Suche:

Startseite » DTSA » Artikel
Christoph_und_Blanca_

Für Christoph und Blanca – Wir sagen Danke

Ganz nüchtern betrachtet waren es „nur“ die Turnierabsage bei der Gebietsmeisterschaft Ost 10Tänze, ein Schreiben vom 30.03.2009 und eine Nachricht unter den News auf der DTV-Homepage, aber für den Landestanzsportverband Sachsen war es ein einschneidendes Ereignis: Christoph Kies und Blanca Ribas Turon haben ihre gemeinsame tänzerische Karriere beendet. Die Tragweite dieser Entscheidung mussten wir erst einmal verdauen, und es hat einige Zeit gedauert, bis die Emotionen wieder auf ein Normalmaß zurück gegangen sind. Christoph Kies und Blanca Ribas Turon hatten sich in dem genannten Schreiben vom 30.03.2009 beim Landestanzsportverband für die „jahrelange Unterstützung in allen Belangen unserer Karriere“ bedankt. Wir möchten den Beiden von unserer Seite Danke sagen und uns gemeinsam an über sechs Jahre erfolgreiches Tanzen erinnern. Begonnen hatte alles Ende des Jahres 2002 mit einem vielversprechenden Probetraining und dem Umzug von Blanca aus Barcelona nach Dresden, ein für die junge Spanierin damals sicher nicht leichter Schritt. Talent, ungebrochener Fleiß und alles dem Ziel untergeordnet, ganz weit nach oben zu kommen, beherrschte ihren Alltag. Berufliche Wünsche wurden hinten angestellt. Und der Erfolg kam schon bei der Deutschen 10Tänzemeisterschaft 2003 in Krefeld. Knapp ging es zu, aber sie konnten ihren ersten gemeinsamen Deutschen Meistertitel feiern. Fünf weitere in ununterbrochener Reihenfolge sollten folgen. Und nach den Regularien im Deutschen Tanzsportverband waren diese Titel das Tor zu den jeweiligen Welt- und teilweise Europameisterschaften. Die Weltmeisterschaftsplätze Dritter 2004, Zweiter 2005, Erster 2006, 2007 und 2008 waren die herausragenden internationalen Ergebnisse und Erfolge. Natürlich sind das Ergebnisse, die weit über den Tellerrand des Landestanzsportverbandes Sachsen wirken. Innerhalb Sachsens gingen im Zeitraum ab 2003 alle Landesmeistertitel Standard, Latein und 10Tänze (bis auf einen, den sie krankheitsbedingt im Finale aufgeben mussten) an unser Ausnahmepaar. So erfolgreich war zuvor kein anderes Paar unseres Landestanzsportverbandes. Die Aussage, dass sich beide bemühen, mit neuen Partnern, wieder bei Turnieren antreten zu wollen, haben wir gern zur Kenntnis genommen, wohl wissend, dass das mit den sicher hohen Ansprüchen sehr schwer werden wird. Beide haben ihre ersten Trainerlizenzen erworben und beide sind bereits in ihrem Heimatverein TSC Excelsior und in anderen Dresdner Tanzsportvereinen als Trainer wirksam geworden. Das ist sicher ein folgerichtiger Weg. Und völlig uneigennützig wünschen wir uns, dass sie dem Landestanzsportverband Sachsen, ob als aktive Tänzer oder als Vereinstrainer, lange noch erhalten bleiben. Alle Gute wünschen Euch auf Eurem weiteren Weg alle Tänzerinnen und Tänzer, Trainer, Funktionäre und vor allem Eure Fans!   Dietrich Rupp – Präsident des LTV Sachsen
Tanzspiegel 06/09