldung vom LTV Sachsen. Marie Dähne und Helen Schürer (ebenfalls von der TSG Rubin Zwickau) freuten sich über den überraschenden 2. Platz hinter den Vorjahressiegern, Rudi Wagner und Jonas Rein, aus Prießnitz von Nic´s Dance Factory. Den Sieg im Solowettbewerb nahm Sally Sacher aus Leipzig mit nach Hause.

 

Zum Abschluss des 3. Zwickauer Dance Contest wurde es noch mal richtig heiß in der Halle. Sechs Mannschaften (alle vom LTV Sachsen) kämpften um die Krone in der AK II. „Magic Groove“ vom TSZ Muldental (Platz 6) genauso wie „ruby`motion“ von der TSG Rubin (Platz 5) standen letztes Jahr noch in der AK I auf dem Parkett und waren damit die Jüngsten. Der „Teens-Club“ (ebenfalls vom TSZ Muldental) musste sich nach Platz drei im Vorjahr der starken Konkurrenz geschlagen geben. Sie kamen auf Rang vier. Mit einem neuem Namen und auch jungen Tänzern absolvierte das Tanzteam Wilsdruff in dieser Altersklasse einen Neustart. Mit großem tänzerischen Können gelang dies eindrucksvoll. Sie freuten sich riesig über die Bronzemedaille. Die größten Fortschritte machten die Tänzer der Zwickauer „DanceForm ya!“. Klare Linien, witzige Choreographie und mitreißende Musik waren das Erfolgsrezept. Mit einer „1“ in der Wertung knabberten sie sogar etwas am klaren Sieger. Dies war die „Formation EX“ vom TSV Steppin Forward aus Chemnitz. Die Gewinner vom Vorjahr boten eine so schnelle Performance und waren so exakt, das kein anderes Votum möglich war.

 Die TSG Rubin Zwickau bedankt sich bei allen Helfern und Zuschauern. Unter diese schlich sich fast unbemerkt am Samstag auch der Präsident des LTV Sachsen, Dietrich Rupp. Nachdem er am Wertungsrichtertisch in der Sicht eingeschränkt war, traute er sich zum Höhepunkt auf die Tribüne und mischte sich unter die Fans. Ein weiter Dank gilt auch den Wertungsrichtern, darunter der Vizepräsident des LTV Gert Zeiß und der Jugendsprecher Phil Schwarick.

 Es wird nun spannend, wie alle Teams und Tänzer die fast zwei-monatige Wettkampfpause nutzen werden, bevor es in der Vorweihnachtszeit in die heiße Phase des Sachsenpokal geht.

 

Mario Tischler

 

Fotos: Bert Harzer

- Swanies der TSG Rubin in Aktion

- Swanies nach der Siegerehrung mit Pokal, Urkunde und Medaillen (links in rot, die Trainerin und Vereinsvorsitzende Claudia Tischler)

 

 

 

Fotos: Tim und Jan Großpietsch

- "Tanz des Jahres 2011" mit allen Teilnehmern des Gruppenwettbewerbs in der AK III

-  der Präsident Dietrich Rupp und der Vize-Präsident Gert Zeiss des LTV Sachsen

-  die Schnürsenkel Fraktion

 

Tanzspiegel 12/11