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Gruppenfoto_am_Strand_von_Juliusruh

Tanz ist nicht Alles

Sieben Tage, ausgefüllt mit viel Spaß, gemeinsamen Unternehmungen und natürlich auch mit viel Tanz. Genau wie im letzten Jahr führte der Weg wieder an die Ostsee nach Rügen. Auch dieses Jahr besiedelten die großen und kleinen Tänzer des Tanzclubs das Jungenddorf Wittow in Juliusruh. Mit dabei waren diesmal die HipHop - Tänzer. Mit großer Freude nahmen unsere jüngsten Mitglieder vor Antritt der Fahrt die neuen Traingsjacken in Empfang, welche zum Teil durch Mitglieder der Erwachsenengruppe gespendet wurden. Neben einem ausgefüllten Trainingsprogramm in Latein, HipHop und Ausdauertraining standen auch ein paar abwechslungsreiche Punkte auf der Tagesordnung. Unser diesjähriges Trainingslager war darauf ausgerichtet, eine gesunde Mischung aus Training und Erholung zu schaffen. So blieb neben Frühsport und 3-5 Stunden Training pro Gruppe am Tag noch genügend Zeit, die Insel mit seinen vielfältigen Reizen kennen zu lernen. Neben dem Techniktraining wurde auch einiges für die Kondition, Beweglichkeit, Koordination und Überwindungskraft getan. So erlebten die Kinder täglich neben dem Training auch ein abwechslungsreiches Programm. Während das Tanztraining in der Turnhalle der Schule in Altenkirchen stattfand, nutzten wir Großen den Strand für die Konditionierung. Doch nicht nur den Kleineren wurde eine kleine Pause gegönnt. Um ein besseres Trainingsklima zu schaffen, den Zusammenhalt zwischen Groß und Klein zu stärken und die Kraft und Ausdauer zu schulen, fuhren wir alle gemeinsam in den Natur-Kletterpark nach Bergen. Dort wurden neben der Kraft und der Kondition auch die Koordination zwischen Armen und Beinen trainiert und jeder wurde beim Bewältigen des Parcours angefeuert, wobei natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kam. Unsere Jüngsten konnten im DINO-Land viel über die Entwicklung der Erde vor Millionen von Jahren erfahren, während die Älteren das Ozeaneum in Strahlsund besuchten. Auch der Besuch des Naturparks Jasmund und des Königsstuhls auf dem Kreidefelsen gab uns viele Informationen und Eindrücke von der Entwicklung der Küste. Die Erlebnisausstellung auf dem Königstuhl bot eine gute Gelegenheit, die Köpfe wieder etwas freier von ChaCha- Locksteps und Bounce- Bewegungen zu machen. Bei dieser Ausstellung über die Geschichte der Natur und Entwicklung der Kreidefelsen, welche für Erwachsene und Kinder per Kopfhörer ihre eigene Geschichte erzählte, erfuhren wir sehr viel Wissenswertes. Ebenso durfte ein Spaziergang am nördlichsten Punkt der Republik, am Kap Arkona, nicht fehlen. Es wurde, über das Training hinaus, auch an den Abenden getanzt. Wir organisierten für alle Kinder und Jugendlichen in unserem Camp zwei Discoveranstaltungen, eine davon unter dem Motto „Verkehrte Welt“, wo aus manchem Jungen ein super Mädchen wurde und umgekehrt. Dabei konnten unsere kleinen Tänzer mal zeigen, was sie so gelernt hatten und sie kamen mit ihrer High School Musical- Formation auch super an. Die Kleinen konnten den älteren Schülern im Lager so manches vormachen und erhielten dafür eine Menge Beifall. Dies trug natürlich auch sehr zur Trainingslaune am nächsten Tag bei. Zum Abschluss des Trainingslagers überlegten sich die Großen noch etwas ganz besonderes für die jungen Nachwuchstänzer. Am Strand von Juliusruh wurde jeder im Rahmen eines Neptunfestes mit einem See-Namen getauft und endete feucht-fröhlich im Meer. Bei so einem Trainingslager darf auch ein Grillabend am Lagerfeuer nicht fehlen und dies war dann auch der Auftakt für eine aufregende Nachtwanderung, für viele die allererste ihres Lebens. Trotz Gänsehaut sind alle heil und mit einem Lächeln auf den Lippen wieder im Bett angekommen. So fand unser diesjähriges Trainings- und Erholungslager einen krönenden und aufregenden Abschluss. An dieser Stelle sei allen unseren jungen Leuten gedankt, die als Trainer, Betreuer, selbst Trainierende und Organisatoren in einer Person, eine super Leistung und Verantwortlichkeit an den Tag gelegt haben, in der Vorbereitung und Durchführung des Trainingslagers. Der Generationswechsel ist gelungen. Die gemeinsame Zeit war für alle viel zu kurz. Aber der Zusammenhalt wurde für die Zukunft sehr gut gestärkt. Mit dem Gedanken und der Vorfreude auf das nächste Jahr und den vielen Eindrücken fuhren alle wieder wohlbehalten in Richtung Heimat.   Karolin Kaiser
Tanzspiegel 10/09