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Sächsische Landesmeisterschaften Standard am 26./27. September 2009

Turnierleiter Jürgen Schimmel mit Überblick

Ob der Kleine mal Tänzer wird? Die Füße des 10-wöchigen Nachwuchses von Jana Otto in den prüfenden Händen der Pressewartin

HG D: Paul Hahn/Christin Seidel - Tanzformation Fox

HG C: Tilman Ahlfeld/Cathleen Filip –TSZ Dresden und Martin Herrmann/Esther Hanzsch - TSC Casino Dresden

HG B: Jochen Luther/Janine Mühlmann – TSK Residenz Dresden

HG II A: Veit Ludewig/Linda Rosenow – TSZ Dresden

HG II S: Ringo Hölschke/Magdalena Selbig – TSK Residenz Dresden

Jugend B: Wladimir Piskun/Alina Schehimi – TC Saxonia Dresden

Kinder I/II D: Ricardo Perez/Josephine Fischer – TC Blau-Gelb Grimma

Kinder I/II C: Daniel Rebrunov/Charlotte Lanz – TC Saxonia Dresden

Junioren I D: Ramon Klenz/Aylin Korkmaz – TSC Leipzig

Junioren I C: Philip Grieger/Tatiana Khatenever – STK Impuls Leipzig

Junioren I B: Florian Fürll/Marie Charlott Wurmisch – TSC Casino Dresden

Junioren II D: Odin Mann/Lina Merbitz - TSC Excelsior Dresden

Junioren II C: Conrad Wittig/Sandra Schindler – TC Galaxy Dresden

Jugend D: Martin Schlemmer/Schwenke Marie-Louise – TSC Silberschwan Zwickau

Jugend C: Oliver Brandis/Julia Tabea Schmidt – STK Impuls Leipzig

in Wilkau-Hasslau in der ausverkauften Muldentalhalle Die Hauptguppen am 26.9.09 Bestes Wetter nicht nur für die Bundestagswahlen, deren Ergebnis ebenso spannend erwartet wurde, wie die der Landesmeisterschaften in den einzelnen Klassen. Sonnendurchflutet in der gut besuchten und geschmackvoll dekorierten Muldentalhalle eröffneten die 10 Paare der Hauptgruppe D die diesjährigen Landesmeisterschaften. Nicht ganz so einfach bereits am frühen Morgen die besten Trainingsergebnisse zu präsentieren, aber immerhin gelang dem Paar Paul Hahn/Christin Seidel (Tanzformation Fox Chemnitz) der verdiente 1. Platz, ganz soft und sauber getanzt. Trotz starken Größenunterschied wurde unter anderem den Zuschauern von Andreas Prax/Katja Rebentisch (TSC Casino Dresden) ein sehr schöner Quickstep gezeigt, der sie auf jeden Fall berechtigte, die Silbermedaille für sich in Anspruch zu nehmen. Für das frischgebackene Ehepaar, Mario und Claudia Tischler vom TSG Rubin Zwickau, wurde die Bronzemedaille bereitgehalten, die sie vor den Viertplatzierten, René Wierick/Stefanie Hampel (TSC Hoyerswerda) stark verteidigten. Stefan Kaufmann/Verena Lieb vom TSK Residenz Dresden kamen auf Platz fünf und das Paar des ausrichtenden Vereins, dem TSC Silberschwan Zwickau, Dr. Lars Kretzschmar/Pia Hentschel beschlossen mit ihrem 6. Platz das erste Finale des Tages. HG C 15 Paare am Start, Die drei erstplazierten Paare der Vorgruppe nutzten durch ihren Aufstieg hier die Starmöglichkeit. Sie waren alle bestens vorbereitet, denn die strassbesetzten Kleider waren zu recht bereits im Gepäck. Rafael Kozubal/Julia Roth TSC Synchron Chemnitz schieden leider verletzungsbedingt in der Zwischenrunde aus. Das Tanzsportzentrum Dresden war hier mit zwei Paaren vertreten, wenigstens gefühlte sechs, denn der Fanblock brachte die Paare lautstark mit Beifall und Zwischenrufen voran, was von allen Anwesenden nicht unbemerkt blieb. Endlich kam Stimmung auf. Äußerst spannend umkämpft waren der erste und zweite Platz, der Quickstep sollte hier die Entscheidung bringen. Denn beide Paare erreichten