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Auftritt einmal anders: Tanz im Wandel der Zeiten

Abschlusspose Lateinformation zu "König der Löwen"

Paare der Altberlin-Formation

Am 12. Januar gestalteten Junioren-, Jugend- und Seniorenpaare des TSC Hoyerswerda ein Schülerkonzert zum Thema „Tanz im Wandel der Zeiten – eine Reise durch die Tanzwelten“. Etwa 400 Schüler der 5. – 8. Klassen sowie Berufsschüler besuchten diese von der Tanzlehrerin Rosmarie Schulze moderierte Veranstaltung im Großen Saal der Lausitzhalle. Schautanzformationen wechselten sich mit Videoaufzeichungen eigener Choreografien ab, damit genügend Zeit für die Umziehpausen blieb. Eröffnet wurde mit einer Wiener Walzer – Formation, da die Urformen dieses Tanzes bis ins Mittelalter zurückreichen und somit der älteste der gezeigten Tänze war. In die Zeit um 1850 wurde das Publikum mit einer Biedermeier-Formation entführt. Vier Herren in Gehrock, Gamaschen und Zylinder sowie vier behandschuhte Damen in Kleid und Haube ließen mit altem Wiener Walzer, Francaise, Kreuzpolka, Tyrolienne, Polka Mazurka, Marsch, Rheinländer und Galopp Altberliner Flair um das Jahr 1900 aufleben. Von den Tänzen der Goldenen Zwanziger Jahre wurden Quickstep, Black Bottom, Tango und Charleston auf die Leinwand gebracht. Es folgte ein Sprung in die Nachkriegszeit. Trotz aller Entbehrungen wollten sich die Menschen beim Tanz vergnügen. Alte Samba, Zitterfox und der Chio-Chio-Cho wurden damals mit Kopftuch, zu kurzen Hosen, zu weitem Sakko und Schiebermütze getanzt. In den fünfziger Jahren entstand der Rock’n Roll aus verschiedenen Tänzen, von denen die TSC-Junioren den Lindyhop darboten. Um 1960 kam der Mambo nach Europa. allen sicher bekannt aus „Dirty Dancing“. Eine Choreografie auf die Filmmusik wurde im Schauteil des 13. Internationalen Tanzturniers aufgeführt und war zusammen mit einem Medley aus verschiedenen Discotänzen zu Hits der neunziger Jahre als Video zu sehen. Diese Umziehpause für den TSC-Nachwuchs aus Hoyerswerda war dringend nötig, da das Outfit für die Abschlussformation mit den Lateintänzen Cha-Cha-Cha, Rumba und Jive, zu Musik aus dem Musical „König der Löwen“ aufwendig zu gestalten war.   Allen Mitwirkenden war vor der Veranstaltung etwas flau in der Magengegend, denn Erfahrungen mit einem Publikum dieser Altersklasse hatte keiner. Nachdem sogar die erste Videoaufzeichnung mit Beifall bedacht wurde, hatten nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Tanzpaare ihren Spaß.   Gunter Reichel Fotos: D. Degner