
Sachsen in Zivil nach getaner Arbeit
Einladungsturniere am 05./06.September in Stuttgart
Mittlerweile kennt man die Strecke nach Baden-Württemberg schon fast auswendig. Ob es dabei nach Ulm, Karlsruhe, Tübingen oder wie an diesem Wochenende nach Stuttgart ging, auf den letzten Kilometern spielten die Austragungsorte fast keine Rolle mehr. Geladen hatte diesmal das Tanzsportzentrum Stuttgart-Feuerbach zum Abschlussturnier der TBW-Trophy in sein schönes, großes und lichtdurchflutetes Vereinsheim.
Obwohl sich die besten 12 Paare je Startklasse für dieses Turnier qualifizierten, waren gerade die Starterfelder am Sonntag sehr spärlich gesät. Gab es tags zuvor noch Verspätungen, so ließen sich am zweiten Turniertag die „Löcher“ nur mit Präsentationsrunden (Neudeutsch „General Look“) „stopfen“. Vielleicht führt aber eine deutlichere Aufwertung der Einladungsturniere oder die in Tübingen angeregte Veränderung der Modalitäten zur TBW-Trophy-Serie im nächsten Jahr zu einer verbesserten Teilnahme. Kommt die vorgeschlagene Regeländerung zum Tragen, können die Tanzpaare an vier (bislang drei) Qualifikationsturnieren teilnehmen, welche als offene Turniere vorgesehen sind. Der Sieger über die gesamte Serie wird dann beim (letzten/vierten) Abschlussturnier gekürt. Somit könnten die Paare der D- bis A-Klasse begehrte Punkte und Platzierungen für den Aufstieg sammeln, welche natürlich für die S-Klassen-Paare weniger interessant sind. Ein richtiges Einladungsturnier mit Fahrtkosten und Preisgeldern könnte hier vielleicht noch mehr Anreiz schaffen.
Trotz oder gerade wegen der Beteiligung von Paaren aus Österreich und der Schweiz scheint die TBW-Trophy sonst nur Tänzer und Tänzerinnen aus dem süddeutschen Raum anzuziehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber Vereine z.B. aus der Hauptstadt oder von der „Küste“ suchte man bisher in den Startlisten vergebens.
Dass die Turniere der TBW-Trophy für uns sächsischen Paare ein gutes Pflaster sind, bewiesen Dr. Rico Czaja und Martina Steffen (TC Rot-Weiß Leipzig), Jochen Luther und Janine Mühlmann sowie Ringo Hölschke und Magdalena Selbig (beide TSK Residenz Dresden) auch diesem Wochenende. In allen sieben Turnieren, für die wir drei Paare uns qualifiziert hatten, erreichten wir das Finale und konnten fünfmal einen Platz auf dem Treppchen einnehmen. Das beste Ergebnis verbuchten dabei Jochen Luther/Janine Mühlmann für sich. Mit dem zweiten Platz in der Hauptgruppe B Standard sowie jeweils dem dritten in der Hauptgruppe II B Standard und Latein ernteten sie einen reichen Medaillensegen. Jeweils eine Medaille durften sich auch die anderen beiden sächsischen Paare um den Hals hängen lassen. So ertanzten sich Ringo Hölschke/Magdalena Selbig den dritten Platz in der Hauptgruppe II S, Rico Czaja/Martina Steffen gelang dies in der Hauptgruppe S Standard.
In den nächsten Wochen holen wir uns beim Training noch den letzten Feinschliff für die anstehenden Landesmeisterschaften, bevor wir sicher im nächsten Jahr wieder alle mit dabei sind, wenn die TBW-Trophy im Januar ruft.
Ringo Hölschke