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Excelsior vergibt Tanzsportabzeichen, stellt sich vor und platzt aus allen Nähten

Das 10. DTSA für die Tanzpaare Rupp und Bühn von Excelsior Dresden

Zu Beginn lohnt es sich, näher hinter das DTSA - das deutsche Tanzsportabzeichen - zu schauen. Die Tanzschulen haben eine parallele Abzeichenwelt bestehend aus einem erfindungsreichen Mix von Edelmetallen und Superlativen, um die tanzbegeisterte Kurskundschaft mit immer höheren Leistungsansprüchen über mehrere Jahre bei der Stange zu halten. Der DTV hält ein etwas schlichteres Abzeichen-Programm bereit: Bronze, Silber, Gold, Gold, Gold (ab und an mit Kränzen und Zahlen verziert …). Viele Turnierpaare halten sich angesichts der 5 Tänze und 8 Basicfiguren als Kriterium für ein goldenes Abzeichen bei der Prüfungsbeteiligung vornehm zurück. Bei den Breitensportlern klappt das mit der Begeisterung für ein weiteres Abzeichen schon besser. Es muss außer dem Wert des Goldes noch einen Anreiz für viele Abnahmen geben: die Erwähnung im Tanzspiegel für die Paare mit den meisten Abnahmen. Da man für „ganz oben“ eine Zahl an Prüfungen jenseits der 25 benötigt, wird klar, dass nur Paare aus den „gebrauchten“ Bundesländern an der Spitze liegen können, die „neuen“ sind einfach noch zu jung an Jahren. Umso erwähnenswerter ist deshalb der Rekord eines Paares, dass an allen 10 DTSA-Abnahmen des TSC Excelsior teilgenommen hat: Jürgen und Barbara Bühn. Die Erwähnung im Tanzspiegel ebenso redlich verdient haben sich Dietrich & Ursula Rupp. Beide Paare bringen es somit auf Gold mit Kranz und Zahl 10. (Rupp´s waren einmal in der Fremde aktiv, um Bühn´s nicht entwischen zu lassen). Beide Paare liegen damit fast ganz vorn in Sachsen und hoffen auf viele Nachmacher aus dem Verein. Erfreulich, dass sich an jenem dritten Adventssamstag insgesamt 39 Tänzerinnen und Tänzer den kritischen Augen des Prüfers Michael Hölschke präsentiert haben. Alle haben die Kriterien für die jeweiligen Abzeichen erfüllt. Ohnehin steht der Spaß bei einer solchen Abnahme (meist) im Vordergrund und Misserfolge sind extrem selten. Nach der DTSA-Abnahme war noch nicht Schluss. Unter dem bewährten Motto „Der Tanzclub stellt sich vor“ präsentiert sich der Verein in seinen Trainingsräumen traditionell jedes Jahr in der Adventszeit. Dass diese Veranstaltung sowohl für Tänzer als auch für Gäste ein richtiges Highlight ist, kann man an zwei Dingen festmachen. Die Paare aller Tanzgruppen des Vereins sind nahezu vollzählig dabei und selbst die Stehplatzkapazität ist meistens nahezu erschöpft. Stichwort aus der Überschrift: „geplatzte Nähte“. Die Trainingsgruppen gaben mit ihrem Programm alles für beste Werbung für zuschauende, potenziell-künftige Mitglieder, die natürlich alle Gruppen gut gebrauchen können. Für viele Paare hat diese Vorstellung vor Freunden, Verwandten und Interessierten noch einen weiteren positiven Aspekt: Die feierliche Überreichung der Leistungsprämien des Excelsior-Förderkreises, die als Trainingskostenzuschüsse für die insgesamt 21 Treppchenplätzen auf Landes- Gebiets- und Deutschen Meisterschaften übergeben werden konnten. Eine Hoffnung der Zuschauer erfüllte sich nicht. Die Weltmeister sind doch nicht gekommen. Bei freiem Eintritt und im Angesicht des Showauftritts der anderen S-Klassen-Paare (besonders sehenswert: Rumba und Slowfox wurde gemeinsam getanzt) war am Ende zum Glück niemand wirklich böse. Vielleicht sind sie nächstes Jahr wieder dabei…   U. Trodler und ein weiterer Autor
Tanzspiegel 02/09