ganz sicher das Finale und ließen keine Zweifel aufkommen, den Landesmeistertitel für sich in Anspruch nehmen zu wollen: Martin Herrmann/Esther Hanzsch vom TSC Casino Dresden und Tilmann Ahlfeld/Cathleen Filip vom TSZ Dresden. Beiden Paaren gelang es, den Landesmeistertitel, ja es wurden zwei vergeben, mit nach Hause zu nehmen. Die Männer überließen den Damen die Goldmedaillen und begnügten sich mit den silbernen. Zum Aufstieg den Paaren unseren herzlichen Glückwunsch. Die Startmöglichkeit in der B nahmen Tilman und Cathleen nicht wahr. Leider werden wir einen solchen Zweikampf nicht noch mal erleben können, zumindest nicht mit diesen Paaren, da Esther Dresden verlässt, um in Passau ihr Jurastudium aufzunehmen. Schade, sehr schade. Freude pur für Marian Illinger mit seiner Partnerin Franziska Frenzel (TSC Excelsior Dresden) über den 3. Platz, die lieber noch nicht aufsteigen wollen. Blanca Ribas-Turon, die am Parkettrand ihre Paare betreute, stand mir als Fachfrau bei der Paareinschätzung hilfreich zur Seite: „Diese zwei Landesmeisterpaare sind vom Tanzstil her sehr unterschiedlich, Martin hat viel Power im Tango, ist mit Esther sehr schnell und musikalisch im Quickstep. Tilman und Cathleen haben im Walzer mehr Rotation und Schwung. Zwei Landesmeistertitel zu vergeben - eine gelungene Entscheidung“. Dieter Bauerschäfer wertete sein 1130. Turnier, ja Sie lesen richtig: sein 1130. Turnier und erklärte, dass er eine solche Wertung mit einem Ergebnis zwei erster Plätze bislang noch nicht erlebte. Der herbeigeeilte Präsident, Dietrich Rupp, war ebenso überrascht. HG B: 11 Paare am Start Ganz offensichtlich konnte der Turnierleiter sich nicht mit den gezeigten Leistungen beim „WW“ zufrieden geben, denn er empfahl den anwesenden Trainern künftig doch jede Trainingsstunde mit dem Wiener Walzer zu beginnen. „Das ist aber ganz normal, dass der Wiener Walzer noch nicht ganz so gut klappt“, sagt B. R.-T. , die Paare müssen sich erst mit dem fünften Tanz zurechtfinden. Ebenso sind die Wechsel von den C zu den B-Folgen ein bisschen krass“. Diese B-Klasse sei nicht ganz so stark wie die im letzten Jahr, nur ein geringer Niveauabfall. Die meisten B-Paare vom letzten Jahr tanzen jetzt in der A-Klasse. „Ach da unten stehen ja vier (Paare). Viel Glück in der nächsten Ecke“ sprach der Turnierleiter beim Slow Fox. Diese Bemerkungen gab es nur in der Vorrunde, denn das Finale sah gleich ganz anders aus. Eine tolle Stimmung verbreitete sich von Anbeginn. Trotz neuer Paarzusammenstellung gelang es Olivia Thiele mit ihrem neuen Partner, Marco Baumann, gleich ins Finale vorzudringen. „Wir tanzen jetzt seit drei Monaten zusammen und es klappt gut“. „Nachdem ich eineinhalb Jahre nicht getanzt habe, gibt es jetzt noch viel zu tun“, so Marco. Jochen Luther/Janine Mühlmann ertanzten sich den 1. Platz. Der Trainer, Michael Hölschke vom TSK Residenz Dresden, ist zufrieden mit den Leistungen aller seiner gestarteten Paare. „Jochen und Janine sollen in der Hauptgruppe A mittanzen, jedoch noch nicht aufsteigen“. Igor Akalowski und Jessica Weiske (TSC Hoyerswerda) nahmen den Erstplatzierten mehrere Einser ab, dies ergab am Ende den 2. Platz. B. R.