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Zeitplan verhinderte weiteren Start

Wie dem aufmerksamen Leser unserer Homepage und des Tanzjournales nicht entgangen sein wird, sind nicht alle Veröffentlichungen identisch. Die Chefredakteurin (Tanzwelt Verlag) des Tanzspiegels behält sich vor, Kürzungen, Streichungen u. ä. vorzunehmen. Bei dem nachfolgenden Beitrag handelt es sich um einen solchen… Heike Herzberg, Pressewartin des LTVS Ranglistenturniere gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit großer Enttäuschung nahmen wir den äußerst ungünstigen Zeitplan des IDSF Open Adult Standard Turniers vom Sonntag, dem 5. Juli, zur Kenntnis. Unserer Meinung nach ist die Umsetzung des Zeitplanes in hohem Maße unsportlich. Vor allem gegenüber Paaren, denen noch ein weiter (bei uns ca. 500 km) Heimweg bevorstand. Wir sprechen da bestimmt nicht nur für uns allein. Wir sind Amateursportler und neben unserem großem Hobby dem Tanzen, haben wir ganz „ nebenbei „ auch noch Schule, Studium, Ausbildung oder Arbeit zu absolvieren. Bei mir zum Beispiel war es am Montag eine wichtige Prüfung an der Uni. Wir wollen gern an Turnieren teilnehmen, die Auswahl ist groß: Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, GOC, Ranglistenturniere, insbesondere mit internationaler Beteiligung und vieles mehr. Aber es muss uns auch die Möglichkeit gewährt werden, das zeitlich vereinbaren zu können. Um am Sonntagabend noch einigermaßen wach die lange Autofahrt zu meistern und vielleicht auch noch eine Mütze Schlaf zu ergattern, entschlossen wir uns nach Erreichen der 48-er Runde aufzuhören. Verschob sich doch der Zeitplan immer weiter nach hinten, denn die Zwischenrunde der Senioren II kam noch vor Beginn der 48 - er. Wir taten das schweren Herzens! Am Montag, nach zum Glück unfallfreier Heimfahrt und bestandener Prüfung, fanden wir im Internet unsere Vermutung bestätigt. Auf dem Weg zur 48 - er Runde hatten wir jeweils 52 von 55 möglichen Kreuzen bekommen. Nur weitere 13 Paare hatten 52 oder mehr Kreuze bis dahin erhalten. Da machte es uns schon traurig, dass wir diese Chance nicht wahrnehmen konnten. Sichtlich überrascht stellten wir darüber hinaus fest, dass wir mit einem Kreuz in der 48 – er Runde und damit mit Platz 46/47 in die Annalen eingehen. Wer ein Kreuz hat, muss also getanzt haben, wir waren es aber definitiv nicht. Auch bei einem anderen Paar bemerkten wir daraufhin Ungereimtheiten, ein einzelnes Kreuz im Slowfox nach vermutetem Abbruch nach dem Langsamen Walzer. Wir fühlen uns von der Turnierleitung und dem festgesetzten Zeitplan benachteiligt. Was passiert mit Wertungsrichtern, die Paare kreuzen, die gar nicht an diesem Tanz teilnahmen? Sollte die Turnierleitung nicht über ausscheidende Paare informieren und das Protokoll auf Richtigkeit prüfen? Warum können Turniere insbesondere Ranglistenturniere an Sonntagen nicht so zeitig beginnen, dass eine Heimfahrt für alle gefahrlos nach dem Turnier möglich ist und jeder die gleichen Chancen zur Teilnahme erhält? Wir möchten mit diesem Bericht nicht anprangern, aber vielleicht kann auf diesem Weg eine Diskussion angeregt werden mit dem Ziel der Verbesserung. Wir wissen, dass es uns nicht allein so ergangen ist. Manche Paare mussten Bahnverbindungen annullieren oder sich um andere Fahrmöglichkeiten kümmern und für viele Paare war es eine gefährliche und lange Fahrt durch die Nacht.   Daniel Wellhöfer/Marion Hopf
Tanzspiegel 09/09