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Die Deutsche Meisterschaft Junioren II B Standard aus sächsischer Sicht

Es regnete dauerhaft, als sich die Junioren II- Paare in Elmshorn am 10. Oktober zu ihrer Deutschen Meisterschaft trafen. Es waren auch nicht so viele, wie es erst den Anschein hatte. Von 29 Paaren waren schließlich 24 Paare am Start, woran wohl auch großräumige Staus in Norddeutschland ihren Anteil hatten. Von drei gemeldeten sächsischen Paaren war schließlich nur Sergej Piskun/Sofiya Derr (Saxonia Dresden) angereist und so war die sächsische Delegation die wohl kleinste seit vielen Jahren (der Verfasser kann sich auch noch an einen Bericht erinnern, indem er schrieb „…30% aller Paare aus Sachsen…“). Verbandsmäßig gesehen, waren die Paare unter sich. Der Bundesjugendwart war für den DTV auf Dienstreise, der Bundesjugendtrainer krank. Als es dann mit Verspätung losging, sah man zwar die gewohnte Leistungsspannbreite einer Vorrunde, aber insgesamt machte eine große Zahl von Paaren einen hervorragenden Eindruck, sodass beim Zuschauen gedanklich das Semifinale gleich übervoll war. Bis dahin mussten auf der schön großen Tanzfläche allerdings zwei Runden getanzt werden, zu meistens gut ausgewählter Musik. Lediglich die Tangotitel der 1. Zwischenrunde führten zu eingeschlafenen Füßen. Im Wiener Walzer muss man in der Junioren II B nicht unbedingt in der Vorrunde fleckerln, da genügt es auch in der Endrunde oder man kann es auch ganz weglassen, wenn man gut Walzer tanzen kann. Ein Paar mühte sich dennoch…naja. In der Endrunde schließlich wollten dann gleich vier Paare zur gleichen Zeit fleckerln, leider alle auch an der gleichen Stelle. Der Späteste der vier prallte sichtlich ab und wurde auf die Außenbahn getrieben, wieder was gelernt. Aber vor der Endrunde stand schließlich das Semifinale, in das Sergej und Sofiya sicher hinein getanzt waren und nach dem Quickstep konnte man guter Hoffnung für die Endrunde sein, aber andere eben auch. So kam es schließlich, dass sich die beiden Sachsen leider mit dem sehr undankbaren siebten Platz zufrieden geben mussten. Das Finale zeigte, dass durchaus bis vier alles drin gewesen wäre, aber man muss halt drin sein. Sie sind jedoch dran an der Spitzengruppe, nun können die Beiden zukünftig in der Jugend A ihre Chancen nutzen. Buschmann/Bauer (TSC Dortmund) dominierten alle Tänze dieses Finales berechtigt, auf Platz zwei Ionel/Beckhoff aus Paderborn, knapp vor Kolosin/Elert, Kassel.   Dr. Gunnar Lippmann
Tanzspiegel 12/09