
Ein wirklich leistungsstarkes Team mit ausgefeilten Choreografien

Die Show Dance Formation Dance Attack des TSC Kristall Weißwasser

So sehen Sieger aus: Dirk Warmschmidt u. Leonie Klepsch

Die D-Klasse bietet durchaus Qualität und der Stolz der Finalteilnehmer ist unübersehbar
„Nicht die Masse macht’s, sondern die Klasse!“ moderierte der Turnierleiter Detlev Zerbe der mit Fug und Recht zum „Tanzsporturgestein“ in der Lausitz zählt.
Ja, es war schon schade, dass am letzten Wochenende so wenig Gäste den Weg ins Bürgerhaus im ostsächsischen Niesky gefunden haben, denn wer auf hochklassigen Tanzsport steht, der hat sich da einen Leckerbissen entgehen lassen. Bedauerlich aber auch, dass es nicht wie sonst gewohnt, so viele Paare der leistungsstärksten Klassen waren, die den Weg in die Lausitz gefunden haben. Aber dennoch, was am Wochenende an qualifiziertem Tanzsport den Gästen von den Aktiven geboten wurde, war eben schlichtweg Klasse.
Geschuldet der Tatsache, dass sich zu wenig Paare für das traditionellen abendliche Ballturnier angemeldet hatten und beide Turniere der Hauptgruppe A nicht ausgeführt werden konnten, musste dem Publikum ein angemessener Ersatz geboten werden. Aber Notnägel waren es nicht, die der TSC „Kristall“ seinem Publikum bot. Und so setzte
das Paar der Sonderklasse Sebastian Lucke und Ingrid Altmann ganz besondere Glanzpunkte, mit denen das Publikum bestens entschädigt wurde. Obwohl das Paar durch ihr Studium in die Landeshauptstadt Dresden verschlagen wurde und demzufolge dort natürlich auch trainiert und startet, haben sie ihre Wurzeln nicht vergessen. Was für die hochspezialisierte Sonderklasse dann doch schon die Ausnahme ist – die beiden gehen nach wie vor sowohl bei den Standard- als auch den Lateintänzen an den Start. Und so brachten sie mit den zehn meisterlich zelebrierten Tänzen im Showprogramm alle Anwesenden zur Verzückung.
Dass Tanzsport, gerade Ballturniere, nicht nur durch strenge Regeln bestimmt sein muss, sondern auch viel Freiraum für Spaß und Bewegungsfreude im Tanz bieten kann, zeigten die Showformationen des TSC. Ob nun die kleinen Tanzzwerge mit ihrem ersten Ausflug in die Welt des Tanzens das Publikum begeisterten oder die älteren Rainbow-Kids, Sweethoppers und SkAngels (Anmerkung des Autors: Schreibweise ist so richtig !!!) ein wirklich tolles Programm ablieferten, das Rahmenprogramm war perfekt. Es wäre nicht der TSC „Kristall“ Weißwasser, wenn nicht auch beim Showtanz ein besonderer choreografischer Leckerbissen geboten werden könnte. Die Formation „Dance Attack“ ist nicht nur die dienstälteste Showdance-Formation im TSC, sondern auch mit Abstand die erfolgreichste. Immerhin haben sie zum dritten Male in Folge die wichtigste ostdeutsche Showtanzkrone, den Lausitzpokal, gewonnen.
Gegenüber den recht schmalen Startfeldern am Samstag bescherten die Kinder und Junioren der D-Klasse am Sonntag ein richtig volles Haus. Sie ließen spannende Wettkämpfe über Vor- und Zwischenrunden zu und so zeigte sich, dass auch Kinder und Junioren der Anfängerklasse absolut sehenswerte Leistungen aufs Parkett bringen. Der gastgebende Tanzsportclub konnte mit dem Abschneiden seiner Paare zufrieden sein. Den begehrten „Pokal der Oberlausitz“ in der Starklasse Junioren II C Latein sicherten sich Dirk Warmschmidt/Leoni Klepsch ganz souverän gegen die starke Latein - Konkurrenz aus der Landeshauptstadt. Im Jugend D- Lateinturnier sorgten Eric Warmschmidt/Anja Köppen mit klaren Ergebnissen dafür, dass auch der Pokal in dieser Klasse im eigenen Verein blieb.
Der Start in der Junioren Standard-D-Klasse bescherte dem Paar Warmschmidt/Köppen zudem noch eine bronzene Medaille. Die silberne sicherten sich die Kristalle Tobias Pfeil/ Michella Gogolin in der Starklasse Junioren I D Latein. Mit einer bronzenen Medaille trat das relativ neu formierte „Kristall“ - Paar Eduard Rostov/Mary Pohl in der Startklasse Jugend B Latein keineswegs unzufrieden die Heimreise an.
Ebenfalls mit einer bronzenen Trophäe beendeten Sören Kowalick/Linda Pfeil das Turnier und schafften es hier auf Platz 5. Bei den Kindern der D-Klasse kam das heimische Paar Karol Richter/Maja Linder auf den 3. Platz des Treppchens bei den Lateintänzen. Artem Galaktionov/Hanna Grosser ordneten sich in der Junioren II C Konkurrenz auf Platz 5 ein.
Wolfgang Pohl
Fotos: Thomas Täuber