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Deutsche Vizemeister für Schehimi/Hils

Einen Tag nach der Senioren-Meisterschaft richtet die TSA des TSV Glinde die Deutsche Meisterschaft für die Jugend A Standard und den Deutschlandpokal der Junioren I B Standard aus. So fand erstmals eine DM an einem Sonntag statt. Der Gastgeber hat sich zum wiederholten Male bei der Ausrichtung einer Meisterschaft viel Mühe gegeben. Nicht ganz pünktlich, auf Grund eines Wertungsrichter-Problems, startete das Jugendturnier bereits mittags mit 27 Paaren. An den Landesmeisterschaften in allen Bundesländern nahmen jedoch 39 Paare teil. Da es aber eine neue Ranglistenregelung gibt, durften nicht alle Paare an der DM teilnehmen. Drei von fünf Jugendranglisten mussten vorab getanzt werden. Stanislav Matusov/Laura Schmidt (STK Impuls Leipzig) konnten durch die Neuzusammenstellung des Paares nicht teilnehmen, da sie die Kriterien nicht erfüllen konnten. Die Geschwister Tom und Lisa Uhlig (TSC Excelsior Dresden) mussten leider krankheitsbedingt absagen. Sieben sächsische Paare, damit der stärkste Landesverband, stellten sich nun noch den Wertungsrichtern, einer davon war Michael Hölschke (TSK Residenz Dresden). Nach der Vorrunde mussten sich fünf Paare bereits verabschieden. Sie waren alle nicht begeistert, sich schon umziehen zu müssen und es flossen reichlich Tränen. Ein Kreuz für die nächste Runde fehlte Sergej Piskun/Sofiya Derr (TC Saxonia Dresden). Sie kamen auf den 20.Rang. John Kupferschmidt/Saskia Lausmann (TSC Leipzig) hatten ein Kreuz weniger und erreichten den 21.-22.Platz. Ralph Adamek/Daniela Dimova (TSC Silberpfeil Pirna) kamen auf den 23., Gregor Ehrlich/Laura Korndörfer (TSZ Muldental) auf den 24.-26., Erik Benicke/Theresa Taube (STK Impuls Leipzig) auf den 27.Platz. Einzig die Landesmeister und Vizemeister konnten sich in die nächste Runde tanzen. Auf Platz 16.-17. beendeten Benjamin Böhme/Ina Gröbe (TSC Leipzig) das Turnier. Das gesamte Feld war sehr leistungsstark und das Finale, sowie dessen Ausgang völlig offen. Nicht nur Rami Schehimi und Lilli Hils (TSZ Dresden) bekamen von Anfang an 35 Kreuze. Drei weitere Paare zeigten ebenfalls ihre Ambitionen auf den Titel. Ein Wertungsrichter kreuzte allerdings das sächsische Paar auf dem Weg ins Finale mit nur zwei Kreuzen. Im Finale kamen Schehimi/Hils im Langsamen Walzer noch auf den dritten Platz. Dass sie beide eigentlich mit Fieber ins Bett gehörten, zeigten sie keinem. Beide wollten einen Platz auf dem Treppchen und vielleicht sogar den Sprung zur Weltmeisterschaft schaffen. Ab dem Tango drehten sie noch einmal auf und ertanzten sich mit vier Zweien den 2.Platz. Dasselbe Bild ergab sich im Wiener Walzer. Vor der Slowfox-Wertung waren die Familie, die Trainer Tassilo und Sabine Lax, der Landestrainer Asis Kadjeh-Nouri, alle Fans, sowie natürlich Rami und Lilli sehr gespannt. Mit der Wertung auf den 2. Platz fiel die Anspannung und die Vorfreude auf Riga wurde lautstark bejubelt. Nun hieß es nur noch den Quickstep durchhalten. Der Schreck kam 30 Sekunden vor Schluss dieses Tanzes. Rami hatte einen Krampf. Aufhören hieß Platz 6 und dann wären sie auf den Bronzerang zurück gefallen. So kämpfte er sich mit Lilli durch die letzten zwei Seiten und bekamen zwar in diesem Tanz den 3.Platz, aber mit dreimal Rang 2 wurde es Silber. Geschachtelt wurde die Jugend-Meisterschaft mit dem Deutschland-Pokal der Junioren I B Standard. Auch hier war das Feld der 22 Paare sehr stark besetzt. Aus Sachsen nahmen drei Paare teil. Erfahrung sammeln, hieß es für Max Klotzsche/Antonia Habelt (TC Saxonia Dresden). Sie stiegen zur Landesmeisterschaft erst in diese Klasse auf und beendeten das Turnier mit dem 21.-22.Platz. Dimitri Babenko/Jessica Derr, ebenfalls TC Saxonia Dresden, kamen auf den 17.Platz. Sie waren mit ihrem anwesenden Trainer Gunnar Lippmann über ihr Tanzen recht zufrieden. Florian Fürll/Marie-Charlott Wurmisch (TC Casino Dresden) hatten bereits auf den Ranglisten Erfahrungen sammeln können und tanzten sich auf einen sehr guten Anschlussplatz zum Finale.   Jana Otto
Tanzspiegel 01/10