-T.: „Beide Paare tanzen auch Latein, deshalb waren beide sehr ausdrucksstark im Quickstep und Tango, eben wegen der sehr lateintypischen Elemente“. Sebastian Huth/Alexandra Oly erhielten eine recht gemischte Wertung, dennoch ein gelungener dritter Platz. HG II B: vier Paare, sieben Wertungsrichter Ein überschaubares Feld. Die Paare kannten sich schon aus der vorherigen abgelaufenen Starklasse. Erneut ein 1. Platz für Jochen Luther/Janine Mühlmann (TSK Residenz Dresden), der 4. Platzierte Dimitri Wegele mit seiner Partnerin Dorothea Heger (1. TSC Grün-Gold Leipzig 1947) errang die Silbermedaille und Andreas Rachow mit seiner Anja Schulz (TSK Residenz Dresden) freuten sich über die Bronzemedaille.   HG II A St. kombiniert mit HG II S Standard - mit 9 Paaren am Start. Vor ausverkauftem Hause fanden die Abendturniere statt. Hier gab es eine neue Paarkonstellation: Tobias Krüger/Regina Volkova (TK Orchidee Chemnitz). Von Anbeginn haben sich für das Finale die Dresdner Paare Ringo Hölschke/Magdalena Selbig (TSK Residenz Dresden) und Veit Ludewig/Linda Rosenow (TSZ Dresden) empfohlen. Ringo Hölschke führte seine Partnerin Magdalena Selbig sehr entspannt über die Fläche, er verfügt über eine große und langjährige Turniererfahrung und sie überzeugten die Wertungsrichter gleich mit sieben Einsen im Langsamen Walzer, dann auch im Slow und Quickstep. Veit Ludewig/Linda Rosenow zeichnen sich durch eine ganz klare Linie aus. „Der Herr hat eine super Position, sehr sauberes Tanzen“ so B. R.-T. Es gelang ihnen den Erstplatzierten (S) zwei Einser abzuknöpfen. „Gleb Belov - sehr ruhig im Tanzen, unaufgeregt. Felicitas Timmler hat eine sehr natürliche Bewegung, sehr weich und zeigt ein ausgeprägtes Gefühl für Tanzen“ schätzt Blanca R.-T. ein. Nach sechsjähriger Pause (Volker) konnte das Publikum dem Paar Volker Hoschke und Stephanie Kuske (STK Impuls Leipzig) die Freude am Tanzen ansehen und das Paar wurde belohnt mit dem 3. Platz in der Einzelwertung. Auch in dieser Startklasse (wie in HG B) konnte man erleben, dass Extremwertungen möglich sind. Eine etwas andere Musikauswahl hätte hier helfen können, das Publikum zu Begeisterungstürmen zu führen. Die Einzelwertung für HG A II: 1. Platz Veit Ludewig/Linda Rosenow - TSZ Dresden 2. Platz: Gleb Belov/Felicitas Timmler – TSC Excelsior Dresden 3. Platz: Volker Hoschke/Stephanie Kuske - STK Impuls Leipzig Die Einzelwertung für HG S II: 1. Platz: Ringo Hölschke/Magdalena Selbig – TSK Residenz Dresden 3. Platz: Dr. Rico Czaja/Martina Steffen – TC Rot-Weiß Leipzig HG A St. Zwei Paare, die sich von Anfang an stark heraus kristallisierten, aus dem mit 17 Paaren besetzten Startfeld: Mit äußerst großem Abstand: Rami Schehimi und Lilli Hils (TSZ Dresden)- „Sie tanzen erwachsener, haben viel Drive, zeigen ausgewogene Bewegungen“ erklärt B. R.-T. Von großem Vorteil ist, dass sie bereits sechs Jahre zusammenhalten - und natürlich tanzen. Jeder Tanz Platz 1. Und das Geschwisterpaar Tom und Lisa Uhlig (TSC Excelsior Dresden) – sie sind gereift. B. R.-T.: „Sehr große und schlanke Erscheinung, stark verbessert, haben es gelernt Volumen zu kreieren“. Ab dem Tango gelang es ihnen alle Wertungsrichter zu überzeugen, dass dieses Paar auf den 2. Platz gehört, damit regulärer Aufstieg. David Heiland/Kristin Spörl (TSK Residenz Dresden) klar die Dritten, „sehr sauber, gut lesbar“. Die Besonderheit: auf dem Treppchen drei Dresdner Paare. Am Rande aufgeschnappt und dem Parkettrand abgelauscht: Ansage eines Tänzers, angesprochen auf sein verändertes Äußeres: „Der Frack ist nietennagelneu, ich habe