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Saxonian Dance Classics 2011 – Ein Rendezvous der Weltklasse in Coswig

2010 vom Tanzsportzentrum Dresden ins Leben gerufen, fanden die Saxonian Dance Classics zum zweiten Mal in Coswig bei Dresden statt. Um es vorweg zu nehmen, der Erfolg des ersten Jahres wurde in vielen Belangen getoppt. Die Zuschauer sahen ein Tanzspektakel der Extraklasse. Die Herausforderung Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Veranstaltung um einen Tag erweitert. So wurde der Turnierplan um zwei weitere internationale Turniere auf sechs aufgestockt. Dazu kamen neben den zwei DTV- Turnieren, „Goldene 55“ und „Leistungsstarke 66“, noch die Sächsischen Landesmeisterschaften in den Hauptgruppen Latein der Klassen S, A, B, C und D hinzu. Also ein prall gefülltes Programm. Die Organisatoren des Tanzsportzentrums Dresden, in Zusammenarbeit mit dem Landestanzsportverband Sachsen, meisterten diese Herausforderung mit absoluter Bravour. Das Organisationsteam leistete ganze Arbeit sowohl in Hinblick auf die Zeitplanung, die Unterbringung der Paare, die Organisation am Veranstaltungsort als auch bei der Durchführung der Veranstaltung. Durch die im Vorfeld immer länger werdenden Startlisten musste die Zeitplanung ständig angepasst und korrigiert werden. Am Ende hatten ca. 450 Paare aus 17 Ländern gemeldet. Aber nicht nur die Quantität war im Verlauf der zwei Tage beeindruckend, sondern vor allen Dingen die Qualität. In den sechs IDSF Turnieren waren mehrere amtierende Weltmeister und etliche Top-Ten-Platzierte der Weltranglisten aus verschiedenen Klassen am Start. Offensichtlich hat sich inzwischen herumgesprochen, dass in Dresden und Umgebung hervorragende Turniere durchgeführt werden. Die Tanzshow der Extraklasse Zahlreiche Ehrengäste ließen es sich nicht nehmen, die Abendveranstaltung am Samstag zu besuchen. Darunter der Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt, Frank Neupold, als Schirmherr der 2. Saxonian Dance Classics. Als weiteren Ehrengast begrüßte der Turnierleiter den gegenwärtig erfolgreichsten Verbandspräsidenten eines nationalen Verbandes, den Präsidenten des Deutschen Tanzsportverbandes Franz Allert. Dazu gab es die entsprechende Erklärung: die beiden Titel, der bis zu den Saxonian Dance Classics in diesem Jahr ausgetragenen Weltmeisterschaften, gingen nämlich allesamt an deutsche Paare. Der Turnierleiter der IDSF Turniere, Klaus Gundlach, führte absolut fachkundig und professionell durchs Programm der beiden Tage. Turnierleiter der DTV- und LTV-Turniere war Dietrich Rupp, Präsident des LTV Sachsen. Chairman der internationalen Wettbewerbe war der Sportwart des Deutschen Tanzsportverbandes, Michael Eichert, und der der nationalen Turniere war der Präsident des niedersächsischen Tanzsportverbandes, Jürgen Schwedux. Die Wertungsrichter kamen aus elf verschiedenen Ländern. Bereits am frühen Morgen mussten die ersten Paare ran. So waren die Senioren III Standard bereits ab 10.00 Uhr auf dem Parkett und mussten hellwach sein, um sich über fünf konditionsraubende Runden bis zum frühen Nachmittag ins Finale zu tanzen. 