Tanzen, Schwimmen, Nachtruhe
Vom 31. Juli bis 7. August 2011 fand im Sportpark Rabenberg in Breitenbrunn/Erzgebirge der sächsische Landeskader („Sommerkader“) der Turniertänzer statt. Teil 1 für die Junioren und die jüngeren Juge
nd-Jahrgänge, Teil 2 für die „ältere“ Jugend und die Hauptgruppe.
Insgesamt 55 der besten sächsischen Tänzerinnen und Tänzer aller Altersklassen nahmen am Training auf „Raven-Mountain“ teil. Der Sportpark bietet mit seiner Vielzahl von Einrichtungen, nicht zu vergessen mit einem eigens für den Tanzsport gebauten Tanzsaal, die idealen Voraussetzungen für leistungsorientiertes Training (zur selben Zeit trainierte in der Nachbarhalle u.a. die sich auf Olympia 2012 in London vorbereitende Gewichtheber-Nationalmannschaft um Olympiasieger Matthias Steiner).
Fast acht Stunden Training standen für die Aktiven auf dem Programm. Zeit für Freizeit blieb nur wenig. Trotzdem verirrten sich einige wenige (anscheinend noch nicht ganz „Ausgepowerte“) zum abendlichen Schwimmen in die für den Tanzsport reservierte Schwimmhalle.
Zwei glänzend aufgelegte Landestrainer (Asis Khadjeh-Nouri und Laurens Mechelke, beide Verbandstrainer des DTV) sorgten dafür, dass es keinem der Anwesenden zu langweilig oder nicht anstrengend genug wurde.
Im Verlauf des Trainings stellten sich bei allen Paaren relativ schnell deutliche positive Veränderungen in Körperstruktur, Rhythmus, Bewegungsvolumen und Dynamik ein. Veränderungen an den Füßen gab es auch: die bewegten sich nach diversen Ansprachen nicht nur flinker und stabiler, sondern waren bei den meisten unserer Sportler spätestens nach dem zweiten Tag völlig mit Blasen übersät. Viele, vor allem der Jüngeren, kamen ja direkt aus dem Sommer-Badeurlaub zum Kader.
Trotzdem war das für keinen der Anwesenden ein Grund sich zu schonen, oder wenigstens einen Gang „zurückzuschalten“ (was die Trainer sicher auch verhindert hätten), obwohl das Lächeln bei einigen wegen der sich einstellenden „Erschöpfung“ am Ende eines jeden Trainingstages zu gefrieren begann. Zum abendlichen freien Training waren alle wieder da, ob mit oder ohne Schmerzen. Zwei Paare im „großen Kader“ wurden sogar noch abends halb zehn im Saal gesichtet, es gab unheimlich viel nachzutrainieren.
Beim Kader der Jüngeren sollten einige Teilnehmer noch ein „besseres Verhältnis zur Nachtruhe“ finden, wenn sie sich nicht beim nächsten Kader auf die Liste der "vorzeitigen Heimreisenden" wiederfinden wollen.
Die abschließende Auswertung brachte für alle anwesenden Tänzerinnen und Tänzer Aufschluss über Gutes und Verbesserungswürdiges aus der Sicht beider Verbandstrainer, die in der jeweiligen Abschluss-Stunde jedem Paar bzw. jedem Einzelnen detaillierte Trainingshinweise für das Heim-Training gaben.
Insgesamt bot das Kadertraining auf dem Rabenberg wieder einmal die perfekte Vorbereitung auf die German Open Championships (vor allem für die älteren Paare) zwei Wochen später in Stuttgart und weitere kommende Aufgaben. Fast allen Kaderteilnehmern wurde bestätigt, dass sie das Talent
besitzen, nicht nur bei kleineren Turnieren aufzufallen, sondern auch bei Deutschen Meisterschaften, Ranglisten und internationalen Turnieren. Nun ist jeder aufgefordert, die Trainingsinhalte auf- und nachzuarbeiten, um sich bei darauffolgenden Kadermaßnahmen (bei den Jüngeren zählen auch die „dezentralen Kader“ dazu) gleich zu Beginn verbessert vorzustellen.
Für die Tänzer: ihr wart (fast) alle super fleißig! Vielen Dank für den tollen Kader! Es hat nicht nur den Trainern, sondern auch uns wahnsinnig viel Spaß gemacht. Wir hatten mit euch „leichtes Spiel“, (fast) niemand „tanzte“ aus der Reihe, alle waren sehr professionell und zielstrebig! Wir wünschen euch viel Erfolg bei allen folgenden Turnieren!
Eure Marina (Gerlitz) und Euer Uli (Herrmann)
Fotos: privat