drei Kilo zugenommen, aber alles nur Muskelmasse, mein (Körper)Fettanteil liegt bei gerade mal 10 %“. Anmerkung der Redaktion: War beim Tanzen auch spürbar zu erkennen (der neue Frack). Turnierleiter Jürgen Schimmel verschaffte sich den Überblick, in dem er vom Siegerpodest aus, natürlich dem 1. Platz, referierte, moderierte und äußerst kurzweilig durchs Programm führte. Er animierte nicht nur die Paare, sondern auch die Zuschauer aktiv zu sein. „Fitness für die Hände sei das Mindeste, was letztere heute leisten können.“ Ferner kürte Jürgen Schimmel seine Beisitzerin Daniela Georgi zur schönsten Frau von Zwickau. Nein, es erfolgte keine Zuschauerabstimmung. In die Regionalpolitik mischte er sich auch noch ein, indem er meinte, dass Wilkau-Haßlau ohnehin über kurz oder lang eingemeindet werden würde. Nur die in der Überzahl anwesenden Zwickauer wussten davon bislang noch nichts, mit Sicherheit die Zwickauer Stadtväter auch nicht. Obwohl gut besucht, gab es zu jeder Zeit noch Sitzgelegenheiten. Ein Tänzer „parkte“ jedoch sein Hinterteil auf einen Tisch, der besseren Sichtverhältnisse wegen. Dies bemerkte der aufmerksame Turnierleiter und quittierte dieses Vorkommnis mit den Worten: “Zu Hause mag das üblich sein, auf dem Tisch zu sitzen und vom Stuhl zu essen, heute und hier machen wir es mal genau anders rum.“ Zwischendurch wurden auch vereinzelt Fußballergebnisse bekannt gegeben. „Der HSV gewann gegen Bayern 1:0“. Selbst ist die Frau: die Musikanlage streikte, die Männer hatten das Problem nicht beheben können. Ilona Ackermann, technisch hochversiert, konnte sofort helfen. Dietrich Rupp zeigte sich zufrieden mit den gezeigten Leistungen und auch der Anzahl der startenden Paare an beiden Tagen. „Erfreulich viele Kinder-und Juniorenpaare im unteren Leistungsbereich, das lässt uns hoffen“. Insgesamt waren bei den Kindern, Junioren und der Jugend 101 Starts zu verzeichnen. „Wir können nur hoffen, dass unser S-Klasse-Paare alle erforderlichen Ranglistenturniere getanzt haben, um an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen zu können. Benachteiligt sind eindeutig neu zusammengestellte Paare und solche, die verletzungsbedingt über eine längere Phase pausieren mussten“. Ganz viele Zuschauer ermöglichten den Kindern das Tanzen vor vollem Haus mit viel Beifall, Zuspruch von Trainern, Omis, Opis und Clubkammeraden. Mal jugendlich frisch, dann kindgerecht und stets ganz charmant, begleitete Daniela Georgi (TSC Silberschwan Zwickau) die Paare und Zuschauer durch den 2. Tag. Schade, dass unser Landestrainer anderweitig im Einsatz war und somit die Leistungssteigerung unserer Paare nicht beobachten konnte. Die Musikauswahl für die Kinder und Junioren war streckenweise etwas zu schwierig, aber ungeachtet dessen: ein Dankeschön an die Musikmeister Tobias Strobel und Michael Günnel. Danke auch für die Vorbereitung und Durchführung der Landesmeisterschaften an den ausrichtenden Verein, mit seinen vielen Helfern und Helfershelfern im Hintergrund, den Sponsoren und vor allem den Mitgliedern des TSC Silberschwan Zwickau für eine, in der Tat, äußerst gelungene Veranstaltung. Die Berichterstattung der Junioren II B, Jugend A, der Hauptgruppe S und der Senioren I S befindet sich im Mantelteil dieser Ausgabe. Alle Ergebnisse unter: www.silberschwan-zwickau.de Heike Herzberg alle Fotos: Hartmut Herzberg
Tanzspiegel 11/09