68 Paare aus fünf Nationen waren am Start und zeigten sportliche Höchstleistungen. Ein erstklassig besetztes Feld, immerhin waren Rang eins und drei der aktuellen Weltrangliste Vitam und Barbara Kodelja aus Slowenien und Maurizio Carugati/Mariagrazia Giovenco aus Italien auf dem Parkett und fighteten um den Sieg. Unter dem Beifall der Zuschauer ertanzte sich das Paar aus Italien den Sieg. Auf dem Treppchen standen als Zweite die Slowenen und als Dritte, bestes deutsches Paar, Wolfgang Walter/Ilse von Beyer, die namhafte Paare aus Italien und Österreich hinter sich ließen. Auch Oliver Luthardt/Brigitte Kessel-Döhle sowie Dieter Keppeler/Manuela Schraut-Keppeler aus Deutschland, freuten sich neben einem weiteren italienischen Paar über ihre Finalteilnahme. Ebenfalls am Vormittag begann das Turnier der Senioren I Latein, ein mit 17 Teilnehmern aus fünf Ländern exzellent besetztes Turnier, bei dem es zum Showdown von Weltklassepaaren kam. In einem packenden Wettkampf tanzten neben den amtierenden Weltmeistern Senior I Latein Gwenaël Lavigne/Stephanie Godet aus Frankreich weitere drei Paare aus den Top-Ten der aktuellen Weltrangliste um den Sieg. In einem hochklassigen Finale setzten sich am Ende die Franzosen klar mit allen fünf gewonnenen Tänzen durch. Einen hart umstrittenen Kampf gab es um die zwei übrigen Podestplätze. Über den zweiten Platz freute sich letzendlich das deutsche Paar Andreas Hoffmann/ Isabel Krüger mit drei Tänzen als Zweiter vor dem russischen Paar Sergej und Anna Makarenko, das in nur zwei Tänzen Zweiter wurde. Mit Markus und Stephanie Grebe und Dr. Julian und Brigitte Heubeck standen zwei weitere deutsche Paare im Finale. Ab dem Nachmittag bis in die späten Abendstunden konnten die Zuschauer zwei weitere IDSF- Turniere verfolgen. Höhepunkt aus Sicht des Veranstalters und der Zuschauer war natürlich das IDSF Senior I Standard - Turnier mit dem Auftritt der frischgebackenen Weltmeister Tassilo und Sabine Lax vom gastgebenden Tanzsportzentrum Dresden. 61 Paare aus sieben Ländern waren am Start. Ein hochkarätiges Starterfeld, darunter neben dem Ehepaar Lax weitere leistungsstarke Paare aus Italien, der Tschechischen Republik, Frankreich und Österreich, sie alle zeigten sportliche Spitzenleistungen. Mit Freude am Tanzen, Eleganz, sportlich und technischer Perfektion präsentierten sich die Weltmeister aus Sachsen in der voll besetzten Halle den Juroren und dem heimischen Publikum. In einem hochklassigen Finale setzten sie sich souverän durch. Sabine und Tassilo erhielten von allen neun Wertungsrichtern in allen fünf Tänzen durchgängig Platz eins. Auf dem 2. Platz kamen Andrea Becherelli/Alessia Scuderi aus Italien ein. Den 3. Platz auf dem Treppchen sicherten sich Petr Palat/ Hana Palatova aus der Tschechischen Republik. Ein hervorragendes Turnier tanzte auch ein weiteres deutsches Paar: Thorsten Strauß/Sabine Jacob. Sie belegten den 5. Platz. Schade für Marco Wittkowski/Petra Fischer, sie verpassten das Finale mit nur einem fehlenden Punkt und belegten so Platz sieben. Im Semifinale waren neben Marco Wittkowski/Petra Fischer zwei weitere deutsche Paare vertreten. René und Heike Seyboth aus Leipzig belegten Platz 11, Platz 12 ging an Dr. Konstantin und Corina Malez. Parallel zu den IDSF Open Senioren I Standard zeigten die Paare in der Klasse IDSF Open Adult Ten Dance ihr tänzerisches Können. Im 24 Paare umfassenden Starterfeld aus elf Nationen waren neben den letztjährigen Siegern, Csaba László/Anna Mikes aus Ungarn, vier weitere Finalisten der 1. Saxonian Dance Classics am