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Die Kuh und ihr Auge…

 

... oder:  Die DM der JUN II B Standard und die Sachsen

Nein, mit der Kuh hat es nichts zu tun, dass die DM im schönen Mecklenburg stattfand, obwohl die Gegend schon sehr landwirtschaftlich angehaucht war. Was dann?

Eine halbe Autostunde von Schwerin entfernt leitete das Navi den Besitzer desselben auf ein ehemaliges NVA-Gelände,  das sicher bei einigen anwesenden gesetzteren Herren ein Déjà-vu auslöste. Der verblichene Charme ostdeutscher Neubauten begrüßte die Besucher, in denen eine große Anzahl sichtlich unbewohnter Wohnungen wohl noch der Nutzung harrt. Der obligatorische Posten bei Einfahrt ins Gelände fehlte jedoch. Dort allerdings gab es einen schönen großen Saal, welcher der DM einen angemessenen Rahmen gab.  Für schlappe 18 EURO gab es Zugang zu einem Turnier, das sich spätestens ab Semifinale als hochklassig für die Altersgruppe entpuppte und beim Zuschauen richtig Spaß machte. Damit ist aber auch zugleich gesagt, dass der Zugang ins Semifinale nicht eben leicht war.

Einige der fünf sächsischen Paare in dem 32 Paare großen Feld hatten es leider nicht in die Zwischenrunde geschafft. Kein Problem  für das Junioren– Paar Steinecke/Morlang (geteilter Platz 30-32) und Rottmayr/Heusinger (27-29.  beide Paare vom STK Impuls Leipzig), die gerade erst aufgestiegen waren. Auch Handschuh/Winkler (Platz 22, TC Rot-Weiß Leipzig) waren leider nur in der Vorrunde zu sehen. In der Zwischenrunde schließlich gab es neben ganz klaren Finalaspiranten auch einige Paare, die gut tanzten und es schaffen konnten, aber das war nicht sicher. Mit Babenko/Derr (Platz 14, TC Saxonia Dresden) erwischte es leider auch ein sächsisches Paar. Ins Finale kamen schließlich mit einer sehr guten Leistung Florian Fürll/Marie Charlott Wurmisch (TC Casino Dresden). Dort dominierten die beiden erstplatzierten Paare das Feld und boten hervorragendes Tanzen, aber ein sehr guter Platz drei war durchaus drin. Jedoch: auf einem Auge war die Kuh blind (ah, deshalb... ). Sehr knapp ging der begehrte dritte Platz an ein Dortmunder Paar und für die Sachsen blieb der 4. Platz. Dennoch: In einem solchen Finale ist auch dieser Platz eine Ehre und auch alle anderen Sachsen sollten aus dieser Meisterschaft einen Ansporn zum weiteren Trainieren mitgenommen haben.

Gunnar Lippmann

 

Tanzspiegel 12/11