Start. So auch die Lokalmatadoren Rami Schehimi/Lilli Hils vom Tanzsportzentrum Dresden. Sie zeigten ihre gewachsenen tänzerischen Fähigkeiten und überzeugten Wertungsrichter und Publikum. In dem ausgezeichnet besetzten Starterfeld wurden sie mit einem hervorragenden achten Platz bestes deutsches Paar. Das Finale wurde somit ohne deutsche Beteiligung ausgetragen. Das tat der Stimmung in der Halle jedoch keinen Abbruch. Sieger wurden in einem spannenden Wettbewerb erneut Csaba László/Anna Mikes. Hart umkämpft war Platz 2. Yury Simachev/Anastasia Klokotova aus Russland erreichten ihn mit einer hervorragenden Leistung in den lateinamerikanischen Tänzen punktgleich vor den Vorjahreszweiten Maurizio Benenato/Svetlana Kostenko aus Italien. Die weiteren Plätze belegten Volodymir Lyatov/Veronika Myshko aus der Ukraine, Janick Loewe/Pia Lundanes aus Norwegen und Olexiy Guzyr/Rikako Ota aus der Ukraine, die das Finalfeld komplettierten. Da über vier Runden getanzt wurde, mussten die Finalisten 40-mal aufs Parkett, ehe sie, es war bereits nach 24.00 Uhr, für ihre sportliche Höchstleistung geehrt werden konnten. Den Abschluss des ersten Tages der Saxonian Dance Classics bildeten vor einem begeisterten Publikum, das bis in die frühen Morgenstunden ausgeharrt hatte, die Siegerehrungen in den Turnieren IDSF Open Senioren I Standard und IDSF Open Adult Ten Dance. Das Publikum honorierte die Sieger und Platzierten mit lang anhaltenden, frenetischen Beifall. Eingebettet und über den Tag verteilt fanden die Landesmeisterschaften des LTV Sachsen Latein in den Hauptgruppen B, C, und D statt. Die Landesmeister wurden in der Hauptgruppe B Paul Piskun/ Marika Weiß (Tanzclub Saxonia Dresden), in der Hauptgruppe C Benjamin Kosbab/Diana Dolinsky (Tanzsportclub Leipzig) und in der Hauptgruppe D Christopher Schmidt/Laura Bischoff (TSC Excelsior Dresden). Auch am 2. Tag der Saxonian Dance Classics war für die Tänzer und die Offiziellen wieder Frühaufstehen angesagt. Bereits um 08.15 öffneten sich die Tore, ehe es um 10.00 wieder in einen erlebnisreichen Turniertag ging. Die IDSF Senioren II Standard und „Die Leistungsstarke 66“ des DTV standen als erstes auf dem Programm. Bei den Senioren II hatte sich mit 106 Paaren aus acht Ländern das größte Starterfeld gemeldet. Hier war Kondition gefragt, denn es wurden sechs Runden getanzt, ehe am Nachmittag die Sieger feststanden. Nicht nur Masse, sondern auch Klasse, stand auf dem Parkett. So tanzten nicht nur national und international renommierte Paare um den Sieg, sondern auch die Weltranglistenersten und –dritten der Senioren III aus Slowenien und Italien. Sie nutzten die Gelegenheit für einen Doppelstart. Am Ende verließen Josef Stehlík/Eva Stehlíková aus der Tschechischen Republik als Sieger den Saal. Rang zwei belegte das italienische Paar Bruno Lazzareschi/Ida Zotta. Mit ihrem hervorragenden dritten Platz kämpften sich Raymund und Antje Reimann aus Deutschland wieder zurück in die Weltspitze. Sie erhielten vom sachkundigen Publikum viel Beifall. Die übrigen Finalplätze gingen mit Aldo Sterpila/Enza Bracci, Maurizio Carugati/Mariagrazia Giovenco und Robert Szlendak/ Katarzyna Szlendak an Italien und Polen. Zweitbestes deutsches Paar war Alfons Henne/Vera Zuleger, die bis ins Halbfinale kamen und den 8. Platz belegten. Beim 1. Qualifikationsturnier „Die Leistungsstarke 66“ des DTV gab es folgende Reihenfolge: Strahlende Sieger wurden Karl-Heinz und Gabriele Haugut vom TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg. Die weiteren Plätze belegten Klaus Werner und Hanne Werner vom TC Wieste im TV Sottrum und Peter und Monika Neumaier vom TC Schwarz-Weiß Reutlingen. Auch dieses Turnier war mit 31 Paaren gut besetzt. Am Nachmittag griffen dann die IDSF Senioren II Latein und vom DTV „Die Goldene 55“ ins Wettkampfgeschehen ein. Ein kleines, aber feines Starterfeld von acht Paaren aus Deutschland und Österreich nahm den Wettkampf der Senioren II Latein auf. Im Finale tanzten dann nur deutsche Paare. So siegte souverän mit allen Tänzen auf Platz eins das Paar Eugen Gal/Heike Glaubitz vor Ullrich und Carmen Sommer. Dritte wurden leistungsgerecht Dr. Volker Dietrich und Sonja Bockmann-Dietrich. Im 1. Qualifikationsturnier „ Die Goldene 55“ des DTV gingen, aus dem mit 47 Paaren stark besetzten Feld, Oliver Luthardt und Brigitte Kessel-Döhle vom 1. Tanzsport-Zentrum Lüneburg als Sieger hervor. Über die Plätze 2 und 3 freuten sich Siegfried Evertz/Yvonne Heyner vom TSC Savoy München und Bernhard Serres/Beate Hähner. Im Laufe dieses Wettkampftages fanden auch die Landesmeisterschaften Latein der Hauptgruppe A und S des LTV Sachsen statt. Die Landesmeister wurden in der Hauptgruppe A Sergej Piskun/Sofiya Derr vom Tanzclub Saxonia Dresden. In der Hauptgruppe S wurde das beste deutsche Paar des Samstag über 10 Tänze, Rami Schehimi/Lilli Hils vom Tanzsportzentrum Dresden, erwartungsgemäß Landesmeister und mit reichlich Beifall vom Publikum bedacht. Die Resonanz Mit den letzten Siegerehrungen um 21.30 Uhr gingen die 2. Saxonian Dance Classics zu Ende. Die zahlreichen Zuschauer bekamen ein umfangreiches Programm mit hochklassigem Tanzsport geboten. Das fachkundige Publikum honorierte die Leistungen der Tänzer mit viel Beifall. Applaus der Zuschauer gab es auch für die Offiziellen und die Organisatoren, die erheblichen Anteil am Gelingen der Veranstaltung hatten. Viel Anerkennung für die Tage in Coswig gab es auch von den Funktionären des DTV und des LTV Sachsen, ebenso von den internationalen und nationalen Wertungsrichtern für die Organisation dieses Tanzwochenendes. Nicht weniger Lob an die Organisatoren des Tanzsportzentrums Dresden war auch von den Paaren zu hören, die vor allem neben dem Umfeld der Veranstaltung auch mit der Durchführung der Turniere äußerst zufrieden waren. Beste Empfehlung für die Veranstalter war jedoch das Versprechen vieler Paare, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Das Fazit Mit insgesamt 443 gemeldeten Paaren aus 17 Ländern in sechs internationalen und sieben nationalen Turnieren an zwei Turniertagen, waren die 2. Saxonian Dance Classics nicht nur quantitativ, sondern mit zahlreichen europäischen Spitzenpaaren auch qualitativ, erstklassig besetzt. Dank der hervorragenden Organisation während und im Umfeld der Veranstaltung, bei der Betreuung der Offiziellen und Paare, wurde dieses Tanzfest zu einem großen Erfolg. Bereits nach den 2. Saxonian Dance Classics steht fest, dass dieser Event einen festen Platz im europäischen und nationalen Tanzkalender hat. So kann man mit Fug und Recht sagen, ein Gewinn für die Region, ein Gewinn für Sachsen, aber vor allem ein Gewinn für den Tanzsport. Text: Wolfgang Looke